Demografischer Wandel im Unternehmen am Fallbeispiel „BREAK“


Studienarbeit, 2011
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1 Einleitung und Problemdefinition

2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Demografie und demografischer Wandel
2.2 Bevölkerungsentwicklung und -struktur in Deutschland
2.3 Demografischer Wandel in Unternehmen
2.3.1 Physische, psychische und geistige Fähigkeiten mit zunehmenden Alter
2.3.2 Auswirkungen im Unternehmen

3 Maßnahmen zum Umgang mit dem Thema demografischer Wandel
3.1 Ist-Situation bei BREAK
3.2 Erfolgsentscheidende Maßnahmen

4 Zwei Maßnahmen im Detail
4.1 Altersgemischte Teams
4.2 Altersgemäße Weiterbildungsmaßnahmen

5 Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Einflussfaktoren des demografischen Wandels

1 Einleitung und Problemdefinition

Der demografische Wandel ist in Deutschland vor allem in einer Veränderung der Bevölkerungsstruktur hin zu einer älteren Bevölkerung zu sehen. Die Lebenserwartung und das Durchschnittsalter steigen, es werden weniger Menschen geboren als diese sterben und insgesamt wird die Einwohnerzahl, obgleich des positiven Wanderungssaldos, sinken.[1] Für Unternehmen bedeutet dieser Wandel in der Bevölkerungsstruktur, dass in Zukunft die Mitarbeiter im Schnitt älter werden und junge qualifizierte Mitarbeiter schwerer zu rekrutieren sind.

In dieser Arbeit werden am Beispiel der fiktiven Firma BREAK einige Maßnahmen erarbeitet, wie dem demografischen Wandel in Unternehmen begegnet werden kann. BREAK sieht sich in den nächsten Jahren großen Herausforderungen gegenüber, da ca. 42 Prozent der Belegschaft, vor allem auch viele Führungskräfte, bereits über 55 Jahre alt sind. Damit diese Entwicklung keine negativen Auswirkungen auf das Unternehmen hat, sind Maßnahmen zu ergreifen, welche das Unternehmen BREAK zukunfts- und demografiesicher machen.

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Demografie und demografischer Wandel

Demografie ist die wissenschaftliche Untersuchung der Bevölkerungsstruktur und -entwicklung.[2] Unter demografischen Wandel versteht man die Veränderung der Zusammensetzung der Bevölkerungsstruktur. Demografischer Wandel wird von den Faktoren Geburtenrate, Lebenserwartung und Wanderungssaldo beeinflusst.[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Einflussfaktoren des demografischen Wandels

(Quelle: eigene Darstellung)

2.2 Bevölkerungsentwicklung und -Struktur in Deutschland

Kennzeichnend für die Situation in Deutschland sind eine niedrige Geburtenrate, eine steigende Lebenserwartung, und ein positives Wanderungssaldo. Aktuell gebärt eine Frau ca. 1,4 Kinder in ihrem Leben, zum Erhalt der Bevölkerungszahlen (bei ausgeglichenem Wanderungssaldo und gleich bleibender Lebenserwartung) müssten es aber 2,1 Kinder sein.[7] Die Lebenserwartung für neugeborene Mädchen beträgt 82,4 Jahre für neugeborene Jungen 77,2 Jahre.[8] Eine steigende hohe durchschnittliche Lebenserwartung lässt sich auch an der gesunkenen Sterblichkeitsrate darstellen. Allerdings liegt die Anzahl der jährlichen Sterbefälle schon seit 1972 über den der Geburten.[9] In Deutschland ergab sich im ersten Halbjahr 2011 ein Wanderungssaldo von plus 135.000 Personen. In der Regel wandern auch mehr Deutsche ab als zu und mehr Ausländer zu als ab.[10] Der positive Wanderungssaldo wirkt der tendenziell schrumpfenden Einwohnerzahl entgegen, dennoch ist diese seit 2003 rückläufig. Aufgrund inländischer Wanderungsbewegungen und Zuzügen von Ausländern gibt es aber auch Regionen in denen sowohl die Bevölkerungsanzahl steigt, als auch die Geburtenrate über der Sterberate liegt.[11]

