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Jugendkriminalität, Gesellschaft und Gewalt

Titel: Jugendkriminalität, Gesellschaft und Gewalt

Hausarbeit , 2011 , 16 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Roman R (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kriminalität insgesamt und Jugendkriminalität insbesondere ist ein unvermeidbarer gesellschaftlicher Prozess. Unserer Gesellschaft ist heterogen. In der existieren unterschiedliche, abgesehen von Subkulturen, mitunter einander widersprechende, Kollektiven und Gemeinschaften, Normen und Regeln. Aber es gibt auch solche Normen und Regeln, die für alle gleich sind. Gerade Verstoß gegen diese Normen wird von meisten der Gesellschaftmitglieder als asozial betrachtet.
Jugendalter ist die Zeit der Herausbildung des Charakters einer Person. In dieser Periode wird der Einfluss der sozialen Umgebung von besonderer Bedeutung. Verhalten der Jugendlichen ist dabei die äußere Ausprägung des schwierigsten Prozess der Charakterentstehung. Jugendalter ist wie eine Übergangsperiode, in der die Aneignung der „erwachsenen Rolle“ passiert. In dem Alter wird die Entwicklung von Jugendlichen von so vielen Faktoren (z.B. Umgebung, Peer-Groups, Familie, biologische Erbe, persönliche Besonderheiten, soziale und finanzielle Lage usw.) beeinflusst, die wiederum im weiteren Leben das Verhaltensmuster und Lebensanstellungen prägen. Durch abfällige und delinquente Erfahrungen in der Kindheit entsteht die Bildung der kriminellen Stereotype bei Jugendlichen. Mangel an elterlicher Sorge und Aufmerksamkeit und gleichzeitiges Anliegen, um jeden Preis die Anerkennung der Gruppe zu gewinnen, schieben die Jugendlichen zum Alkohol- und Drogenkonsum sowie zu der Selbstbehauptung durch Ausüben der rechtswidrigen und zeitweise aggressiven und gewaltsamen Taten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriff und Bedeutung der Kriminalität

1.1 Was ist Kriminalität?

1.2 Bedeutung der Jugendkriminalität

1.3 Jugendkriminalität in Deutschland

2. Gewalt als Erscheinungsform der Jugendkriminalität

2.1 Begriff von Gewalt

2.2 Erscheinungsformen von Gewalt

2.3 Ursachen für Gewalt

2.3.1 Biographische Kontinuität und frühkindliche Entwicklung

2.3.2 Familiärer Hintergrund

2.3.3 Schulische Faktor und Peer-Groups

3. Fallreflexion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich mit den Ursachen und Erscheinungsformen von Jugendkriminalität auseinander und beleuchtet insbesondere Gewalt als ein zentrales Verhaltensmuster. Das primäre Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Hintergründe delinquenten Verhaltens zu entwickeln und auf Basis einer Fallreflexion aufzuzeigen, wie sozialpädagogisches Handeln in der Arbeit mit gewaltanfälligen Jugendlichen professionell gestaltet werden kann.

  • Grundbegriffe und Definitionen von Kriminalität und Jugendkriminalität
  • Statistische Einordnung der Jugendkriminalität in Deutschland
  • Psychologische und soziale Ursachen für Gewalt bei Jugendlichen
  • Bedeutung von Familie, Schule und Peer-Groups bei der Entstehung von Gewalt
  • Pädagogische Interventionsstrategien zur Förderung alternativer Verhaltensweisen

Auszug aus dem Buch

2.3 Ursachen für Jugendgewalt

In diesem Kapitel geht es um die wichtigsten Uhrsachen und Risikofaktoren, die Jugendgewalt aufrufen kann. Die weiteren Informationen basieren am meisten auf Ergebnissen aus der Zürcher Jugendbefragung aus dem Jahr 1999 (Eisner et. al 2000, zit. in Eisner 2003, S. 190).

2.3.1 Biographische Kontinuität und frühkindliche Entwicklung

Laut Längsschnittstudien weist die Aggressivität eine hohe Tendenz zur Reproduktion über die Zeit, d.h. also, dass die Person, die schon in einer früheren Lebensphase Gewaltbereitschaft zeigte, mit großer Wahrscheinlichkeit auch später gewalttätig sein wird. Es wurde eine Verbindung zwischen aggressivem Verhalten im Vorschulalter bzw. in den ersten Schuljahren und dem Ausmaß von Gewalt im Jugendalter festgestellt. Kinder, die im Alter von 6 bis 11 Jahre allgemeines Problemverhalten wie z.B. Aggression, Delinquenz, Schulschwänzen zeigten, weisen auch im Alter von 15 bis 25 Jahren mit höchster Wahrscheinlichkeit Gewaltverhalten und Delinquenz auf.

