Diese Arbeit handelt von der Palliativmedizin. Zuerst werden einige Begriffserklärungen vorgenommen, um die Geschichte der Palliativmedizin zu erläutern. Danach wird auf die Besonderheiten der Palliativmedizin eingegangen und über die unterschiedlichen Möglichkeiten in der Versorgung berichtet.
Die eigentliche Entscheidungssituation ist zu Beginn auf kein konkretes Ereignis bezogen, sondern in verschiedene, bei jeder Entscheidung wichtige Aspekte aufgeteilt. Diese Beschreibung wird durch Fachliteratur gestützt. Gegen Ende soll eine kurze Kasuistik die einzelnen Aspekte noch einmal aufgreifen und veranschaulichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Hintergründe der Themenwahl
1.2. Methodenwahl
2. Hauptteil: Entscheidungsfindung in klinischen Extremsituationen am Beispiel der Palliativmedizin unter Anwendung des Multigrade Clinical Reasoning
2.1 Begriffserklärungen
2.1.1 Entscheidung
2.1.2 klinische Extremsituation
2.1.3 Palliativmedizin
2.1.4 Clinical Reasoning
2.1.5 Multigrade
2.2 Historisches und Allgemeines
2.2.1 Geschichte der Palliativmedizin
2.2.2 Beschreibung verschiedener Versorgungsarten in der Palliativmedizin
2.2.2.1 Palliativstation
2.2.2.2 ambulante palliativmedizinische Versorgung
2.2.2.3 Hospiz
2.2.2.4 ambulante Hospizeinrichtungen
2.3 Das multiprofessionelle Team
2.4 Die wichtigsten Aspekte bei einer Entscheidung in der Palliativmedizin
2.4.1 medizinische Aspekte
2.4.2 soziale und ethische Aspekte
2.4.3 autonome und juristische Aspekte
2.4.4 ökonomische Aspekte
2.4.5 persönliche Aspekte
2.5 Fallbeispiel
3. Schluß
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der komplexen Entscheidungsfindung in klinischen Extremsituationen im palliativmedizinischen Kontext. Das Hauptziel besteht darin, den Prozess der Entscheidungsfindung durch die Anwendung der Methode des „Multigrade Clinical Reasoning“ strukturierter und nachvollziehbarer zu gestalten, um die Qualität der Versorgung schwerkranker Patienten zu verbessern.
- Grundlagen der klinischen Entscheidungsfindung in Extremsituationen.
- Strukturen der Palliativversorgung (stationär, ambulant, Hospiz).
- Die Bedeutung des multiprofessionellen Teams im Behandlungsprozess.
- Ethische, juristische und soziale Aspekte in der Sterbebegleitung.
- Praktische Anwendung anhand eines Fallbeispiels zur palliativen Sedierung.
Auszug aus dem Buch
2.5 Fallbeispiel
Hr. K. (45 Jahre alt) ist seit 5 Tagen auf der Palliativstation. Seit 2 Monaten erst ist bekannt, dass er ein Bronchial-Ca. mit ossären Metastasen hat. Wegen der ausgeprägten Diagnose hat sich Hr. K. gegen eine onkologische und strahlentherapeutische Behandlung entschieden. Hr. K. ist mittlerweile sehr belastungsarm und kann das Bett nicht mehr verlassen. Bei kleinster Anstrengung bekommt Hr. K. immer schwerste Dyspnoe mit Todesangst. Er hat eine Ehefrau und 3 Kinder (2, 5 und 7 Jahre alt). Die Ehefrau ist verzweifelt und hat Angst vor der Zukunft. Nach einem schweren Dyspnoe Anfall äußert Hr. K. nicht mehr leben zu wollen und wünscht die „Todesspritze“.