Für die Zukunft wird weiterhin ein Rückgang der Einwohnerzahl vorhergesagt. Bei einem positiven Wanderungssaldo von 100.000 Personen im Jahr würde die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2050 von momentan ca. 82 Mio. Einwohnern auf ca. 69 Mio. Einwohnern schrumpfen.[12] Neben der sinkenden Einwohnerzahl wird sich auch weiterhin die demografische Alterung fortsetzen. Das aktuelle Medianalter bei Frauen beträgt 45,1 Jahre bei Männern 42,8 Jahre und befindet sich weiter im steigen.[13]

2.3 Demografischer Wandel in Unternehmen

Der demografische Wandel der Gesellschaft wirkt sich selbstverständlich auch auf die Altersstruktur der Belegschaft in den Unternehmen aus. Bis 2020 wird die Altersgruppe der 50- bis 64-jährigen mit 39 Prozent den größten Anteil an der Erwerbsbevölkerung stellen.[14] Daraus ergeben sich Fragen für die Unternehmen welche es heute und in Zukunft zu beantworten gilt. Diese Fragen können sein:

- Wird es Auswirkungen auf die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit geben?
- Inwiefern verändert sich die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit mit zunehmendem Alter?
- Wie entwickelt sich die Innovationsfähigkeit der Unternehmen?

Diese Fragen implizieren, dass es eine Veränderung im Alter geben muss. Dieser Zusammenhang ist aber bei verschiedenen Personen in der Regel nicht einheitlich. Vielmehr sind es Einflussgrößen wie physische und psychische Veränderungen im Alter, der berufliche Werdegang, berufliche Belastungen aber auch private Ereignisse im Leben und anderes, welche einen Einfluss ausüben.

2.3.1 Physische, psychische und geistige Fähigkeiten mit zunehmenden Alter

Personenübergreifend, wenn auch in den Auswirkungen unterschiedlich, ist mit zunehmenden Alter eine Veränderung in den physischen, psychischen und geistigen Fähigkeiten zu erkennen. Physische Fähigkeiten wie z. B. Körperkraft nehmen mit zunehmenden Alter ab, chronische Krankheiten wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen hingegen zu. In der Regel verringert sich auch die geistige Beweglichkeit, auf der anderen Seite nehmen aber Erfahrungswissen und Prozesswissen zu. Wichtige Eigenschaften im Berufsleben wie Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein oder Führungsfähigkeit nehmen i.d.R. ebenfalls zu, während Kreativität, Lernbereitschaft und Flexibilität eher abnehmen.[15] [16]

[...]


[1] Vgl. Weber, A./Klingholz, R. (02. Februar 2012), http://www.berlin-institut.org/

[2] Vgl. Statista GmbH (02. Februar 2012), http://de.statista.com/

[3] Vgl. Hoßmann, I./Münz, R. (02. Februar 2012), http://www.berlin-institut.org/

[4] Vgl. Ruhm, A.: 2008, S.13f.

[5] Vgl. Hoßmann, I./Münz, R. (02. Februar 2012), http://www.berlin-institut.org/

[6] Vgl. Statistisches Bundesamt (02. Februar 2012), http://de.statista.com/

[7] Vgl. Hoßmann, I. u.a.: 2008, S.9

[8] Vgl. Statistisches Bundesamt (02. Februar 2012), http://de.statista.com/

[9] Vgl. Ruhm, A.: 2008, S.15

[10] Vgl. Statistisches Bundesamt (02. Februar 2012), http://de.statista.com/

[11] Vgl. Boos, K.-H./Wendler, T.: 2006, S17ff.

[12] Vgl. Ruhm, A.: 2008, S.17

[13] Vgl. Scharein, M.: 2012, S.23

[14] Vgl. Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e. V. (02. Februar 2012), http://www.demobib.de/

[15] Vgl. Ruhm, A.: 2008, S.24f.

[16] Vgl. Ruhm, A.: 2008, S.129ff.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Demografischer Wandel im Unternehmen am Fallbeispiel „BREAK“
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V206150
ISBN (eBook)
9783656330585
ISBN (Buch)
9783656331346
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
demografischer Wandel, Unternehmen
Arbeit zitieren
Olaf Sadzio (Autor), 2011, Demografischer Wandel im Unternehmen am Fallbeispiel „BREAK“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206150

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