Die Notwendigkeit der einheitlichen und individuellen visuellen Erscheinung eines Unternehmens, auch „Corporate Design“ genannt, ist ein zunehmend wichtig werdender Erfolgsfaktor. Die visuelle Vermittlung der Firmen-Identität, besser bekannt als „Corporate Identity“, erlaubt es, sich in einem meist übersättigten Markt, gegenüber Konkurrenten abzuheben. In Folge dessen werden alle visuellen Gestaltungsformen nach bestimmten Regeln und Richtlinien, welche von Designern in einem „Corporate Design Manual“ zusammengefaßt werden, gestaltet. Umso klarer und unmißverständlicher die beinhalteten Komponenten in diesem Handbuch definiert werden, desto einfacher und konsequenter kann ein Erscheinungsbild realisiert werden.
Ziel dieser Arbeit ist, die wesentlichsten theoretischen Aspekte, Anforderungen und Besonderheiten dieser Materie zu erörtern, aber auch grundlegende Design-Anwendungen wie z.B. Geschäftsausstattung aufzuzeigen und dessen praktischen Gebrauch zu verstehen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch bei der qualitativen, aber auch quantitativen Analyse sämtlicher Corporate Design Manuals, unterschiedlichster Unternehmen.
Der theoretische Teil geht dabei auf Definitionen elementarer Termini, geschichtliche Hintergründe, aber auch auf die Darlegung der vier konstanten Gestaltungsformen ein. Der analytische Teil dieser Arbeit untersucht Corporate-Design-Manuals auf das Vorhandensein wichtiger Bestandteile, wobei einige auch auf Qualität bewertet werden. Aus diesen Daten und weiteren Recherchen wurde im letzten Schritt ein Best-Practice-Manual erstellt, welches in drei Ausbaustufen untergliedert wurde.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Was ist Corporate Design überhaupt?
1.2 Historische Aspekte
1.3 Ziele
1.4 Corporate Identity
1.4.1 Corporate Behavior
1.4.2 Corporate Communication
2 Grundlagen
2.1 Corporate Design Manual
2.1.1 Synonyme
2.2 Bestandteile
2.2.1 Konstante Gestaltungselemente (Basiselemente)
2.2.1.1 Logo
2.2.1.1.1 Arten von Logos
2.2.1.1.2 Bedeutung für das Corporate Design
2.2.1.2 Hausfarbe (Corporate Color)
2.2.1.3 Hausschrift(Corporate Font)
2.2.1.4 Gestaltungsraster
2.2.2 Corporate Design Anwendungen
2.2.2.1 Briefbogen
2.2.2.2 Kuvert
2.2.2.3 Visitenkarte
2.2.2.4 E-Mail-Signatur
2.2.2.5 Fax
2.2.2.6 Compliment Card / Compliment Slip (Empfehlungs-/Begleitkarte)
2.2.2.7 Powerpoint-Templates
2.2.2.8 Werbegeschenke
2.2.2.9 Web / Internet
2.2.2.10 Memorandum
3 Analyse
3.1 Einleitungsteil
3.2 Sprache
3.3 Logo
3.4 Corporate Font
3.5 Corporate Color
3.6 Corporate-Design-Anwendung
4 Best-Practice-Manual
4.1 Ausbaustufen
4.2 Screenshots
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die wesentlichen theoretischen Aspekte, Anforderungen und Besonderheiten von Corporate Design Manuals zu erörtern und diese anhand einer qualitativen sowie quantitativen Analyse verschiedener Unternehmen zu untersuchen, um daraus ein strukturiertes Best-Practice-Manual zu entwickeln.
