Allgemeines zur Kapitalwertmethode


Hausarbeit, 2012

13 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung Investition

3. Der Zeitwert des Geldes

4. Methoden der Investitionsrechnung
4.1 Statische Verfahren
4.2 Dynamische Verfahren

5. Bedeutung des Kapitalwertes

6. Berechnung der Kapitalwertmethode

7. Fazit

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Sowohl in der Wirtschaft als auch im privaten Bereich, auf Gütermärkten und Kapitalmärkten, stellen Investitionen einen wesentlichen Aspekt dar. Investitionen sind inzwischen unabdingbar geworden. Daraus ergeben sich Fragen nach dem Inhalt einer Investition, dem Sinn und der Effizienz. In dieser Case Study wird im Folgenden die Kapitalwertmethode als eine der gängigsten

Investitionsentscheidung untersucht.

Die Case Study ist in sechs Abschnitte unterteilt. Den ersten Abschnitt bilden die Einleitung sowie der Gang der Untersuchung. Der zweite Abschnitt beinhaltet eine Begriffserklärung und vermittelt dazu Hintergrundwissen. Darauf folgt eine Problemdarstellung von Investitionen beziehungsweise Investitions-entscheidungen nämlich der Zeitwert des Geldes. Im vierten Abschnitt werden die Methoden der Investitionsrechnung vorgestellt. Anschließend wird die Bedeutung des Kapitalwertes erläutert. Der Praxisteil im sechsten Abschnitt verdeutlicht die vorangegangene Theorie durch Rechenbeispiele einer fiktiven Investition eines Industrieunternehmens.

2. Begriffserklärung Investition

Der Begriff "Investition" hat in der Theorie und Praxis keine einheitliche Bedeutung. Grund dafür ist die Fassungsbreite des Begriffs. Eine Investition kann rein leistungswirtschaftlich, rein monetär oder gemischt leistungswirtschaftlich monetär verstanden werden[1]. Investitionen können nach der Anlageform in zwei Klassenunterteilt werden, zum einen in Real- oder Sachinvestitionen, zum anderen in Finanzinvestitionen[2].Bei Real- oder Sachinvestitionen wird Geld für materielle Objekte ausgegeben. Dazu gehören auch Auszahlungen für Forschung und Entwicklung, aus denen immaterielle Güter hervorgehen können wie zum Beispiel Patente oder Nutzungsrechte. Finanzinvestitionen stellen hingegen eine Anlage von Geld in geldwerten Ansprüchen dar. Bei diesen sogenannten Finanzanlagen umfasst der Investitionsbegriff sowohl kurze als auch langfristige Anlageformen.Grundsätzlich, so Braunschweig, ist "jeder Einsatz produktiver Faktoren (menschlicher Arbeit und sachliche Produktionsmittel) zur Erreichung, Erhaltung, Veränderung, Verbesserung oder Vergrößerung der Produktionsapparatur in Betrieben eine Investition."[3] Der Begriff Produktionsapparatur impliziert dabei nicht nur den technischen Aspekt, sondern auch Ressourceneinsatz im Bereich Forschung und Entwicklung. Im Allgemeinen wird eineInvestition als eine zielgerichtete, längerfristige Kapitalbindung definiert, welcher in der Zukunft autonome Einzahlungsüberschuss realisiert. Unter Einzahlungsüberschüssen ist die Differenz aus Einzahlungen und Auszahlungen einer Periode zu verstehen. Eine Investition ist also eine Zahlungsreihe, welche mit einer Auszahlung beginnt und in den Folgeperioden Einzahlungsüberschüsse aufweist[4].

3. Der Zeitwert des Geldes

Sowohl bei Investitionen als auch bei Finanzierungen stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Durch eine Wirtschaftlichkeitsrechnung werden Erträge der Kapitalanlage den Kosten der Investition gegenübergestellt. Damit sich die Investition lohnt müssen die Erträge zusammen mit dem Restwert der Kapitalanlage die Kosten der Kapitalbeschffung übersteigen[5]. Zur Veranschaulichung werden Investitionen oft als Zahlungsreihe dargestellt. Zu Beginn (t0) steht eine Anschaffungsausgabe, die Investition. Zu verschiedenen Zeitpunkten folgen Einnahmenüberschüsse, welche allerdings einen unterschiedlichen Zeitwert des Geldes haben, dem sogenannten Time Value of Money.

In der dynamischen Investitionstheorie gilt die Berücksichtigung der zeitlichen Dimension von Zahlungen als Grundelement. Um den Zeitwert des Geldes vergleichbar zu machen werden die Einnahmeüberschüsse auf einen Bezugszeitpunkt auf- oder abgezinst. Als Bezugszeitpunkt kann der Beginn oder das Ende einer Investition gewählt werden. Am häufigsten wird der Beginn einer Zahlungsreihe als Bezugszeitpunkt gewählt[6]. Der Wert einer künftigen Zahlung im Bezugszeitpunkt t0 wird als Barwert oder auch present value bezeichnet. Man errechnet den Barwert indem der Nominalwert, also der Wert bei Zahlungszeitpunkt, mit einem Abzinsungsfaktor multipliziert wird[7]. Die Differenz zwischen allen Einzahlungen und der Summe der Barwerte aller Auszahlungen ergibt den Kapitalwert der Investition. Der Abzinsungsfaktor wird durch 1/(1+p/100)n ermittelt. Der Barwert der Investition kann durch die Multiplikation von Kapitalrückfluss und Abzinsungsfaktor ermittelt werden.

[...]


[1] vgl. Braunschweig, Christian: Investitionsrechnung, München; Wien 1998, S. 17

[2] vgl. Adam, Dietrich: Investitionscontrolling, 3. Auflage, München; Wien 2000, S. 1

[3] vgl. Braunschweig, Christian: a. a. O., S. 17

[4] vgl. Drukarczyk, Jochen: Investition und Finanzierung, 11. Auflage, Regensburg 1998, S. 1

[5] vgl. Altrogge, Günter: Investition, 4. Auflage, München; Wien 1996, S.13

[6] vgl. Jokisch, Mayer: Grundlagen finanzwirtschaftlicher Entscheidungen, 1. Auflage, München; Wien 2002, S.78

[7] vgl. Jokisch, Mayer: a. a. O., S.79

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Allgemeines zur Kapitalwertmethode
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V205570
ISBN (eBook)
9783656323778
ISBN (Buch)
9783656324522
Dateigröße
476 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kapitalwertmethode, Kapitalwert, Investition, Zeitwert des Geldes, Investitionsrechnung, statische Verfahren, dynamische Verfahren, Rechenbeispiel
Arbeit zitieren
Christina Vogler (Autor), 2012, Allgemeines zur Kapitalwertmethode, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205570

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