Die Thematik dieser Hausarbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung von Gesundheit und Migration. Sind Migranten häufiger krank? Haben Migranten andere (höhere?) Risikofaktoren als Nicht-Migranten? Diese zentralen Fragestellungen werden sich im Laufe der Hausarbeit herauskristallisieren. Der erste Teil dient zunächst der Begriffsklärung Migration. Bereits hier ergaben sich die ersten Probleme im Rahmen der Ausarbeitung. Wer zählt per Definition als Migrant? Und noch viel wichtiger: Wie lassen sich Migranten überhaupt im Rahmen einer Datenerhebung erfassen? Hier wird auf die aktuelle Datenlage über Migranten in Deutschland eingegangen. Welche Nationen stellen einen Hauptteil der Migranten dar? Es ergeben sich wichtige Unterschiede bezüglich der Datengenerierung. Problematisch für die Datengewinnung sind hier vor allem die Einbürgerung und das Erlangen der deutschen Staatsangehörigkeit von Migranten. Dazu später jedoch mehr. Im Anschluss werden die sozialen Charakteristika der in Deutschland lebenden Migranten skizziert. Nur so lässt sich später ein Zusammenhang zwischen eventuell bestehenden Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten herstellen. Innerhalb der sozialen Charakteristika werden im Rahmen dieser Hausarbeit die Faktoren Altersstruktur, Bildung und Erwerbsleben/Wohnsituation unterschieden. Im zweiten Teil dieser Ausarbeitung werden dann en Detail die gesundheitlichen Unterschiede von Migranten und deutschen Staatsbürgern beschrieben. Welche Krankheiten treten bei Migranten besonders oft auf? Haben Migranten für bestimmte Erkrankungen höhere Risikofaktoren? Hier wird auch speziell auf die gesundheitlichen Unterschiede von Kindern eingegangen. Bei Erkrankungen im Erwachsenenalter stehen vor allem Infektionserkrankungen, Berufskrankheiten und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystem im Fokus. Hier werden zu-nächst die anhand von Studien bewiesenen Unterschiede erläutert um sich dann mit den Ursachen auseinanderzusetzen. Basierend auf verschiedenen Studien werden gezielt gesundheitliche Unterschiede untersucht und analysiert. Abschließend werden die Ergebnisse nochmals zusammengefasst und anhand dieser die zentralen Fragestellungen beantwortet. Im Rahmen dieser Hausarbeit soll aufgezeigt werden, welche Unterschiede zwischen der Gesundheit der deutschen Bevölkerung und der von Migranten bestehen und auf welche (Risiko)Faktoren diese zurückzuführen sind.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Begriffsklärung Migration
- 2.1 Datenlage und Problematik in der Bundesrepublik Deutschland.
- 3. Gesundheit und Migration
- 3.1 Soziale Charakteristika von Migranten in Deutschland...
- a) Alters- und Geschlechterstruktur....
- b) Bildung.........
- c) Erwerbsleben und Wohnsituation..
- 4. Gesundheit und Migration -Ausgewählte Ergebnisse-
- 4.1 Allgemeine Morbidität/Mortalität und Healthy-Migrant-Effect.........
- 4.2 Herz-Kreislauferkrankungen und deren Risikofaktoren
- 4.3 Infektionskrankheiten
- 4.3.1 Tuberkulose......
- 4.3.2 HIV/AIDS.
- 4.4 Arbeitsunfälle/Berufskrankheiten und Krankenstand
- 4.5 Kindergesundheit.
- 5. Zusammenfassung/Fazit/Eigene Meinung.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Migration. Sie befasst sich mit der Frage, ob Migranten häufiger erkranken und ob sie andere Risikofaktoren als Nicht-Migranten aufweisen. Die Arbeit beleuchtet die Datenlage zur Migration in Deutschland und analysiert die sozialen Charakteristika von Migranten. Anschließend werden ausgewählte Ergebnisse aus Studien zum Thema Gesundheit und Migration vorgestellt und hinsichtlich ihrer Ursachen diskutiert.
- Definition von Migration und die Problematik der Datenerhebung
- Soziale Charakteristika von Migranten in Deutschland
- Gesundheitliche Unterschiede zwischen Migranten und Deutschen
- Risikofaktoren für bestimmte Erkrankungen bei Migranten
- Kindergesundheit im Kontext von Migration
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die zentralen Fragestellungen der Hausarbeit. Kapitel 2 befasst sich mit der Begriffsklärung von Migration und der Problematik der Datenerhebung. Dabei werden verschiedene Definitionen von Migration vorgestellt und die Schwierigkeiten bei der Erfassung von Migranten in Deutschland beleuchtet.
Kapitel 3 skizziert die sozialen Charakteristika von Migranten in Deutschland, einschließlich ihrer Alters- und Geschlechterstruktur, Bildung und Erwerbsleben. Im Anschluss daran werden im Kapitel 4 ausgewählte Ergebnisse aus Studien zum Thema Gesundheit und Migration präsentiert. Diese umfassen allgemeine Morbidität und Mortalität, Herz-Kreislaufkrankheiten, Infektionskrankheiten, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Kindergesundheit.
Schlüsselwörter
Migration, Gesundheit, Datenlage, soziale Charakteristika, Morbidität, Mortalität, Herz-Kreislaufkrankheiten, Infektionskrankheiten, Risikofaktoren, Kindergesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Sind Migranten in Deutschland häufiger krank als Nicht-Migranten?
Die Arbeit untersucht dies differenziert. Während Migranten bei bestimmten Krankheiten (z. B. Infektionen) höhere Risiken haben können, zeigt sich oft ein „Healthy-Migrant-Effect“, bei dem Zuwanderer anfangs gesünder sind.
Was ist das Problem bei der statistischen Erfassung von Migranten?
Schwierigkeiten entstehen durch Einbürgerungen. Sobald Migranten die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, verschwinden sie oft aus den Migrationsstatistiken, was die Datenlage verzerrt.
Welche sozialen Faktoren beeinflussen die Gesundheit von Migranten?
Zentrale Faktoren sind die Altersstruktur, das Bildungsniveau sowie die Erwerbs- und Wohnsituation, die oft mit höheren gesundheitlichen Belastungen einhergehen.
Welche Krankheiten treten bei Migranten besonders häufig auf?
Im Fokus stehen insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmte Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder HIV sowie Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle.
Gibt es Unterschiede bei der Kindergesundheit im Migrationskontext?
Ja, Studien zeigen Unterschiede bei Vorsorgeuntersuchungen, Impfquoten und umweltbedingten Gesundheitsrisiken bei Kindern aus Migrationsfamilien.
Was bedeutet der „Healthy-Migrant-Effect“?
Diese Hypothese besagt, dass Menschen, die migrieren, oft eine überdurchschnittlich gute Gesundheit besitzen, da die Migration selbst eine hohe körperliche und psychische Belastbarkeit erfordert.
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- Tobias Zender (Author), 2012, Ungleichheit und Gesundheit. Gesundheit und Migration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206005