- Theoretische Grundlagen und Definitionen zu Corporate Design und Corporate Identity
- Analyse der notwendigen Bestandteile (Logo, Farbe, Schrift, Raster)
- Untersuchung gängiger Corporate-Design-Anwendungen wie Briefbögen, E-Mail-Signaturen und Web-Auftritte
- Erstellung eines stufenförmigen Modells (Minimum, Standard, Optimum) für Best-Practice-Handbücher
Auszug aus dem Buch
2.2.1.1 Logo
„Der Begriff Logo stammt von dem griechischen Wort Logos, was unter anderem so viel wie Wort/Rede heißt. Streng genommen dürfte man daher nur eine reine Wortmarke als Logo bezeichnen, kommt ein Bildzeichen hinzu, handelt es sich nicht mehr um ein Logo“
„Hier kommt der Begriff Signet ins Spiel. Dieser wird einerseits häufig als Synonym für die reine Bildmarke verwendet, andererseits auch als Bezeichnung für die komplette Marke, ganz gleich woraus diese nun im Einzelnen besteht“
Es stellt im Allgemeinen ein Zeichen dar, dass einen großen Wiedererkennungswert in sich tragen sollte. Wichtige Kriterien: • Verständlichkeit: Logos sollten die Semantik des Namens hervorheben, können aber auch auf Tätigkeiten bzw. Dienstleitungen des Unternehmens hinweisen. • Einprägsamkeit: Ein guter Ansatz zur Gestaltung ist KISS („Keep It Short and Simple“) und bedeutet, dass einfach Gestaltetes leicht zu merken ist. • Unverwechselbarkeit: Ein Logo sollte Individualität und Einzigartigkeit ausstrahlen und nicht an andere erinnern. • Reproduzierbarkeit: Ein Logo sollte so gestaltet werden, dass es auch überall abgebildet werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Grundbegriffe von Corporate Design und Corporate Identity sowie deren historische Entwicklung und die strategischen Ziele für Unternehmen.
2 Grundlagen: Hier werden die zentralen Gestaltungselemente wie Logo, Hausfarbe, Schrift und Raster sowie die wichtigsten praktischen Anwendungsbereiche eines Unternehmens definiert.
3 Analyse: In diesem Teil erfolgt eine detaillierte Auswertung von 30 Corporate-Design-Manuals hinsichtlich ihrer Struktur, Gestaltungsvorgaben und Vollständigkeit der Bestandteile.
4 Best-Practice-Manual: Dieses Kapitel präsentiert ein erarbeitetes Stufenmodell für Corporate-Design-Handbücher, das Unternehmen bei der Erstellung eigener Richtlinien als Orientierung dient.
Schlüsselwörter
Corporate Design, Corporate Identity, Corporate Design Manual, Unternehmenserscheinungsbild, Logo, Markenführung, Gestaltungsrichtlinien, Best-Practice, Corporate Color, Corporate Font, Design-Management, visuelle Kommunikation, Branding, Unternehmenspersönlichkeit, Geschäftsausstattung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung, dem Aufbau und den Erfolgsfaktoren von Corporate-Design-Manuals in der modernen Medieninformatik.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Corporate Designs, die Analyse von Bestandteilen wie Logos und Schriften sowie die Anwendung in klassischen und digitalen Medien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erörterung theoretischer Aspekte und die qualitative sowie quantitative Analyse von Manuals, um abschließend ein praxisorientiertes Modell für Best-Practice-Handbücher zu entwerfen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Literaturanalyse zu den Grundlagen durchgeführt, kombiniert mit einer empirischen Analyse von 30 ausgewählten Unternehmens-Manuals.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Gestaltungselemente und eine systematische Analyse von Best-Practice-Beispielen aus der Praxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Corporate Design, Corporate Identity, Manuals, Markenführung, visuelle Kommunikation und Branding.
Warum ist das Corporate-Design-Manual für Unternehmen relevant?
Es sichert einen konsistenten Auftritt über alle Medien hinweg und steigert den Markenwert sowie den Wiedererkennungswert in übersättigten Märkten.
Welche Rolle spielt das Audi-Design-Portal in dieser Arbeit?
Das Audi-Portal wird als herausragendes Beispiel für die digitale Umsetzung von Design-Richtlinien genannt, das Maßstäbe in Bezug auf Detaillierungsgrad und Benutzerfreundlichkeit setzt.
Was unterscheidet die drei Stufen des erarbeiteten Best-Practice-Manuals?
Die Stufen (Minimum, Standard, Optimum) unterteilen sich nach dem Umfang der enthaltenen Anwendungsbereiche – von grundlegenden Basis-Elementen bis hin zu spezifischen Richtlinien für Corporate Clothing oder Gebäudebeschriftungen.
Welche Bedeutung haben "Dont’s" in einem Corporate-Design-Manual?
Sie dienen als Negativ-Beispiele, die visualisieren, wie Markenbestandteile – wie etwa ein Logo – nicht angewendet werden dürfen, um die Markenidentität zu schützen.
- Arbeit zitieren
- DI Christoph Zoller (Autor:in), 2010, Merkmale und Erfolgsfaktoren von Corporate Design Manuals, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206395