Bericht zum Praktikum Psychosoziale Behandlungsverfahren


Praktikumsbericht / -arbeit, 2003

41 Seiten, Note: 2


Leseprobe

1. Beschreibung der Institution

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Rehbergpark g. GmbH Austrasse 40 35745 Herborn

Die Rehbergparkklinik Herborn besteht seit 1911. Träger der Institution ist zu 51% der Landeswohlfahrtsverband Hessen, 49% gehört der Rehbergpark g. GmbH.

Zum Einzugsgebiet gehören der gesamte Lahn-Dill-Kreis sowie die angrenzenden Bundesländer.

Die Klinik ist ein modern ausgestattetes psychiatrisches Fachkrankenhaus, in dem Menschen mit allen Formen psychischer und Gerontopsychiatrischer Erkrankungen sowie Suchtproblemen behandelt werden. Neben den stationären Behandlungsplätzen werden tagesklinische und ambulante Behandlungen angeboten. Je nach Indikation bzw. Krankheitsbild werden die Patienten verschiedenen Stationen zugeteilt.

Zurzeit stehen ca. 160 Betten zur Verfügung, die sich auf folgende Stationen verteilen:

- 4 Stationen Allgemeinpsychiatrie
- 2 Stationen Gerontopsychiatrie
- mehrere Suchtstationen, bestehend aus:
- einer allgemeinen Entgiftungsstation
- einer Station für Medikamentengestützten Entzug
- einer Sucht- und Psychosestation
- einer Stabilisierungsstation für Langzeittherapie oder ambulante Anbindung
- einer Station für Mehrfachgeschädigte Suchtkranke
- 2 Häuser für nicht-krankenhaus-behandlungsbedürftige Patienten (Rehabilitation und

Ausgliederungshilfe)

Die Anzahl der Betten pro Station beträgt zwischen 18 und 24, wobei die Patienten in 1-3 Bett-Zimmern untergebracht sind.

Zum therapeutischen Angebot der Klinik gehören folgende Behandlungsmethoden:

- ärztlich-psychiatrische Behandlungsmethoden
- medikamentöse Behandlung
- Verhaltenstherapie
- Musiktherapie
- motopädische Therapie
- Ergotherapie
- Physiotherapie
- Bewegungstherapie
- Kunsttherapie
- Reittherapie
- medizinische Bädertherapie

Eine ganzheitliche Behandlung und Pflege steht hier im Vordergrund. Weitere Ziele sind:

- psychische und körperliche Stabilisierung
- Erhaltung und Förderung alltagspraktischer Fähigkeiten und sozialer Kompetenzen
- Aufrechterhalten oder Wiedergewinnen vom gesunden Selbstwertgefühl
- Förderung von Autonomie
- Aufklärung über die individuelle Erkrankung
- Selbständiger Umgang mit benötigten Medikamenten
- Entwicklung von Perspektiven in Bezug auf die Wohn- und Lebenssituation
- evtl. eine Anbindung an ambulante Dienst- bzw. Nachsorgeeinrichtungen
- evtl. eine berufliche Wiedereingliederung

Zu den vertretenen Berufsgruppen gehören u.a.:

- Ärzte
- Psychologen
- pflegerische Berufsgruppen
- Sozialarbeiter
- Bewegungstherapeuten
- Kunsttherapeuten
- Musiktherapeuten
- Ergotherapeuten
- Physiotherapeuten
- Reittherapeuten

1.1 Beschreibung der ergotherapeutischen Abteilung

Auf dem Gelände der Rehbergparkklinik befindet sich seit 1980 ein Ergotherapiezentrum. Außerhalb des Zentrums gibt es in der ambulanten Ergotherapie und auf den Akutstationen jeweils weitere Räume für die ergotherapeutische Behandlung.

Die Räumlichkeiten des Zentrums betragen ca. 1000 qm. Diese sind unterteilt in:

- 6 Werkräume (je ca. 4Oqm)
- 3 Büroräume (je 1Oqm)
- 1 Maschinenraum zur Holzbearbeitung
- 1 Aufenthaltsraum für Mitarbeiter,
- 1 Lagerraum
- Toiletten- und Duschräume für Patienten und Mitarbeiter getrennt

Die meisten Therapieräume sind mit rechteckigen Tischen ausgestattet, die so zusammengestellt sind, dass alle Patienten untereinander Blickkontakt aufnehmen können. Angenehmes helles Licht, bedingt durch die vielen großen Fenster und viele Grünpflanzen verleihen den Räumen eine gemütliche, behagliche Atmosphäre.

