Entwicklung des Logistikzentrums Leipzig und wirtschaftliche Entwicklung für Nordwestsachsen


Seminararbeit, 2012

32 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Logistik als internationaler und nationaler Wachstumsbereich
1.2 Wirtschaftliche Bedeutung der Logistik

2 Logistikstandort Sachsen - Leipzig/ Halle
2.1 Logistikstandort Sachsen
2.2 Logistikstandort Leipzig/Halle
2.2.1 Entwicklung des Logistikstandortes Leipzig/Halle
2.2.2 Wirtschaftliche Bedeutung der Logistik für die Region Leipzig/Halle

3 Leipzig/Halle Airport - Tor zur Welt
3.1 Entwicklung des Leipzig/Halle Airport
3.1.1 Vorteile des Leipzig/Halle Airport
3.2 Bedeutung des Leipzig/Halle Airport
3.2.1 Bedeutung für die Logistikregion Leipzig/Halle
3.2.2 Europäisches Drehkreuz der DHL
3.2.3 Frachtfluggesellschaft AeroLogic

4 Güterverkehrszentrum Leipzig
4.1 Entwicklung des Güterverkehrszentrums Leipzig
4.2 Angesiedelte Unternehmen
4.2.1 Kühne + Nagel
4.2.2 Porsche Leipzig GmbH

5 Netzwerk Logistik Leipzig/Halle e.V
5.1 Entwicklung des Netzwerk Logistik Leipzig/Halle e.V
5.2 Mitgliederstruktur des Netzwerk Logistik Leipzig/Halle e.V
5.3 Aktivitäten des Netzwerk Logistik Leipzig/Halle e.V
5.3.1 Ziele und Aufgaben des Netzwerk Logistik Leipzig/Halle e.V
5.3.2 Arbeitsgruppen des Netzwerk Logistik Leipzig/Halle e.V.

Literatur

Selbstständigkeitserklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Meilensteine in der Entwicklung der Logistikregion Leipzig/Halle

Abbildung 2: Entwicklung der relativen Logistikbeschäftigung

Abbildung 3: Logo des Flughafen Leipzig-Halle

Abbildung 4: Entwicklung der Beschäftigtenzahlen am Standort Leipzig/Halle Airport

Abbildung 5: Umgeschlagene Luftfracht in 2010

Abbildung 6: DHL-Frachtflugzeug auf Autobahnverbindungsbrücke Startbahn Süd/Nord

Abbildung 7: AeroLogic-Frachtflugzeug auf Flugfeld Leipzig/Halle Airport

Abbildung 8: Niederlassung Leipzig Kühne + Nagel

Abbildung 9: Porsche-Werk Leipzig

Abbildung 10: Entwicklung der Mitgliederzahlen des Netzwerk Logistik Leipzig/Halle

Abbildung 11: Netzwerkstruktur nach Tätigkeitssektoren

Abbildung 12: Netzwerkstruktur nach Unternehmensgröße und Sektorenzugehörigkeit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Logistik als internationaler und nationaler Wachstums- bereich

In der heutigen global agierenden Wirtschaft ist neben Innovationen und hoher Qualität mehr denn je auch die professionelle Umsetzung der Gesamtheit von Prozessketten, begonnen bei der Zulieferung benötigter Elemente bis hin zur Auslieferung der gefertigten Produkte, wichtig. Die Bedeutung dieser inner- und außerbetrieblichen Abläufe, welche man zusammenfassend als „Logistik“ beschreiben kann, wird auch ersichtlich an ihrem Anteil an den Gesamtkosten der hergestellten Produkte. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie Outsourcing von Logistikleistungen oder räumliche Ausdehnung der zu bedienenden Märkte liegt der Anteil der Logistikkosten an den Gesamtkosten oftmals bei ca. 10-15 Prozent.[1]

Der Logistiksektor stellt einen selbstständigen Dienstleistungsbereich dar, dieser besitzt große Wachstumsmöglichkeiten. Deutlich wird dies, wenn man beachtet, das beispielsweise im Jahr 2006 unter Betrachtung aller Lager-, Umschlag, Kommissionierungs- und Gütertransportvorgänge europaweit ein Umsatz von etwa 800 Mrd. Euro erzielt wurde. Innerhalb der EU betrug der Anteil der Logistik und des Warentransportes an der Wirtschaftsleistung in diesem Zeitraum beinahe 14 Prozent. In diesem Kontext ist die Logistik somit auch als Garant für das weitere Wachstum der europäischen Märkte zu sehen.

