Bodengeographie und -ökologie an einem Beispiel in Vorarlberg


Hausarbeit, 2010

15 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hangbeschreibung und Fotodokumentation

3. Pflanzenspezifische Berechnungen und Interpretationen
3.1. Erhaltungsdüngung für zwei Pflanzenarten
3.1.1. Pflanzenverfügbare Nährstoffe
3.1.2. Berechnung der Bodenfruchtbarkeit – Sorptionskomplex
3.2. Bodenabtrag für zwei Pflanzenarten
3.3. Bewässerungsbedarf für zwei Pflanzenarten

4. Ökologische Bewertung der Bodenfunktionen

5. Literaturverzeichnis

6. Abbildungsverzeichnis

7. Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Übung zur Bodengeographie und –ökologie“ soll eine Analyse und Beschreibung eines frei wählbaren Hanges durchgeführt werden. Dabei sollte das gelernte Wissen dieser Lehrveranstaltung in dieser Übungsaufgabe angewendet werden.

Anhand einer Fotodokumentation soll der Hang dem Leser veranschaulicht werden und anschließend durch Berechnungen genauer analysiert und beschrieben werden. Dabei wird die Erhaltungsdüngung, der Bodenabtrag und der Bewässerungsbedarf für zwei unterschiedliche Pflanzenarten berechnet und interpretiert. In dieser Arbeit wird hierfür Weinbau und Mais verwendet. Nur bei der Berechnung des Bewässerungsbedarfs kann Weinbau nicht verwendet werden, da für die Berechnung die notwendigen Daten fehlen.

Zum Schluss gibt es noch eine ökologische Bewertung der Bodenfunktionen dieses Hanges, das einen allgemeinen Überblick und Schlussresümee darstellen soll.

2. Hangbeschreibung und Fotodokumentation

Weinbau in Göfis, Vorarlberg

Der hier in dieser Übungsaufgabe analysierte Hang liegt in Göfis, Vorarlberg. Er liegt nördlich der Köhrstraße, welche von Göfis nach Feldkirch führt. Der Hang ist ein konvexer Südhang und erstreckt sich über eine Seehöhe von 540 – 550 m ü. M. Nördlich schließt der Hang an eine Wald an und südlich an einen Unterhang aus Gras, welcher dann bis zur Straße reicht. Die Neigung ist in der gesamten Länge unterschiedlich. Doch durchschnittlich beträgt sie im unteren Bereich etwa geschätzte 15° und im oberen Bereich nur noch 8°. Der gewählte Hang ist somit hängig bis stark hängig und besteht aus einem Mittelhang und einem Oberhang, wobei eben der Letztere flacher ist.

Koordinaten:

N47°13’54, E9°37‘1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: ausgewählter Hang in Göfis, Vorarlberg

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Hang ist eine kultiviert-gemanagte Fläche und ist hauptsächlich mit Gras bewachsen. Es gibt jedoch eine kleine Fläche von etwa 20 x 30 Meter, die mit Weinbau bewirtschaftet wird. Diese Fläche von ca. 600 m² wird hier in dieser Arbeit näher analysiert und beschrieben.

Der Weinbau ist zwar eingezäunt, doch trotzdem kann man aufgrund seiner kleinen Fläche von außen alles gut erkennen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Weinbau

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Weinrebe

Er hat neun Reihen mit Weinstöcken voll von grünen Trauben. Die Stöcke sind gut bewachsen und alle sehr dicht.

Jedoch auf der Westseite, vor allem im Mittelhang haben die Stöcke einen leichten Gelbstich. Gründe dafür könnten zum Beispiel zu wenig Wasser, zu hoher Kalkgehalt, zu lange Regenperioden, ungenügende Bodenbearbeitung oder auch ein Pilzbefall sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.4: leichte Gelbfärbung der Blätter

Die Fahrgassen sind alle mit dichtem Gras bewachsen, was eine Erosion des Bodens verhindert. Dies wirkt sich sehr positiv auf den Nährstoffgehalt des Bodens aus, da wichtigen Stoffe nicht so leicht ausgewaschen werden können. Ebenfalls verhindert es durch die Bedeckung eine Austrocknung durch die Sonne. Die Bodenbedeckung wirkt sich auch positiv auf den Wasserhaushalt aus. Das Gras verringert den Oberflächenabfluss und erhöht somit die Bodeninfiltration. Daher gibt es eine feste Bodenoberfläche mit guten Bodeneigenschaften.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.5: bewachsene Fahrgassen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.6: Weinbau

