Viele amerikanische Zivilflughäfen auf deutschem Grund liegen heutzutage brach und Kommunen und Gemeinden versuchen mit allen Mitteln, dieses Gelände irgendwie zu nutzen. Oft kommen Ihnen dabei jedoch Finanzierungsprobleme für ihre Ideen in den Weg.
Am Beispiel der Konversion Erlensee habe ich diesen Sachverhalt nun historisch und politisch aufgearbeitet und zunächst versucht, Lösungen von anderen Orten auf das Gelände anzuwenden und zum Schluss noch einige eigene Ideen einfließen lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichte Fliegerhorst Erlensee
3. Konversion
4. Fakten und Infrastruktur zum Standort
5. Wirtschaftsstärke der Region
6. Probleme des Standorts
7. Nutzung Fliegerhorst heute
8. Visionen und Ideen
8.1 Ziviler Flugplatz
8.2 Freizeitpark
8.3 Energiepark
9. Machbarkeitstudie
10. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Potenziale der Konversion des ehemaligen militärischen Fliegerhorsts Erlensee. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das brachliegende Areal unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Faktoren einer nachhaltigen zivilen Nutzung zugeführt werden kann.
- Historische Entwicklung des Standorts als militärische Liegenschaft
- Analyse der Standortfaktoren und der regionalen Wirtschaft im Rhein-Main-Gebiet
- Identifikation und Bewertung von Hindernissen wie Altlasten und Kampfmittelräumung
- Vergleichende Untersuchung verschiedener Nutzungskonzepte (Flugplatz, Freizeitpark, Energiepark)
- Evaluierung der umgesetzten Machbarkeitsstudie und zukünftiger Entwicklungsperspektiven
Auszug aus dem Buch
8.2 Freizeitpark
Eine weitere mögliche Vision, die zur Nutzung des Fliegerhorsts in Erlensee in betracht gezogen wurde, ist die Errichtung eines riesigen Freizeitparks. Die Lage inmitten von Hessen und am Rande des Rhein-Main-Gebiets erscheint ideal. Die 230 Hektar große Fläche ist bereits erschlossen. Freie Flächen in dieser Größenordnung - und noch dazu in so zentraler Lage - sind äußerst selten.
Bei Nutzung des gesamten vorhandenen Areals würde die Fläche des neuen Freizeitparks sogar den Europapark in Rust übertreffen und somit die größte Freizeitanlage in Europa bilden.
Auch die bereits vorhandene Infrastruktur würde sich positiv auf das Projekt auswirken. Durch die frühere militärische Nutzung sind bereits Strom- und Wasserleitungen vorhanden, ebenso wie Zufahrtswege und eine hervorragende Verkehrsanbindung durch die nahegelegenen Autobahnen. Ein weiterer Vorteil des Standorts ist der bereits vorhanden Gleisanschluss, der sich gegebenenfalls in einen S-Bahn Anschluss umwandeln lässt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den Hintergrund der Flächenkonversion und die initiale Suche nach Nutzungsmöglichkeiten durch lokale Gremien.
2. Geschichte Fliegerhorst Erlensee: Dokumentiert die Entstehung des Fliegerhorsts seit 1936 und dessen militärische Nutzung bis zum Abzug der US-Streitkräfte.
3. Konversion: Definiert den stadtplanerischen Begriff der Konversion und erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Liegenschaften.
4. Fakten und Infrastruktur zum Standort: Analysiert die geografische Lage, die Verkehrsanbindung und die infrastrukturellen Standortvorteile für Investoren.
5. Wirtschaftsstärke der Region: Beleuchtet die ökonomische Bedeutung der Metropolregion Rhein-Main als wirtschaftlichen Kontext für das Gelände.
6. Probleme des Standorts: Erörtert die Herausforderungen wie Altlasten, Bausubstanzverfall und die notwendige Kampfmittelbeseitigung.
7. Nutzung Fliegerhorst heute: Gibt einen Überblick über deutschlandweite Konversionsbeispiele und diskutiert verschiedene Nutzungsvarianten.
8. Visionen und Ideen: Stellt drei konkrete Nutzungsszenarien für das Erlenseer Gelände detailliert vor.
9. Machbarkeitstudie: Analysiert das konkrete Projektentwicklungskonzept von Arcadia für eine kombinierte wirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzung.
10. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsperspektiven des Standorts als logistischer Hotspot.
Schlüsselwörter
Konversion, Fliegerhorst Erlensee, Wirtschaftsentwicklung, Rhein-Main-Gebiet, Infrastruktur, Flächennutzung, Investoren, Sanierung, Kampfmittelräumung, Machbarkeitsstudie, Logistik, Standortfaktor, Stadtplanung, Nachhaltigkeit, Zivile Nutzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konversion des ehemaligen militärischen Fliegerhorsts Erlensee nach dem Abzug der amerikanischen Truppen und untersucht, wie die Fläche künftig zivil genutzt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die historische Aufarbeitung des Geländes, die wirtschaftliche Bedeutung der Region, die Bewältigung ökologischer Hindernisse sowie die Prüfung verschiedener Nutzungsideen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Potenzial des Standorts unter Berücksichtigung von Sanierungskosten und wirtschaftlichen Anforderungen in ein tragfähiges Nutzungskonzept überführt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus deskriptiver Analyse, infrastruktureller Standortbewertung und der Auswertung einer spezifischen Machbarkeitsstudie.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Standortfaktoren, eine Problemanalyse (Altlasten, Kosten), eine Darstellung alternativer Visionen sowie eine abschließende Bewertung des Arcadia-Konzepts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Konversion, Standortentwicklung, Rhein-Main-Gebiet, Infrastruktur, Logistik, Altlastensanierung und nachhaltige Stadtplanung.
Warum wurde das Projekt eines zivilen Flugplatzes wieder verworfen?
Das Projekt scheiterte an der Nähe zum Frankfurter Flughafen, mangelnder wirtschaftlicher Rentabilität sowie dem massiven Widerstand einer Bürgerinitiative aufgrund von Fluglärm.
Warum war die Kampfmittelbeseitigung ein zentrales Problem für die Konversion?
Da etwa 20% der im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Bomben Blindgänger waren, stellten diese ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und verursachten durch aufwendige Räumungsprozesse hohe Kosten für potenzielle Investoren.
Welche Rolle spielt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) bei diesem Prozess?
Die BImA fungiert als verwaltende Instanz, auf die ehemalige militärische Liegenschaften zur Umnutzung oder Veräußerung übertragen werden.
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- Matthias Himmelmann (Author), Nicolas Müller (Author), Nils Maikranz (Author), 2012, Neue Nutzung für einen ehemaligen Fliegerhorst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206272