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Der Nichtverbreitungsvertrag der Vereinten Nationen - Ein (un)wirksames Instrument zur Verhinderung der Proliferation?

Title: Der Nichtverbreitungsvertrag der  Vereinten Nationen - Ein (un)wirksames Instrument zur Verhinderung der Proliferation?

Term Paper , 2011 , 20 Pages

Autor:in: Nils Wöhnl (Author)

Politics - Region: Other States
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Summary Excerpt Details

In meiner Arbeit soll es darum gehen, aufzuzeigen, inwiefern der Nichtverbreitungsvertrag
der Vereinten Nationen wirkungsvoll ist. Als Beispiel soll hierfür der Konflikt
um das Iraner Atomprogramm gelten. Um diesen Konflikt näher untersuchen zu
können und ihn mit dem Nichtverbreitungsvertrag in Verbindung bringen zu können,
werde ich die Außenpolitik zweier wichtiger ständiger Sicherheitsratsmitglieder,
USA und Russland, in Bezug auf das iranische Atomprogramm darstellen und versuchen
Schlüsse für die Gründe der jeweiligen Außenpolitik zu ziehen. Die USA und
Russland habe ich deswegen als Beispiel für die Außenpolitik gegenüber dem Iran
herangezogen, da sowohl die USA als auch Russland zu den Unterzeichnern des
Nichtverbreitungsvertrags der Vereinten Nationen gehörten und somit erhebliches
Interesse an der Nichtverbreitung von Atomwaffen haben, wie sie der Iran droht bauen
zu können. Des Weiteren werde ich noch die Außenpolitik Deutschlands in Bezug
auf das Iraner Atomprogramm betrachten, obwohl Deutschland kein ständiges Mitglied
im UN-Sicherheitsrat ist, so ist es als mit der Unterzeichnung und Ratifizierung
des Nichtverbreitungsvertrages dafür verantwortlich, die Einhaltung des Vertrages
durch die einzelnen Vertragspartner mit zu kontrollieren.
Der Nichtverbreitungsvertrag trat im Juli 1970 offiziell in Kraft, wurde aber schon
1968 von den USA, Russland (damals noch Sowjetunion) und Groß-Britannien unterzeichnet.
Deutschland unterzeichnete den Nichtverbreitungsvertrag 1969, der Iran
hat den Nichtverbreitungsvertrag sogar schon ein Jahr früher unterzeichnet und ebenfalls
1970 ratifiziert. Der Nichtverbreitungsvertrag beinhaltet die Ächtung von ABCWaffen,
deren Nichtverbreitung, sowie das Verbot mit Waren zu handeln, die zum
Bau von Nuklearwaffen genutzt werden können. Um zu gewährleisten, dass die einzelnen
unkte des Vertrages von den einzelnen Unterzeichnerstaaten eingehalten werden
hat der UN-Sicherheitsrat folgende Kontrollinstanz ins Leben gerufen: Die Internationale Atomenergiebehörde, die unangekündigt Inspektionen in Ländern durchführen
kann, von denen angenommen wird, dass sie vorhaben, Nuklearwaffen zu
bauen und auch die Technologie dafür haben.
Nun hat der Iran schon in den 60er Jahren damit begonnen, ein Atomprogramm
im eigenen Land auf die Beine zu stellen. Die Atomenergie sollte allein der Stromversorgung
im Land dienen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Der Nichtverbreitungsvertrag der Vereinten Nationen und der Beginn des Konflikts mit dem Iran

2. Die Außenpolitik der UN-Sicherheitsratsmitglieder USA und Russland und die Außenpolitik Deutschlands in Bezug auf das Iraner Atomprogramm

2.1 Die US-amerikanische Außenpolitik in Bezug auf das Iraner Atomprogramm

2.1.1 Die US-amerikanische Außenpolitik in Bezug auf das iranische Atomprogramm unter Clinton 1996-2000

2.1.2 Die US-amerikanische Außenpolitik in Bezug auf das iranische Atomprogramm unter Bush 2001-2008

2.1.3 Die US-amerikanische Außenpolitik in Bezug auf das iranische Atomprogramm unter Obama 2009

2.1.4 Zusammenfassung des Kapitels

2.2 Die russische Außenpolitik in Bezug auf das Iraner Atomprogramm

2.2.1 Die russische Außenpolitik in Bezug auf das Iraner Atomprogramm unter Jelzin 1991-1999

2.2.2 Die russische Außenpolitik in Bezug auf das Iraner Atomprogramm unter Putin 2000-2008

2.2.3 Zusammenfassung des Kapitels

2.3 Die deutsche Außenpolitik in Bezug auf das Iraner Atomprogramm

2.3.1 Die deutsche Außenpolitik in Bezug auf das Iraner Atomprogramm unter Kohl 1990-1998

2.3.2 Die deutsche Außenpolitik in Bezug auf das Iraner Atomprogramm unter Schröder 1999-2005

2.3.3 Die deutsche Außenpolitik in Bezug auf das Iraner Atomprogramm unter Merkel ab 2005

2.3.4 Zusammenfassung des Kapitels

3. Fazit: Wie könnte der Konflikt mit dem Iran weitergehen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des Nichtverbreitungsvertrags der Vereinten Nationen am Beispiel des Konflikts um das iranische Atomprogramm. Dabei wird analysiert, inwiefern die unterschiedlichen außenpolitischen Interessen der ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA und Russland sowie die Haltung Deutschlands die Effektivität internationaler Kontrollinstanzen beeinflussen.

