Navigationskonzepte in Business Intelligence Systemen am Beispiel eines Krankenhauses


Projektarbeit, 2012
45 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anlagenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Fragestellung
1.3 Vorgehensweise

2 Grundlagen
2.1 Business Intelligence Systeme
2.2 Operationen in BI-Systemen

3 Ist Analyse
3.1 Das betrachtete Unternehmen
3.2 Eingesetzte Methoden
3.3 Bewertungskriterien
3.4 Bewertung

4 Konzept
4.1 Zielsetzung
4.2 Lösungsansatz
4.3 Beurteilung

5 Kritische Schlussbetrachtung
5.1 Betrachtung des Konzeptes
5.2 Ausblick

6 Zusammenfassung

Anlagen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Multidimensionale Datenhierarchie

Abbildung 2 - Stärken und Schwächen der Navigation im BI-System

Abbildung 3 - Konzept für BI-Sitemap

Abbildung 4 - Postionsindikator

Abbildung 5 - Beispiel für Abfragebenachrichtigung

Abbildung 6 - Beispiel für Parameterbox

Anlagenverzeichnis

Anlage 1 - Beurteilung Navigationskonzept des BI-Systems der SKGR

Anlage 2 - Screenshot des aktuellen Management Cockpits

Anlage 3 - Beispiel für Tabbed Reports

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs und einer steigenden Umweltdynamik müssen Unternehmen fortlaufend ihre Wirtschaftlichkeit verbessern, um ihre Existenz zu sichern. Die Wirtschaftlichkeit wird dabei maßgeblich von der Qualität der Entscheidungen bestimmt, welche die Unternehmen treffen, weswegen Informationen als ein wichtiger Erfolgsfaktor im betrieblichen Leistungserbringungsprozess angesehen werden (vgl. Lehner, 2009, S. 12ff).

Um hochqualitative Entscheidungen treffen zu können, benötigen Unternehmen eine solide Informationsgrundlage, auf der diese basieren. Die Informationsgrundlage beruht zumeist auf dem umfangreichen Datenmaterial, welches sich aus der Geschäftstätigkeit der Unternehmen ergibt und um zusätzliche Informationen angereichert wird (z.B. interne Planzahlen oder Benchmarkdaten). Hieraus entsteht ein Problem für die Unternehmen, da die Komplexität sowie der Umfang der Daten in der heutigen, IT-durchdrungenen Welt enorm sind. Eine wichtige Aufgabe in Unternehmen besteht darin, die vorliegenden Daten in einer Form aufzubereiten, die es den Entscheidungsträgern im Unternehmen ermöglicht, hochqualitative kurz- und langfristige Entscheidungen zu treffen. Viele, v.a. kleine Unternehmen, versuchen dieser Problemstellung mithilfe von einfachen Tabellenkalkulationsprogrammen gerecht zu werden. Diese erreichen aufgrund der hohen Komplexität der Daten meist sehr schnell ihre Grenzen. Für die Unternehmen kann dies eine große Gefahr darstellen, da eine Fehlentscheidung, die auf Basis mangelhafter oder gar falscher Informationen getroffen wurde sehr schnell existenzbedrohend werden kann.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass seitens der Unternehmen schnell der Wunsch nach leistungsfähigen Softwareanwendungen entstand, welche die Daten zusammenhängend auswerten und in anspruchsvoller Weise aufbereiten können. Wie hoch das Interesse der Unternehmen in den letzten Jahren war, zeigt auch eine Analyse des Business Application Research Centers (BARC), aus welcher hervorgeht, dass der Gesamtumsatz im Jahr 2010 auf dem Markt für entsprechende Auswertungssysteme auf 942 Mio. Euro stieg (9% Anstieg zum Vorjahr). Weiterhin wird davon ausgegangen, dass das Marktvolumen im Jahr 2011 um weitere 15% gestiegen ist (vgl. BARC, 2011). Der Gesamtmarkt für Anwendungssoftware, Systemsoftware sowie Tools stieg im Jahr 2010 lediglich um 2,4% auf 14,6 Mrd. Euro (vgl. Fritsch, 2011). Es ist festzuhalten, dass der Markt für Auswertungssysteme ein überdurchschnittlich hohes Wachstum hatte.