Die Patienten verbringen ihre Warte- und Pausezeiten in dem großen Flur des Gebäudes. Hier haben sie die Möglichkeit, an einem Automaten Getränke zu kaufen.

Zurzeit stehen der Rehbergpark Klinik 12.5 Stellen für die Ergotherapie zur Verfügung. Nicht jeder Beschäftigte hat eine ergotherapeutische Ausbildung. Einige kommen aus handwerklichen Berufen oder haben eine Krankenpflegeausbildung.

Durch eine große Auswahl an Materialien haben die Patienten sehr umfangreiche Möglichkeiten, sich handwerklich oder gestalterisch zu betätigen. Angeboten werden u.a.:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Behandlungsangebot der Ergotherapie ist an die Bedürfnisse und individuelle Krankheitsbilder der Klienten angepasst. Das Angebot stützt sich auf einen „ 5-Stufen-Plan“:

1. Stationsgruppe

- für neu angekommene Patienten auf der Station (3x pro Woche 45 Min)
- einfache Techniken, Ausdrucksbezogenes Gestalten, Denk-, Konzentrations- u. Wahrnehmungsübungen, Gesellschaftsspiele

Ziel: Herstellen von Kontakt Orientierung; Heranführen des Patienten In die Handlungsebene

2. Fördergruppe

- Kleingruppe (3x pro Woche a 45 Min.)
- Handwerkliche Techniken, Patienten wählen Medium selbst

Ziel: gezielte individuelle Betreuung als Vorbereitung auf weiterführende Gruppenangebote

3. Basisgruppe

- Gruppengröße max. 10 Patienten (3x pro Woche a 1,5 Std.)
- Einzel-, Klein-, Großgruppenarbeit ist möglich
- Setting orientiert sich an kognitiven, sozioemotionalen und elementaren Fähigkeiten des Patienten

Ziel: meistens werden Patienten anhand von Einzelarbeit in Bearbeitungstechnik durch Materialerfahrung eingeführt, um dann zur Gruppenarbeit zu gelangen.

4. Soziogruppe:

- Gruppengröße max. 8 Patienten (1x pro Woche a 1,5 Std.)
- in Bezug auf Handlungeplanung und Kommunikationsfähigkeit wird ein höheres Maß an Selbständigkeit vorausgesetzt als in der Basisgruppe
- Patienten können gemeinsam ein Projekt planen, durchführen und Nachbesprechen

Ziel: soziales Lernen

5. Werktherapie

- Gruppengröße 10-12 Patienten (4x pro Woche a 3 Std.)
- für Patienten, die bereits stabilisiert sind
- Voraussetzung: Kontinuität Arbeitsbereitschaft, handwerkliches Interesse produktorientiertes Arbeiten
- Vorstufte zur beruflichen Rehabilitation
- evtl. Belastungserprobung

Ziel: Vertiefung von Grundarbeitsfähigkeiten (Pünktlichkeit Ausdauer, Konzentration, Durchhaltevermögen, Genauigkeit Sorgfalt Aufmerksamkeit etc.)

Weiterhin werden Gedächtnis- und Konzentrationstraining bzw. Arbeiten am Computer (Cog-Pack) angeboten.

Das ergotherapeutische Behandlungsangebot ist in drei Methoden unterteilt:

1. Kompetenzzentrierte Methode: Trainieren von lebenspraktischen, elementaren, kognitiven und handwerklichen Fähigkeiten
2. Ausdruckszentrierte Methode: Medium dient als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel
3. Interaktionelle Methode: Trainieren von sozialen und sozioemotionalen Fähigkeiten

Ziel der Behandlung in der Ergotherapie ist, mit Hilfe von fachlicher Kompetenz und Engagement der Mitarbeiter/lnnen, den Patienten wieder ins Handeln zu bringen, ihn auf dem Weg zu begleiten, an dessen Ende das selbstständige Bewältigen des Alltags steht. Gefördert werden u.a.: Selbstwahrnehmung; Entwicklung effektiver, sozialer, instrumenteller, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Der Stellenwert der Ergotherapie In der Institution ist sehr hoch. Vor allem die ergotherapeutische diagnostische Einschätzung der Patienten ist für die gemeinsame Zielsetzung der verschiedenen Berufsgruppen von großer Bedeutung.