Der Anteil des deutschen Logistik-Marktes am Logistik-Marktvolumen der EU betrug in 2007 mit ca. 204 Mrd. Euro ungefähr 25 Prozent. Der deutsche Logistikmarkt ist mit Abstand der größte Logistikmarkt innerhalb Europas und zeichnet sich auch durch überdurchschnittliche Wachstumsraten (in 2007: 8,5 Prozent) aus. Ausdruck der Bedeutung des Logistiksektors für den deutschen Arbeitsmarkt ist auch, dass innerhalb dieses Sektors in der Bundesrepublik Deutschland mehr als 2,5 Mio. Menschen beschäftigt sind.

Schwerpunkt des Wachstums innerhalb des Logistiksektors bilden die Express- und Kontraktlogistik. Das weltweite Frachtvolumen wächst beispielgebend momentan 2,5-fach schneller als die Weltwirtschaft. Durch den stetigen Anstieg des Güterverkehrs infolge der fortschreitenden Globalisierung, vor allem durch Container-gebundene Transporte unter Nutzung der Trimodalität Schiff-Schiene-Straße, erfolgt allerdings auch eine zunehmende Aus- beziehungsweise Überlastung der vorhandenen Infrastruktur. Um dieser vorzubeugen,[2]

ergreifen sowohl die EU als ihre Mitgliedsstaaten verschiedenste Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere, dass die Transport- und Verkehrsströme koordiniert, effizienzsteigernde Technologien weiterentwickelt und multimodale Verkehre gefördert werden.

Hervorgerufen durch die stetig steigende Komplexität sowie die Qualität von Logistikleistungen erhöht sich in zunehmendem Maße auch die Nachfrage an gut ausgebildeten und spezialisierten Fach- und Führungskräften. Mit dieser Entwicklung verbunden ist überdies die Schaffung weiterer Arbeitsplätze, so im Bereich der Niedrigqualifikation. Betrachtet man den gegenwärtigen Arbeitskräftebedarf, so stellt man fest, dass gerade in diesem Schwerpunkt derzeit ein erhöhter Beschäftigungsbedarf besteht. Mithilfe gezielter Qualifikation, so beispielsweise in der Kommissionierung oder dem Warenumschlag, können andernorts schwer vermittelbare Arbeitskräfte in der Logistikbranche eingesetzt werden. Darüber hinaus wird durch diese Maßnahmen dazu beigetragen, den lokalen Arbeitsmarkt in dieser Thematik zu entlasten.

1.2 Wirtschaftliche Bedeutung der Logistik

Durch die gestiegene Bedeutung der Logistik im Bereich der Kostengestaltung eines Unternehmens ist diese auch zunehmend in den Fokus der Unternehmensführung gelangt. Zunehmend wird die Logistik als strategisches und operatives Gestaltungselement betrachtet, welches zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmen beiträgt.

