Männer können nicht zwei Dinge gleichzeitig tun und Frauen können
nicht einparken!
Dies sind nur zwei Beispiele für typische Aussagen, die unser Denken
teilweise einnehmen. Wir denken in Klischees und erkennen
damit etwas Wichtiges: Frauen und Männer sind unterschiedlich.
Allgemein sollte man nicht ein Geschlecht als besser oder
schlechter bezeichnen, sondern einfach als unterschiedlich.
Ende der 80er Jahre begannen unzählige Wissenschaftler, wie sie
teilweise in der vorliegenden Hausarbeit noch genauer zitiert werden,
mit der Erforschung geschlechtsspezifischer Unterschiede, sowohl
im sportlichen Bereich, als auch im sozio- kulturellen. Seit dem
„world jogging movement“ in den 70er Jahren konnten auch Frauen
ihre Leistungsfähigkeit beim Marathon unter Beweis stellen, doch
sie erreichten nie die Zeiten eines Mannes. Woher kommen diese
geschlechtsspezifischen Leistungsgrenzen?
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass es immer schwierig
sein wird die erbrachten Leistungen von Frauen mit denen der Männer
zu vergleichen, da dabei die Unterschiede innerhalb der Geschlechter
unberücksichtigt bleiben. Doch dies auch noch zu bedenken,
würde den Rahmen der Arbeit sprengen. Aus diesem
Grund werde ich hauptsächlich mit Durchschnittswerten arbeiten
und teilweise auf Extrembeispiele hinweisen. Hinzu kommt, dass es
wesentlich mehr Untersuchungen über die Leistungsfähigkeit der
Männer, als über die von Frauen gibt – vor allem, weil Männer
schon länger an Wettkämpfen teilnehmen – und auch weniger
Frauen als Männer Hochleistungssport betreiben.1
Es stellt sich nun die Frage, ob Männer tatsächlich überall das stärkere
Geschlecht sind oder ob Frauen jemals so schnell laufen können
wie Männer?
1 aus 12: “Gender Differences in Distance Running” ; Anne E. Atwater, Seite 321ff
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Tatsächliche Leistungsunterschiede
3. Soziologische Überlegungen
4. Konstitutionelle Unterschiede
4.1. Unterschiede im Körperbau
4.1.1. Auswirkungen
4.2. Physiologische Parameter
4.2.1. Auswirkungen
4.2.2. aerobe /anaerobe Kapazität
4.3. Menstruation & Schwangerschaft
5. Abschlussdiskussion
6. Literaturangaben
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für geschlechtsspezifische Leistungsgrenzen im Sport. Ziel ist es, die biologischen, soziologischen und physiologischen Faktoren zu beleuchten, die dazu führen, dass Männer und Frauen trotz zunehmender Annäherung unterschiedliche absolute sportliche Leistungen erbringen.
- Analyse geschlechtsspezifischer Leistungsunterschiede in verschiedenen Sportdisziplinen
- Einfluss von soziologischen Faktoren auf die sportliche Leistungsfähigkeit
- Untersuchung konstitutioneller Unterschiede wie Körperbau und physiologische Parameter
- Diskussion über den Einfluss von Menstruation und Schwangerschaft auf die Leistungsfähigkeit
- Kritische Reflexion der "Gleichheitsthese" im sportlichen Kontext
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung:
Männer können nicht zwei Dinge gleichzeitig tun und Frauen können nicht einparken! Dies sind nur zwei Beispiele für typische Aussagen, die unser Denken teilweise einnehmen. Wir denken in Klischees und erkennen damit etwas Wichtiges: Frauen und Männer sind unterschiedlich. Allgemein sollte man nicht ein Geschlecht als besser oder schlechter bezeichnen, sondern einfach als unterschiedlich.
Ende der 80er Jahre begannen unzählige Wissenschaftler, wie sie teilweise in der vorliegenden Hausarbeit noch genauer zitiert werden, mit der Erforschung geschlechtsspezifischer Unterschiede, sowohl im sportlichen Bereich, als auch im sozio- kulturellen. Seit dem „world jogging movement“ in den 70er Jahren konnten auch Frauen ihre Leistungsfähigkeit beim Marathon unter Beweis stellen, doch sie erreichten nie die Zeiten eines Mannes. Woher kommen diese geschlechtsspezifischen Leistungsgrenzen?