Ergotherapeutisches Angebot für die Station 15

Patienten der Station 15 nehmen ausschließlich die Therapeutischen Angebote ERGO I, ERGO II und ERGO III unter der Betreuung von Frau Krug wahr. Die Anforderungen und Angebote von ERGO I sind identisch mit der Stationsgruppe, bzw. der Fördergruppe, finden jedoch im Therapiezentrum statt. ERGO II ist vergleichbar mit der Basisgruppe. ERGO III beinhaltet Ausdruckszentriertes Arbeiten wobei auch gestaltungstherapeutische Aspekte zum tragen kommen. Es wird auch eine Soziogruppe angeboten, in der ein gemeinsames Projekt oder ein Spiel im Vordergrund steht.

2. Allgemeines Krankheitsbild

Schizophrenie / Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis

2.0 Bezeichnung und Definition

2.0.1 Historie der Schizophrenie

im Altertum wurden die Symptome der Schizophrenie beschrieben mit Geisteskrankheit, Verrücktsein, Irresein und Wahnsinn. Im Jahre 1896, wurden schizophrene Symptome wie Hebephrenie, Katatonie, Paranoia von Emil Kraepelin aufgrund der ungünstigen Prognose als Dementia praecox (das zur Demenz führende Irresein) zusammengefasst und gegen günstiger verlaufende, z.B. manisch-depressive Erkrankungen abgegrenzt. Dieser Begriff verlor seine Daseinsberechtigung, da diese Erkrankung weder unbedingt fortschreitend ist, noch einen Abbau bis zu einem dementen (verblödeten) Zustand bedeutet. Der Begriff Schizophrenie (griechisch für Bewusstseinsspaltung oder „gespalten“ von schizo und „Seele“ von phren) geht auf den Schweizer Psychiater Eugen Bleuler zurück (1911).1

2.0.2 Beschreibung der Schizophrenie

Die grundsätzliche Störung der Schizophrenie, liegt in einer mangelhaften Einheit, in einer Zersplitterung und Aufspaltung des Denkens, Fühlens und Wollens und des subjektiven Gefühls der Persönlichkeit.

Eugen Bleuler (1857-1939)

„Kennzeichen für Schizophrenie ist der Zusammenbruch des integrativen Gefüges der Funktionsbereiche der Persönlichkeit. Verschiedene Aspekte der Persönlichkeit des Betroffenen liegen miteinander im Widerstreit, und das Verhalten wird von den Rückmeldungen von Seiten der Umwelt nicht gesteuert, es ist davon unabhängig.

Wenn eine Person aufhört, die Rückmeldungen ihres Tuns zu beachten, kann sich ihr gesamter Bestand von Verhaltesweisen verändern. Wahrnehmungen ohne sensorische Reizgrundlage (Halluzinationen) treten u.a. auf. Gefühle entstehen, ohne dass entsprechende Reize vorliegen, oder sie bleiben aus, obwohl die Reize gegeben sind; Gedanken und Sprache folgen nicht mehr der aristotelischen Logik oder den anerkannten grammatikalischen und stilistischen Regeln. Es kann zu einer Verzerrung der Zeitperspektive kommen, die sich wiederum auf die Wahrnehmung kausaler Zusammenhänge auswirkt…

Schizophrene zeigen gegenüber Wahrnehmungsreizen eine erhöhte Sensitivität, die größere Irritierbarkeit zur Folge hat und zur ,,Reizüberflutung“ durch externe Stimulierung führt. Das macht es für diese Menschen schwierig, in ihrer sensorischen Umwelt Konstanz vorzufinden. Gestörte Denkmuster können das Ergebnis der Unfähigkeit sein, Ereignissen oder Vorgängen anhaltende Aufmerksamkeit zu widmen.

