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Erwerb der Startsprungtechnik

Ein kindgerechtes Unterrichtskonzept zur Überwindung von Lernhemmschwellen

Titel: Erwerb der Startsprungtechnik

Examensarbeit , 2012 , 38 Seiten , Note: 2

Autor:in: Philipp Habermann (Autor:in)

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit „Erwerb der Startsprungtechnik – Ein kindgerechtes Unterrichtskonzept zur Überwindung von Lernhemmschwellen“ behandelt die pädagogische Arbeit mit Kindern des dritten Schuljahrs, die schrittweise unter Überwindung Hemmschwellen unterschiedlicher Art an die Technik des Startsprungs herangeführt werden.
Der Begriff der Schwelle leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „swelle“ ab und bedeutet „tragender Balken“. Schon daraus ergibt sich, dass das Wort „Schwelle“ zunächst positiv besetzt ist. Auch die Türschwelle, ein Brett oder ein flacher Stein zwischen den senkrechten Pfosten des Türrahmens, hat tragende Funktion. Im Begriff der Türschwelle wird sinnhaft deutlich, was es heißt, eine Schwelle zu überschreiten: sich aus einem Bereich in einen anderen, möglicherweise unbekannten, zu begeben.
Im Begriff der „Hemmschwelle“ wird deutlich, dass dieses Hinübertreten in einem unbekannten Bereich instinktiv als gefährlich erkannt wird. In der Psychologie beschreibt der Begriff der Hemmschwelle das Phänomen, „dass ein Mensch erst nach besonders intensiver Motivation bereit ist, eine bestimmte Aktion auszuüben, wenn diese gegen erlernte oder ererbte Verhaltensweisen verstößt.“ Diese Definition subsummiert unter den ererbten Verhaltensweisen alle natürlichen Ängste und Schutzmechanismen, die individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. So wird etwa ein Mensch im Regelfall instinktiv vermeiden, kopfüber in ein unbekanntes Gewässer zu springen. Das bedeutet, dass etwaige Lernhemmschwellen beim Startsprung einem natürlichen Selbstschutzmechanismus entspringen. Hier ist es Aufgabe der Lehrkraft, die Schülerinnen und Schüler durch Vermittlung von Selbstvertrauen und technischem Können über diese Schwelle zu begleiten.
Nicht zufällig wird oft der „Sprung ins kalte Wasser“ zitiert. Die Redensart ist nahezu auf jeden Lebensbereich anwendbar. Auch in ihr spielt der plötzliche Wechsel von dem vertrauten Bereich des „festen Bodens“ in ein möglicherweise gefährliches oder sogar feindliches Element eine Rolle. Unsere Schülerinnen und Schüler werden bei der Vermittlung von Fertigkeiten zum Erwerb der Startsprungtechnik mit der Notwendigkeit zu diesem Sprung konfrontiert. Das kindgerechte Unterrichtskonzept zur Überwindung von Lernhemmschwellen erhält dadurch eine Bedeutung, die weit über das Erlernen der Technik des Startsprungs hinausgeht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lernrelevante Bedingungen des Unterrichts

2.1 Institutionelle / situative Bedingungen und Voraussetzungen

2.2 Soziokulturelle Voraussetzungen

2.3 Anthropogen-psychologische Voraussetzungen

2.4 Lernausgangslage

3. Entscheidungsfelder des Unterrichts

3.1 Thematik

3.1.1 Begründung der Themenwahl

3.1.2 Legitimation des Themas

3.2 Sachstrukturanalyse

3.2.1 Allgemeines zum Startsprung

3.2.2 Greifstart

3.2.3 Ausgangslage

3.2.4 Absprung

3.2.5 Flugphase

3.2.6 Eintauchphase

3.3 Didaktische Analyse

3.3.1 Exemplarität, Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung

3.3.2 Didaktische Reduktion

3.3.2.1 Reduktion der Ausgangslage

3.3.2.2 Reduktion des Absprungs

3.3.2.3 Reduktion der Flugphase

3.3.2.4 Reduktion der Eintauchphase

4. Erwartete Lernhemmschwellen

4.1 Kopfstellreflex

4.2 Physische Lernhemmschwellen

4.3 Psychische Lernhemmschwellen

5. Methodische Analyse

6. Zielgerichtete Übungsfolge

7. Unterrichtssequenz in vereinfachter Darstellung

7.1 Inhalte der 1. und 2. Stunde (0XXX)

7.1.1 Ausgleiten

7.1.2 Delfinsprünge

7.1.3 Sitzköpfer

7.2 Inhalte der 3. – 5. Stunde (XXX, XXX)

7.2.1 Knieköpfer

7.2.2 Hockköpfer

7.2.3 Startsprung vom Beckenrand

7.3 Inhalte der 6. Stunde (XXX)

8. Schlussreflexion

8.1 Die Themenwahl im Rückblick

8.2 Wahl der methodischen Vorgehensweise

8.3 Umgang mit Lernhemmschwellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht ein kindgerechtes Unterrichtskonzept für Drittklässler, um die komplexe Technik des Startsprungs durch schrittweise Überwindung individueller Lernhemmschwellen zu erlernen. Im Zentrum steht die Vermittlung technischer Fertigkeiten unter Berücksichtigung der psychomotorischen Voraussetzungen der Kinder.

