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Techno: Unterschiedliche Aspekte und Betrachtungsweisen zu der prägenden (Sub-) Kultur der Neunziger Jahre

Title: Techno: Unterschiedliche Aspekte und Betrachtungsweisen zu der prägenden (Sub-) Kultur der Neunziger Jahre

Diploma Thesis , 2000 , 316 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Diplom Sozialpädagoge / System Coach / Trainer Alexander Rausch (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Mein Interesse, dieses Thema als Abschlussarbeit meines Studiums zu wählen, liegt zum einen im persönlichen Lebensalltag, dem Leben und Arbeiten in subkulturellen Teilbereichen der Techno-Kultur und dem Praktizieren verschiedener (Techno-) Kulturpraktiken, zum anderen darin - hier liegt die Hauptmotivation - die Techno-Bewegung nicht nur unter den Aspekten Party- und Drogenkultur darzustellen, wie bei der meisten (Techno-) Literatur geschehen, sondern vielmehr auf die Auswirkungen der Bewegung in verschiedene Bereiche des Lebensalltages der Menschen in den 90er Jahren bis heute einzugehen.

Für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist dieses Wissen um die Kulturpraktiken in heutiger Zeit sehr wichtig, um die Lebenswelt derjenigen zu begreifen, mit deren Problemen "wir uns" auseinandersetzen.

Im ersten Teil werde ich über den Kulturbegriff und die Betrachtung früherer Musikbewegungen den Weg zur heutigen Technokultur beschreiben.
Teil 2 befasst sich ausführlich mit der Geschichte elektronischer Musik (1900-Heute), beschreibt die Technokultur in all den verschiedenen Facetten (u.a. Partykultur, ästhetische Kultur, Kommunikation) und nach der Klärung der Begriffe Kunst, Kultur, Kommerz und Konsum wird der Stellenwert von Drogen in der Technokultur abschließend beleuchtet.
In Teil 3 werde ich verschiedene (Präventions-) Modelle in der Drogenarbeit in (Sub-) Kulturen vorstellen. An dieser Stelle wird die Entwicklung der alternativen Drogen-Projektarbeit von den 1970er Jahren bis Heute erläutert und die daraus folgenden, möglichen Konsequenzen diskutiert.
Teil 4 beschäftigt sich mit den kreativen Auswirkungen und innovativen Kulturpraktiken der Technobewegung. Innovation, Kunst und Kultur aus der Techno (Sub-) Kultur finden wir immer mehr im "normalen Alltag" wieder (...).

Das Ende der Arbeit bildet das Kapitel "Sichtweisen". Kultur, Subkultur, Musik, Drogen (...). Was passiert in der Entwicklung einer Gesellschaft, dass sich zu bestimmten Zeiten bestimmte Subkulturen bilden? Was bedeutet das Entstehen der Techno-Kultur für uns in heutiger Zeit? Warum jetzt? Warum Techno? Was hat das mit unserer Gesellschaft zu tun?

Ich hoffe, dass Sie sich nach dem Lesen des Buches einige der Fragen beantworten können bzw. neue Aspekte oder Sichtweisen zum Thema erlangen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1. Vorüberlegungen zur Technokultur

