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Spillover-Effekte als entscheidender Faktor für die regionale Ansiedelung von Entrepreneurial Firms

Titel: Spillover-Effekte als entscheidender Faktor für die regionale Ansiedelung von Entrepreneurial Firms

Bachelorarbeit , 2012 , 37 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: German Hondl (Autor:in)

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Universität im Allgemeinen definiert sich als Gemeinschaft der Lehrenden und
Lernenden (lat. Universitas magistrorum et scholarum). Diese Gemeinschaft ist geprägt
vom Zweck und Eigenschaft einer jeden Hochschule, welche sich in Forschung, Lehre
und Qualifikation der Studierenden manifestiert. Im Zuge der Entwicklung weg von der
Industriegesellschaft hin zur Wissensgesellschaft spielen Universitäten eine tragende
Rolle und bilden somit eine wichtige Ressource hinsichtlich einer modernen
Wissensökonomie. Gut beobachtbar ist ferner, dass Universitäten ihr regionales
Umfeld in vielfältiger Weise beeinflussen. Allein die Anzahl der Studenten, die
während ihres Studiums meist in die Städte der Universitäten ziehen tragen ihren Teil
zur Demographie bei und gestalten indirekt auch deren soziales Gefüge und auch deren
ökonomische Struktur. Für viele Einrichtungen wie Wohnheime, Studentenwohnungen
und Freizeiteinrichtungen, aber auch Geschäfte und Gastronomie ist das nahe Umfeld
rund um die Hochschule ein entscheidender wirtschaftlicher Standortfaktor.
Richtet sich der Blick fokussierend auf die wirtschaftliche Region rund um eine
Hochschule wird vielerorts ein weiteres spezielles Phänomen sichtbar. Zahlreiche
Unternehmen wählen ihren Standort unmittelbar im näheren Umfeld einer Universität
aus. Dabei handelt es sich vorwiegend um junge innovative Unternehmen und
Firmengründungen, die im Hochtechnologiesektor angesiedelt sind. So bewegen sich
viele sog. Start-Ups im Sektor der Bio-, Medizin-, Informations- und
Computertechnologie. Wesentlich für die Ansiedlung eines Unternehmens an einem Ort
sind dabei immer bestimmte Faktoren, die natürlich vor allem auf den künftigen Erfolg
abzielen. Es wird recht schnell deutlich, dass diese Faktoren je nach Charakter und
Ausrichtung unterschiedlich sind. So verspricht sich ein Buchhändler, der einen Laden
für vorwiegend wissenschaftliche Fachliteratur unmittelbar neben dem Campus
eröffnet, einen guten Absatz seiner Produkte. Seine Überlegungen zielen natürlich
darauf ab, dass aufgrund der Bevölkerungsstruktur mit vielen Studenten und dem
Personal der Universität ei

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der Entrepreneurial Firm

3. Spillover-Effekte

3.1. Wissen als ökonomische Ressource

3.2. Wissenspillover als heterogener Effekt

3.2.1. Humankapital als Ressource

3.2.2. Impliziertes vs. kodifiziertes Wissen

3.2.3. Publikationen und Studenten

3.2.4. Netzwerke für soziales Kapital

4. Wirkungen von Spillover-Effekten auf Entrepreneurial Firms

4.1. Performance und Regionalität

4.2. Heterogenität des Wissens

4.3. Wirkung auf Board Zusammensetzung und Entwicklung

4.4. Bedeutung von sozialen Netzwerken

5. Explorative Sicht auf die Metropolregion München

5.1. Das Cluster Biotechnologie in Bayern

5.2. Zahlen und Fakten der Unternehmen in München/Martinsried

5.3. Effekte der europäischen Metropolregion München EMM

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Spillover-Effekten des Wissens als externer Standortfaktor für die Ansiedlung von jungen, innovativen Unternehmen (Entrepreneurial Firms). Dabei wird analysiert, wie akademisches Humankapital und regionale Wissensnetzwerke die Performance, die Zusammensetzung von Gründungsteams sowie die Corporate Governance dieser Unternehmen beeinflussen.

  • Die Rolle von Universitäten als Quellen für exogenes Wissen.
  • Differenzierung zwischen kodifiziertem und impliziertem Wissen.
  • Auswirkungen auf die Performance von Academic Start-ups (ASUs) und New-Technology-Based-Firms (NTBFs).
  • Die Dynamik von Gründungsteams und die Bedeutung sozialer Netzwerke.
  • Fallbeispiel: Das Biotechnologie-Cluster in der Metropolregion München.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Humankapital als Ressource

Als wissenschaftliche Institution setzt sich eine Universität in erster Linie aus der Gemeinschaft der Lehrenden und der Lernenden zusammen. Das lehrende Personal, zusammengesetzt aus Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern erfüllt den Auftrag Forschung zu betreiben und die akademische Ausbildung der Studenten zu gewährleisten. Gleichzeitig absolvieren Studenten als lernende Individuen an der Hochschule ein Studium und streben damit einen akademischen Abschluss an. Beide Gruppen stellen durch ihre Funktion und ihr Wirken eine wichtige Ressource der Universität an sich und darüber hinaus dar. Absolventen decken im Anschluss an ihr Studium die wichtige Nachfrage nach Humankapital auf dem Arbeitsmarkt (vgl. Abb. 1) seitens privater Unternehmen. Daneben eröffnet sich die Möglichkeit für Lehrende und Lernende als potenzielle Firmengründer zu agieren. Damit nehmen diese sozialen Individuen als Ressource „Humankapital“ folglich sowohl die Rolle als potenzielle gut ausgebildete Arbeitskräfte wahr und können auch als Gründer von Start-Ups bzw. Entrepreneurial Firms angesehen werden.

