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Planung, Durchführung und Evaluation eines Konzeptes zum Umgang mit Unterrichtsstörungen im 7. Jahrgang eines Gymnasiums

Title: Planung, Durchführung und Evaluation eines Konzeptes zum Umgang mit Unterrichtsstörungen im 7. Jahrgang eines Gymnasiums

Examination Thesis , 2012 , 30 Pages

Autor:in: Ina Hartmann (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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„Die Jugend liebt heute den Luxus - verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und plaudert, wenn sie arbeiten sollte.“ (Sokrates)
Sokrates Zitat, welches ich oben angefügt habe, stammt bereits aus der Zeit um 400 vor Christus und ist damit bereits fast 2500 Jahre alt. Der griechische Philosoph stellte bereits damals fest, was noch heute, besonders in den Schulen, zu beobachten ist: ein Fehlverhalten von Jugendlichen gegenüber Autoritäten.
Autoritäten, das sind auch wir, die Lehrerinnen und Lehrer, die sich täglich mit der Jugend von heute beschäftigen und dies auch gerne tun. Nichts desto trotz kommt es ab und zu auch zu ungewollten Situationen, mit denen wir Lehrerinnen und Lehrer dann umgehen müssen – den Unterrichtsstörungen.
Was aber sind eigentlich Unterrichtsstörungen? Hier gibt es nun eine ganze Vielzahl an Definitionen, von denen ich mir eine herausgesucht habe, die für mich am Gelungensten ist: „Unterrichtsstörungen sind Handlungen, welche die von einer Lehrkraft beabsichtigte Unterrichtsdurchführung behindern, und zwar (a) indem sie andere Personen, nämlich die Lehrkraft oder die Mitschüler, in ihrer aufgabenbezogenen Aktivität beeinträchtigen, und/oder (b) indem die die eigene aufgabenbezogene Aufmerksamkeit und Mitarbeit beeinträchtigen.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

I Entfaltung des Themas

a) Situationsbezug und Problemgehalt des Themas

b) Folgen von Unterrichtsstörungen

c) Aktuelle Diskussionen zum Thema

d) Zielvorstellung und Erkenntnisgewinn

e) Kriterien zur Evaluation

f) Eingrenzung des Themas

II Bearbeitung des Themas

Der Fragebogen für die SchülerInnen und LehrerInnen der Klasse 7

Die Ergebnisse der Befragung

a) Die Auswertung der SchülerInnen-Fragebögen

Fazit der SuS- Befragung

b) Die Auswertung der LehrerInnen-Fragebögen

Fazit der Lehrer – Befragung

III Folgerungen für den eigenen Unterricht

Disziplin als Grundlage für störungsfreien Unterricht

Lehrerverhalten

Regeln und Organisation

Prävention durch breite Aktivierung

Prävention durch Unterrichtsfluss

Prävention durch Präsenz- und Stoppsignale

a) Nonverbale Signale

b) Verbale Signale

Fazit der Präventionsmöglichkeiten

IV Die praktische Erprobung der aufgeführten Präventionsmaßnahmen

a) Die ersten zwei Wochen im Politikunterricht der Klasse 7

b) Die folgenden zwei Wochen im Politikunterricht der Klasse 7

c) Fazit meines „Selbstversuches“

V Abschlussbemerkung

VI Mögliche Weiterentwicklung

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, durch eine fundierte Analyse von Unterrichtsstörungen in einer 7. Klasse ein wirksames Konzept zur Prävention und zum Umgang mit Störungen zu entwickeln, das primär am Verhalten der Lehrperson ansetzt, um einen möglichst störungsfreien und lehrreichen Unterricht zu gewährleisten.

  • Analyse der Wahrnehmung von Unterrichtsstörungen durch SchülerInnen und Lehrkräfte
  • Entwicklung und Anwendung von Präventionsmaßnahmen wie Regeln, breiter Aktivierung und Unterrichtsfluss
  • Einsatz nonverbaler und verbaler Signale als Klassenführungsinstrumente
  • Praktische Evaluation der Maßnahmen durch einen vierwöchigen Selbstversuch im Fach Politik
  • Professionalisierung des eigenen Lehrerverhaltens zur Störungsreduktion

Auszug aus dem Buch

c) Nonverbale Signale

Nonverbale Signale sind besonders effektiv, da sie die Störenden erreichen, ohne die Klasse selbst abzulenken. Hierzugehören eigentlich simple „Tricks“ wie das Stehen innerhalb der Klasse an einem Ort, an welchem man das Geschehen gut überblicken kann.

Auch das Bewegen im Raum zeigt Präsenz, besonders wenn man gezielt störende SuS anläuft und neben ihnen stoppt. Prädestiniert für Störungen ist die Zeit, in welcher der Lehrer an der Tafel schreibt. Hier lohnt es sich, immer mal wieder einen Blick auf die Klasse zu werfen. Nach einer Weile innerhalb einer Klasse gelingt es vielleicht dann auch einen störenden Schüler herauszuhören und direkt zu ermahnen. Hier besteht jedoch die Gefahr sich verhört zu haben und jemand Falsches zu ermahnen. Möglich ist es zudem sich seitlich an die Tafel zu stellen, so dass der Klasse nicht der Rücken zugedreht wird. Auch das erhöht die Präsenz. Zudem sollte es immer wieder auch möglich sein, statt der Tafel den Overheadprojektor zu nutzen. Hier entgeht man diesem Problem, da Blickkontakt möglich ist.