Maßgebliche Gründe für die steigende Bedeutung der Logistik sind auch:

- Verkürzung der Lieferzeiten sowie beachtliche Kostenvorteile mithilfe ganzheitlicher Optimierung in den Bereichen Beschaffung, Produktion, Lagerung und Verteilung
- Wandel der Märkte von ehemals Verkäufer- zu Käufermärkten, was eine erhöhte Flexibilität der Verkäufer auf Kundenwünsche voraussetzt
- Stetige Globalisierung der Märkte und wachsende Arbeitsteilung über nationale Grenzen hinweg
- Erweiterung der EU und des Schengenraums und damit verbundene Öffnung der osteuropäischen Wachstumsmärkte
- Leistungsfähigere IT-Systeme[3]

Die fortschreitende Entwicklung der Logistik innerhalb der Unternehmen geschieht dabei in vier Schritten:

- Funktionale Spezialisierung
- Koordinationsfunktion der Logistik
- Fluss- und Prozessorientierung
- Supply Chain Management

Bestandteil einer ausgeprägten Logistik sind vorrangig ein exzellentes Informations- und Netzwerkmanagement. Um eine gute unternehmerische Leistung zu erzielen, sind Unternehmen zunehmend aber auch auf eine wirtschaftlich wie auch leistungsfähige Logistik angewiesen. Dies ergibt sich aus der Konsequenz der folgenden Zusammenhänge, das:

- Unternehmen sich in zunehmenden Maße auf Kernkompetenzen konzentrieren, welche gleichzeitig zu einer Effizienzsteigerung führen
- Daraus resultierende geringere Fertigungstiefen eine verstärkte Bewegung von halbfertigen Erzeugnissen als Konsequenz haben
- Aus diesem Grund sich die Komplexität der Logistik-Leistung und die Logistik-Kosten erhöhen
- Lagerbestände an Rohstoffen/ Teilprodukten gesenkt werden , um gebundenes Kapital zu decken
- Niedrige Lagerbestände zu erhöhten Abhängigkeiten von Lieferungen führen
- Dadurch entstehend verkürzte Liefer- und Transportzeiten notwendig werden.

Konsequenz der Entwicklung ist, dass die logistischen Standortausprägungen einer Region zunehmend an Bedeutung für Standortvergleiche und -wahl werden. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass gut oder herausragend logistisch entwickelte Standorte ihre Wirtschaft nachhaltig stärken und damit auch Arbeitsplätze schaffen und sichern können.[4]

2 Logistikstandort Sachsen - Leipzig/ Halle

2.1 Logistikstandort Sachsen

Der Freistaat Sachsen steht als Logistikstandort in einer langen Tradition. Bereits im Mittelalter durchliefen zwei große Handelsstraßen das damalige Königreich: Die Via Regia, welche von Spanien in die Ukraine führte, und die Via Imperii, deren Weg von Italien nach Nordeuropa führte. Dort, wo sich diese wichtigen Verkehrswege trafen, florierte der Handel und es fand ein reger Güteraustausch statt.

Durch die gute geographische Lage stellt Sachsen auch heute einen ausgezeichneten Logistikstandort für europaweite Warenumverteilung dar. Durch die Erweiterung der EU ist auch eine anhaltende Dynamisierung des sächsischen Logistiksektors zu beobachten. Eine Vielzahl von bekannten Unternehmen hat in Sachsen Niederlassungen oder sogar ihren Sitz. Zusammenfassend seien die Automobilbranche, der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Mikrotechnologie genannt, welche durch Innovationskraft und Leistungsfähigkeit eine solide Kundenbasis für die Logistikbranche bilden.

Laut Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit sind im Freistaat Sachsen über 80.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Logistikbranche, dies entspricht etwa 6 Prozent der Gesamtbeschäftigtenzahl. Grundpfeiler der Fachkräfteausbildung innerhalb des Freistaates Sachsen sind die Univeristäten und Universitäten, welche praxisnah für die Logistikbranche Fach- und Führungskräfte qualifizieren.[5]

Zu den Standortvorteilen des Freistaates Sachsen zählen weiterhin:

- Wettbewerbsfähige Grundstücks- und Immobilienpreise
- Gezielte Förderung von Ansiedlungen und schnelle Genehmigungsverfahren[6]
- Solides Wachstum des Bruttoinlandsproduktes und des Industrieumsatzes, daraus resultierend wirtschaftlich gut aufgestellte Unternehmen und gute Kundenbasis für Logistikunternehmen

In der Gesamtheit betrachtet, kann man die These aufstellen, dass der Freistaat Sachsen auch weiterhin ein idealer Standort für die Logistik-Brache ist.