Eine Stagnation dieses Aufwärtstrends ist in der nahen Zukunft nicht abzusehen, da aufgrund steigender Automatisierung und IT-Unterstützung die Datenmenge in Unternehmen kontinuierlich wächst und sich der Wettbewerb weiterhin zuspitzen wird. Eine Abnahme des Interesses ist aktuell ebenfalls nicht absehbar, was diese Problemstellung zu einem sehr aktuellen Thema macht.

Die Tatsache, dass auch Krankenhäuser von diesem Trend nicht verschont bleiben, belegt eine Studie der dualen Hochschule Baden-Württemberg. Im Rahmen dieser Studie wurde analysiert, wie stark sich Krankenhäuser unterschiedlicher Größen bereits effizienter Controlling-Instrumente (wie z.B. IT-gestützte Berichtssysteme) bedienen. Im Ergebnis der Studie zeigte sich, dass Krankenhäuser bereits heute, unabhängig von ihrer Trägerschaft, sehr umfangreiche Controlling-Instrumente einsetzen. V.a. die Berichterstattung im Hinblick auf medizinische Daten, sowie Berichte zum Erfolg der Kliniken spielen für die Häuser eine wichtige Rolle. (Crasselt, Heitmann, & Maier, 2012, S. 5ff)

Auch die Städtische Klinikum Görlitz gGmbH (SKGR) sieht sich mit diesem Problem konfrontiert (detaillierte Unternehmensbeschreibung in Kapitel 3.1). Der Autor dieser Arbeit ist in der Controllingabteilung dieses Unternehmens angestellt und hat im Rahmen seiner Tätigkeit ein System für das Unternehmen entwickelt, mit dem es möglich ist, die vorliegenden Daten nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu analysieren. Dieses System ist Betrachtungsgegenstand dieser Arbeit.

1.2 Fragestellung

Das Auswertungssystem der SKGR wurde im Jahr 2004 eingeführt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Durch diese Weiterentwicklung wurde die Navigation in diesem System aufgrund der großen Datenmenge stellenweise unübersichtlich. Der ursprüngliche Anspruch, eine intuitiv nutzbare Anwendung für die Mitarbeiter bereitzustellen, ist damit nicht mehr erfüllt.

Im Rahmen dieser Arbeit soll mithilfe von wissenschaftlichen Methoden die Tauglichkeit des Navigationskonzeptes des eingesetzten Systems untersucht werden. Basierend auf dieser Analyse soll anschließend ein Konzept abgeleitet werden, welches die Probleme der eingesetzten Anwendung umgeht. Es soll nicht Anspruch dieser Arbeit sein, ein vollständiges System vorzustellen, sondern lediglich ein Konzept für ein solches System zu präsentieren. Weiterhin soll dieses Konzept den Ansprüchen des betrachteten Unternehmens genügen. Das Auffinden einer allgemeingültigen, branchenübergreifenden Lösung ist nicht Ziel dieser Arbeit. Des Weiteren ist es nicht Anspruch dieser Arbeit, die technische Realisation des vorgeschlagenen Konzeptes detailliert darzustellen, da dies zu umfangreich wäre.

1.3 Vorgehensweise

Um die, in Kapitel 1.2 genannte Fragestellung zu beantworten, werden in Kapitel 2 zunächst die nötigen theoretischen Grundlagen erläutert. Ziel dieser Erläuterungen soll es sein, das nötige Grundverständnis für das weitere praktische Vorgehen zu vermitteln. Weiterhin soll auch erläutert werden, warum diverse Abgrenzungen im Rahmen dieser Arbeit getroffen wurden.

Im Kapitel 3 soll anschließend der derzeitige Stand genauer analysiert werden. Hierzu werden mithilfe wissenschaftlicher Methoden die Defizite des bestehenden Systems analysiert. Um dieses Ziel zu erreichen wird zunächst das betrachtete Unternehmen genauer vorgestellt. Anschließend findet eine Erläuterung der verwendeten Methodik zur Analyse statt, bevor diese angewandt wird, um das bestehende System zu beurteilen.

