Vor 100 Jahren meldete der große Erfinder Viktor Kaplan das erste Patent auf eine Turbine mit drehbaren Schaufeln an. Der Aufsatz schildert den dornenreichen Weg von den ersten Experimenten bis zur gelungenen Konstruktion der ersten Turbine.
Inhaltsverzeichnis
- Vom Wasserrad zu den ersten Turbinen
- Stand der Wasserkraft-Technik zu Beginn des 20. Jahrhunderts
- Viktor Kaplans Lebenslauf
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text beleuchtet die Geschichte der Kaplanturbine und zeichnet den Weg von den frühen Wasserrädern bis zur Entwicklung dieser wichtigen Technologie nach. Dabei werden die verschiedenen Typen von Turbinen vorgestellt und ihre Entwicklung in historischen Kontext gesetzt.
- Entwicklung der Wasserturbine vom Wasserrad bis zur Kaplanturbine
- Bedeutung der Kaplanturbine für die wirtschaftliche Nutzung der Wasserkraft
- Viktor Kaplans Lebenslauf und seine Rolle bei der Entwicklung der Kaplanturbine
- Technische Herausforderungen und Lösungen in der Entwicklung der Wasserkraftnutzung
- Der Einfluss von Persönlichkeiten und Unternehmen auf die Entwicklung der Wasserkrafttechnik
Zusammenfassung der Kapitel
Vom Wasserrad zu den ersten Turbinen
Das Kapitel beschreibt die Entwicklung der Wasserkraftnutzung von den ersten Wasserrädern bis zur Entstehung der ersten Turbinen. Es erläutert die wachsende Bedeutung von Wasserkraft und die Herausforderungen, die die klassischen Wassermühlen nicht mehr bewältigen konnten. Die Erfindung der Turbine durch Claude Burdin und die weiteren Entwicklungen durch Benolt Fourneyron werden dargestellt.
Stand der Wasserkraft-Technik zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Das Kapitel beleuchtet die Situation der Wasserkrafttechnik zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es wird hervorgehoben, dass Pelton- und Francisturbinen bereits weit verbreitet waren, jedoch eine Turbine fehlte, die die Nutzung von Wasserkraft in Flüssen wirtschaftlich ermöglichte. Die Schwächen der Francisturbinen in Bezug auf Drehzahl und Wirkungsgrad werden erläutert.
Viktor Kaplans Lebenslauf
Dieses Kapitel zeichnet den Lebenslauf von Viktor Kaplan nach. Es beleuchtet seine Kindheit, seine Ausbildung, seinen Militärdienst und seine beruflichen Stationen. Die Beschreibung von Kaplans frühen technischen Experimenten und seiner späteren Tätigkeit als Konstrukteur bei der Firma GANZ in Leobersdorf gibt einen Einblick in seine frühe Entwicklung als Ingenieur.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Textes sind: Kaplanturbine, Wasserkraft, Wasserrad, Turbine, Francisturbine, Pelton-Turbine, Viktor Kaplan, Ingenieurwesen, Technikgeschichte, Wirtschaftlichkeit, Wasserkraftnutzung, Fluss, Drehzahl, Wirkungsgrad.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an der Kaplanturbine?
Die Kaplanturbine verfügt über verstellbare Laufradschaufeln, wodurch sie auch bei schwankenden Wassermengen und geringen Fallhöhen einen sehr hohen Wirkungsgrad erzielt.
Wer war Viktor Kaplan?
Viktor Kaplan (1876–1934) war ein österreichischer Ingenieur und Erfinder, der vor 100 Jahren die nach ihm benannte Turbine entwickelte.
In welchen Gewässern wird die Kaplanturbine eingesetzt?
Sie eignet sich ideal für Flusskraftwerke mit großen Wassermengen und niedrigen Fallhöhen, wo herkömmliche Turbinen weniger effizient wären.
Wie unterscheidet sich die Kaplanturbine von der Francisturbine?
Während die Francisturbine für mittlere Fallhöhen optimiert ist, kann die Kaplanturbine durch ihre drehbaren Schaufeln besser auf wechselnde Betriebsbedingungen reagieren.
Welche technischen Herausforderungen gab es bei der Entwicklung?
Kaplan musste jahrelang experimentieren, um Probleme wie Kavitation (Dampfblasenbildung) und die mechanische Steuerung der Schaufeln zu lösen.
Warum war die Erfindung wirtschaftlich so bedeutend?
Sie ermöglichte erstmals die großflächige und effiziente Nutzung der Wasserkraft in Flachlandflüssen, was die regenerative Stromerzeugung massiv vorantrieb.
- Arbeit zitieren
- Mag.phil. Dr. phil. Martin Gschwandtner (Autor:in), 2013, 100 Jahre Kaplanturbine, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207020