1.1 Der Kulturbegriff

1.1.1 Jugendkultur

1.1.2 Subkultur

1.2 Kulturindustrie

1.2.1 Die Masse

1.2.2 Ästhetische Kultur

1.3 Betrachtung früherer Musikbewegungen

1.3.1 Die Rock ´n´ Roll Ära

1.3.2 Die Beat Ära

1.3.3 Die Psychedelische Ära

1.3.4 Die Punk Ära

2. Technokultur

2.1 (Elektronische-) Musikgeschichte

2.1.1 Entwicklung der Technomusik

2.1.2 Chicago

2.1.3 Detroit

2.1.4 Ibiza

2.1.5 Goa

2.1.6 London

2.1.7 Manchester

2.1.8 Frankfurt am Main

2.1.9 Berlin

2.2 Techno-Musik

2.2.1 Technosound und Technoproduktion

2.2.2 Plattenlabel

2.2.3 Tonträger / Musik als Ware

2.2.4 Ton - Träger / Die Discjockeys (DJ´s)

2.3 Technokultur / Partykultur

2.3.1 The Raving Society

2.3.1.1 Altersspezifische Zuordnung

2.3.1.2 Club – Kultur

2.3.1.3 Rave-Kultur

2.3.1.4 Klasse / Schicht / Ethnizität

2.3.1.5 Geschlecht

2.4 Techno – Eine ästhetische Kultur

2.4.1 Hören

2.4.2 Sehen

2.4.3 Fühlen

2.5 Kommunikation

2.5.1 Flyer

2.5.2 Fanzines und Magazine

2.5.3 Radio

2.5.4 TV

2.5.5 Internet

2.5.6 Kleidung / Sprache

2.5.6.1 Kleidungsstil

2.5.6.2 Sprache

2.6 Massenphänomen

2.6.1 Paraden und Großveranstaltungen

2.7 Kunst / Kultur / Kommerz / Konsum

2.7.1 Kunst

2.7.2 Kultur

2.7.3 Kommerz

2.7.4 Konsum

2.8 Drogen

2.8.1 Geschichte

2.8.2 Kultur / Subkultur

2.8.3 Aspekte der modernen Gesellschaft

2.8.4 Drogen im Technokontext

2.8.4.1 Techno-Drogen: Begriffsklärung

2.8.4.2 Psychoaktive Substanzen

2.8.4.3 Stofflichkeiten

2.8.4.4 Gebrauch psychoaktiver Substanzen in der Techno-Szene

2.9 Über ein Jahrzehnt Technokultur

3. Sozialarbeit in der (Sub-) Kultur

3.1 Vorstellung des Projekts Eve & Rave e.V.

3.2 Vereinskonzept und Tätigkeitbeschreibung

3.2.1 „Rave, pure Rave“

3.3 Vorstellung einzelner Projekte

3.3.1 Das Safer House Konzept: Die Idee vom gesunden Feiern

3.3.2 Druckchecking und Healthservice

3.3.3 Monitoring (Trendüberwachung)

3.3.4 Party- und Chill Out Konzept

3.4 Europaweite Vernetzung / Zusammenarbeit

3.5 Auswirkungen in der Sozialarbeit

3.6 Neue Wege- oder: Der alte Kampf um die Freiheit

3.6.1 RELEASE:Verein zur Bekämpfung der Rauschgiftgfahr

3.6.2 Selbstverständnis akzeptierender Drogenarbeit in den 80ern

3.6.2.1 Harm - reduction - Strategien im Strafvollzug

3.6.2.2 Ecstasy als Unterrichtsthema

3.6.2.3 INDRO e.V.

3.7 Zusammenfassung

4. Techno-Kultur als Tummelplatz für kreative Menschen und innovative Projekte

4.1 Drogen mal ganz anders (über MDMA)

4.1.1 Professionelle Therapie

4.1.2 Private „Reisen“

4.2 Mindmachines - Techno-Meditation

4.2.1 Mindmachines – Meditationsmaschinen

4.2.1.1 Einführung

4.2.1.2 Die Funktion von Mindmachines

4.2.1.3 Optisch - akustische Mindmachines

4.2.1.4 Kommunizieren im Geist

4.2.2 Techno unter Wasser

4.2.2.1 Liquid Sound - Symphonie der Sinne

4.3 Klangkunst - „Kunst macht hörbar“

4.3.1 Psychoaktive Substanzen für das Gehör

4.4 Goa-Trancebewegung - Techno-Hippies

4.4.1 Die Cybertribes

4.4.2 Spiral Tribe UK

4.4.3 Psychonautisches Techno-Zeitalter

4.5 Techno + Japan

4.5.1 Liveact im Citröen

5. Sichtweisen

5.1 Einblick

5.2 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Diese Diplomarbeit untersucht die Technokultur der 1990er Jahre, wobei der Fokus nicht ausschließlich auf den Party- und Drogenaspekten liegt, sondern die Bewegung in ihrer Gesamtheit sowie ihre Auswirkungen auf den Lebensalltag der Menschen analysiert wird. Ziel ist es, die einseitige mediale Darstellung zu hinterfragen und die Technokultur aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten.

  • Soziologische und kulturtheoretische Verortung von Techno als Jugend- und Subkultur.
  • Analyse der Musikgeschichte und der Entwicklung spezifischer Kulturpraktiken.
  • Untersuchung von Konsumverhalten, Kommerzialisierung und deren Wechselwirkungen mit der Szene.
  • Darstellung von Drogenphänomenen und akzeptierenden Ansätzen in der Drogensozialarbeit am Beispiel des Vereins Eve & Rave.
  • Kritische Reflexion der Rolle von Medien und staatlicher Repression gegenüber Jugendbewegungen.

Auszug aus dem Buch

2.5.6.1 Kleidungsstil

Der Körper als Medium zum Ausdruck der Identität oder als Findungsort derselben, wird von den Szenezugehörigen nicht nur beim Tanz als „Ort der Selbsterfahrung“ genutzt. Die Selbstinszenierung und Präsentation des Körpers findet im wesentlichen über die Mode, das Outfit statt.

Die Clubber und Raver sind extrem modebewußt, wobei sie sich allerdings nicht nur dem industriellen Mode- (Waren-) Angebot beschränken. Vor allem in der Anfangszeit von Techno - später und heute eher in den subkulturellen Teilen der Szene - sind die Szeneanhänger sehr experimentel mit Mode umgegangen. „Kleidungsstücke und Accessoires, die beispielsweise in der Schwulen- oder der S/M-Szene benutzt wurden, fanden in der Technoszene Eingang, wurden hier verfremdet und zum Symbol für das Spiel mit sexuellen und geschlechtlichen Identitäten. Dieses spielerische zitieren fremder Zeichen vollzog sich zur gleichen Zeit auch im Rückgriff auf Berufskleidungen wie die der Straßenreiniger, auf Armeekleidung, Tarn- und Taucheranzüge. Ebenso breit wie die Palette der Kleidungsstücke ist auch die der verwendeten Accessoires, deren Spannbreite vom Schnuller bis zur Gasmaske reicht“ (Klein 1999, S. 187).

