Die Vegetation im Naturschutzgebiet "Dammer Berge", Landkreis Vechta

Protokoll einer Exkursion


Ausarbeitung, 2009

15 Seiten, Note: 1,8

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung und Gebietsvorstellung

2. Floristischer Rundgang durch das Naturschutzgebiet

3. Zusammenfassung

4. Quellen

1. Einleitung und Gebietsvorstellung

Die Vegetations- Exkursion im Rahmen des Moduls „Flora- und Fauna-Vertiefung“ der HS Osnabrück führte die Teilnehmer am 4.05.09 zum NSG „Dammer Berge“, etwa 40 km nördlich von Osnabrück im Landkreis Vechta, Niedersachsen (s. Abb. 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Lage und Abgrenzung des Naturschutzgebietes "Dammer Berge"

Naturräumliche Einordnung

Das Gebiet gehört zu der naturräumlichen Haupteinheit der „Dümmer Geestniederung“ und der Landschaftseinheit „Dammer Berge“ (GÖHLERT, 2005).

Entstehung und Bodenverhältnisse

Die Dammer Berge entstanden aus einer Stauch-Endmoräne während der Saale-Eiszeit. Die Endmoräne bestand aus sandigen und kiesigen Schmelzwasserablagerungen. Die Ablagerungen sind mit tertiärem Material durchsetzt. Eine Schicht dieses Materials befindet sich in einer Tiefe von 100- 150 m unter dem Gebiet. Darunter befindet sich bis in eine Tiefe von etwa 200m basisches Kalk-Mergelstein aus der Kreidezeit. Der entkalkte, nährstoffarme Untergrund führte zur Entsehung von sauren Braunerden und Podsolen (s. Abb. 2). Durch anthropogene Eingriffe in die Landschaft wie Abtragungen,Aufschüttungen,Umlagerungen oder auch das Einbringen von Gartenabfällen, sind kleinräumliche Unterschiede der Bodenverhältnisse im NSG gegeben.

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Abb. 2: Bodenkarte für das NSG (aus GÖHLERT, 2005)

Geschichte des Naturschutzgebietes

Bei dem NSG handelt sich um eine stark anthropogen überformte Landschaft. Sie ist entstanden durch den Abbau von Eisenerzen. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden hier Vorkommen der Trümmereisenerze sondiert. Ab 1937 wurden testweise kleine Mengen abgebaut. Größere Mengen wurden erst nach der Eröffnung eines Bergwerkes 1948 eröffnet. Das taube Gestein wurde oberflächlich auf einer Halde gelagert (s. u.).

Das Erz in den Dammer Bergen enthält mit 25 % einen eher geringen Anteil von Eisen, deswegen wurde das Material konzentriert indem es zunächst zerkleinert und dann gespült wurde. Für den Spülvorgang wurden zwei Klärteiche angelegt: der kleinere Klärteich 1 und der Klärteich 2, der später in „Dammer Bergsee“ umbenannt wurde. Die Klärteiche dienten der Sedimantation und dem Recycling von Wasser, das in großen Mengen gebraucht wurde. Ab 1967 war der Abbau des Eisenerzes nicht mehr rentabel, da die Weltmarktpreise gefallen waren und zudem das Erz einen zu hohen Phosphoranteil enthielt.

Es stellte sich nun die Frage, wie mit der enstandenen „Mondlandschaft“ verfahren werden sollte. Denkbar war z. B. die Verfüllung der Landschaft mit Müll oder eine Rekultivierung. Dafür war das Gebiet aufgrund seiner lebensfeindlichen Bodenverhältnissen nicht geeignet. Ab 1971 übernahm die Stadt Damme das Gebiet und öffnete es für Erholungssuchende. Gleichzeitig wurde es zum größten Teil der natürlichen Sukzession überlassen, so dass sich mit der Zeit eine vielzahl von Pflanzen, darunter auch seltene, ansiedeln konnten. Aus diesem Grund wurde das Gebiet 1995 als NSG ausgewiesen. Das Vorkommen des Hirschkäfers führte außerdem zur Sicherung der Dammer Berge durch die Ausweisung als FFH- Gebiet.

2. Floristischer Rundgang durch das Naturschutzgebiet

Die folgende Abbilung zeigt die Stationen des Rundgangs, die nachfolgend näher erläutert werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Luftbild des Exkursionsgebiets (Quelle: www. google.maps.de)

1. Standort Wald

Tab. 1: Vegetationstabelle des Wald-Standorts. Die für den Biotoptyp typischen Pflanzenarten sind grau hinterlegt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Biotoptyp nach VON DRACHENFELS (2004): WQT- Eichen- Mischwald armer, trockener Sandböden

Die Entscheidung für den Biotoptyp WQT ist zum einen durch das Vorkommen von sandigem, podsoliertem Boden zu erklären. Die frühere Bewirtschaftung der Fläche als Heide hat den Vorgang der Auswaschung beschleunigt, so dass der Boden nun nährstoffarm und sauer ist. Zwar dominiert an diesem Standort die Waldkiefer, die Definition des Biotoptyps sieht diese Variation aber vor, so lange noch einige Eichen vorhanden sind. Die den „Eichen- Mischwald armer, trockener Sandböden“ kennzeichnenden Pflanzenarten sind in der Tabelle oben grau hinterlegt.

Die Reaktionszahlen der Arten sind niedrig, sie deuten auf einen sauren Boden hin. Die Stickstoffzahlen der Arten, die in der Krautschicht gefunden wurden, sind zwar unterschiedlich, die am häufigsten auftretenden Arten Deschampsia flexuosa und Dryopteris carthusiana zeigen aber Stickstoffarmut an. Pflanzensoziologisch ist der Standort dem „Kiefern- Eichenwald ohne Buche- Pino- Quercetum “ zuzuordnen. Die genannten Säurezeiger sind zwar typisch für diese Gesellschaft, aber keine Charakterarten, d.h., sie kommen auch in anderen Waldgesellschaften vor(ELLENBERG, 1996).

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Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die Vegetation im Naturschutzgebiet "Dammer Berge", Landkreis Vechta
Untertitel
Protokoll einer Exkursion
Hochschule
Hochschule Osnabrück
Note
1,8
Jahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V206122
ISBN (eBook)
9783656336105
Dateigröße
1120 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dammer Berge, Flora, Exkursion, Vegetation, Biotoptyp, Drachenfels
Arbeit zitieren
Anonym, 2009, Die Vegetation im Naturschutzgebiet "Dammer Berge", Landkreis Vechta, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206122

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