Zunehmende Risiken bei internationalen Geschäften mit Russland


Hausarbeit, 2012

30 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

I. INHALT

II ANLAGENVERZEICHNIS

1. Einleitung
1.1. Problematisierung
1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise

2. Internationalisierung– Begriff, Chancen und Risiko-Bewertungsverfahren
2.1. Chancen der Internationalisierung
2.2. Institutionelle Bewertungsverfahren
2.2.1. CPI – CorruptionPerception Index
2.2.2. EaseofDoing Business
2.2.3. Creditreform Inkasso-Indikator

3. Russische Föderation
3.1. Basisinformation
3.2. Deutsch-Russische Beziehung

4. Risiken im Internationalen Handel mit der Russischen Föderation
4.1. Politische Risiken
4.2. Wirtschaft
4.3. Wechselkurs
4.4. Korruption und Bürokratie
4.5. EaseofDoing Business
4.6. Einfuhrabwicklung
4.7. Insolvenzrisiko

5. Ausblick

ANLAGEN

Literaturverzeichnis

II ANLAGENVERZEICHNIS

Anlage 1: Exportquoten ausgewählter Industrieländer.

Anlage 2: Arbeitslosenquote (ILO) und bei Arbeitsämtern registrierte Arbeitslose 1992-2011

Anlage 3: Erfolgsfaktoren für die Außenwirtschaft

Anlage 4: TECSON. (kein Datum). Infos Ölweltmarkt

1. Einleitung

1.1. Problematisierung

Einhergehend mit der Globalisierung, hat sich der Wettbewerb auf den Märkten deutlich verschärft. Unternehmen stehen unter Kostendruck, erschließen neue Beschaffungsmärkte, errichten Produktionsstätten in Niedriglohnländern undetablierenneue Vertriebsstrukturen inglobalen Wachstumsmärkten. Die möglichen Risiken, die ein Unternehmen im Auslandsgeschäft beeinflussen können, sind sehr vielfältig und stellendie Unternehmen vor große Herausforderungen.[1] Beispielhaft zu nennen sind Fragen zu den Marktgegebenheiten, regulatorische Eingriffe, den rechtlichen Anforderungen im Zielmarkt oder auch ganz allgemein die Vorgehensweise bei derProjektierung des Auslandsengagements. Länderspezifische Informationen über Steuern,Ressourcen, Wettbewerb, Rechtslage, Umwelt, soziale, bilanzielle, finanzielle Auswirkungen, und noch viele andere, sollten in die Entscheidungenmit einbezogen werden. Um vor diesem Hintergrund einen zügigen und risikominimierenden Aufbau neuer Auslandsgesellschaften, sogenannter Greenfield Investments, zu ermöglichen, ist es erforderlich die Länderrisiken genau zu kennen und zu beobachten.[2]

1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise

Im Rahmen der Untersuchung soll geklärt werden, welche Risiken mit einer Internationalisierung in Russland verbunden sind.Die Risikoeinschätzung erfolgt auf der Grundlage von Studien und ausgewählten institutionellen Bewertungsverfahren.

Kapitel 1 - Im ersten Teil wirddie Problemstellung erläutert, die Zielsetzung und der Aufbau der Arbeit kurz vorgestellt.

Kapitel 2 – Der Begriff Internationalisierung wird definiert, die Chancen und

Erfolgsfaktoren beschrieben. Die institutionellen Bewertungsverfahren werden vorgestellt.

Kapitel 3 – Es folgen Basisinformationen über Russland. Die deutsch-russische Handelsbeziehung wird beschrieben.

Kapitel 4 - Auf der Grundlage von Studien und institutionellen Bewertungsverfahren werden die einzelnen Risiken herausgearbeitet und zusammengefasst

Kapitel 5 – Abschließend folgt ein Ausblick.

2. Internationalisierung– Begriff, Chancen und Risiko-Bewertungsverfahren

2.1. Chancen der Internationalisierung

„Für die Internationalisierung als Oberbegriff findet sich in der Literatur eine weitgehend einheitliche Auffassung, die ihren gemeinsamen Nenner in der Umschreibung von Internationalisierung als jegliche grenzüberschreitende Aktivität einer Organisation findet.“[3]

Die Motive für Unternehmen, Produkte und Dienstleistungenim europäischen Ausland zu vertreiben,sind vielfältig. Die Entwicklung im Heimatland, wie beispielsweise stagnierende oder rückläufige Märkte, schlechte Wachstumsprognosen, Vorschriften oder Regulierungen sowie ein hoher Wettbewerb sind wichtige Gründe für eine Internationalisierung.[4] Ein weiteres Motiv kann die positive Entwicklung in einem Zielland sein.[5] Skaleneffektorientierte Unternehmen erhoffen sich durch die Internationalisierung einen Zugang zu neuen Märkten und Zulieferern. Produktlebenszyklen sollen verlängert und neue oder diversifizierte Produkte mit höheren Margen abgesetzt werden.[6]

