Während der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin ist es angedacht im
zweiten Studienjahr ein Praktikum - orientiert an einem besonderen Schwerpunkt - zu
absolvieren. Dabei ist es möglich, vier Wochen in Hort/Tagesheim, offener
Jugendarbeit, stationärer Jugendhilfe oder einer heilpädagogischen Einrichtung zu
arbeiten. Ich entschied mich für den Schwerpunkt Hort/Tagesheim, da ich im Verlauf
des vierwöchigen Praktikums Unterschiede im Verhalten und im Entwicklungsstand der
Hortkinder, verglichen mit Kindergartenkindern feststellen wollte. Ich wählte zusammen
mit meiner Mitstudierenden das xxxxx Kinderhaus in München als Praxisstelle.
Gegründet wurde die Einrichtung in Trägerschaft der Münchener Stiftung xxxxx im
August xxx. Zu Beginn existierte eine Grundschulklasse (1. Klasse) und eine
Hortgruppe, welche beide die Räumlichkeiten des xxxxx Gymnasiums nutzten. Als im
August 2010 das xxxxxx Kinderhaus in den xxxx Hofgärten, unweit des Bahnhofes
München- xxxx eröffnete, wechselte sowohl die Grundschulklasse als auch die
Hortgruppe in das neue Gebäude. Aktuell verfügt das Kinderhaus über xxxx Gruppen,
welche sich aus xxx Krippengruppen, xxx Kindergartengruppen und xxx Hortgruppen
zusammensetzen. Auf der zweiten Etage befindet sich die dazugehörige
Ganztagesgrundschule, die aus einer ersten, einer zweiten- und einer dritten Klasse
besteht. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Kurze Informationen zu Einrichtung und Zielgruppe
2. Beschreibung eines Schwerpunktes aus der Konzeption in Zusammenhang zwischen Umfeld und Zielgruppe
3. Darstellung und fachliche Begründung des eigenen pädagogischen Handelns
4. Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns und eigener Handlungskompetenzen
5. Reflexion der Kooperation im Gesamtpraktikum
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Reflexion und fachliche Begründung des pädagogischen Handelns während eines vierwöchigen Praktikums im Hortbereich. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Wirksamkeit der gewählten methodischen Ansätze in Bezug auf das Leitbild der Einrichtung, insbesondere im Kontext der Gesundheitsförderung und Ganzheitlichkeit.
- Bilinguale Sprachförderung nach der Immersionsmethode
- Gesundheitsförderung und ganzheitliche Entwicklung
- Methodik der Bewegungsförderung im Hortalltag
- Ernährungspädagogik und hauswirtschaftliche Kompetenzen
- Professionelle Reflexion der Teamarbeit und Kooperation
Auszug aus dem Buch
3. Darstellung und fachliche Begründung des eigenen pädagogischen Handelns
Während der ersten Woche des Praktikums war es primär meine Aufgabe, den Konzeptionsschwerpunkt zu beobachten. In Absprache mit meiner Praxisanleitung vereinbarte ich, in der ersten Woche Informationen, Inhalte, Ziele, Methoden etc. über den Schwerpunkt zu erwerben und ihr diese in einem Gespräch mitzuteilen.
Nach der ersten Woche vereinbarte ich mit meiner Praxisanleitung sowie den weiteren Angestellten, pädagogische Aktivitäten zu den einzelnen Themen durchzuführen. Alle nun erläuterten Situationen stehen in Verbindung mit der Förderung der Gesundheit. In der zweiten Woche leitete ich die Bewegungsstunde „The world around us“. Da ich mit meiner Mitstudierenden auch ein dreiwöchiges „Dschungelprojekt“ durchführte, stellte ich diese Bewegungsstunde ebenfalls unter das Motto „Dschungel“.