Ähnlich ist die Unverständlichkeit schizophrener Sprache z.B. auf bizarre Vermischungen zurückzuführen, bei denen Gedanken, die ohne Zusammenhang mit den verbalisierten Äußerungen sind, nicht unterdrückt werden können. Längere zusammenhängende Wortketten lassen sich infolgedessen nicht aufrechterhalten. Die Sprache der Schizophrenen scheint von unmittelbaren Reizen diktiert zu sein. Sie ergibt für den Zuhörer keinen Sinn, weil der Schizophrene durch ständig wechselnde Sinneseingebungen und durch seine innere Realität so abgelenkt ist, dass er selbst einen einfachen Gedankenablauf nicht vollständig zu Ausdruck zu bringen vermag.2

2.1. Ursachen

Suchte man in früheren Jahren nach der einen Ursache von schizophrenen Erkrankungen, so ist man heute zu der Auffassung gekommen, dass es eben diese eine Ursache nicht gibt. Stattdessen geht man von einem Ursachenbündel aus. Jeder der einzelnen in diesem Bündel enthaltenen Faktoren kann an der Entstehung der Erkrankungsbereitschaft (Vulnerabilität) für eine schizophrene Psychose mitwirken. Für sich allein genommen, reicht ein einzelner Faktor jedoch nicht aus, um beim einzelnen Betroffenen die Erkrankungsbereitschaft zu erklären. Besitzt ein Mensch eine Erkrankungsbereitschaft für eine schizophrene Psychose, so kann es durch Belastung zur Auslösung der Erkrankung kommen. Eine etablierte Annahme zur Ursache der Erkrankung kann also vereinfacht so dargestellt werden: viele einzelne Faktoren lassen eine Vulnerabilität entstehen; treffen Belastungen/Stress auf den vulnerablen Menschen, kann eine Erkrankung oder Wiedererkrankung in Gang gesetzt werden.

Nachfolgend einige Faktoren, die eine Vulnerabilität entstehen lassen können:

Vererbung: Menschen mit schizophren erkrankten Verwandten haben ein höheres Erkrankungsrisiko. Vererbung spielt aber keine ausschließliche Rolle, denn bei ca. 60% der Betroffenen gibt es keine weiteren schizophrenen Erkrankungen in der Familie.

Biochemie: Das Gehirn besteht aus Milliarden von Nervenzellen, die durch komplizierte Stoffwechselprozesse miteinander in Verbindung stehen. An diesen Stoffwechselvorgängen sind eine Reihe von chemischen Substanzen (Botenstoffe) beteiligt. Wenn diese Substanzen in ein Ungleichgewicht geraten, kann dies schizophrene Symptome verursachen. Eine der wichtigsten chemischen Substanzen in Bezug auf schizophrene Erkrankungen ist das Dopamin. Neuere Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass weitere Botenstoffe an der Erkrankung beteiligt seien können. Der aus dem Gleichgewicht geratene Stoffwechselvorgang im Gehirn ist auch der Ansatzpunkt für die medikamentöse Behandlung.

Anatomie des Gehirns: Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass das Gehirn von Erkrankten leichte Unregelmäßigkeiten im Vergleich zu Gesunden aufweisen kann. Diese Abweichungen können auf mikroskopisch kleiner Ebene vorkommen, Abweichungen sind aber auch auf größerer Ebene möglich, z.B. Vergrößerung einzelner Hirnkammern (3. Ventrikel). Wichtig ist aber auch hier, dass es Betroffene gibt, die keinerlei Abweichungen der Hirnanatomie aufweisen, und dass es andererseits Gesunde gibt, die diese Differenzen zwar besitzen, jedoch nicht erkranken.

Soziale und familiäre Faktoren: Diskutiert wurden u.a. bestimmte Beziehungs- und Kommunikationsmuster in der Familie, Erziehungsstile und belastende Lebensereignisse. Die Beteiligung von familiären und sozialen Faktoren an der Verursachung schizophrener Erkrankungen ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt. Gesichert ist eher, dass diese Faktoren den Verlauf der Erkrankung beeinflussen können. Wichtig ist auch, dass die beobachteten Besonderheiten z.B. in den familiären Beziehungs- und Kommunikationsmustern nicht Ursache, sondern Resultat der Erkrankung eines Familienmitgliedes sein können. So kann ein überbehütender Umgang dadurch erklärt werden, dass Eltern frühzeitig die psychische Verletzlichkeit und Erkrankungsbereitschaft des Kindes wahrnehmen und entsprechend schützend reagieren.

