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Zur Trennung von Retail- und Investmentbanking

Titel: Zur Trennung von Retail- und Investmentbanking

Diplomarbeit , 2012 , 118 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Reuther (Autor:in)

VWL - Makroökonomie, allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die institutionelle Ausgestaltung von Bankensystemen. Mit Bezug auf die politische Diskussion, hinsichtlich der Trennung des klassischen Einlagen- und Kreditgeschäftes von den peripheren Geschäftsbereichen der Banken, wird versucht darzustellen, ob aus einer derartigen Trennung positive Effekte, hinsichtlich der Finanzmarktstabilität, abgeleitet werden können. Dazu werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, aus diesen Hypothesen formuliert und abschließend empirisch überprüft. Anhaltspunkte dafür, dass über eine gesetzliche Restriktion der Geschäftstätigkeit von Geschäftsbanken auf nationaler Ebene eine Stabilisierung oder Haftungsbeschränkung erreicht würde, konnten im Rahmen dieser Arbeit nicht gefunden werden.

In Abschnitt 1 werden zunächst die notwendigen theoretischen Grundlagen erarbeitet. Der neoklassischen Effizienzmarkthypothese werden der Transaktionskostenansatz sowie der Prinzipal-Agent-Ansatz der Neuen Institutionenökonomik gegenübergestellt. Daran soll verdeutlicht werden, welche Bedeutung Banken allgemein unter der Annahme unvollkommener Märkte und unvollständiger Information zukommt. Ebenso wird gezeigt, wie aus der Interaktion der Marktakteure aufgrund von Informationsasymmetrie Negativanreize resultieren können, die Anomalien begünstigen und das Finanzsystem tendenziell destabilisieren.

Abschnitt 2 stellt, vor dem Hintergrund der im vorhergehenden Abschnitt gewonnenen Erkenntnisse über Finanzsysteme an sich, die möglichen Ausgestaltungsformen von Bank- und Finanzsystemen dar. Aus der theoretischen Konstruktion von Universal- und Trennbankensystemen werden abschließend Hypothesen formuliert, anhand deren Prüfung im weiteren Verlauf Erkenntnisse zur Beantwortung der Ausgangsfrage gewonnen werden sollen.

In Abschnitt 3 wird zunächst, in Form eines Exkurses, die internationale Finanzmarktarchitektur vorgestellt und die Eigenschaft der Finanzmarktstabilität als öffentliches Gut hervorgehoben. In Abschnitt 4 wird versucht, die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse anhand geeignet erscheinender Merkmale empirisch nachzuvollziehen. Dazu werden Länder gemäß ihrer jeweiligen Bankensysteme miteinander verglichen.

In Abschnitt 5 werden die zuvor formulierten Hypothesen überprüft, interpretiert und die Ergebnisse zusammengefasst. Zusätzlich erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit, in welcher Schwächen, Vorbehalte und alternative Herangehensweisen an die Thematik aufgezeigt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Problemstellung