Betrachtet man Humankapital als Ressource, muss man sich verdeutlichen, dass diese Ressource per Definition an bestimmte Personen durch deren erlernte Kenntnisse und Fähigkeiten gebunden ist. Demensprechend folgt der Schluss, im nahen Umfeld einer Hochschule sei eine Konzentration der für Entrepreneurial Firms potenziell wertvollen Ressourcen anzutreffen. Absolventen und Lehrende als Arbeitskräfte und potenzielle Unternehmen stellen also einen wichtigen Faktor für Innovation und Wachstum im regionalen Umfeld dar (Fritsch, Henning, Slavtchev, Steigenberger, 2008). Eine Agglomeration des Faktors Humankapital trägt also dazu bei, dass sich die Nachfrager (in diesem Fall Entrepreneurial Firms im High-Tech-Sektor) im Gebiet mit dem potenziell größten Angebot (hier Humankapital in Form von Absolventen und Wissenschaftlern) ansiedeln (Eckey, Kosfeld, Türck, 2007). Ebenso können Wissenschaftler mit dem Gedanken spielen neben ihrer Arbeit an einer Universität ihr Wissen abseits der Lehrtätigkeit und Forschung ökonomisch nutzbar zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, Spillover-Effekte als Standortfaktor für Entrepreneurial Firms zu identifizieren und deren Einfluss auf die Unternehmensgründung und Performance theoretisch und empirisch zu beleuchten.

2. Der Begriff der Entrepreneurial Firm: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Entrepreneurial Firm als Oberbegriff für innovative, wissensbasierte Gründungen wie Academic Start-ups und New-Technology-Based-Firms.

3. Spillover-Effekte: Das Kapitel analysiert Wissensspillover als heterogene ökonomische Ressource, wobei Humankapital, kodifiziertes vs. impliziertes Wissen und soziale Netzwerke im Fokus stehen.

4. Wirkungen von Spillover-Effekten auf Entrepreneurial Firms: Hier werden die empirischen Zusammenhänge zwischen regionalem Wissensangebot, Firmenperformance, Teamzusammensetzung und der Rolle von Netzwerken untersucht.

5. Explorative Sicht auf die Metropolregion München: Dieses Kapitel veranschaulicht die theoretischen Erkenntnisse anhand des Biotechnologie-Clusters in München und Martinsried als praktisches Beispiel für regionale Innovationsvorteile.

6. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung der zielgerichteten Nutzung von Wissensspillover-Effekten für den langfristigen unternehmerischen Erfolg.

Schlüsselwörter

Spillover-Effekte, Wissensökonomie, Entrepreneurial Firms, Humankapital, Academic Start-ups, NTBF, regionale Ansiedlung, Standortfaktor, Biotechnologie, Metropolregion München, Corporate Governance, Gründungsdynamik, soziales Kapital, Innovationsmanagement, Wissenscluster.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Wissen, das von Universitäten und Forschungseinrichtungen ausgeht, als sogenannter Spillover-Effekt die Standortwahl und den Erfolg von jungen, technologieorientierten Unternehmen beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle von akademischem Humankapital, der Unterschied zwischen impliziertem und kodifiziertem Wissen, die Bedeutung von sozialen Netzwerken für Gründerteams sowie die empirische Analyse von Clustern wie der Biotech-Region München.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum Spillover-Effekte für Entrepreneurial Firms von großer Bedeutung sind und wie diese die Performance, das Management und die Standortentscheidungen von Start-ups nachhaltig prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie eine explorative, deskriptive Analyse des Biotechnologie-Clusters in der Metropolregion München, ergänzt durch Auswertungen empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Spillover-Effekte, die Auswirkungen auf die Unternehmensebene (Performance, Board Composition) und liefert ein konkretes Fallbeispiel zur Innovationsregion München.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Spillover-Effekte, Humankapital, Entrepreneurial Firms, Innovationscluster und akademisches Entrepreneurship.

Warum ist das Humankapital der Wissenschaftler für Start-ups so wichtig?

Wissenschaftler bringen nicht nur fachliches Wissen mit, sondern sind oft Träger von impliziertem Wissen und verfügen über wertvolle Kontakte in akademische Netzwerke, die für junge Firmen in der Gründungsphase essenziell sind.

Welche Rolle spielt die Metropolregion München in diesem Kontext?

München dient als exploratives Beispiel, da die hohe Konzentration von renommierten Hochschulen, Forschungsinstituten und Venture-Capital-Gebern in dieser Region optimale Bedingungen für Biotech-Gründungen schafft.

Wie beeinflussen Spillover-Effekte die Corporate Governance?

Sie führen dazu, dass Start-ups verstärkt externe Experten oder "Surrogate Entrepreneurs" in ihr Board oder Management holen, um Defizite an unternehmerischer Erfahrung durch das Wissensnetzwerk der Universität auszugleichen.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spillover-Effekte als entscheidender Faktor für die regionale Ansiedelung von Entrepreneurial Firms
Hochschule
Universität Augsburg  (Fakultät für Organisation und Unternehmensführung)
Veranstaltung
Bachelorseminar
Note
2,3
Autor
German Hondl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
37
Katalognummer
V206625
ISBN (eBook)
9783656337621
ISBN (Buch)
9783656338239
Sprache
Deutsch
Schlagworte
spillover-effekte faktor ansiedelung entrepreneurial firms
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
German Hondl (Autor:in), 2012, Spillover-Effekte als entscheidender Faktor für die regionale Ansiedelung von Entrepreneurial Firms, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206625
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Leseprobe aus  37  Seiten
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