Die Balanced Scorecard als Instrument des Logistikcontrollings


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012

30 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Logistik
2.2 Logistik-Controlling
2.3 Kennzahlen

3 Konzept der Balanced Scorecard
3.1 Ursprung und Begriff
3.2 Aufgaben und Zielsetzung
3.3 Das Managementsystem

4 Die Elemente der Balanced Scorecard
4.1 Vision
4.2 Mission
4.3 Strategie
4.4 Perspektiven einer Balanced Scorecard
4.4.1 Die finanzwirtschaftliche Perspektive
4.4.2 Die Kundenperspektive
4.4.3 Die interne Prozessperspektive
4.4.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive
4.5 Kritische Würdigung des Instruments Balanced Scorecard

5 Balanced Scorecard-Konzepte für das Logistikcontrolling
5.1 Balanced Scorecard nach Weber/Bacher/Groll
5.2 Balanced Scorecard nach Stölzle/Heusler/Karrer
5.3 Vergleich der Konzepte

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Entwicklungsphasen der Logistik

Abbildung 2: Die Balanced Scorecard als strategischer Handlungsrahmen

Abbildung 3: Beispiel für die finanzwirtschaftliche Perspektive

Abbildung 4: Beispiel für die Kundenperspektive

Abbildung 5: Beispiel für die Interne Prozessperspektive

Abbildung 6: Beispiel für die Lern- und Entwicklungsperspektive

Abbildung 7: Perspektiven der Balanced Scorecard

Abbildung 8: Balanced Scorecard nach Weber/Bacher/Groll

Abbildung 9: Balanced Scorecard nach Stölzle/Heusler/Karrer

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Stärken und Schwächen der Balanced Scorecard

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Unternehmen sehen sich heute zunehmend einem starken Kosten- und Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig. Stellvertretend für die Vielzahl der Gründe seien hier die Liberalisierung der Märkte, Globalisierung und kürzere Produktlebenszyklen angeführt. Damit die Unternehmen unter diesen verschärften Rahmenbedingungen erfolgreich sein können, müssen die richtigen Strategien entwickelt und umgesetzt werden.

Hier kommt die Balanced Scorecard (BSC) zum Einsatz. Die BSC ist ein Instrument der Strategieumsetzung. Sie kann aber auch bei der Strategieentwicklung eine hilfreiche Unterstützung bieten. Die BSC entstand als Ergebnis einer Studie der Amerikaner Kaplan und Norton, welche Anfang der 90er Jahre durchgeführt worden ist. Seither erfreut sich die BSC einer fortwährenden Beliebtheit.

Eine Begründung für diesen Erfolg könnte darin liegen, dass sich mit Hilfe der BSC die wichtigsten Faktoren für den Unternehmenserfolg transparent darstellen lassen. Des Weiteren lässt sich die BSC sowohl für das Gesamtunternehmen, als auch für einzelne Unternehmensteilbereiche verwenden.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Balanced Scorecard in der Logistik und dem Logistikcontrolling.

Im zweiten Kapitel befasst sich der Autor mit den theoretischen Grundlagen. Er geht hierbei auf den Begriff der Logistik ein und zeigt die Entwicklung selbiger auf. Ebenso wird der Begriff des Logistikcontrollings näher gebracht und als Abschluss dieses Kapitels auf Kennzahlen eingegangen.

Im anschließenden Kapitel befasst sich diese Hausarbeit mit dem Begriff der Balanced Scorecard. Nachdem der Ursprung und der Begriff der BSC erläutert wird, geht der Autor auf die jeweiligen Aufgaben und die Zielsetzung einer BSC ein. Weiterhin wird in diesem Kapitel die Möglichkeit die BSC als Managementsystem einzusetzen behandelt.

