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Down-Syndrom "Das Kind als Schaden?"

Title: Down-Syndrom "Das Kind als Schaden?"

Presentation (Elaboration) , 2003 , 18 Pages , Grade: 2

Autor:in: Mike Brandt (Author)

Sociology - Children and Youth
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Summary Excerpt Details

Was ist das Down-Syndrom? Wie gehen betroffene Eltern damit um? Sollten Gerichte
entscheiden können, welches Lebewesen ein Recht auf Leben hat und welches nicht?
Es sind doch auch nur Kinder!
In dieser Ausarbeitung zu dem Referat mit dem Thema „Das Kind als Schaden“?, werde ich
darstellen was unter dem Chromosomdefekt „Down-Syndrom“ zu verstehen ist. Anschließend
gehe ich auf Texte ein, wo ausführlich von Eltern oder Alleinerziehenden berichtet wurde,
wie sie die Behinderungen ihrer Kinder aufgenommen, miterlebt sowie positiv als auch
negativ durchlebt haben. Letztendlich erörtere ich den Text (Das „Kind als Schaden“?) aus
der Zeitschrift im Gesundheitswesen (Dr. med. Mabuse) vom März/ April 1998, Seite 53 bis
54. Mit dem Krankheitsbild des Down-Syndroms setzen sich die Menschen schon seit
Jahrhunderten auseinander. Schon zur Inka-Zeit, ca. 1500 vor Chr., wurden künstlerische
Darstellungen mit mongoloiden Menschen gescha ffen. Man kann sagen, dass allgemein in der
Kunst immer wieder Werke unterschiedlichster Art mongoloide Krankheitserscheinungen
darstellten.
Erwähnt wurde das Down-Syndrom erstmals 1846 von Séguin und später detaillierter
beschrieben durch den englischen Arzt John Langdon Down 1866. Er bezeichnete die
Erkrankung als „mongolischer Typ der Idiotie“ und er nahm an, dass es verursacht wurde
durch eine Tuberkuloseerkrankung der Eltern. Weiterhin glaubte er, die kaukasische Rasse
stamme von der mongolischen Rasse, daher „mongoloid“ also „mongolenähnlich“. So ging
Down davon aus, dass es sich um einen Rückfall in eine entwicklungsgeschichtliche frühere
Form handeln müsse.1 Seinerzeit war er Direktor des „Earlswood Asylum for Idiots“ und seine charakteristische
Beschreibung für dieses Krankheitsbild lautet: „... the Face is flat and broad and
destitute of prominence. Cheeks are roundish and extended laterally.
The eyes are obliquely placed and the internal canthi more than normally
distant from one another. The palpebral fissure is very narrow. The lips are
large and thick with transverse fissures. The tongue is long, thick and much
roughened. The nose is small.”2

1 Vgl.: Dudenhausen, J.W. (1992) „Down-Syndrom“ S. 9
2 Zitat: Dudenhausen S. 9

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Down-Syndrom

2.1. Einführung: Down-Syndrom

2.2. Genetische Auffälligkeiten

3. Vorgeburtliche Untersuchungsarten

3.1. Allgemein

3.2. Die Amniozentese

3.3. Die Frühamniozentese

3.4. Die Chorionzottenbiopsie

4. Authentische Berichte

4.1. Der Fall Johannes

4.2. Der Fall Stefanie

4.3. Der Fall John Pearson

5. Das „Kind als Schaden“?

5.1. Der Zusammenhalt

5.2. Der Bruch

5.3. Schadenersatz oder nicht?

5.4. Die absolute Schadensvermeidung

6. Abschließende Worte

6.1. Abschluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Down-Syndrom im Kontext medizinischer Diagnostik und rechtlicher Fragestellungen. Ziel ist es, das Krankheitsbild zu erläutern, die emotionale Betroffenheit von Eltern durch authentische Berichte zu verdeutlichen und die gesellschaftliche sowie juristische Debatte um das „Kind als Schaden“ kritisch zu erörtern.

  • Grundlagen des Chromosomendefekts Trisomie 21
  • Methodik und Risiken der pränatalen Diagnostik
  • Emotionale Bewältigungsstrategien betroffener Eltern
  • Spannungsfeld zwischen Medizin, Rechtssprechung und Ethik
  • Rechtliche Bewertung des Lebensrechts behinderter Kinder

