Wertschöpfungskette (Value Chain) im Warenfluss


Seminararbeit, 2010
18 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Supply Chain Management
2.1 Wertschöpfungskette unternehmensinterne Schnittstellen
2.2 Wertschöpfungskette unternemensintegrierte Schnittstellen
2.3 Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Endverbraucher
2.4 Die Distributionsarten
2.4.1 gewichtete Distribution
2.4.2 numerische Distribution (Ubiquität)

3. Auswirkungen auf die Preisbildung des Produktes

4. Auswirkungen auf die Stimmung bei den Erzeugern

5. Auswirkungen auf die Handelsspanne

6. Auswirkungen auf die Nachfrage
6.1 Binnennachfrage
6.2 Export

7. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

8. Auswirkungen auf die Steuereinnahmen und die Politik

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Jede Handels und Produktionsstufe ist am Wertschöpfungsprozess zunehmend beteiligt.

Dies gilt es in Unternehmen und für das Produkt zu optimieren.

Wir beleuchten die Wertschöpfungskette im Warenfluss und erläutern die Vor- und Nachteile, die Grenzen, Risiken und die Wirkungen und Folgen aus betriebswirtschaftlicher und politischer Sicht.

Dafür wird anhand des Supply Chain Managers und seinen Aufgaben die Situation geschildert und anhand von Beispielen die Wertschöpfungskette anhand von Warenflüssen unterschiedlicher Art erörtert.

2. Supply Chain Management

Supply Chain Management ist in der Betriebswirtschaftslehre nicht exakt definiert[1], entstammt einem Trend von Unternehmensberatungsergebnissen aus den USA in den achtziger Jahren und schwappte nach Europa und Deutschland in den neunziger Jahren hinüber[2].

Supply Chain Management soll in erster Linie die Warenströme und die Überlappungen der einzelnen Produktions und Handelsabläufe optimieren. Dies erfordert, so die Theorie, die Spezialisierung der Kernkompetenzen einzelner Fachabteilungen und Stelleninhaber, die darüber hinaus optimal im Warenflussprozess aufeinander abgestimmt sein sollen.[3]

Dem Supply Chain Manager kommt damit eine, je nach Unternehmensstruktur, hohe Bedeutung im Management des Unternehmens zu, welche an den des Marketingleiters oder des Vorstandes heranreicht.

2.1 Wertschöpfungskette unternehmensinterne Schnittstellen

Die einzelnen Abteilungen vom Eingang der Rohware über die Verarbeitung bis hin zum ersten Abnehmer sollen so aufeinander abgestimmt sein, dass an jeder Stufe nicht nur eine Produktveredlung, sondern auch eine interne Wertvermehrung stattfindet, die unternehmensintern abgeschöpft werden kann (Wertschöpfungkette-Value Chain).[4]

Betriebswirtschaftlich gesehen sind die einzelnen Durchlaufabteilungen Kostenstellen, die in ein optimales Verhältnis ihres Wirkungsgrades der jeweiligen Produktstufe gesetzt werden müssen (siehe Produktivitätsformeln[5]).

Es gibt Modelle in denen interne Verrechnungspreise den Output einer jeweiligen Abteilung und damit die Produktivität regeln.[6]

Da es sich um betriebsinterne Vorgänge handelt, die noch keine Gewinnausweisung benötigen (Gewinn des Unternehmens vor Steuern) werden diese Ströme unternehmensintern durch Kennzahlen (Indices) bemessen (z.B. SCOR-Modell).[7]

Am Ende der Veredlungsstufe kurz vor dem ersten Abnehmer des Produktes steht somit ein kostenseitiger Preis des veredelten Produktes fest, der aber nicht gleich mit dem marktseitig zu erzielenden Preis sein muss.

Der marktseitig zu erzielende Preis des veredelten Produktes folgt auch noch anderen Bedingungen (vgl. Marketing-Mix[8], der Markt, die Preisschwelle, Preisobergrenze, Preisuntergrenze, Zielgruppe).

2.2 Wertschöpfungskette unternehmensintegrierte Schnittstellen

Da ein Unternehmen möglichst viel Einfluss sowohl auf die Erzeugerseite (Input) als auch auf die weitere Verwendung und Abnahme des Produktes (Output) haben möchte, sind Unternehmen bemüht sich möglichst weitreichend nach beiden Seiten in Machtpositionen zu bringen.[9] Auch hier ist der Supply Chain Manager gefordert.

Ob es nun um politische Rahmenbedingungen geht, Einflussnahme auf die Erzeuger, Mengen, Qualität, Preise, vor allem auf die Auflösung saisonaler Bedingungen und Schwankungen um ungünstige Ausschläge zu vermeiden, sei es um die weiteren Handelsstufen für das Unternehmen zu nutzen (eigener Vertrieb, eigenes Filialsystem, eigene Distribution im engen wie im weiteren Sinne).[10]

Man stelle sich einen Landwirt vor, der seine top-frischen, hochwertigen Produkte als knappes Gut direkt von seinem Hof aus an eine begeisterte Kundschaft vermarkten kann. Er kann den Preis bestimmen und hat den Zugriff auf seine Ware bis zum Endverbraucher.

Andererseits stelle man sich z.B. eine Hamburger-Kette vor, die weltweit agiert. Sie möchte sicherlich den direkten Zugriff auf das zu verwendende Rindfleisch beim Erzeuger derart gestalten, dass maßgeblicher Einfluss (Rinderherden im brasilianischen gerodeten Urwald) besteht.[11]

Die dazu notwendigen Rahmenbedingungen werden vom Supply Chain Manager ausgelotet, wenn nicht gar beeinflusst und hergestellt.[12]

2.3 Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Endverbraucher

Im klassischen Sinne gibt es mehrere Handelsstufen, die als Distributionskanäle Wertschöpfungsketten mit eigenem Gewinnstreben darstellen:[13]

[...]


[1] Vgl. Sennheiser, A., Schnetzler, M.-J. (2008), S.290.

[2] Vgl. Roederstein, R. (2009), S.7.

[3] Vgl. Werner, H. (2008), S.17.

[4] Vgl. Weimann, S. (2007), S.75.

[5] Vgl. Wöhe, G. (2005), S. 53.

[6] Vgl. Ewert, R., Wagenhofer, A. (2008), S.609ff.

[7] Vgl. Karrer, M. (2006), S.149.

[8] Vgl. Fuchs, W., Unger, F. (2003), S.21.

[9] Vgl. Wöhe, G. (2005), S. 291.

[10] Vgl. Wöhe, G. (2005), S.289.

[11] Vgl. Pfohl, H.-C., (2010), S. 183.

[12] Vgl. Werner, H. (2008), S.25.

[13] Vgl. Davidov, M. (2007), S.18f.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Wertschöpfungskette (Value Chain) im Warenfluss
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Veranstaltung
Trade Sector
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V205980
ISBN (eBook)
9783656330677
ISBN (Buch)
9783656331209
Dateigröße
486 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Warenfluss, Value Chain, Supply Chain, Wertschöpfung, Distribution, Preisbildung, Handelsspanne, Binnennachfrage, Export, Steuereinnahmen, Politik
Arbeit zitieren
Jan Paul Schmitz (Autor), 2010, Wertschöpfungskette (Value Chain) im Warenfluss, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205980

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