Nachdem die allgemeinen Begrifflichkeiten der BSC dargelegt wurden, wird im anschließendem vierten Kapitel auf die Elemente einer BSC eingegangen. Hier werden die Begrifflichkeiten Mission, Vision und Strategie behandelt. Basierend auf der von Kaplan und Norton entwickelten BSC, werden die vier Perspektiven als Sichtweisen dargestellt und erläutert. Die Perspektiven ermöglichen die Gewährleistung einer langfristigen Wertschöpfung der Unternehmen und die gleichzeitige kurzfristige Reaktion auf veränderte Marktverhältnisse.

Im fünften Kapitel werden die vorangegangen Begrifflichkeiten und die Darstellung der BSC nach Kaplan und Norton auf die spezifischen Anforderungen des Logistikcontrollings adaptiert. Hierzu wird das Konzept von Weber/Bacher/Groll näher erläutert. Diese Autoren haben eine BSC speziell für den Logistikbereich entwickelt, indem sie diese an die spezifischen Anforderungen der koordinationsbezogenen Entwicklungsstufe der Logistik angepasst wurde. Ein weiteres Konzept für eine BSC wurde von Stölzle/Heusler/Karrer entwickelt. Dieses Konzept fokussiert sich auf die erhöhten Anforderungen für das Controlling von Wertschöpfungsketten. Damit die BSC diese Anforderungen erfüllen kann, muss diese inhaltlich und strukturell angepasst werden. Abschließend werden beide Konzepte verglichen und kritisch hinterfragt.

Diese Hausarbeit wird durch ein Fazit und eine Schlussbetrachtung abgeschlossen.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Logistik

Der Logistik-Begriff wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Es konnte bis heute keine einheitliche Definition herausgearbeitet werden. Ihren Ursprung hat die Logistik im militärischen Bereich. Die älteste überlieferte Definition verfasste der by-zantinische Kaiser Leontos VI. Für ihn stand die Logistik als dritte Kriegskunst neben Taktik und Strategie, wobei sie das Heer unterstützen sollte (vgl. WeberSchäffer 1999: 4). Oskar Morgenstern legte mit der Veröffentlichung seines 1955 erschienen Artikels „Note on the Formulation of the Theory of Logistics“ den Grundstein für die Logistik als wissenschaftliche Disziplin. Heute findet man in der wissenschaftlichen Literatur eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen der Logistik. Für Pfohl hat die Logistik dafür zu sorgen, dass ein Empfangspunkt gemäß seines Bedarfs von einem Lieferpunkt mit dem richtigen Produkt, im richtigen Zustand, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu den dafür minimalen Kosten versorgt wird (vgl. Pfohl 2010: 4).

Fortmann/Kallweit verstehen unter Logistik die integrierte Planung, Gestaltung, Abwicklung und Kontrolle von Lagerungs- und Transportvorgängen sowie der dazugehörigen Informationsflüsse innerhalb und zwischen Unternehmen, vom Unternehmen zum Kunden sowie der Entsorgungswege (vgl. Fortmann, Kallweit 2007: 20). Göpfert definiert die Logistik als eine moderne Führungskonzeption zur Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisation effektiver und effizienter Flüsse von Objekten in unternehmensweiten und unternehmensübergreifenden Wertschöpfungssystemen (vgl. Göpfert 2009: 58). Letztlich sieht Weber den Ursprung der Unternehmenslogistik in einer ganzheitlichen Betrachtung material- und warenflussbezogener Dienstleistungen, insbesondere von Transport, Umschlagsvorgängen und Lagerungen (vgl. Weber,Wallenburg 2010: 16). Trotz der unterschiedlichen vorherrschenden Meinungen zum Logistik-Begriff, herrscht weitgehender Konsens darüber, dass sich der Entwicklung der Logistik in den Unternehmen ein mehrstufiges Modell zugrunde legen lässt, dessen Stufen aufeinander aufbauen (vgl. Bacher 2004: 40). Nachfolgend sollen diese unterschiedlichen Entwicklungsstufen kurz erläutert werden:

