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Thermen in Pompeji

Titel: Thermen in Pompeji

Hausarbeit , 2011 , 12 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Hier starb keine alte Stadt den natürlichen Tod des Verwelkens. Hier wurden lebendige Städte
plötzlich mit dem Zauberstab berührt, und das Gesetz der Zeit, des Werdens und Vergehens, hatte
seine Gültigkeit verloren." (1) Wie treffend diese Aussage für das Schicksal Pompejis ist, zeigt die
Monumentalität, mit der die Stadt förmlich konserviert wurde. Die Existenzen so vieler Menschen
blieben für 1700 Jahre verschollen, doch auch am heutigen Tag haben sie nichts von ihrer
Melancholie eingebüßt.
Diese Arbeit soll sich nun mit den Badehäusern, den Thermen, in Pompeji beschäftigen, die in einer
zeitlosen Schönheit überliefert wurden und unzählige Hinweise und Hintergründe in Bezug auf das
Leben im römischen Reich preisgeben. Man stößt in der Stadt auf die Stabianer Thermen, einen
sehr alten, immer wieder ausgebauten Badekomplex, der durch diverse Neuerungen im Jahre
79n.Chr. den hohen Standard einer modernen Therme, wie zum Beispiel den der Zentralen Thermen
im östlichen Bezirk der Stadt, erreicht hatte. Auf dem Forum, dem Marktplatz, der Stadt befinden
sich die beim Untergang Pompejis noch nicht gänzlich restaurierten Forumsthermen, die sich, wie
auch die Vorstadtthermen, dadurch auszeichnen, dass die zugehörige Palaestra, eine Sportanlage,
nur rudimentär vorhanden ist. Das lässt die Frage danach aufkommen, ob das griechische Ideal der
gesunden Seele in einem gesunden, trainierten Körper im römischen Reich so weit ins Hintertreffen
geriet, dass sich das Flächenverhältnis von Bad zu Palaestra überproportional zum Bade hin
verschob.
Darauf weist auch die Tatsache hin, dass der Komfort in den Thermen ständig anwuchs. "Von der
Badewanne zum Freizeitzentrum - mit diesen beiden Begriffen könnte man die Entwicklung des
Badewesens der griechisch-römischen Antike umschreiben."(2)
Außerdem gab es zur Zeit des Kaiserreiches bei neu errichteten, öffentlichen Gebäuden einen
gewissen Hang zur Exorbitanz, der auch in den Zentralen Thermen Einzug hielt. Inwieweit dies
geschah, möchte die vorliegende Schrift ebenfalls erörtern.
So beginnen wir mit der Zeitreise in eine versunkene Stadt im Mai des Jahres 1737. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.)Einleitung

1.1.)Die Entdeckung Pompejis

2.)Thermen im römischen Reich

2.1.)Die Entwicklung vom Bad zur Therme

3.)Thermen in Pompeji

3.1.)Die Stabianer Thermen

3.2.)Die Forumsthermen

3.3.)Die Zentralen Thermen

3.4.)Die Vorstadtthermen

3.5.)Private Badehäuser und das Meerbad

4.)Thermen - ein Spiegel der Bevölkerung?

5.)Die Wasserversorgung

5.1.)Die Heizanlagen

6.)Finanzierung der Thermen

7.)Zusammenfassung und eigenes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und architektonische Entwicklung der öffentlichen Thermen in Pompeji als zentrale soziale und kommunikative Brennpunkte des römischen Alltagslebens.

  • Analyse der verschiedenen Thermenanlagen in Pompeji und ihrer historischen Entwicklung
  • Untersuchung der architektonischen Gestaltung und der technischen Ausstattung wie der Hypokaustenheizung
  • Erörterung der Rolle der Thermen als öffentliche Freizeitzentren der römischen Bevölkerung
  • Vergleich des gesellschaftlichen Stellenwerts von Sport und Badebetrieb im Wandel der Zeit
  • Betrachtung der organisatorischen und finanziellen Aspekte des antiken Bäderwesens

Auszug aus dem Buch

3.1.)Die Stabianer Thermen

"Verfolgen wir einen Badegast bei einem Besuch der Stabianer Thermen. Durch den Haupteingang an der Via dell´ Abbondanza eintretend, stand er im Südflügel, [...] der auf drei Seiten die trapezförmige Palaestra umschloss; an der Westseite lag das Schwimmbecken zwischen zwei Räumen, in denen man sich salben oder vom Öl reinigen konnte [...]. Unser Besucher gelangte nun an der Südostecke der Säulenhalle durch einen niedrigen Vorraum in das prachtvoll verzierte Apodyterion, den Auskleideraum. Hier konnte er seine Bekleidung ablegen, bevor er sich ins Tepidarium begab, den geheizten Raum, in dem er sich auf die warme Temperatur des anschließenden Caldariums einstimmte [...]. Im Warmbaderaum stand in der westlichen Apsis ein großes Becken, in dem man sich kalt abwaschen konnte. Von hier aus musste unser Badegast wieder durch das Tepidarium zurück, um aus dem Vorraum ins Frigidarium (Kaltbad) zu kommen [...]. Auf mehreren Stufen konnte man ins Bad hinabsteigen, in das immer frisches Wasser in einem hohen Strahl hineinsprudelte." (12) "Das Frauenbad entspricht dem der Männer in der räumlichen Abfolge, mit dem Unterschied, dass es kein Frigidarium besaß."(13)