Aufgrund der gezielten und dokumentierten Beobachtungen, welche ich im Laufe meiner ersten Praktikumswoche machte, entschloss ich mich dazu, folgende Bewegungsspiele anzubieten: Das erste Spiel hieß „Schlange, Affe, Krokodil“. Ähnlich wie bei „Feuer, Wasser, Luft“ besteht die Aufgabe der Kinder darin, bei den einzelnen Kommandos eine entsprechende Position einzunehmen. Sagte ich z.B. „Affe“, sollten sich die Kinder so schnell wie möglich auf den Boden legen. Das Kind, welches sich als letztes auf den Boden legte, setzte eine Runde aus und rief das nächste Kommando. Jedes Tier wurde somit einer bestimmten Position zugeordnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kurze Informationen zu Einrichtung und Zielgruppe: Vorstellung des Kinderhauses als Praxisstelle sowie der strukturellen Rahmenbedingungen und der sozioökonomischen Zusammensetzung der Zielgruppe.
2. Beschreibung eines Schwerpunktes aus der Konzeption in Zusammenhang zwischen Umfeld und Zielgruppe: Theoretische und praktische Erläuterung der „Gesundheitsförderung in Verbindung mit Ganzheitlichkeit“ unter Berücksichtigung von Bewegung, Ernährung und Zahnpflege.
3. Darstellung und fachliche Begründung des eigenen pädagogischen Handelns: Konkrete Beschreibung der durchgeführten pädagogischen Aktivitäten, insbesondere Bewegungs- und Kochprojekte, sowie deren fachliche Rechtfertigung.
4. Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns und eigener Handlungskompetenzen: Selbstkritische Auswertung der gesetzten Ziele, des Lernerfolgs der Kinder und der eigenen beruflichen Entwicklung während des Praktikums.
5. Reflexion der Kooperation im Gesamtpraktikum: Auseinandersetzung mit der Zusammenarbeit im Team sowie der Kooperation mit der Grundschule und externen Partnern.
Schlüsselwörter
Erzieherausbildung, Hortpädagogik, Gesundheitsförderung, Ganzheitlichkeit, Bewegungsspiele, Ernährungserziehung, Immersionsmethode, Selbstständigkeit, Reflexion, Pädagogisches Handeln, Teamkooperation, Zielgruppe, Kindesentwicklung, Praxisanleitung, Alltagspädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen Praktikumsbericht einer angehenden Erzieherin, der das pädagogische Handeln in einem Kinderhaus mit dem Schwerpunkt Hort/Tagesheim dokumentiert und reflektiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Gesundheitsförderung in Verbindung mit ganzheitlicher Bildung, Ernährung, Bewegung sowie auf die professionelle Zusammenarbeit im Team.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Überprüfung der eigenen pädagogischen Ziele im Hinblick auf den Entwicklungsstand der Kinder sowie die Reflexion der positiven und negativen Aspekte des pädagogischen Handelns.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Reflexion verwendet?
Die Autorin nutzt die Methode der gezielten, offenen Beobachtung, um Lernprozesse und das Verhalten der Kinder fundiert zu bewerten und ihr eigenes Handeln anzupassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Konzeption, die praktische Umsetzung von Bewegungs- und Kochangeboten sowie die ausführliche Selbstreflexion des eigenen Handelns.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Hortpädagogik, Gesundheitsförderung, Ganzheitlichkeit, Selbstreflexion und pädagogische Praxis beschreiben.
Wie geht die Autorin mit dem Thema der Teamkooperation um?
Die Autorin reflektiert kritisch über die schwierige Zusammenarbeit mit einigen Teammitgliedern, die ihrer Ansicht nach über keine ausreichende pädagogische Qualifikation verfügten, während sie die Kooperation zur Schule positiv hervorhebt.
Welche Bedeutung hat das „Dschungelprojekt“ für die Zielgruppe?
Das Projekt diente dazu, den aufgestauten Bewegungsdrang der Hortkinder nach langem Stillsitzen im Unterricht gezielt abzubauen und gleichzeitig Freude an Bewegung zu vermitteln.
- Arbeit zitieren
- Angela Weber (Autor:in), 2012, Gesundheitsförderung bei Hortkindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206014