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass es immer schwierig sein wird die erbrachten Leistungen von Frauen mit denen der Männer zu vergleichen, da dabei die Unterschiede innerhalb der Geschlechter unberücksichtigt bleiben. Doch dies auch noch zu bedenken, würde den Rahmen der Arbeit sprengen. Aus diesem Grund werde ich hauptsächlich mit Durchschnittswerten arbeiten und teilweise auf Extrembeispiele hinweisen. Hinzu kommt, dass es wesentlich mehr Untersuchungen über die Leistungsfähigkeit der Männer, als über die von Frauen gibt – vor allem, weil Männer schon länger an Wettkämpfen teilnehmen – und auch weniger Frauen als Männer Hochleistungssport betreiben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema geschlechtsspezifischer Unterschiede ein, hinterfragt gängige Klischees und definiert den Rahmen der Hausarbeit unter Berücksichtigung von Durchschnittswerten.
2. Tatsächliche Leistungsunterschiede: In diesem Kapitel werden anhand von Weltrekordtabellen aus dem Schwimmen und der Leichtathletik die messbaren Leistungsunterschiede zwischen Männern und Frauen gegenübergestellt.
3. Soziologische Überlegungen: Dieses Kapitel betrachtet Ansätze, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern durch soziologische Prägung und geschichtliche Entwicklung erklären.
4. Konstitutionelle Unterschiede: Hier werden die genetisch determinierten körperlichen Differenzen untersucht, insbesondere hinsichtlich Körperbau und physiologischer Parameter.
4.1. Unterschiede im Körperbau: Dieser Abschnitt analysiert morphologische Differenzen wie Körpergröße, Masse und Skelettstruktur und deren Auswirkungen auf den Sport.
4.1.1. Auswirkungen: Hier werden die Konsequenzen des Körperbaus, wie Schwerpunktlage und Flexibilität, auf sportliche Leistungen erläutert.
4.2. Physiologische Parameter: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die kardio-pulmonalen und zirkulatorischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
4.2.1. Auswirkungen: Hier wird der Zusammenhang zwischen physiologischen Werten und der sportlichen Rekordleistung im Ausdauerbereich thematisiert.
4.2.2. aerobe /anaerobe Kapazität: Dieser Abschnitt definiert die aeroben und anaeroben Kapazitäten und erklärt, warum Frauen hierbei messbare Unterschiede zu Männern aufweisen.
4.3. Menstruation & Schwangerschaft: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss des weiblichen Zyklus, hormoneller Schwankungen und Schwangerschaft auf die sportliche Leistungsfähigkeit.
5. Abschlussdiskussion: Die Diskussion reflektiert die These einer möglichen Angleichung der Leistungen und kommt zu dem Schluss, dass biologische Voraussetzungen einen absoluten Leistungsvergleich erschweren.
6. Literaturangaben: Ein Verzeichnis der verwendeten Artikel, Bücher und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Leistungsfähigkeit, geschlechtsspezifisch, Sportmedizin, Ausdauer, Anatomie, Physiologie, Marathon, Körperbau, maximale Sauerstoffaufnahme, Menstruation, Schwangerschaft, Muskulatur, Weltrekorde, Leistungsgrenzen, Trainingsbelastung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Unterschiede in der sportlichen Leistungsfähigkeit von Frauen und Männern und geht der Frage nach, warum trotz Trainingsfortschritten meist eine Differenz zwischen den Geschlechtern besteht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf konstitutionellen Unterschieden (Körperbau), physiologischen Parametern, soziologischen Einflüssen sowie den biologischen Besonderheiten wie Menstruation und Schwangerschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu begründen, warum eine Diskrepanz in der sportlichen Leistungsfähigkeit zwischen den Geschlechtern existiert und inwieweit ein absoluter Leistungsvergleich überhaupt möglich ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Forschungsergebnisse, Tabellen zu Weltrekorden und anatomisch-physiologische Grundlagenwerke auswertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert, wie sich anatomische Unterschiede (z.B. Herzgröße, Hämoglobinwerte) und physiologische Faktoren auf die aerobe und anaerobe Kapazität sowie auf spezifische Sportarten auswirken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Leistungsfähigkeit, Sportmedizin, geschlechtsspezifische Unterschiede, Ausdauer, physiologische Kapazität und morphologische Merkmale.
Warum ist die maximale Sauerstoffaufnahme für die Arbeit relevant?
Sie gilt als ideales Maß für die körperliche Leistungsfähigkeit und dient als integraler Grenzwert, um aerobe und anaerobe Kapazitäten wissenschaftlich vergleichbar zu machen.
Zu welchem Fazit kommt die Autorin bezüglich der Angleichung der Leistungen?
Die Autorin schlussfolgert, dass zwar eine Annäherung der Leistungen stattfindet, die biologischen Voraussetzungen jedoch zu grundlegend verschieden sind, als dass eine völlige Gleichheit der absoluten Leistungen erreichbar wäre.
- Quote paper
- Silvia Stoll (Author), 2003, Geschlechtsspezifische Leistungsgrenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20601