Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit den Themen "serviceorientierte Architekturen"
und "Web Services". Es folgen eine kurze Einführung und ein Überblick
über den Inhalt der Seminararbeit.
SOA und Web Services gewinnen in der Integration von Geschäftsanwendungen
zunehmend an Bedeutung. Wie wir im Laufe der Seminararbeit sehen werden, ist
SOA ein Konzept, welches das Geschäft eines Unternehmens nach Diensten
strukturiert, wohingegen Web Services eine konkrete Implementierung dieses
Begriffes darstellen.
In Kapitel 2 werden wir uns näher mit dem Thema der "serviceorientierten Architekturen"
befassen. Mit "Services" sind die Dienste eines Unternehmens gemeint.
Durch die Bereitstellung von Diensten über SOA, ergeben sich für Unternehmen
unter anderem Vorteile, wie Flexibilität und Vereinfachung der Verwaltung
und Wartung großer Software-Anwendungen und Kosteneinsparungen
durch Integrierung externer Services, bzw. Wiederverwendung von Services
(2.1). Wir werden in diesem Kapitel genauer auf das Paradigma der SOA eingehen.
Wir beginnen mit einer Erläuterung des Begriffes des Services (2.1.1) und werden
ihn gegen andere Konzepte wie Objektorientierte Architekturen (2.1.3.1)
und die Implementierung durch Web Services (2.1.3.2) gegeneinander abgrenzen.
Ausgehend von einer allgemeinen Beschreibung des Services, als "Mechanismus,
welcher den Zugriff auf eine oder mehrere Ressourcen ermöglicht", werden
wir sehen, dass ein von einem Service Provider angebotener Service über
eine Service Schnittstelle angeboten wird.
In einer Beschreibung der Konzepte eines Services beleuchten wir unter anderem
Aspekte, wie die Interaktion mit einem Service, die Verfügbarkeit eines Services
und das Einrichten von Service-Richtlinien zur Veröffentlichung eines Services.
(2.2.1). Um einen Service zu implementieren, ihn bedienen und aufrufen
zu können, wird einen nähere Beschreibung des Services benötigt (2.2.1.1).
Über Service-Schnittstellen erfolgt dann die Interaktion mit einem Service
(2.2.1.2). Zusätzlich zu technischen Beschreibungen, wie ein Service zu erreichen
ist, sollte ein Service Anbieter einem Service Konsumenten weitere Informationen
über die Verfügbarkeit des Dienstes zur Verfügung stellen, wie z.B. die
zeitweise Nichterreichbarkeit des Services (2.2.1.3). Service Richtlinien können
z.B. das Verschlüsseln aller Nachrichten in einem bestimmten Format festsetzen,
um bestimmten Aspekten von Privatsphäre und Sicherheit gerecht zu werden
(2.2.1.5). [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 SOA: Service-Oriented Architecture
2.1 Grundlagen
2.1.1 Überblick
2.1.2 Definition
2.1.3 Abgrenzungen
2.1.3.1 Objektorientierte Architekturen (OOA)
2.1.3.2 Web Services
2.2 Konzepte
2.2.1 Service
2.2.1.1 Service-Beschreibung (service description)
2.2.1.2 Service-Schnittstelle (service interface)
2.2.1.3 Service-Verfügbarkeit (service reachability)
2.2.1.4 Service-Funktionalität (service functionality)
2.2.1.5 Service-Richtlinien (service policy)
3 Web Services
3.1 Grundlagen
3.1.1 Entstehung
3.1.2 Definition
3.2 Protokollstapel
3.2.1.1 Bereich 1: Die Standards
3.2.1.2 Bereich 2: Entwickelnde Standards
3.2.1.3 Bereich 3: Neu entstehende Standards
3.3 Technologie
3.3.1 Infrastruktur
3.3.1.1 Publish-Discover-Bind-Model
3.3.2 SOAP: Simple Object Access Protocol
3.3.2.1 Entstehung
3.3.2.2 Definition
3.3.2.3 Datenstruktur
3.3.3 WSDL: Web Services Description Language
3.3.3.1 Entstehung
3.3.3.2 Definition
3.3.3.3 Datenstruktur
3.3.3.4 Abgrenzung zur Interface Definition Language (IDL)
3.3.4 UDDI: Universal Description Discovery and Integration
3.3.4.1 Entstehung
3.3.4.2 Definition
3.3.4.3 Datenstruktur
3.3.4.4 Verzeichnisorganisation
3.3.4.5 Schnittstellen
3.4 Implementierungen
3.4.1 Tabellarischer Überblick
3.4.2 Details
3.5 Service Komposition
3.5.1 Überblick
3.5.2 Web Service Kompositions-Modelle
3.5.2.1 Orchestrierungsmodell
3.5.2.2 Komponentenmodell
4 Nachwort
4.1 Zusammenfassung
4.2 Zukunft, Trends und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Seminararbeit analysiert das Konzept der Service-orientierten Architektur (SOA) sowie die konkrete Implementierung durch Web Services, um deren Rolle bei der Integration von Geschäftsanwendungen und der Steigerung der Unternehmensflexibilität zu untersuchen.
