Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S.1
2. Gattungen und Genres S.1
3. Produktion und Markt S.4
4. Fazit S.7
5. Literaturverzeichnis S.8
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gattungen und Genres
3. Produktion und Markt
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Ausarbeitung ist die Untersuchung der Kontexte der Film- und Fernsehanalyse, wobei der Fokus insbesondere auf der Bedeutung von Gattungen und Genres sowie den ökonomischen Aspekten von Produktion und globalen Märkten liegt.
- Systematische Einordnung von Gattungen und Genres im Film- und Fernsehkontext
- Bedeutung der Genrekonventionen für die Zuschauererwartung und Rezeption
- Globalisierung der Medienindustrie und internationale Vermarktungsstrategien
- Transmediale Auswertungsformen von Medieninhalten
Auszug aus dem Buch
Gattungen und Genres
Das Genre, das eine „inhaltlich-strukturelle Bestimmung von Filmgruppen“ darstellt, fasst alle Filme mit gemeinsamen typischen Merkmalen zusammen und bildet auf diese Weise neue, differenziertere Untergruppierungen. Im Unterschied zu den Gattungen erfolgt die Klassifizierung in Genres nicht hinsichtlich ihrer Darstellungsformen, sondern vielmehr in Hinblick auf Aspekte wie Themen, Handlungsablauf, Ort, Zeit, Akteure und Ausstattung sowie narrative, dramaturgische und gestalterische Elemente. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Gattung „Spielfilm“ in Genres wie Melodram, Komödie, Kriminalfilm und Actionfilm differenzieren. Jedes dieser Genres besitzt individuelle spezifische Merkmale, die es von einem anderen Genre der gleichen Gattung abgrenzen; Melodram und Komödie gehören somit zwar der gemeinsamen Gattung Spielfilm an, unterscheiden sich dennoch grundlegend voneinander.
Diese Genres können wiederrum hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede kategorisiert werden, indem man Subgenres wie die dem Genre des Kriminalfilmes angehörigen Subgenres Thriller, Polizeifilm, Detektivfilm, Gangsterfilm und Agentenfilm bildet. Allerdings merkt Faulstich an dieser Stelle an, dass es wissenschaftlich problematisch sei, den Fragen nachzugehen, wie viele Genres man unterscheiden kann und wie sich diese einzelnen Genres und Sub-Genres beschreiben lassen. Als Hauptgrund nennt er die „Kategorienvermischung“, wonach Genres wie Western primär aufgrund historisch geografischer Merkmale definiert seien, Horrorfilme und Thriller jedoch vor allem aufgrund ihrer Wirkung. Auch sei eine klare Trennlinie zwischen den verschiedenen Genres und Subgenres oft nicht eindeutig festzulegen, da eine steigende Tendenz zur Verknüpfung verschiedener Genres zu beobachten ist, weswegen man an dieser Stelle die Begriffe „Genremix“ und „hybrider Film“ eingeführt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit einer systematischen Analyse von Filmen und Fernsehsendungen unter Einbeziehung ihrer spezifischen Kontexte.
2. Gattungen und Genres: Dieses Kapitel behandelt die Klassifizierung von Filmen und Sendungen in Gattungen und Genres und deren Bedeutung für die Rezeptionssteuerung beim Zuschauer.
3. Produktion und Markt: Hier werden die Globalisierung der Medienindustrie und die verschiedenen Vermarktungsstrategien für internationale Formate analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Analyse von Medienprodukten heute zwingend ökonomische, kulturelle und transmediale Faktoren berücksichtigen muss.
Schlüsselwörter
Filmanalyse, Fernsehanalyse, Gattungen, Genres, Medienindustrie, Globalisierung, Formathandel, Rezeption, Standardisierung, Transmedialität, Konventionen, Spielfilm, Medienkonzerne, Produktion, Zuschauererwartung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den Kontexten, die eine wissenschaftliche Film- und Fernsehanalyse prägen, wobei der Fokus auf inhaltlichen Strukturen und ökonomischen Rahmenbedingungen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Einordnung von Gattungen und Genres, die Dynamiken der globalen Medienproduktion sowie die Vermarktungswege von Formaten.
Was ist das Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, warum eine isolierte Filmanalyse heute nicht mehr ausreicht und warum gesellschaftliche und ökonomische Faktoren einbezogen werden müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die primär auf der Analyse medienwissenschaftlicher Fachliteratur, insbesondere von Lothar Mikos, basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung von Gattungen und Genres sowie die Untersuchung der globalen Medienmärkte und transmedialer Verwertungsformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Filmanalyse, Globalisierung, Formathandel, Gattungen und transmediale Vermittlung geprägt.
Warum sind Gattungen und Genres für die Rezeption wichtig?
Sie dienen als „Gebrauchsversprechen“, da der Zuschauer aufgrund von Genrekonventionen bestimmte Erwartungen an Inhalt und Struktur hat, die durch den Produzenten bedient werden.
Was unterscheidet ein „Format“ von einem „Genre“ im Fernsehen?
Laut Mikos bezieht sich das „Format“ stärker auf marktorientierte, standardisierte Strukturen, die eine internationale Lizenzierung und lokale Anpassung ermöglichen.
Welche Rolle spielt die Globalisierung für Medieninhalte?
Große Medienkonzerne dominieren den Markt und fördern die internationale Verbreitung von Formaten, was zu einer Standardisierung, aber auch zu transmedialen Auswertungsformen führt.
- Arbeit zitieren
- Anne Volkmer (Autor:in), 2012, Kontexte der Film- und Fernsehanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205530