Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Übung zur Bodengeographie und –ökologie“ soll eine Analyse und Beschreibung eines frei wählbaren Hanges durchgeführt werden. Dabei sollte das gelernte Wissen dieser Lehrveranstaltung in dieser Übungsaufgabe angewendet werden.
Anhand einer Fotodokumentation soll der Hang dem Leser veranschaulicht werden und anschließend durch Berechnungen genauer analysiert und beschrieben werden. Dabei wird die Erhaltungsdüngung, der Bodenabtrag und der Bewässerungsbedarf für zwei unterschiedliche Pflanzenarten berechnet und interpretiert. In dieser Arbeit wird hierfür Weinbau und Mais verwendet. Nur bei der Berechnung des Bewässerungsbedarfs kann Weinbau nicht verwendet werden, da für die Berechnung die notwendigen Daten fehlen.
Zum Schluss gibt es noch eine ökologische Bewertung der Bodenfunktionen dieses Hanges, das einen allgemeinen Überblick und Schlussresümee darstellen soll.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hangbeschreibung und Fotodokumentation
3. Pflanzenspezifische Berechnungen und Interpretationen
3.1. Erhaltungsdüngung für zwei Pflanzenarten
3.1.1. Pflanzenverfügbare Nährstoffe
3.1.2. Berechnung der Bodenfruchtbarkeit – Sorptionskomplex
3.2. Bodenabtrag für zwei Pflanzenarten
3.3. Bewässerungsbedarf für zwei Pflanzenarten
4. Ökologische Bewertung der Bodenfunktionen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist die Analyse und bodenökologische Beschreibung eines spezifischen Hanges in Göfis, Vorarlberg, um die Eignung des Standorts für verschiedene landwirtschaftliche Nutzungen zu bewerten. Dabei soll durch verschiedene Berechnungen aufgezeigt werden, wie sich Bodenbedingungen auf den Anbau von Wein und Mais auswirken.
- Analyse der Bodenbeschaffenheit und Hangmorphologie
- Berechnung der pflanzenspezifischen Erhaltungsdüngung
- Ermittlung des Bodenabtrags mittels USLE-Modell
- Bestimmung des jahreszeitlichen Bewässerungsbedarfs
- Ökologische Gesamtbewertung der Bodenfunktionen
Auszug aus dem Buch
3.2. Bodenabtrag für zwei Pflanzenarten
Universal Soil Loss Equation (USLE)
A = R * K * L S * C * P
WEIN
R … Niederschlagsfaktor
R = 0,083 * NS – 1,77 = 0,083 * 1179 mm – 1,77 = 96,087
K … Bodenfaktor
Aufgrund der Beschreibung von Aufgabenstellung A, erfolgt hier die Annahme eines „Silt Loam“ (schluffiger Lehm). Da es sich für einen eher mäßigen bis stark humosen Boden handelt, wird der K-Wert für einen Boden mit mehr als 2 % OM (Organic Matter) verwendet: 0,37
C-Faktor Bodenbedeckung
Da bei unserem Weinbau der Boden durchgehend mit Gras bedeckt ist, wird der Wert für Wein mit Untersaat verwendet: 0,03
LS-Faktor Einfluss der Geomorphologie
LS = (λ/22,13)a *(0,065 + 0,0454 * S + 0,0065 * S²)
λ … Hanglänge (hier: Mittelwert)
a = Neigung
S = Hangneigung in %
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Zielsetzung der Lehrveranstaltung, einen Hang zu analysieren, sowie die methodische Vorgehensweise anhand von Fotodokumentation und Berechnungen.
2. Hangbeschreibung und Fotodokumentation: Hier wird der Untersuchungsstandort in Göfis geografisch beschrieben und dessen aktuelle landwirtschaftliche Nutzung sowie die physischen Eigenschaften dokumentiert.
3. Pflanzenspezifische Berechnungen und Interpretationen: Dieses Kapitel liefert die quantitativen Analysen zur Erhaltungsdüngung, zum Bodenabtrag und zum Wasserbedarf für die gewählten Kulturpflanzen.
4. Ökologische Bewertung der Bodenfunktionen: Hier erfolgt ein abschließendes Resümee über die Eignung des Standorts unter Berücksichtigung der ermittelten Boden- und Wachstumsfaktoren.
Schlüsselwörter
Bodengeographie, Bodenökologie, Gebirgsschwarzerde, Hangbeschreibung, Erhaltungsdüngung, Sorptionskomplex, Bodenabtrag, USLE, Bewässerungsbedarf, Weinbau, Mais, Bodenfruchtbarkeit, Bodenfunktionen, Erosion, Vorarlberg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht einen spezifischen Hang in Vorarlberg hinsichtlich seiner bodengeografischen Eigenschaften und bewertet dessen landwirtschaftliches Potenzial.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Nährstoffversorgung des Bodens, der Erosionsanfälligkeit und dem Wasserbedarf für den Anbau von Kulturpflanzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch bodenökologische Berechnungen zu bestimmen, welche Pflanzenarten sich am besten für den gegebenen Hang eignen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Berechnung des Bodenabtrags wird die Universal Soil Loss Equation (USLE) angewandt, zudem erfolgen stoffbilanzierende Berechnungen für Nährstoffe und Bewässerung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Hangbeschreibung, die Berechnung von Düngebedarf und Bodenabtrag sowie die Analyse des Wasserhaushalts für verschiedene Pflanzenarten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Bodengeographie, Bodenökologie, Gebirgsschwarzerde, Erosion, Bodenfruchtbarkeit und Landwirtschaftliche Nutzung.
Warum wird beim Bodenabtrag zwischen Wein und Mais unterschieden?
Die Unterscheidung basiert auf der Bodenbedeckung: Gras bewachsene Fahrgassen im Weinbau minimieren die Erosion, während der Boden beim Maisanbau stärker freiliegt.
Was ist das Ergebnis der Analyse zur Bodenfruchtbarkeit?
Die Untersuchung zeigt, dass der Standort prinzipiell fruchtbar ist, aber aufgrund geringer Gründigkeit und lokalem Magnesiummangel eine sorgfältige Bewirtschaftung erfordert.
- Citation du texte
- BA Katharina Jutz (Auteur), 2010, Bodengeographie und -ökologie an einem Beispiel in Vorarlberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205904