- Grundlagen und Definitionen der Service-orientierten Architektur (SOA)
- Technologische Basis von Web Services (SOAP, WSDL, UDDI)
- Implementierung von Web Services und Service Komposition
- Konzepte der Orchestrierung mittels BPEL und Komponentenmodellen
- Zukunftstrends in der Service-orientierten Entwicklung
Auszug aus dem Buch
3.3.2.2 Definition
In der offiziellen Definition des W3C Konsortiums (33) wird SOAP wie folgt definiert:
„SOAP Version 1.2 (SOAP) is a lightweight protocol intended for exchanging structured information in a decentralized, distributed environment. It uses XML technologies to define an extensible messaging framework providing a message construct that can be exchanged over a variety of underlying protocols. The framework has been designed to be independent of any particular programming model and other implementation specific semantics.“ (33; 34)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themengebiete Service-orientierte Architektur und Web Services ein und gibt einen Überblick über den Aufbau der Seminararbeit.
2 SOA: Service-Oriented Architecture: Dieses Kapitel definiert das Referenzmodell der SOA, grenzt es von anderen Ansätzen wie der Objektorientierung ab und erläutert die zentralen Service-Konzepte.
3 Web Services: In diesem Hauptteil werden die technischen Standards von Web Services, insbesondere SOAP, WSDL und UDDI, detailliert beschrieben und ihre Rolle innerhalb der Service-Infrastruktur analysiert.
4 Nachwort: Das Nachwort fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und wirft einen Blick auf aktuelle Trends sowie die Zukunftsperspektiven von Web Services.
Schlüsselwörter
Service-orientierte Architektur, SOA, Web Services, SOAP, WSDL, UDDI, Service Komposition, Orchestrierung, BPEL, XML, Komponentenmodell, Softwarearchitektur, Geschäftsprozesse, Middleware, Interoperabilität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Architektur von Services in IT-Systemen, wobei der Fokus auf dem SOA-Paradigmenmodell und dessen technischer Umsetzung durch Web Services liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der SOA, der technologische Protokollstapel (SOAP, WSDL, UDDI) sowie die Methoden zur Komposition und Orchestrierung von Services.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für das SOA-Modell zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Web Services als konkrete Implementierung dieses Modells die Interoperabilität und Flexibilität in Unternehmens-IT-Landschaften fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die auf offiziellen Spezifikationen des W3C und OASIS sowie auf Fachliteratur zur Softwarearchitektur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung des Protokollstapels von Web Services, die Beschreibung der Infrastruktur (Publish-Discover-Bind) und die Untersuchung von Kompositions-Modellen wie der Orchestrierung via BPEL.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie SOA, Web Services, SOAP, WSDL, UDDI, Orchestrierung, Komposition und Interoperabilität charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die SOA von der objektorientierten Architektur (OOA)?
Während bei der OOA die Kapselung von Daten und Methoden im Vordergrund steht, legt die SOA den Fokus auf die Abbildung von Geschäftsprozessen und die Bereitstellung von funktionalen Diensten, die über technische Grenzen hinweg nutzbar sind.
Welche Rolle spielt UDDI bei Web Services?
UDDI dient als zentrales Verzeichnis (Service Registry), in dem Web Services registriert, klassifiziert und von potenziellen Konsumenten gefunden werden können, was die dynamische Integration ermöglicht.
- Quote paper
- Timo Müller (Author), Jobst Planz (Author), 2009, WebServices und serviceorientierte Architektur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206818