  • Methodik des Schwimmunterrichts im Grundschulalter
  • Analyse und Überwindung von Lernhemmschwellen (z. B. Kopfstellreflex, Angst)
  • Einsatz der Teillernmethode zur Bewegungsoptimierung
  • Sachstrukturanalyse der Startsprungtechnik (Greifstart)
  • Praktische Erprobung und Reflexion einer Unterrichtssequenz

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Greifstart

Der Greifstart ist die Startsprungtechnik, deren Erwerb Ziel meiner Unterrichtseinheit war. Beim Greifstart handelt es sich im Wesentlichen um eine geradlinige, den Armen nach vorne folgende Körperstreckung, deren Bewegungssteuerung vergleichsweise einfach umzusetzen ist. Aus diesem Grund ist der Greifstart den anderen Varianten vorzuziehen, weil er sich für Kinder gut als Einstieg in das Lernen von Startsprüngen eignet. Mit beiden Händen an der Startblockkante erreicht man eine Vierfüßlerposition, die zusätzliche Sicherheit gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Startsprungtechnik kindgerecht zu vermitteln und dabei Lernhemmschwellen erfolgreich zu überwinden.

2. Lernrelevante Bedingungen des Unterrichts: Dieses Kapitel erläutert die institutionellen Rahmenbedingungen sowie die soziokulturellen und anthropogen-psychologischen Voraussetzungen der Lerngruppe.

3. Entscheidungsfelder des Unterrichts: Hier erfolgt die fachliche Begründung der Themenwahl, die sachstrukturelle Analyse der Startsprungtechnik sowie die didaktische Reduktion der Inhalte.

4. Erwartete Lernhemmschwellen: Es werden potenzielle physische und psychische Barrieren identifiziert, insbesondere der Kopfstellreflex, die den Lernprozess hemmen könnten.

5. Methodische Analyse: Dieses Kapitel begründet die Wahl der Teillernmethode als effektiven Weg zur schrittweisen Vermittlung komplexer Bewegungsabläufe.

6. Zielgerichtete Übungsfolge: Die Übungsfolge wird als strukturierte Abfolge definiert, die von einfachen Gleitübungen hin zum technischen Endziel führt.

7. Unterrichtssequenz in vereinfachter Darstellung: Der Abschnitt bietet einen detaillierten Einblick in die konkrete Umsetzung des Unterrichts über sechs Stunden und beschreibt die Anwendung sowie den Fortschritt der Schüler.

8. Schlussreflexion: Die Reflexion bewertet den Erfolg der gewählten Methoden, das Erreichen der Lernziele und den Umgang mit individuellen Hemmschwellen der Kinder.

Schlüsselwörter

Startsprungtechnik, Greifstart, Schwimmunterricht, Grundschule, Lernhemmschwellen, Kopfstellreflex, Teillernmethode, Bewegungslernen, Wasserbewältigung, Didaktische Reduktion, motorische Entwicklung, psychologische Voraussetzungen, Sportpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt ein pädagogisches Unterrichtskonzept für den Schwimmunterricht in der dritten Klasse, das darauf abzielt, Kindern die Technik des Startsprungs näherzubringen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die fachgerechte Vermittlung des Greifstarts, die Identifikation von Lernhemmschwellen und die Anwendung differenzierter methodischer Ansätze im Wasser.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch ein kindgerechtes Konzept individuelle Lernhemmschwellen (wie Angst oder den Kopfstellreflex) abzubauen und so das Erlernen der Startsprungtechnik zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Teillernmethode angewandt, bei der komplexe Bewegungsabläufe in überschaubare Einzelschritte zerlegt werden, um Überforderungen zu vermeiden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine sachstrukturelle Analyse, didaktische Überlegungen, die methodische Planung und eine detaillierte Dokumentation der Unterrichtssequenz mit ihren verschiedenen Übungsstufen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Startsprungtechnik, Greifstart, Lernhemmschwellen, Teillernmethode, Schwimmunterricht und psychomotorische Entwicklung.

Wie geht die Arbeit mit dem Kopfstellreflex um?

Der Reflex wird als natürliche Barriere erkannt und durch gezielte Vorübungen sowie die Anleitung zur bewussten Unterdrückung des Reflexes während des Sprungs behandelt.

Warum wird der Greifstart für Kinder bevorzugt?

Der Greifstart bietet durch die Vierfüßlerposition an der Startblockkante eine höhere Stabilität und Sicherheit, was ihn für Anfänger leichter erlernbar macht als andere Techniken.

Welche Rolle spielt die Differenzierung?

Durch quantitative und qualitative Differenzierung kann die Lehrkraft individuell auf Leistungsunterschiede und spezifische Ängste einzelner Kinder eingehen.

Was ist das Ergebnis der Unterrichtssequenz?

Die meisten Kinder erreichten das Endziel erfolgreich, wobei auch bei Kindern mit größeren Hemmschwellen signifikante Fortschritte in Technik und Selbstvertrauen erzielt wurden.

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Details

Titel
Erwerb der Startsprungtechnik
Untertitel
Ein kindgerechtes Unterrichtskonzept zur Überwindung von Lernhemmschwellen
Hochschule
Studienseminar für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen in Fulda
Note
2
Autor
Philipp Habermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
38
Katalognummer
V206065
ISBN (eBook)
9783656330646
ISBN (Buch)
9783656755470
Sprache
Deutsch
Schlagworte
startsprung schwimmen grundschule wasserspringen technik lernhemmschwelle sport schwimmbad
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Habermann (Autor:in), 2012, Erwerb der Startsprungtechnik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206065
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Leseprobe aus  38  Seiten
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