  • Wirksamkeit des Nichtverbreitungsvertrags (NPT)
  • Außenpolitik der USA gegenüber dem Iran
  • Rolle Russlands und technologische Unterstützung
  • Deutsche Außenpolitik und Exportkontrollen
  • Einfluss der UN-Sicherheitsratsresolutionen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die US-amerikanische Außenpolitik in Bezug auf das iranische Atomprogramm unter Clinton 1996-2000

In Clintons erster Amtszeit wird die Bedrohung durch den Iran mit Nuklearwaffen zum ersten Mal zu einem politischen Thema in Washington. In seiner ersten Amtszeit bezeichnete seine Regierung den Iran als sogenannten „Rogue State“, der den internationalen Terrorismus, unterstützt, den Friedensprozesses im Nahen Osten behindert, und nach Machtdominanz und Massenvernichtungswaffen strebt. Der Iran hatte schon in den 1960er Jahren begonnen, ein ziviles Atomprogramm auf die Beine zu stellen, auch mit der Hilfe der USA, die einen Forschungsreaktor in den Iran schickten. Aber erst mit Beginn der 1990er Jahre wurde von den USA argwöhnt, dass Iran ein Kernwaffenprogramm ins Leben gerufen haben könnte.

Für dieses Vorhaben erhielt der Iran dabei von Russland und China, die den Iran mit der notwendigen Technologie versorgten. So baute Russland im Iran Leichtwasserreaktoren und China bildete iranische Nuklearenergieexperten aus. Die USA verstärkten daraufhin den Druck auf Moskau und Peking, die nukleare Kooperation mit dem Iran zu beenden. Das Druckmittel der USA waren dabei Sekundärsanktionen, die sich auch auf die Staaten erstreckten, die mit gewissen Gütern, im Falle des Irans mit Gütern und Technologien, die zur Herstellung von Atombomben verwendet werden könnten, handelten. Die USA versuchte hiermit, den Iran von seinen Handelspartnern und anderen Verbündeten zu isolieren und zugleich mit dem Iran in einen „autoritären Dialog“ zu treten. Daneben setzten die USA ihre „Dual-Containment-Strategie“ sowohl gegen den Iran wie auch den Irak fort, der beide Staaten in ihren Handlungen einschränken sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Nichtverbreitungsvertrag der Vereinten Nationen und der Beginn des Konflikts mit dem Iran: Die Einleitung definiert das Forschungsziel und erläutert die Bedeutung des Nichtverbreitungsvertrags sowie den historischen Kontext des iranischen Atomprogramms.

2. Die Außenpolitik der UN-Sicherheitsratsmitglieder USA und Russland und die Außenpolitik Deutschlands in Bezug auf das Iraner Atomprogramm: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die außenpolitischen Ansätze der USA, Russlands und Deutschlands über verschiedene Regierungsperioden hinweg.

3. Fazit: Wie könnte der Konflikt mit dem Iran weitergehen?: Das Fazit bewertet die Erfolglosigkeit der bisherigen UN-Nonproliferationspolitik und diskutiert mögliche zukünftige Szenarien im Umgang mit dem Iran.

Schlüsselwörter

Nichtverbreitungsvertrag, Iran, Atomprogramm, Außenpolitik, USA, Russland, Deutschland, Sicherheitspolitik, Sanktionen, UN-Sicherheitsrat, Urananreicherung, Kernwaffen, Diplomatie, Proliferation, Exportkontrollen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Effektivität des Nichtverbreitungsvertrags der Vereinten Nationen bei der Eindämmung des iranischen Atomprogramms.

Welche zentralen Akteure werden thematisiert?

Im Zentrum der Analyse stehen die USA, Russland und Deutschland sowie deren jeweilige außenpolitische Strategien gegenüber dem Iran.

Was ist die Forschungsfrage der Untersuchung?

Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern der Nichtverbreitungsvertrag ein wirksames Instrument zur Verhinderung der Proliferation im Fall des Irans darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse der Außenpolitik der genannten Staaten im zeitlichen Verlauf, basierend auf Literatur und Dokumenten.

Was sind die Hauptinhalte des dritten Kapitels?

Das dritte Kapitel dient als Fazit, das die bisherigen Ergebnisse zusammenführt und die Rolle der UN kritisch hinterfragt.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse?

Schlüsselbegriffe sind Proliferation, Sanktionen, diplomatische Verhandlungen, ziviles Atomprogramm und sicherheitspolitische Interessen.

Warum war die Außenpolitik Deutschlands laut Autor als kritisch zu bewerten?

Der Autor argumentiert, dass Deutschland durch wirtschaftliche Interessen und diplomatische Initiativen wie die „Erklärung von Teheran“ ungewollt dazu beigetragen hat, dem Iran Spielraum für sein Nuklearprogramm zu lassen.

Welche Rolle spielt Russland bei der Entwicklung des iranischen Atomprogramms?

Russland wird als Unterstützer dargestellt, der dem Iran durch Technologieexporte, den Bau von Reaktoren und die Ausbildung von Experten den Weg zur nuklearen Technologie geebnet hat.

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Details

Title
Der Nichtverbreitungsvertrag der Vereinten Nationen - Ein (un)wirksames Instrument zur Verhinderung der Proliferation?
College
Martin Luther University
Author
Nils Wöhnl (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V205480
ISBN (eBook)
9783656329800
ISBN (Book)
9783656330738
Language
German
Tags
nichtverbreitungsvertrag vereinten nationen instrument verhinderung proliferation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nils Wöhnl (Author), 2011, Der Nichtverbreitungsvertrag der Vereinten Nationen - Ein (un)wirksames Instrument zur Verhinderung der Proliferation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205480
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