1. Logistik als funktionale Spezialisierung

Der grundlegende Wandel von Verkäufer- zu Käufermärkten in den USA in den 50er Jahren beeinflusste maßgeblich die erste Entwicklungsphase. In dieser Phase wird die Logistik als eigenständige Grundfunktion neben den traditionellen Funktionen wie Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Produktion und Absatz verstanden (vgl. Weber Dehler 2000: 48). Die Prozesse des Transports, des Umschlags und des Lagerns werden hier gemeinschaftlich betrachtet und unter dem Begriff „Logistik“ („TUL-Logistik“) zusammengefasst (vgl. Bacher 2004: 41). Die ganzheitliche Betrachtung material- und warenflussbezogenen Dienstleistungen stellt eine weitere Möglichkeit zur Erzielung von Spezialisierungsnutzen dar.

2. Logistik als Koordinationsfunktion

Die zweite Phase entwickelte sich als logische Fortsetzung der ersten. Nachdem die Rationalisierungspotenziale in den bestehenden TUL-Prozessen ausgeschöpft waren, entstanden durch die aktive Einflussnahme auf die Materialbedarfe neue Potenziale. Eine material- und warenflussbezogene Koordinationsfunktion zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen im Unternehmen wurde zur Hauptaufgabe der Logistik in diesem Entwicklungsstadium (vgl. Blum 2006: 11).

3. Logistik als Durchsetzung der Flussorientierung

Die dritte Entwicklungsstufe stellte nicht nur die Bedarfe an TUL-Leistungen, sondern die gesamte Struktur der internen Wertschöpfungsprozesse infrage. Weitere Gewinne waren nur noch durch eine streng flussorientierte Prozessgestaltung möglich. Die Durchsetzung der Flussorientierung in der Logistik ging über eine zusätzliche Dienstleistungsfunktion hinaus. In dieser Phase entwickelte sich die Logistik zu einer Führungsfunktion, deren Zielsetzung es ist, die Fluss- bzw. Prozessorientierung im gesamten Unternehmen durchzusetzen (vgl. Bacher 2004: 42 f.).

4. Logistik als Supply Chain Management

Die vorerst letzte Phase der Logistikentwicklung lenkt den Blick von der unternehmensinternen zur unternehmensübergreifenden Sichtweise. Sie versucht, das Prinzip der flussorientierten Gestaltung der Wertschöpfung auf mehrere miteinander in Beziehung stehende Unternehmen gemeinsam anzuwenden. Angestrebt wird eine Koordination von der „source of supply“ bis zum „point of consumption“. Diese umfassende Logistik-Perspektive wird unter dem Begriff Supply Chain Management diskutiert (vgl. Weber 2008b: 50 f.).

Der Begriff „Supply Chain“ wird in der deutschsprachigen Literatur als Lieferkette, Versorgungskette oder Wertschöpfungskette übersetzt (vgl. Sucky 2004:8). Gemäß Jehle bezieht sich der Begriff der Supply Chain auf eine vertikale Kooperation zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen innerhalb einer bestimmten unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette, in deren Rahmen die Herstellung und der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen für den Endkunden im Mittelpunkt stehen (vgl. Jehle 2005: 34).

Abschließend werden die vier Entwicklungsphasen der Logistik nochmals zusammenfassend in einer Abbildung dargestellt (vgl. Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklungsphasen der Logistik

Quelle: Weber, Dehler, Entwicklungsstand der Logistik, 2000:54

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Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Die Balanced Scorecard als Instrument des Logistikcontrollings
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
30
Katalognummer
V205939
ISBN (eBook)
9783656328407
ISBN (Buch)
9783656329367
Dateigröße
961 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Controlling, Logistik, Balanced Scorecard, BSC, Kennzahlen, Logistikcontrolling, Supply Chain, Supply Chain Management, Supply Chain Controlling
Arbeit zitieren
Thomas Wallwiener (Autor), 2012, Die Balanced Scorecard als Instrument des Logistikcontrollings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205939

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