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Der fotografische Prozess: Von der einfachen Bildzeichnung zum fertigen Foto auf Fotopapier

Titel: Der fotografische Prozess: Von der einfachen Bildzeichnung zum fertigen Foto auf Fotopapier

Facharbeit (Schule) , 2012 , 22 Seiten , Note: 13 Punkte

Autor:in: Johannes Glinka (Autor:in)

Chemie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nachdem die Menschheit über viele Jahrhunderte hinweg keine wirklichkeitsgetreue Abbildung ihrer Umwelt herstellen konnte, drängte es nach einem neuen Darstellungsmittel, der Fotografie.
Um 1800 widmeten sich in verschiedenen Ländern Europas, insbesondere in Deutschland, Frankreich und England Wissenschaftler diesem Problem.
Es war Johann Heinrich Schulze, der 1727 in Deutschland (Halle an der Saale) die Lichtempfindlichkeit von Salzkristallen entdeckte. Einem Franzosen, Nicéphore Niépce, gelang es die direkte Kopie eines Kupferstichs auf einer mit Asphalt beschichteten Glasplatte zu erstellen.
Sein Forscherkollege, Louis Jacques Mandé Daguerre gelang 1839 der Durchbruch mit der nach ihm benannten „Daguerreotypie“, einem Verfahren zur Erstellung von Bildern auf einer mit Silber beschichteten Kupferplatte als Unikat. Ein Engländer war es, der schließlich das Positiv-Negativ Verfahren in Leben rief.
Ich interessiere mich sehr für Fotografie und habe mich intensiv mit digitaler Fototechnik und digitalen Bildbearbeitungsprogrammen beschäftigt. Da aber viele berühmte Fotos mit analogen Kameras aufgenommen wurden, stellte ich mir die Frage nach den Anfängen der Fotografie. Bei der Bearbeitung des Themas erstaunte mich vor allem, welche Zeit und Mühe die Erstellung eines einzelnen Fotos damals beanspruchte und wie lange man heute für diesen Vorgang benötigt. Was 1830 mehrere Stunden an Belichtungs- und Entwicklungszeit dauerte, geschieht heute bei Digitalkameras in Bruchteilen einer Sekunde mit einem einfachen Auslösen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. MindMap

1.1. Einleitung

1.1.2. Themenstellung

1.1.3. Ziele der Arbeit

1.1.4. Voraussetzungen der Wissenschaft

1.1.4.1. Camera obscura

1.1.4.2. Laterna magica

1.1.4.3. Camera lucida

1.1.4.4. Physionotrace

2. Entwicklungsschritte des fotografischen Prozesses (1727-1841)

2.1. Entdeckung der Lichtempfindlichkeit der Silbersalze durch J. H. Schulze (1727)

2.1.1. Kreideversuch nach J. H. Schulze

2.2. Direktkopie eines Kupferstichs auf einer Asphalt-Glasplatte

2.2.1. Aufnahmen von körperlichen Gegenständen durch Nicéphore Niépce

2.3. Entwicklung der Daguerreotypie durch Louis Jacques Mandé Daguerre (1831-1839)

2.3.1. Entdeckung der Lichtempfindlichkeit von Silberjodid (1831)

2.3.2. Entwicklung eines Bildes auf einer Jodsilberplatte mit Quecksilberdampf (1837)

2.3.2.1. Fixierung der Jodsilberplatte mit Kochsalzlösung

2.3.2.2. Fixierung der Jodsilberplatte mit Natriumthiosulfat

2.3.3. Vorstellung der Daguerreotypie bei der Akademie der Wissenschaften in Paris

2.4. Die Entwicklung der „Talbotypie“ durch William Henry Fox Talbot (1841)

2.4.1. Entwicklung eines in der Kamera belichteten Jodsilberpapiers mit Gallussäure

2.4.2. Entwicklung des Positiv-Negativ Verfahrens zur Massenvervielfältigung eines Fotos

3. Kritische Betrachtung der Quellenangaben zur Bedeutung der Daguerreotypie

4. Anhang

4.1. Glossar

4.2. Chronologie der Fotografie

4.3. Quellenverzeichnis

4.3.1. Materialien aus Printquellen

4.3.2. Materialien aus dem Internet

4.4. Bildverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der wissenschaftlichen Analyse und strukturierten Zusammenfassung der Hintergründe des fotografischen Prozesses. Der Fokus liegt dabei auf der chronologischen Darstellung der chemischen Erfindungen wichtiger Forscher im Zeitraum von 1727 bis 1841.

  • Historische Entwicklung der Fotografie
  • Chemische Grundlagen der Lichtempfindlichkeit
  • Vergleich der Verfahren von Niépce, Daguerre und Talbot
  • Technische Evolution von optischen Zeichenhilfen zum fotografischen Prozess

Auszug aus dem Buch

2.3.2. Entwicklung eines Bildes auf einer Jodsilberplatte mit Quecksilberdampf (1837)

Erst 1837 gelang Daguerre der wichtigste Schritt zur Entdeckung der Lichtempfindlichkeit von Silberjodid. Er schaffte es, das vorhandene, aber nicht sichtbare Bild auf der Jodsilberplatte mit giftigen Quecksilberdämpfen zu entwickeln. Louis Daguerre belichtete eine Fotoplatte, brach den Vorgang dann aber ab, weil das Wetter nicht mitspielte. Er legte die Platte zurück in seinen Chemikalien-Schrank und entdeckte zufällig, dass sich auf der mit Jodsilber beschichteten Platte ein Bild abzeichnete.