Entscheidung unter Berücksichtigung der in 2.4.1 bis 2.4.5 genannten Aspekte:
medizinisch: Hr. K. ist unheilbar an einem Bronchial-Ca. erkrankt und hat immer häufiger schwerste Dyspnoe. Zum medizinischen Ziel wird die Linderung der Beschwerden. Da alle anderen Möglichkeiten schon ausgeschöpft sind, kann dies nur noch möglich gemacht werden durch eine palliative Sedierung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin begründet die Themenwahl durch ihre Tätigkeit auf einer Palliativstation und setzt sich zum Ziel, Entscheidungsprozesse mittels Clinical Reasoning bewusster zu gestalten.
2. Hauptteil: Entscheidungsfindung in klinischen Extremsituationen am Beispiel der Palliativmedizin unter Anwendung des Multigrade Clinical Reasoning: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Begriffe, historische Entwicklungen und die Versorgungsstrukturen der Palliativmedizin.
2.1 Begriffserklärungen: Definition der zentralen Fachbegriffe wie Entscheidung, klinische Extremsituation, Palliativmedizin und Clinical Reasoning für den weiteren Verlauf der Arbeit.
2.2 Historisches und Allgemeines: Darstellung der Geschichte der Palliativmedizin und differenzierte Beschreibung der verschiedenen Versorgungsformen, von der Station bis zum ambulanten Hospiz.
2.3 Das multiprofessionelle Team: Analyse der interdisziplinären Zusammenarbeit, bei der der Patient und seine Angehörigen im Mittelpunkt stehen, und Bewertung der Vor- und Nachteile dieser Teamstruktur.
2.4 Die wichtigsten Aspekte bei einer Entscheidung in der Palliativmedizin: Untersuchung der medizinischen, sozialen, ethischen, juristischen und ökonomischen Faktoren, die den Entscheidungsprozess beeinflussen.
2.5 Fallbeispiel: Konkrete Anwendung der zuvor analysierten Aspekte auf das Schicksal eines Patienten, um eine fundierte Entscheidung für eine palliative Sedierung herzuleiten.
3. Schluß: Reflektion über die Arbeit und die Feststellung, dass die individuelle Komplexität klinischer Entscheidungen trotz theoretischer Modelle eine besondere Herausforderung bleibt.
Schlüsselwörter
Palliativmedizin, Clinical Reasoning, Entscheidungsfindung, Multigrade, Sterbebegleitung, Lebensqualität, Hospiz, multiprofessionelles Team, palliative Sedierung, Ethik, Patientenverfügung, medizinische Versorgung, Sterben, Symptomkontrolle, Dyspnoe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die komplexe Thematik der Entscheidungsfindung in palliativmedizinischen Situationen, in denen Patienten unheilbar erkrankt sind und medizinische sowie ethische Grenzfragen auftreten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das „Multigrade Clinical Reasoning“, die verschiedenen Strukturen der Palliativversorgung, die Rolle interdisziplinärer Teams und die Abwägung ethischer und rechtlicher Aspekte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Entscheidungsprozess bei lebensbedrohlichen Situationen durch wissenschaftliche Methoden transparenter und fachlich begründeter zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt das „Multigrade Clinical Reasoning“, um klinische Urteilsbildung über verschiedene Wissenschaftsbereiche hinweg strukturiert anzuwenden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe und Versorgungsstrukturen sowie eine praktische Anwendung dieser Kriterien auf ein Fallbeispiel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Palliativmedizin, klinische Entscheidungsfindung, interdisziplinäres Team und palliative Sedierung definiert.
Wie unterscheidet sich die palliative von der kurativen Medizin laut der Arbeit?
Während die kurative Medizin auf Heilung ausgerichtet ist, steht in der Palliativmedizin die Linderung von Beschwerden und Symptomen im Vordergrund, wenn keine Heilung mehr möglich ist.
Welche Rolle spielen die Angehörigen laut der Autorin?
Angehörige werden als wesentlicher Teil des Behandlungskontexts gesehen, da sie psychisch belastet sind und in den Entscheidungsprozess einbezogen werden müssen, insbesondere wenn Patienten selbst nicht mehr einwilligungsfähig sind.
- Quote paper
- Kerstin Neumann (Author), 2012, Entscheidungsfindung in klinischen Extremsituationen am Beispiel der Palliativmedizin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206146