2.2 Logistikstandort Leipzig/Halle

2.2.1 Entwicklung des Logistikstandortes Leipzig/Halle

Nach der Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands entwickelte sich in der Region Leipzig/Halle sehr schnell eine dynamische Logistikbranche. In der folgenden Übersicht sind einige Meilensteine sowie zugehörige Investitionssummen und die Anzahl der dadurch geschaffenen Arbeitsplätze angegeben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Meilensteine in der Entwicklung der Logistikregion Leipzig/Halle

Die Region um Leipzig besitzt seit jeher eine hohe Kompetenz bezüglich Osteuropas, auch aus diesem Grund gilt sie seit der Erweiterung der EU als Tor zu den neuen Mitgliedsstaaten.[7] Zu der Vielzahl namhafter Unternehmen, die sich bereits in Leipzig angesiedelt haben, gehören unter anderem Porsche und BMW, welche jeweils große Teile ihrer Produktion nach Leipzig verlagert haben. Aber auch Vertreter des Chemiesektors wie Bayer, Linde und Dow haben sich in der Region Leipzig angesiedelt.[8]

2.2.2 Wirtschaftliche Bedeutung der Logistik für die Region Leipzig/Halle

Für die Region Leipzig/Halle ist die Logistikbranche einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Diese These stützt sich auch darauf, dass überdurchschnittlich viel Beschäftigte

in der Logistikbranche tätig sind und die Beschäftigung im Gegensatz zum deutschlandweiten Trend kontinuierlich steigt. Die folgende Abbildung verdeutlicht dies nochmals:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Entwicklung der relativen Logistikbeschäftigung

Durch eine aktive Standortpolitik konnte die Region Leipzig in den vergangenen Jahren eine große Anzahl von Unternehmen für den Logistikstandort Leipzig gewinnen. Diese Ansiedlung schafft in einer von erhöhter Arbeitslosigkeit geprägten Region wichtige Arbeitsplätze. Aufgrund dessen wurde die Region Leipzig/Halle 2011 auch die dynamischste Logistikregion Deutschlands.[9]

[...]


[1] vgl. Wirtschaftsjournal: Special LOGISTIK, S. 5

[2] vgl. Netzwerk Logistik Leipzig-Halle: Ergebnisbericht CITYREGIO II, S. 12ff.

[3] vgl. Netzwerk Logistik Leipzig-Halle: Ergebnisbericht CITYREGIO II, S. 12ff.

[4] vgl. Netzwerk Logistik Leipzig-Halle: Ergebnisbericht CITYREGIO II, S. 12ff.

[5] vgl. Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH: Logistik, S. 3

[6] vgl. Leipzig-Halle Airport: Raum für Innovationen!, S. 6

[7] vgl. Stadt Leipzig, Dezernat Wirtschaft und Arbeit: Logistik und Dienstleistungen, S. 3

[8] vgl. Wirtschaftsjournal: Special LOGISTIK, S. 5

[9] Vgl. SCI/Logistikbarometer August 2011, S. 4

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Entwicklung des Logistikzentrums Leipzig und wirtschaftliche Entwicklung für Nordwestsachsen
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)  (Fakultät Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Transportlogistik
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
32
Katalognummer
V206182
ISBN (eBook)
9783656341642
ISBN (Buch)
9783656341888
Dateigröße
1307 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Logistik, Leipzig, Logistikzentrum, Nordwestsachsen, Entwicklung, GVZ, Güterverkehrszentrum, Flughafen, Netzwerk, Netzwerk Logistik, Sachsen, DHL, Trimodalität, Flughafen Leipzig, Logistikzentrum Leipzig, Logistiknetzwerk Leipzig
Arbeit zitieren
Michael Gräbner (Autor), 2012, Entwicklung des Logistikzentrums Leipzig und wirtschaftliche Entwicklung für Nordwestsachsen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206182

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