Die Kleidung der Clubber und Raver ist aber nicht durchgängig extrem auffällig bzw. „overstyled“, sondern oftmals auch entweder extrem praktisch und/oder second hand, und somit eher ein „Sample“ der Hippiemode. Parties im Freien, sowie die oftmals weit entfernten Raves lassen die Szenezugehörigen zu praktisch orientierten Travellern mit Rucksäcken (in denen das nötigste für ein Wochenende eingepackt wird) und robuster, bequemer Kleidung werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorüberlegungen zur Technokultur: Dieses Kapitel liefert einen theoretischen Rahmen, indem der Kulturbegriff geklärt und die Technobewegung in den historischen Kontext früherer Jugendkulturen wie Rock 'n' Roll und Punk eingeordnet wird.

Technokultur: Hier werden die verschiedenen Dimensionen der Technokultur – von der Musikgeschichte bis hin zu Partykultur, ästhetischen Aspekten, Kommunikation und Drogenkonsum – tiefgehend analysiert.

Sozialarbeit in der (Sub-) Kultur: Dieses Kapitel stellt am Beispiel des Vereins Eve & Rave e.V. Ansätze der akzeptierenden Drogenarbeit vor und diskutiert Möglichkeiten der Prävention im direkten Kontext der Techno-Szene.

Techno-Kultur als Tummelplatz für kreative Menschen und innovative Projekte: Der Fokus liegt hier auf kreativen Ausdrucksformen innerhalb der Szene, wie beispielsweise Klangkunst oder der Einsatz von Mindmachines als Werkzeuge zur Bewusstseinserweiterung.

Sichtweisen: Das abschließende Kapitel reflektiert die gesellschaftliche Befremdung gegenüber Techno und unterstreicht die Notwendigkeit eines vorurteilsfreien Verständnisses für die Lebenswelt der Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Technokultur, Musikbewegung, Jugendkultur, Subkultur, Drogensozialarbeit, Akzeptierende Drogenarbeit, Eve & Rave, Rave, Clubkultur, Rave-Kultur, Musikproduktion, Medienkritik, Konsum, Kulturindustrie, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Technokultur der 1990er Jahre als eigenständige und vielschichtige Kulturform, die weit über das bloße Feiern hinausgeht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Musikgeschichte, den spezifischen Kulturpraktiken der Szene, dem Umgang mit Drogen sowie der kommerziellen Entwicklung der Bewegung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das durch Medien oft einseitig verzerrte Bild der Technokultur als bloße Konsum- und Drogenbewegung zu widerlegen und ihre soziologische Bedeutung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die soziologische Theorien, kulturwissenschaftliche Ansätze sowie spezifische Fallbeispiele (wie den Verein Eve & Rave) integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der Technokultur in ihren verschiedenen Facetten sowie die Darstellung praktischer Ansätze der Sozialarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Technokultur, Subkultur, Drogensozialarbeit, Akzeptanz, Rave-Kultur, Identitätsbildung und Kulturindustrie.

Wie unterscheidet sich die „Rave-Kultur“ von der „Club-Kultur“?

Der Autor unterscheidet primär nach der Altersstruktur und dem kommerziellen Charakter: Während die Rave-Kultur eher jüngere Fans anspricht und stärker kommerzialisiert ist, wird die Club-Kultur als ein eher dem Underground verhaftetes Milieu beschrieben.

Warum ist das Thema für die Sozialarbeit so relevant?

Für den Autor, selbst angehender Sozialarbeiter, ist das Verständnis der Lebenswelt und der spezifischen Kulturpraktiken der Jugendlichen essenziell, um eine authentische und akzeptierende pädagogische Arbeit leisten zu können.

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Details

Title
Techno: Unterschiedliche Aspekte und Betrachtungsweisen zu der prägenden (Sub-) Kultur der Neunziger Jahre
College
University of Kassel  (Fachbereich Sozialwesen)
Grade
sehr gut
Author
Diplom Sozialpädagoge / System Coach / Trainer Alexander Rausch (Author)
Publication Year
2000
Pages
316
Catalog Number
V20686
ISBN (eBook)
9783638245050
ISBN (Book)
9783638715539
Language
German
Tags
Techno Unterschiedliche Aspekte Betrachtungsweisen Kultur Neunziger Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Sozialpädagoge / System Coach / Trainer Alexander Rausch (Author), 2000, Techno: Unterschiedliche Aspekte und Betrachtungsweisen zu der prägenden (Sub-) Kultur der Neunziger Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20686
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