Außerdem wurde noch ein Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Beginns aggressiven Verhaltens und der Schwere von Delinquenz und Gewalt in einer späteren Lebensphase festgestellt. Also je früher eine Delinquente Karriere anfängt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit der massiven Gewaltausübung im Jugend- und frühen Erwachsenenalter (vgl. Eisner 2003, S. 190 ff).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Jugendkriminalität als gesellschaftliches Phänomen ein und umreißt die Forschungsziele sowie die Struktur der Arbeit, inklusive der geplanten Fallreflexion.

1. Begriff und Bedeutung der Kriminalität: Dieses Kapitel definiert Kriminalität aus materieller und formeller Sicht und ordnet die Bedeutung der Jugendkriminalität im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung ein.

2. Gewalt als Erscheinungsform der Jugendkriminalität: Hier werden der Gewaltbegriff sowie die verschiedenen Formen und Ursachen von Jugendgewalt analysiert, wobei soziale, familiäre und schulische Faktoren im Fokus stehen.

3. Fallreflexion: Das abschließende Kapitel analysiert den Fall Sascha S., um die erarbeiteten theoretischen Grundlagen der pädagogischen Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen in der Praxis zu verdeutlichen.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Jugendgewalt, Sozialpädagogik, Delinquenz, Aggression, Fallreflexion, Sozialisation, Peer-Groups, Erziehungsstil, Gewaltprävention, Straffälligkeit, Lebensperspektiven, Resozialisierung, Verhaltensmuster, Jugendalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Jugendkriminalität und Gewalt, analysiert deren soziale und biographische Ursachen und diskutiert pädagogische Ansätze im Umgang mit betroffenen Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Kriminalität, den Erscheinungsformen von Gewalt, den prägenden Risikofaktoren im Kindes- und Jugendalter sowie der praktischen Anwendung pädagogischer Hilfeformen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Gründe für gewalttätiges Verhalten bei Jugendlichen zu durchdringen und konkrete, professionelle Interventionsmöglichkeiten für Sozialarbeiter zu entwickeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller kriminologischer und sozialpädagogischer Studien sowie einer praxisnahen Fallreflexion zur Veranschaulichung der theoretischen Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die Analyse von Gewaltformen und die Untersuchung von Risikofaktoren wie familiärem Hintergrund, schulischer Einbindung und dem Einfluss von Gleichaltrigengruppen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Jugendkriminalität, Gewaltursachen, pädagogische Intervention, Sozialarbeit und biographische Kontinuität.

Welche Rolle spielt der familiäre Hintergrund bei der Gewaltentstehung?

Der familiäre Hintergrund, insbesondere elterlicher Erziehungsstil und Erfahrungen mit elterlicher Gewalt, gilt als wesentlicher Prädiktor für die Entwicklung späterer Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen.

Warum ist die Arbeit mit sogenannten "Peer-Groups" für Sozialarbeiter relevant?

Peer-Groups spielen bei der Entstehung von Episodenkriminalität eine ursächliche Rolle, da Gruppendynamik und der Wunsch nach Anerkennung Jugendliche zu Straftaten verleiten können.

Welche Prinzipien schlägt die Autorin für die Arbeit mit Jugendlichen wie Sascha S. vor?

Vorgeschlagen werden Prinzipien wie eine positive Einstellung der pädagogischen Fachkraft, der Aufbau vertraulicher Mitwirkung, die Ursachenforschung sowie die Förderung alternativer, gewaltfreier Verhaltensweisen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der "Perspektivlosigkeit"?

Perspektivlosigkeit wird als zentraler Motor identifiziert, der Jugendliche in eine Abwärtsspirale treibt und sie dazu bewegt, Reize außerhalb gesellschaftlicher Normen zu suchen, um die eigene Ziellosigkeit zu kompensieren.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendkriminalität, Gesellschaft und Gewalt
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1.7
Autor
Roman R (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V206543
ISBN (eBook)
9783656337508
ISBN (Buch)
9783656337249
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendkriminalität Gewalt Sozialarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Roman R (Autor:in), 2011, Jugendkriminalität, Gesellschaft und Gewalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206543
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Leseprobe aus  16  Seiten
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