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Das Totentanz-Motiv in Thomas Manns Erzählung "Der Tod in Venedig"

Erläutert anhand von Aschenbachs Überfahrt nach Venedig

Titel: Das Totentanz-Motiv in Thomas Manns Erzählung "Der Tod in Venedig"

Essay , 2012 , 5 Seiten

Autor:in: Axel Schulze (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Essay beschäftigt sich mit dem Motiv des Totentanzes, das interpretatorisch aus derjenigen Episode von Thomas Manns Erzählung "Der Tod in Venedig" herausgearbeitet wird, in der Aschenbach nach Venedig übersetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Totentanz-Motiv in Thomas Manns Erzählung „Der Tod in Venedig“

Zielsetzung und Themen

Dieser Essay untersucht die symbolische Einbettung und die Funktion des Totentanz-Motivs in Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse von Aschenbachs Überfahrt nach Venedig liegt.

  • Analyse des Totentanz-Motivs bei Thomas Mann
  • Symbolik der Überfahrt nach Venedig als Schlüsselmoment
  • Psychoanalytische und kulturwissenschaftliche Deutungsansätze
  • Intertextuelle Bezüge zu antiken und modernen Mythen
  • Die Figur des Protagonisten im Spannungsfeld von Eros und Tod

Auszug aus dem Buch

Das Totentanz-Motiv in Thomas Manns Erzählung „Der Tod in Venedig“

Seit Urzeiten tanzt der Mensch – wiewohl er das Phänomen, dessen Zweck und seine Rolle im Tanzen gern und regelmäßig neu erfindet. Oder wer wollte den archaischen Rundtanz der Naturvölker mit dem schier mathematisierten Menuett der Franzosen zusammenwerfen; wer könnte die erotischen Hetärentänze des griechischen Gastmahls mit der Pantomime der römischen Antike über einen Kamm scheren?

Allein ein kleines Tänzlein des Abendlandes scheint jenem Reigen der Innovation enthoben, indem es sich ewig gleich gebärdet und den Menschen trotzdem behände in seinen Bann zieht, nur um ihn schlussendlich starr zurückzulassen. Egal, ob es dem gemalten Leinwandfries Notkes oder den verstörenden Bildnissen eines Böcklin bzw. Corinth innewohnt; einerlei, ob das Tabu die Lyrik Goethes oder die Filme Romeros motivisch kreuzt, fast immer drängt sich der Gedanke auf, gerade dem Künstler fehle die Macht, diejenigen Geister loszuwerden, die er ja selbst rief. Es wirkt beinahe, als müsse er wie Thomas Mann in seiner 1911 entstandenen Novelle die Form wahren, die, auch wenn sie leichtfüßig mittanzt, doch nur die alte Leier spielt; die, obschon sie augenscheinlich leer ist, die Seele des Angesprochenen eisern festhält und die damit vielleicht sittlich, womöglich sogar unsittlich, jedoch keinesfalls transparent ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Totentanz-Motiv in Thomas Manns Erzählung „Der Tod in Venedig“: Das Kapitel analysiert die tiefenstrukturelle Bedeutung des Totentanzes als wiederkehrendes, symbolträchtiges Motiv innerhalb der Erzählung und setzt Aschenbachs Reise in den Kontext traditioneller abendländischer Reigen-Metaphorik.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Der Tod in Venedig, Totentanz, Aschenbach, Symbolik, Literaturwissenschaft, Moderne, Psychoanalyse, Eros, Tod, Mythos, Abendland, Tanzmotiv, Novelle, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Totentanz-Motiv in Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“ unter besonderer Berücksichtigung der einleitenden Reisephase des Protagonisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die literarische Symbolik des Todes, die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Verfall und die psychoanalytische Deutung der Figur Aschenbach.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Thomas Mann das archaische Motiv des Totentanzes nutzt, um Aschenbachs Schicksal und dessen Entwicklung in Venedig symbolisch vorwegzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch kulturtheoretische und psychoanalytische Referenzen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Überfahrt nach Venedig und die damit verbundenen symbolischen Verweise auf den Totentanz, eingebettet in einen größeren kulturgeschichtlichen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Totentanz, Thomas Mann, Symbolik, Aschenbach und den Eros-Thanatos-Komplex definieren.

Warum ist gerade die Überfahrt nach Venedig für das Motiv so wichtig?

Die Überfahrt dient als Schwellenmoment, in dem die Grenze zwischen dem geordneten Leben des Künstlers und dem drohenden, in den Abgrund führenden Rausch bzw. Tod überschritten wird.

Welche Rolle spielt die psychoanalytische Perspektive in diesem Essay?

Die Psychoanalyse hilft dabei, die Selbsttäuschung des Protagonisten und seine unbewusste Identifikation mit dem Schicksal des „tanzenden“ Künstlers besser zu verstehen.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Totentanz-Motiv in Thomas Manns Erzählung "Der Tod in Venedig"
Untertitel
Erläutert anhand von Aschenbachs Überfahrt nach Venedig
Autor
Axel Schulze (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
5
Katalognummer
V206531
ISBN (eBook)
9783656338857
Sprache
Deutsch
Schlagworte
totentanz-motiv thomas manns erzählung venedig erläutert aschenbachs überfahrt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Axel Schulze (Autor:in), 2012, Das Totentanz-Motiv in Thomas Manns Erzählung "Der Tod in Venedig", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206531
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  5  Seiten
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