Basierend auf den Ergebnissen der Ist-Analyse wird anschließend im Kapitel 4 ein Konzept entworfen, welches die ermittelten Nachteile des bestehenden Systems behebt um den Nutzern ein möglichst optimales Navigationskonzept zur schnellen Auffindung von relevanten Informationen bereitzustellen.

Das ermittelte Konzept und das angewandte Vorgehen werden anschließend in Kapitel 5 dieser Arbeit kritisch gewürdigt. Abschließend erfolgt in Kapitel 6 eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte dieser Arbeit.

2 Grundlagen

2.1 Business Intelligence Systeme

Systeme, welche Unternehmen zur Entscheidungsfindung einsetzen, werden gemeinhin als Business Intelligence (BI) Systeme bezeichnet. In der Literatur findet sich keine einheitliche Definition für den Begriff der BI-Systeme. Nachfolgend wird erläutert, was im Rahmen dieser Arbeit unter BI zu verstehen ist.

„Business Intelligence ist die entscheidungsorientierte Sammlung, Aufbereitung und Darstellung geschäftsrelevanter Informationen.“ (Schrödl, 2006, S. 12)

Die häufig verwendete Definition von Schrödl betrachtet ein weites Feld von Systemen, da sie einen wenig einschränkenden Charakter hat. So könnten auch Dokumente aus Tabellenkalkulationsprogrammen, welche der Unterstützung operativer Entscheidungen dienen, als BI angesehen werden, da diese alle von Schrödl geforderten Kriterien erfüllen. Aus Sicht des Autors ist es daher wichtig, den Betrachtungsraum hier weiter einzuschränken.

Im Rahmen dieser Arbeit wird der Definitionsbereich auf solche Systeme eingeschränkt, welche der Vorbereitung strategischer (langfristiger) Entscheidungen dienen und die hierzu große Datenvolumen benötigen. Diese Einschränkung wird getroffen, da operative (kurzfristige) Entscheidungen i.d.R. direkt in den operativen Anwendungssystemen getroffen werden (etwa bei der Entscheidung, von welchem Lieferanten ein bestimmtes Material geliefert werden soll). Aufgrund dessen ist für derartige Entscheidungen kein gesondertes BI System nötig. Zwar besteht die Möglichkeit, in einem BI-System auch Analysemöglichkeiten zur Unterstützung bzw. zur Qualitätskontrolle der operativen Entscheidungen zu ermöglichen, doch sollten diese ehern sekundären Charakter haben.

Eine weitere wichtige Einschränkung besteht darin, dass BI-Systeme dynamische Berichte zur Verfügung stellen müssen. Dynamische Berichte sind solche, bei denen die Berichtsdaten mithilfe von diversen Navigationselementen nach Wunsch des Anwenders gefiltert bzw. aggregiert[1] werden können. Das Gesamtkonzept, welches die Positionierung und Funktionalität der einzelnen Navigationselemente beschreibt, wird als Navigationskonzept bezeichnet. Gegenstück zu den dynamischen Berichten stellen statische Berichte dar, deren Inhalt sich dem Nutzer in unveränderlicher Form präsentieren. Diese beinhalten keine Möglichkeit der Navigation und sind demzufolge auch nicht Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit. (vgl. Engels, 2009, S. 58)

[...]


[1] Aggregierung = Verdichtung von Daten unter Zuhilfenahme diverser Rechenoperationen wie z.B. der Summierung oder Zählung von Elementen.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten

Details

Titel
Navigationskonzepte in Business Intelligence Systemen am Beispiel eines Krankenhauses
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
45
Katalognummer
V206131
ISBN (eBook)
9783656332909
ISBN (Buch)
9783656333081
Dateigröße
1969 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Business-Intelligence;, Navigationskonzept;, Navigation;, Dialoggestaltung;, EN ISO 9241-110;, Analytische Informationssysteme;, Krankenhaus;, Gesundheitswesen;, BI
Arbeit zitieren
Daniel Simmank (Autor), 2012, Navigationskonzepte in Business Intelligence Systemen am Beispiel eines Krankenhauses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206131

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