Psychische Faktoren: Ältere Hypothesen interpretierten schizophrene Symptome (z.B. den Größenwahn) als eine Möglichkeit, eine belastend und konfliktreich erlebte Realität zu verlassen, sie durch Entweichen in eine Scheinwelt nicht mehr erdulden zu müssen. Neuere psychologische Forschung weist darauf hin, dass schizophren Erkrankte Störungen in der Informationsverarbeitung aufweisen, und dass schizophrene Symptome sich auf der Grundlage dieser veränderten Informationsverarbeitung entwickeln. Sowohl ältere als auch neuere psychologische Untersuchungen sind eher Hinweise auf die Auswirkung einer bereits vorhandenen oder latenten Erkrankung, die Ursachenklärung ermöglichen sie weniger. Die psychologischen Theorien tragen jedoch erheblich zum Verständnis des Verhaltens und Erlebens schizophren Erkrankter bei, sie ermöglichen zudem einen verbesserten therapeutischen Zugang.

Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass ein einzelner Faktor nicht ausreicht, um die Erkrankungsursache zu klären. Es ist immer das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die die Erkrankungsbereitschaft erklären. Dabei herrscht immer noch die Einschränkung, dass eine genaue Ursachenklärung für den einzelnen Betroffenen nicht möglich ist. Verständlicherweise beschäftigen sich Patienten und Angehörige oft ausführlich und ausdauernd mit der Ursache der Erkrankung, die Beantwortung der Ursachenfrage wird jedoch im Detail offen bleiben müssen.3

2.2. klinisches Bild, pathologische Veränderungen

Zu den schizophrenen Psychosen werden psychische Erkrankungen gerechnet, die von Störungen des Denkens, der Wahrnehmung, des Ich-Erlebens, des Verhaltens, des Antriebes, der Affektivität und insgesamt der ganzen Persönlichkeit gekennzeichnet sind. Nicht hingegen von Beeinträchtigung des Bewusstseins, wie dies für die organisch begründbare Störung typisch ist, und der Intelligenz.

Die Störungen können sich äußern in wahnhaften Vorstellungen und Denkweisen, Sinnestäuschungen, bizarren, uneinfühlbaren Verhaltensweisen, unangemessenes Gestimmt sein, wie auch abnorme Bewegungsmuster und ziehen Störungen des Realitätsbezuges und der Kommunikation mit sich.

2.2.1 Grundlegende Erkenntnisse bezüglich der Symptomatik schizophrener

Erkrankungen:

1. schizophrene Psychosen sind tief greifende Störungen der Gesamtpersönlichkeit
2. kein Einzelsymptom ist spezifisch für schizophrene Erkrankungen
3. kein Einzelsymptom der Schizophrenie ist obligatorisch, d.h. es gibt kein Symptom dessen Vorhandensein für sich genommen die Diagnose sichert. Und ohne dessen Vorhandensein man nicht von einer schizophrenen Psychose reden kann.
4. das mit abstand häufigste Symptom der akuten Psychose ist die „mangelnde Krankheitseinsicht“5

Symptomtabelle4*

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Störung des Verhaltens

Die vielfältigen Störungen des Denkens, Wahrnehmens und Empfindens wirken sich natürlich auf das Verhalten der Betroffenen aus: Es kann fremd wirken, ist nicht wie gewohnt einschätzbar und vorhersehbar; es kann zu für die Umwelt sehr bizarren Verhaltensweisen kommen einschließlich selbst- oder Fremdgefährdenden Handlungen und zum sozialen Rückzug.

[...]


1 Sinngemäß ,,Psychiatrie fast" (S. Grüner) + Internetseite: www.neuro24.de/schizonhrerne.htm

2 Sinngemäß ,,Psychologie" (Zimbardo)

3 www.psychatrie-aktuell.de

4 „Schizophrenie zum Thema machen“ (G. Wienberg) * wegen besserer Übersicht sind die hier aufgeführten Symptome im Anhang (Seite 37 - 40) näher erklärt

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Bericht zum Praktikum Psychosoziale Behandlungsverfahren
Hochschule
Die Schule für Berufe mit Zukunft IFBE med. GmbH  (Schule für Ergotherapie)
Note
2
Autor
Jahr
2003
Seiten
41
Katalognummer
V20672
ISBN (eBook)
9783638244923
Dateigröße
723 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bericht, Praktikum, Psychosoziale, Behandlungsverfahren
Arbeit zitieren
Mario Schepp (Autor), 2003, Bericht zum Praktikum Psychosoziale Behandlungsverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20672

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