Auszug aus dem Buch

4.2. Der Fall Stefanie

Stefanie erblickte das Licht der Welt drei Wochen zu früh und die Eltern waren sehr stolz auf ihre Tochter. Nach der Geburt brachte man die Mutter in ihr Zimmer und der Vater fuhr müde nach Hause. Kurz darauf kam ein Arzt ins Zimmer der Mutter und bat sie mitzukommen. Dies tat sie auch und er fragte sie, ob es in ihrer Familie jemanden gebe, bei dem der Chromosomenaufbau nicht stimme. Sie erklärte es sei ihr nicht bekannt und darauf sagte der Arzt dies hätte sowieso keine Bedeutung. Die noch glückliche Mutter sah diese Sache als abgeschlossen und dachte sich der Arzt würde allen Müttern solche Fragenstellen. Nach dem Krankenhausaufenthalt wurden Stefanies Eltern von dem Kinderarzt aufgeklärt. Nach den Worten der Mutter: „Fünf Tage alt war Stefanie, als der Kinderarzt uns die schreckliche Mitteilung machte, dass unser Kind „mongoloid“ sei.“ Er erläuterte den Eltern die wichtigsten Merkmale an denen man die Trisomie 21 erkennen könne. Die Mutter war sehr verzweifelt und sie überkam Angstschweiß. Weiterhin gingen ihr schreckliche Gedanken durch den Kopf. Nachdem der Bluttest das Down-Syndrom bestätigt hatte, erklärte ihnen der Arzt das diese Kinder sehr liebebedürftig und fröhlich seien, aber immer Kinder bleiben würden. Etwas über ein Jahr später wurde Stefanie krank und starb kurze Zeit später. Dies nahm die Eltern sehr mit, sie waren sehr schockiert und sahen es als einen bösen Alptraum. Immer wieder nach dem Ableben von Stefanie traf die Mutter auf Menschen die ihr nahe standen und sie trösten wollten mit Sätzen wie diesen: „Dieses Kind hat sowieso nichts gehabt vom Leben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Down-Syndroms ein und stellt die Kernfragen nach dem Recht auf Leben und dem Umgang betroffener Eltern mit der Diagnose.

2. Das Down-Syndrom: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung der Bezeichnung sowie die genetischen Grundlagen und verschiedenen Ausprägungsformen der Trisomie 21.

3. Vorgeburtliche Untersuchungsarten: Hier werden medizinische Verfahren wie die Amniozentese und Chorionzottenbiopsie sowie deren Risiken und diagnostische Aussagekraft beschrieben.

4. Authentische Berichte: Anhand dreier Fallbeispiele werden die persönlichen Erfahrungen und die emotionale Belastung von Eltern bei der Diagnose Down-Syndrom dokumentiert.

5. Das „Kind als Schaden“?: Das Kapitel analysiert den Zusammenhang zwischen medizinischer Diagnostik, rechtlicher Haftung der Mediziner und der zunehmenden Etablierung des Begriffs „Schadensvermeidung“.

6. Abschließende Worte: Der Verfasser reflektiert seine persönliche Motivation für die Arbeit und zieht ein Resümee über die Notwendigkeit, den Menschen hinter den rechtlichen Grundlagen nicht zu vergessen.

Schlüsselwörter

Down-Syndrom, Trisomie 21, Pränatale Diagnostik, Amniozentese, Chorionzottenbiopsie, Chromosomendefekt, Medizinethik, Elternschaft, Behinderung, Rechtssprechung, Schadenersatz, Embryonenschutzgesetz, Lebensrecht, Kind als Schaden, Humangenetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der medizinischen und ethischen Problematik des Down-Syndroms, insbesondere der Frage, wie Eltern und die Gesellschaft mit der Diagnose umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die genetischen Ursachen der Trisomie 21, die Methoden der vorgeburtlichen Untersuchung, die elterliche Erfahrung bei der Diagnose sowie die rechtliche Diskussion um Haftungsfragen bei Diagnosen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verständnis für das Down-Syndrom zu fördern und aufzuzeigen, wie sich rechtliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Vorstellungen negativ auf das Bild von behinderten Kindern auswirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie die Auswertung authentischer Fallberichte, um das Spannungsfeld zwischen Medizin und Ethik darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen, den Ablauf und die Risiken pränataler Diagnostik, die Schilderung emotionaler Lebensgeschichten von Eltern und eine kritische Diskussion juristischer Urteile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Trisomie 21, pränatale Diagnostik, Medizinethik, Elternerfahrungen, Lebensrecht und Schadensvermeidung.

Warum ist der Fall John Pearson juristisch so bedeutend?

Der Fall verdeutlicht den radikalen Konflikt, in dem einem Kind aufgrund seiner Behinderung die medizinische Versorgung verweigert wurde, was zu einer Mordanklage gegen den behandelnden Arzt führte.

Was kritisiert der Verfasser an der Debatte um das „Kind als Schaden“?

Der Verfasser kritisiert, dass das Kind in juristischen Kontexten oft nur noch als rechtliches Objekt oder „Schaden“ betrachtet wird, wobei die menschliche Komponente und die Würde des Kindes verloren gehen.

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Details

Title
Down-Syndrom "Das Kind als Schaden?"
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Course
Schwanger sein - ein Risiko?
Grade
2
Author
Mike Brandt (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V20645
ISBN (eBook)
9783638244701
Language
German
Tags
Down-Syndrom Kind Schaden Schwanger Risiko
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mike Brandt (Author), 2003, Down-Syndrom "Das Kind als Schaden?", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20645
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