Bis auf die leichten Gelbfärbung im westlichen Mittelhang, sind im Weinbau keinerlei sonstige Störungen, wie zum Beispiel Maulwurfhügel, Wind- und Hagelschäden etc. zu beobachten. Die Bodenoberfläche, soweit man sie trotz hohem Gras erkennen konnte war mäßig feucht bis trocken. (Die letzten Tage hatte es wenig geregnet und hohe Temperaturen von 30 °C. waren zu verzeichnen) Durch das Gras gibt es hier auch eine leichte Humusschicht.

Auch das Klima spielt eine wichtige Rolle bei der Bodenfruchtbarkeit. Da der Weinbau auf einem Südhang liegt, hat er ausreichend Sonne, welche für das Wachstum notwendig ist. Lediglich in den späten Abendstunden fäll durch einen nebenanliegenden Hügel Schatten auf den Hang (siehe Abbildung 6, Aufnahmezeitpunkt: 19.30) Die nächstgelegene Wetterstation liegt in der wenigen Kilometer entfernten Stadt Feldkirch.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Klimadaten von Feldkirch und für optimalen Weinbau

Quellen:

http://www.zamg.ac.at/fix/klima/jb2008/index.html

http://www.weinexperte.com/Klima-Boden.399.0.html

https://www.uni-hohenheim.de/lehre370/weinbau/weinbau/crashk1.htm

Bei dem Hang handelt es sich um den Bodentyp Gebirgsschwarzerde (GS). Zusätzlich gibt es den Zusatz „s“ (sGS) was auf eine "Sesquioxid"-Anreicherung aus den oberen Horizonten durch Podsolierung hinweist. Vorkommen solcher Gebirgsschwarzerden gibt es vorallem bei hängigen bis steilhängigen Hängen, somit also im Bergland.

Die Gebirgsschwarzerde ist kalkfrei und das Ausgangsmaterial ist vorwiegend aus feinem Moränenmaterial über Fels. Die Wasserverhältnisse sind eher trocken und der Boden hat eine mäßige Speicherkraft, da es wenig Speicherraum für Wasser gibt (große Mächtigkeit des D-Horizontes), und der Boden hat auch eine mäßige Durchlässigkeit.

Die GS hat zwei A-Horizonte und einen daran anschließenden D-Horizont mit großer Mächtigkeit. Die Bodenauflage über dem Fels hat stellenweise eine Mächtigkeit von bis zu 40 cm.

A1 (10 – 20 cm)… besteht aus lehmigem Schluff bzw. schluffigem Lehm mit einem geringem Grobanteil

A2 (20 – 30 cm) … ähnlich wie A1, jedoch mit mäßigem Grobanteil, wie z.B.: Kies, Schotter oder Steine

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.7: Bodenprofil sGS

Quelle: eBOD

D (100 cm) … besteht aus Flyschfels

Die Bodenauflage über dem Fels hat stellenweise auch eine Mächtigkeit von bis zu 40 cm. Durch die geringe Gründigkeit von einem durchwurzelbaren Raum von 30 – 40 cm oder sogar weniger, ist der Standraum für Pflanzen recht stark eingeschränkt.

Die Humusverhältnisse im A-Horizont sind recht hoch. Wie erwähnt ist der Boden kalkfrei, zusätzlich noch leicht sauer. Durch das eher steilere Gelände ist die Bodenbearbeitbarkeit etwas erschwert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.8: Übersicht des Hanges

Quelle: eBOD

Bodentyp GS

Weinbau

sGS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Pflanzenspezifische Berechnungen und Interpretationen

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Bodengeographie und -ökologie an einem Beispiel in Vorarlberg
Hochschule
Universität Wien  (Geographie und Regionalforschung)
Veranstaltung
Übung Bodengeographie und -ökologie
Note
2
Autor
Jahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V205904
ISBN (eBook)
9783656332114
ISBN (Buch)
9783656332251
Dateigröße
1777 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bodengeographie, beispiel, vorarlberg
Arbeit zitieren
BA Katharina Jutz (Autor), 2010, Bodengeographie und -ökologie an einem Beispiel in Vorarlberg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205904

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