1 Zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Banken

1.1 Neoklassischer Ansatz der Effizienzmarkthypothese

1.2 Ansatz der Neuen Institutionenökonomik

1.2.1 Transaktionskostenansatz

1.2.1.1 Haushalte

1.2.1.2 Unternehmen

1.2.1.3 Intermediäre

1.2.2 Grundlagen der Prinzipal-Agent-Theorie

1.2.2.1 Verborgene Eigenschaften

1.2.2.2 Adverse Selektion

1.2.2.3 Hidden action

1.2.2.4 Moral hazard und adverse Selektion

1.2.2.5 Lösungsansätze

1.3 Kapitalmärkte als markets for lemons

1.3.1 Kapitalanbieter als Prinzipale

1.3.2 Banken als Prinzipale

2 Finanz- und Bankensysteme

2.1 Finanzsysteme

2.2 Bankensysteme

2.2.1 Universalbankensystem

2.2.2 Trennbankensystem

2.3 Geschäftsfelder von Banken

2.3.1 Kerngeschäft

2.3.1.1 Passivgeschäft

2.3.1.2 Aktivgeschäft

2.3.2 Peripheriegeschäft

2.4 Formen der Unternehmensfinanzierung

2.4.1 Bankorientierte Unternehmensfinanzierung

2.4.2 Kapitalmarktorientierte Unternehmensfinanzierung

2.5 Modellierung der theoretischen Erkenntnisse

2.5.1 Vollkommener Kapitalmarkt

2.5.2 Unvollkommener Kapitalmarkt ohne Intermediation

2.5.3 Unvollkommener Kapitalmarkt Universalbankensystem

2.5.4 Unvollkommener Kapitalmarkt Trennbankensystem

2.6 Hypothesen

3 Exkurs internationale Finanzmarktarchitektur

3.1 Abgrenzung von Gütermärkten

3.2 Krisen

3.2.1 Kreditklemme

3.2.2 Finanzmarktstabilität als öffentliches Gut

3.3 Finanzderivate

3.3.1 Absicherung

3.3.2 Spekulations- und Arbitragegeschäfte

3.3.3 Originate – to – distribute – Strategie

4 Empirische Evidenz

4.1 Zuordnung Bankensystem

4.2 Indikatorenauswahl

4.2.1 Financial Development Indicator

4.2.2 Banksystemstabilitätsindikator

4.2.3 Z-score

4.2.4 Price-to-Rent-Ratio

4.2.5 Cost-Income-Ratio

4.2.6 Gemeinkosten/Aktiva

4.2.7 Gesamtkapitalrentabilität

4.2.8 Nettozinsspanne

4.2.9 Systemische Bankenkrisen 1970 bis 2009

5 Ergebnis

5.1 Überprüfen der Hypothesen

5.1.1 H1 Informationskosten

5.1.2 H2 Informationsqualität

5.1.3 H3 Informationsasymmetrie

5.1.4 H4 Stabilität

5.2 Kritik und Vorbehalte

Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der institutionellen Ausgestaltung von Bankensystemen auf die Finanzmarktstabilität, insbesondere im Hinblick auf die politische Debatte um eine Trennung von klassischem Einlagen- und Kreditgeschäft von peripheren Investmentaktivitäten.

  • Vergleich von Universalbankensystemen und Trennbankensystemen
  • Analyse der Rolle von Banken als Finanzintermediäre unter Informationsasymmetrie
  • Theoretische Modellierung der Stabilität von Finanzsystemen mittels Prinzipal-Agent-Theorie
  • Empirische Untersuchung von Bankensystemen anhand ausgewählter Indikatoren und Krisenhäufigkeiten

Auszug aus dem Buch

1.1 Neoklassischer Ansatz der Effizienzmarkthypothese

Die grundlegende Arbeit zu effizienten Kapitalmärkten veröffentlichte Eugene Fama im Jahr 1970. Fama führt darin aus, dass ideale Kapitalmärkte in dem Moment als effizient angesehen werden können, wenn in den Preisen der gehandelten Wertpapiere sämtliche verfügbaren Informationen der Kapitalanbieter abgebildet sind. Er übernimmt damit die strengen Annahmen der neoklassischen Theorie von perfekten Märkten. Auf perfekten Märkten handeln alle Wirtschaftssubjekte unabhängig voneinander, streng rational, sind Nutzenmaximierer und besitzen identische Präferenzen. Vor allem aber, treffen sie ihre Entscheidungen unter der Prämisse vollständiger Information. Das heißt, alle Marktteilnehmer verfügen über sämtliche vorhandenen Informationen, nehmen sie gleichzeitig auf und interpretieren sie identisch. Auf dieser Grundlage bilden sie gleiche Erwartungen über die Zukunft.