Irgendein Stoff aus seinem Schrank musste die Belichtungszeit der Platte deutlich verkürzt haben. Er entfernte Stück für Stück alle Chemikalien und legte immer wieder eine frische Fotoplatte hinein, um herauszufinden, welcher Chemikalie die Wirkung zuzuschreiben ist. Schließlich bemerkte er kleine Quecksilberreste am Rand der Regalbretter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. MindMap: Diese grafische Übersicht visualisiert die Struktur der Facharbeit, von der Quelleneingrenzung über die Akteure bis hin zu den chemischen Verfahren.

1.1. Einleitung: Hier wird der historische Kontext der Suche nach wirklichkeitsgetreuen Abbildungsmethoden und die persönliche Motivation des Autors dargelegt.

1.1.2. Themenstellung: Definition der Facharbeit als Untersuchung der chemischen Reaktionen zur Erzeugung eines latenten Bildes auf Trägermaterialien.

1.1.3. Ziele der Arbeit: Darstellung des methodischen Vorgehens zur Analyse der chemischen Erfindungen im Zeitraum 1727–1841.

1.1.4. Voraussetzungen der Wissenschaft: Überblick über optische Geräte wie Camera obscura, Laterna magica und Camera lucida, die der Fotografie vorausgingen.

2. Entwicklungsschritte des fotografischen Prozesses (1727-1841): Analyse der zentralen Durchbrüche in der Fotochemie und Verfahrensentwicklung durch europäische Pioniere.

2.1. Entdeckung der Lichtempfindlichkeit der Silbersalze durch J. H. Schulze (1727): Detaillierte Beschreibung des Kreideversuchs als Nachweis der Lichtempfindlichkeit.

2.2. Direktkopie eines Kupferstichs auf einer Asphalt-Glasplatte: Betrachtung der frühen Experimente von Nicéphore Niépce mit Asphalt und Glas.

2.3. Entwicklung der Daguerreotypie durch Louis Jacques Mandé Daguerre (1831-1839): Historischer Rückblick auf die Kooperation zwischen Niépce und Daguerre sowie die Perfektionierung der Daguerreotypie.

2.4. Die Entwicklung der „Talbotypie“ durch William Henry Fox Talbot (1841): Einführung des revolutionären Positiv-Negativ-Verfahrens auf Papierbasis.

3. Kritische Betrachtung der Quellenangaben zur Bedeutung der Daguerreotypie: Eine Reflexion darüber, inwiefern der Ruhm Daguerres durch die Akademie der Wissenschaften gestützt wurde und welchen Stellenwert Talbot einnimmt.

4. Anhang: Enthält ergänzende Informationen, Glossar, Chronologie sowie die vollständige Quellen- und Bilddokumentation.

Schlüsselwörter

Fotografie, Daguerreotypie, Talbotypie, Silberjodid, Lichtempfindlichkeit, Kamera obscura, Niépce, Daguerre, Talbot, chemische Reaktion, Positiv-Negativ-Verfahren, Bildfixierung, Fotohistorie, Quellenanalyse, chemische Erfindungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die chemischen Grundlagen des fotografischen Prozesses zwischen 1727 und 1841.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der Optik, die chemische Entdeckung der Lichtempfindlichkeit von Silbersalzen und die technologische Evolution der frühen fotografischen Bildherstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Analyse und chronologische Zusammenfassung der wichtigsten chemischen Erfindungen, die zur Entstehung der modernen Fotografie führten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse historischer Quellen und technischer Dokumentation der chemischen Verfahren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entdeckungen von J. H. Schulze, die Experimente von Niépce, die Etablierung der Daguerreotypie und die Entwicklung der Talbotypie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fotografiegeschichte, Daguerreotypie, Talbotypie, Lichtempfindlichkeit, Silberhalogenide und Positiv-Negativ-Verfahren.

Wie unterscheidet sich die Talbotypie von der Daguerreotypie?

Während die Daguerreotypie ein Unikat auf Metallplatten erzeugte, ermöglichte die Talbotypie durch das Positiv-Negativ-Verfahren erstmals die Massenvervielfältigung von Fotografien.

Welche Rolle spielt die Akademie der Wissenschaften in Paris für die Fotografie?

Die Akademie spielte eine entscheidende Rolle, indem sie das Daguerreotypie-Verfahren erwarb und so die weltweite Verbreitung und Standardisierung der frühen Fotografie maßgeblich beförderte.

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Details

Titel
Der fotografische Prozess: Von der einfachen Bildzeichnung zum fertigen Foto auf Fotopapier
Note
13 Punkte
Autor
Johannes Glinka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
22
Katalognummer
V206093
ISBN (eBook)
9783656330011
ISBN (Buch)
9783656330813
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fotografie fotografischer Prozess Johannes Glinka Chemie Photo Foto Photografie Daguerreotypie Niépce Camera Obscura Camera Lucida
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Glinka (Autor:in), 2012, Der fotografische Prozess: Von der einfachen Bildzeichnung zum fertigen Foto auf Fotopapier, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206093
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Leseprobe aus  22  Seiten
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