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Tiergestützte Schulpädagogik: Entscheidung für Klassenhund oder Schulzoo?

Title: Tiergestützte Schulpädagogik: Entscheidung für Klassenhund oder Schulzoo?

Examination Thesis , 2012 , 57 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anja Knuth (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Wenn die Nachhaltigkeit in den Lehrplänen nicht nur eine gehaltlose Klausel sein soll, werden alternative/ neue pädagogische Hilfs- und Arbeitsmittel wie zum Beispiel Schulzoos und Schulhunde immer wichtiger. Auch die Korrektur von unsozialem oder problemhaften Verhalten bei Kindern und Jugendlichen, welches durch eine frühe Fehlentwicklung ausgelöst sein kann, verlagert sich zunehmend in die Institutionen des Staates, seien es Kindergärten oder Schulen.

Die Klärung der Begrifflichkeiten am Anfang dieser Arbeit ist essentiell, um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen. Wie bereits erwähnt haben Schul- und Klassenhunde verschiedene Bedeutungszuweisungen im Laufe der Zeit erfahren. Die weiteren Informationen in dieser Arbeit umfassen nicht nur die Rahmenbedingungen für den Einsatz der Tiere, sondern auch einige direkte pädagogische Anwendungsmöglichkeiten und die dazugehörigen möglichen Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen. Lehrkräfte können anhand dessen ihr Repertoire an schülerorientierter bzw. problemorientierter Pädagogik erweitern und gegebenenfalls durch eine neue pädagogische Anwendung ergänzen. Die Entscheidung für welchen tierischen Einsatz kann anhand einer Auflistung der Rahmenbedingungen getroffen werden. Diese geben Lehrkräften einen Hinweis auf das benötigte schulische Umfeld und damit eine Entscheidungshilfe für die geeignete Art der tiergestützten Pädagogik.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Vorwort

1.2 Ziel dieser Arbeit

2 Tiergestützte Interaktion

2.1 Klärung der Begriffe

2.1.1 Begriffe: Klassenhund und Schulzoo

2.1.2 Begriffe: tiergestützte Therapie, tiergestützte Aktivität, tiergestützte Pädagogik

2.2 Mensch-Tier-Beziehung als Grundlage für tiergestützte Pädagogik

2.2.1 Die Biophilie-Hypothese

2.2.2 Die Theorie der Bindungen

2.2.3 Du-Evidenz

2.3 Kommunikationsarten

2.3.1 Digital-verbale Kommunikation

2.3.2 Analog-nonverbale Kommunikation

3 Der Klassenhund

3.1 Bedingungen für den Einsatz eines Hundes

3.1.1 Institutionelle Bedingungen und Ansprüche an den Hund

3.1.2 Bedingungen im Rahmen der Schülerarbeit

3.2 Pädagogische Anwendungen des Klassenhundes

3.2.1 Wirkungen des Tieres

3.2.2 Einsatzmöglichkeiten des Hundes

4 Der Schulzoo

4.1 Rahmenbedingungen für den Schulzoo

4.1.1 Institutionelle Bedingungen

4.1.2 Auswahl geeigneter Tiere

4.1.3 Bedingungen im Rahmen der Schülerarbeit

4.2 Pädagogische Anwendungen des Schulzoos

4.2.1 Wirkungen eines Schulzoos auf Kinder und Jugendliche

4.2.2 Einsatzmöglichkeiten der Tiere in einem Schulzoo

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen Einsatz von Tieren in Schulen als Mittel zur Förderung der sozio-emotionalen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen. Dabei liegt der Fokus auf der Differenzierung und praktischen Implementierung von Schulhunden und Schulzoos als pädagogische Unterstützungsformate.

  • Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung und Kommunikation.
  • Differenzierung der Begriffe Klassenhund, Schulzoo und tiergestützte Intervention.
  • Institutionelle und schülerbezogene Rahmenbedingungen für den Tier-Einsatz.
  • Pädagogische Wirkungen und konkrete Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.
  • Herausforderungen in der Umsetzung und Planung eines Schulzoos oder Klassenhund-Projekts.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Digital-verbale Kommunikation

Die digital-verbale Kommunikation stellt eine „Beziehung zwischen Wort und dem damit gemeinten Inhalt“ dar. Dabei ist der Inhalt dem Wort willkürlich zugeordnet, ähnlich wie der binäre Maschinencode bei Personalcomputern. Hier wird eine beliebige Abfolge von Einsen und Nullen einem bestimmten Befehl zugeordnet. Die Zahlen haben mit dem Befehl ursprünglich genauso wenig zu tun, wie das Wort mit dem gemeinten Inhalt. Erst die Festlegung dessen, was mit einer Abfolge von Buchstaben gemeint ist, macht das Wort zum Träger der Information.

Das bedeutet, dass die digital-verbale Kommunikation mittels Worten inhaltliche Sachverhalte über bestimmtes Wissen weitergibt. In dem Ausgangsbeispiel der Lehrer-Schüler-Kommunikation wäre es zum Beispiel der Lehrstoff, welcher mittels Worten an den Schüler weitergegeben wird. Genauso könnte es sich auch um die „Umwandlung von Gedanken, Bedürfnissen und Impulse[n] in Wörter“ handeln.