Daraus folgt, dass der gegenwärtige Preis eines Wertpapiers der abdiskontierten Erwartung aller Marktteilnehmer über die Wertentwicklung entspricht. Wenn die Wertentwicklung von allen Marktteilnehmern gleich erwartet wird, kann kein Akteur mit seiner Investition eine Rendite oberhalb der durchschnittlichen Marktrendite erzielen. Der Gleichgewichtspreis ist dann das Ergebnis von Tauschhandlungen, die ausschließlich zur Wertermittlung getätigt werden. Ein weiterer Handel käme nicht zustande.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Banken: Theoretische Untersuchung der Rolle von Finanzinstitutionen auf Basis neoklassischer Modelle und der Neuen Institutionenökonomik, insbesondere unter Aspekten von Informationsasymmetrie.

2 Finanz- und Bankensysteme: Darstellung der verschiedenen Ausgestaltungsformen von Bank- und Finanzsystemen, inklusive der Abgrenzung von Geschäftsfeldern und Formen der Unternehmensfinanzierung.

3 Exkurs internationale Finanzmarktarchitektur: Erläuterung der Mechanismen auf Finanzmärkten und die Eigenschaft der Finanzmarktstabilität als öffentliches Gut.

4 Empirische Evidenz: Empirische Analyse und Vergleich der Stabilität und Effizienz von Universal- und Trennbankensystemen anhand verschiedener ökonomischer Indikatoren.

5 Ergebnis: Zusammenführung der theoretischen Hypothesen mit den empirischen Daten und kritische Würdigung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Bankensystem, Universalbankensystem, Trennbankensystem, Finanzmarktstabilität, Informationsasymmetrie, Prinzipal-Agent-Theorie, Adverse Selektion, Moral Hazard, Intermediation, Bankenkrise, Unternehmensfinanzierung, Finanzderivate, Effizienzmarkthypothese, Regulierungsintensität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die institutionelle Ausgestaltung von Bankensystemen und untersucht, ob eine gesetzliche Trennung zwischen dem klassischen Kreditgeschäft und riskanten Investmentbereichen zu einer höheren Stabilität führt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Vergleich von Universal- und Trennbankensystemen, die Rolle der Banken als Intermediäre, Informationsasymmetrien und deren Auswirkung auf die Stabilität von Finanzmärkten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll beantwortet werden, ob durch eine regulatorische Trennung (wie beim Trennbankensystem) positive Effekte für die Stabilität des Bankensystems erreicht werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit kombiniert einen theoretischen Teil (unter anderem Prinzipal-Agent-Theorie, Transaktionskostenansatz) mit einem empirischen Teil, in dem Länderdaten auf Basis von Indikatoren und Korrelationsanalysen ausgewertet werden.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Prinzipal-Agent-Beziehungen, die Modellierung von Finanzsystemen sowie der empirische Vergleich von 28 Ländern bezüglich Indikatoren wie Stabilität und Krisenhäufigkeit detailliert behandelt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Informationsasymmetrie, Adverse Selektion, Moral Hazard, Universalbank, Trennbankensystem und systemische Bankenkrisen.

Konnte der Autor positive Effekte für das Trennbankensystem feststellen?

Nein, der Autor konnte im Rahmen der Arbeit keine Anhaltspunkte dafür finden, dass durch eine gesetzliche Trennung der Geschäftstätigkeit eine Stabilisierung oder Haftungsbeschränkung erreicht würde.

Welche Rolle spielt die Volcker-Regel oder der Glass-Steagall-Act im Dokument?

Diese werden als Beispiele für ordnungspolitische Eingriffe und gesetzliche Bestrebungen in den USA und anderen Ländern zur Trennung von Bankgeschäften angeführt, um Krisen vorzubeugen.

Ende der Leseprobe aus 118 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Trennung von Retail- und Investmentbanking
Hochschule
Universität Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Note
1,7
Autor
Sebastian Reuther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
118
Katalognummer
V207072
ISBN (eBook)
9783656345220
ISBN (Buch)
9783656345374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Investmentbanking Retailbanking Makroökonomie Geldtheorie Banking Banken Universalbank Universalbankensystem Trennbankensystem Finanzkrise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Reuther (Autor:in), 2012, Zur Trennung von Retail- und Investmentbanking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207072
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  118  Seiten
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