Man vermutet, dass die Stabianer Thermen sehr alt sind, vermutlich aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus, als "[...] gesichert kann aber allein die Existenz eines frühen Sitzwannenbades an der Stelle der jüngeren Stabianer Thermen gelten. Die offenbar in kleinen Zellen untergebrachten Wannen aus gebranntem Ton besaßen eine höhere Sitz- und eine tiefere Fußschale. Mit Hilfe von Schöpfgefäßen goss man sich das Wasser über den Körper." (14)

Zusammenfassung der Kapitel

1.)Einleitung: Diese Einleitung führt in das Schicksal der Stadt Pompeji ein und definiert das Forschungsinteresse an den dortigen Thermen als Spiegel des römischen Lebens.

2.)Thermen im römischen Reich: Hier wird der allgemeine Bedeutungswandel des Badewesens im römischen Reich beschrieben, das sich von der bloßen Körperpflege zum komplexen Freizeitzentrum entwickelte.

3.)Thermen in Pompeji: In diesem zentralen Teil werden die verschiedenen Badetypen in Pompeji, insbesondere die Stabianer, Forum- und Zentralen Thermen, detailliert auf ihre Architektur und Funktion hin untersucht.

4.)Thermen - ein Spiegel der Bevölkerung?: Das Kapitel beleuchtet, wie offen die Thermen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen waren und welche Rolle sie als soziale Treffpunkte spielten.

5.)Die Wasserversorgung: Dieser Abschnitt erläutert die technischen Aspekte der Wasserzufuhr sowie die Funktionsweise der komplexen Hypokaustenheizungen.

6.)Finanzierung der Thermen: Die wirtschaftliche Basis der Thermen wird hier durch staatliche Mittel und private Spenden sowie die Nutzung von Einkaufsarkaden erklärt.

7.)Zusammenfassung und eigenes Fazit: Das Kapitel reflektiert abschließend die Bedeutung der Thermen für die Bewohner und ihr Verschwinden nach dem Untergang der römischen Kultur.

Schlüsselwörter

Pompeji, Thermen, Römische Antike, Badewesen, Architektur, Hypokaustenheizung, Stabianer Thermen, Forumsthermen, Palaestra, Sozialgeschichte, Wasserversorgung, Ausgrabungen, Antike, Badekultur, Freizeitzentrum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, der Architektur und der gesellschaftlichen Bedeutung der öffentlichen Thermen in der antiken Stadt Pompeji.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die bauliche Entwicklung der Thermen, die technische Infrastruktur (Wasser und Heizung), die soziale Funktion als Freizeitzentrum und die Finanzierungsmodelle der Bauten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand der Thermen von Pompeji aufzuzeigen, wie sich das römische Leben und das griechisch-römische Ideal der Körperpflege über die Jahrhunderte entwickelt haben.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine literaturbasierte Analyse archäologischer Befunde und historischer Zeugnisse über die pompejanischen Badeanlagen.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil analysiert spezifische Thermenanlagen wie die Stabianer oder Forumsthermen sowie technische Aspekte wie die Hypokausten- und Wandheizungen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Pompeji, Thermen, Badekultur, Hypokaustentechnik und die römische Sozialgeschichte.

Welche Besonderheit weisen die Vorstadtthermen auf?

Sie sind besonders für ihre Meerblick-Fenster und die erotischen Fresken bekannt, die einst als Hilfsmittel zur Orientierung in den Umkleideräumen dienten.

Welchen Einfluss hatte das Erdbeben von 62 n.Chr. auf die Thermen?

Das Beben führte zu einer Neuausrichtung in der Architektur, was sich insbesondere im Bau der modernen Zentralen Thermen als Reaktion auf den Bedarf der Bevölkerung widerspiegelte.

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Details

Titel
Thermen in Pompeji
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Ein Moment für die Ewigkeit: Der konservierte Alltag von Pompeji und Herculaneum
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
12
Katalognummer
V206665
ISBN (eBook)
9783656338611
ISBN (Buch)
9783656340256
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thermen pompeji
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2011, Thermen in Pompeji, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206665
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Leseprobe aus  12  Seiten
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