Neben der erhofften Ertragsmaximierung oderKosteneinsparungenspielen noch weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Um wettbewerbsfähig zu bleiben streben die Unternehmen danach, ihre Innovationsfähigkeit weiter auszubauen und neue Produkte und Dienstleistungen am Markt einzuführen.[7] Der Zugang soll durch die Nutzung international verfügbarer Kompetenzen und Ressourcen gewährleistet werden. KlassischesInvestitionsmotiv internationaler Unternehmen ist die Erschließung und Sicherung der Rohstoffversorgung.[8]

Im vorangehenden Abschnitt wurden die Chancen der Internationalisierung erläutert. Nichtsdestotrotz, gibt es keine Garantie für einen erfolgreichen Markteintritt. Um eine geeignete Risikoklassifizierung vornehmen zu können, wird meist auf institutionelle Bewertungen zurückgegriffen. Im Folgenden werden die verwendeten Indizes vorgestellt.

2.2. Institutionelle Bewertungsverfahren

2.2.1. CPI – CorruptionPerception Index

Unter Korruption wird der Missbrauch öffentlicher oder privatwirtschaftlicher Macht zur Erlangung privater Vorteile verstanden. Der CorruptionPerception Index (CPI) wird jährlich von der internationalen Organisation Transparency International veröffentlicht. Er spiegelt eine zusammengefasste Bewertung eines wahrgenommenen Korruptionsniveaus in einem Land wider. Der Fokus liegt dabei auf dem öffentlichen Sektor und dem Missbrauch öffentlicher Macht bezüglich der Bestechung von Amtsträgern, Schmiergeldern im öffentlichen Beschaffungswesen sowie die Veruntreuung von öffentlichen Geldern.

Der Index beruht auf der Grundlage von Experten- und soziologischen Umfragen, die in namhaften und unabhängigen Institutionen durchgeführt werden. Der CPI spiegelt die Meinung von Geschäftsleuten, Länderanalysten und Experten aus der ganzenWelt wieder. Der jeweils berechnete Index eines Landes wird auf einer Skala von 0 bis 10 abgetragen, wobei 10 die geringste Wahrnehmung von Korruption entspricht und somit das beste Ergebnis darstellt.

Damit ein Land in das Ranking aufgenommen werden kann, müssen mindestens drei unterschiedliche Datenquellen herangezogen werden können. Die Aufnahme eines Landes ist demnach kein Indiz dafür, dass Korruption in dem Land besteht, sondern zeigt lediglich, dass Informationen vorhanden sind. Die hierfür herangezogenen Datenquellen können von Jahr zu Jahr variieren. Eine Darstellung der Entwicklung des Korruptionsindexes eines Landes ist daher nicht aussagekräftig, da sich die einzelne Wahrnehmung von dem einzelnen Betrachter abhängt. Der Index stellt daher eine Ist-Situation im Vergleich zu anderen Ländern dar.[9]

[...]


[1] http://www.pwc.de/de/internationalisierung/laenderrisken.jhtml, Abruf am 01.08.2012

[2] http://www.pwc.de/de/internationalisierung/aufbau-von-auslandsgesellschaften.jhtml, Abruf vom 01.08.2012

[3] Vgl. Rothlauf, J. (2009), S. 18.

[4] Vgl. Zentes, J./Scheer, L./Lehnert, M. (2007), S. 65.

[5] Vgl. Vgl. Zentes, J./Scheer, L./Lehnert, M. (2007), S. 65.

[6] Vgl. Zentes, J. /Scheer, L./Lehnert, M. (2007), S. 65.

[7] Vgl. European Commission (2004), S. 29.

[8] Vgl. European Commission (2004), S. 30.

[9] Vgl. Transparency International (2012) , S. 3.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Zunehmende Risiken bei internationalen Geschäften mit Russland
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Stuttgart
Veranstaltung
Internationaler Vertrieb
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
30
Katalognummer
V205878
ISBN (eBook)
9783656330431
ISBN (Buch)
9783656331803
Dateigröße
2309 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vertrieb, Russland, Risiken, Chancen, Internationaler Vertrieb
Arbeit zitieren
Sybille Walz (Autor), 2012, Zunehmende Risiken bei internationalen Geschäften mit Russland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205878

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