Während der menschlichen Entwicklung muss sich die Vorherrschaft der digital-verbalen Sprache erst entwickeln. Diese Entwicklung geht einher mit der gleichzeitigen Verkümmerung der bewussten analog-nonverbalen Kommunikationsfähigkeiten. Man könnte behaupten, dass die digital-verbale Kommunikation andere, bewusst angewandte Kommunikationsanlagen ablöst. Mit Worten zu kommunizieren stellt augenscheinlich die einfachste Art der Unterhaltung dar. Darüber hinaus bietet die Kommunikation mit Worten sehr leicht unzählige Möglichkeiten, den Inhalt der Information zu modifizieren, um nicht das Wort Lügen zu benutzen.

Die ausgesprochenen Laute bietet allen Menschen die Möglichkeit des Austausches von Informationen. Jedoch benötigt diese Art der Kommunikation mehrere Voraussetzungen. Neben der Begegnung der Kommunikationspartner müssen „[alle] Beteiligten [zwingend] dieselbe Sprache sprechen“. Ist das nicht der Fall, greifen Menschen automatisch auf die Kommunikation mit Händen und Füßen zurück. Eine Kommunikation, die jeder Mensch als Baby perfekt beherrscht und anwendet. Im nächsten Abschnitt werde ich nun die analoge-nonverbale Kommunikation beschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die persönliche Motivation der Autorin dar und definiert das Ziel der Arbeit, Pädagogen für die tiergestützte Pädagogik zu begeistern.

2 Tiergestützte Interaktion: Klärt theoretische Grundlagen wie die Mensch-Tier-Beziehung, Kommunikationsarten und differenziert Begriffe der tiergestützten Arbeit.

3 Der Klassenhund: Beleuchtet Voraussetzungen, institutionelle Bedingungen und praktische pädagogische Anwendungsmöglichkeiten eines Hundes in der Schule.

4 Der Schulzoo: Analysiert Rahmenbedingungen, Tierauswahl, Finanzierung und pädagogische Einsatzszenarien für Schulzoos basierend auf einer Umfrage.

5 Schlussbemerkung: Reflektiert die Notwendigkeit staatlicher Richtlinien und betont die Bedeutung von Tieren als pädagogische Unterstützungsform.

Schlüsselwörter

tiergestützte Pädagogik, Klassenhund, Schulzoo, Mensch-Tier-Beziehung, Biophilie-Hypothese, Du-Evidenz, nonverbale Kommunikation, Sozialkompetenz, Schulentwicklung, Schulalltag, Tierschutz, Inklusion, pädagogische Mittel, Selbstwertgefühl, Erziehungsberechtigte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Tiere sinnvoll und pädagogisch reflektiert in den Schulalltag integriert werden können, um das Lernen und die soziale Entwicklung von Schülern zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klärung grundlegender Begriffe der tiergestützten Pädagogik, den psychologischen Hintergründen der Mensch-Tier-Beziehung sowie den organisatorischen Rahmenbedingungen für Schulhunde und Schulzoos.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, Pädagogen fundierte Entscheidungshilfen und Anregungen zu geben, um Tiere effektiv als "Co-Pädagogen" in den Unterricht einzubinden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Erhebung in Form einer Befragung von Schulen zu ihren Erfahrungen mit Schulzoos.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (Bindungstheorie, Kommunikation) als auch die konkrete Praxis in Schulen (Anforderungen, Hygiene, Finanzierung) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Klassenhund, Schulzoo, tiergestützte Pädagogik, soziale Interaktion und sozio-emotionale Förderung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen tiergestützter Therapie und Pädagogik so wichtig?

Die Autorin betont diese Trennung, um klarzustellen, dass Lehrer keine Therapeuten sind und die pädagogische Arbeit andere Zielsetzungen verfolgt als die klinische Heilbehandlung.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der Arbeit?

Kommunikation wird als entscheidendes Bindeglied zwischen Mensch und Tier betrachtet, wobei die Autorin besonders die Bedeutung der analogen, nonverbalen Signale für den Vertrauensaufbau hervorhebt.

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Details

Title
Tiergestützte Schulpädagogik: Entscheidung für Klassenhund oder Schulzoo?
College
University of Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaft)
Course
Tiergestützte Pädagogik
Grade
1,5
Author
Anja Knuth (Author)
Publication Year
2012
Pages
57
Catalog Number
V205746
ISBN (eBook)
9783656339007
ISBN (Book)
9783656339625
Language
German
Tags
Pädagogik tiergestützt Hilfspädagogen Schulhund Klassenhund Schulzoo Tiere in der Schule Tiere und Schule Schultiere
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Knuth (Author), 2012, Tiergestützte Schulpädagogik: Entscheidung für Klassenhund oder Schulzoo?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205746
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