Die Klasse muss immer das Gefühl haben, insgesamt angesprochen zu sein und eine Lehrkraft vor sich zu sehen, die alles „im Blick“ hat. So ist es sinnvoll den Blick auch im Gespräch mit einzelnen SuS über das gesamte Plenum schweifen zu lassen.

Sobald Störungen wahrgenommen werden, reicht oftmals schon ein „böser Blick“ aus, um die SuS darauf aufmerksam zu machen, dass man die Störung registriert hat und diese von nun an unterbleiben soll.

Der riesige Vorteil von nonverbalen Signalen ist die Tatsache, dass der Unterricht auf der verbalen Ebene ungestört weitergeht und sich die aufmerksamen SuS nicht langweilen müssen. Dennoch fühlen sich auch die störenden SuS angesprochen und wissen, was in diesem Fall zu tun ist. Und nonverbale Signale wirken eher sanft, da man sich nicht im Ton vergreifen kann. Einige Zeichen wirken jedoch nicht von selbst und sollten aus diesem Grund zu Beginn des Unterrichts eingeführt und besprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I Entfaltung des Themas: Einleitung in die Problematik von Unterrichtsstörungen sowie Erläuterung der Zielsetzung und Evaluationskriterien der Arbeit.

II Bearbeitung des Themas: Detaillierte Auswertung der Fragebögen von SchülerInnen und Lehrkräften, um Ursachen und Wahrnehmungen von Störungen zu identifizieren.

III Folgerungen für den eigenen Unterricht: Herleitung von pädagogischen Maßnahmen wie Regeln, Aktivierungsmethoden und Signalen zur Prävention von Unterrichtsstörungen.

IV Die praktische Erprobung der aufgeführten Präventionsmaßnahmen: Beschreibung und Reflexion des vierwöchigen Selbstversuchs im Politikunterricht zur Umsetzung der erarbeiteten Strategien.

V Abschlussbemerkung: Resümee über den persönlichen Lernprozess und die professionelle Entwicklung im Umgang mit Störungen.

VI Mögliche Weiterentwicklung: Ausblick auf zukünftige Evaluationsmöglichkeiten zur kontinuierlichen Unterrichtsverbesserung.

Schlüsselwörter

Unterrichtsstörungen, Lehrerverhalten, Klassenführung, Prävention, Schülerbefragung, Störungsprävention, Disziplin, Unterrichtsfluss, Nonverbale Signale, Verbale Signale, Selbstversuch, Politikunterricht, Klassenraummanagement, Lehrkompetenz, Schulklima.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Planung, Durchführung und Evaluation eines Konzepts zur Reduzierung von Unterrichtsstörungen in einer 7. Klasse am Gymnasium.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ursachenanalyse von Störungen mittels Befragungen, das Lehrerverhalten, die Implementierung von Klassenregeln und der Einsatz von Präventionssignalen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie durch eine gezielte Anpassung des eigenen Lehrerverhaltens ein störungsfreierer und effektiverer Unterricht gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Störungsprävention mit einer empirischen Datenerhebung durch Fragebögen an SchülerInnen und Lehrkräfte sowie einem praktischen Selbstversuch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auswertung der Befragungsergebnisse, die theoretische Herleitung von Präventionsmaßnahmen und die Dokumentation der praktischen Erprobung in der Klasse 7.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Unterrichtsstörungen, Lehrerverhalten, Klassenführung, Prävention und Schülerbefragung.

Warum wurde das Störungsprotokoll als Werkzeug gewählt?

Das Störungsprotokoll diente zur transparenten Dokumentation der Störungen und ermöglichte es der Autorin, die Wirksamkeit der neuen Maßnahmen über einen Zeitraum von vier Wochen zu erfassen.

Welche Rolle spielen Regeln in diesem Konzept?

Regeln fungieren als Basis für Gerechtigkeit und Orientierung, wobei die Autorin betont, dass diese gemeinsam mit den SchülerInnen entwickelt werden sollten, um eine höhere Akzeptanz zu erreichen.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Ansätzen?

Der Fokus liegt nicht auf der Disziplinierung durch Strenge, sondern auf der Professionalisierung des Lehrerverhaltens durch Präsenz, Vorbereitung und pädagogisches Geschick.

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Details

Title
Planung, Durchführung und Evaluation eines Konzeptes zum Umgang mit Unterrichtsstörungen im 7. Jahrgang eines Gymnasiums
College
Studienseminar Detmold
Author
Ina Hartmann (Author)
Publication Year
2012
Pages
30
Catalog Number
V207094
ISBN (eBook)
9783656356028
ISBN (Book)
9783656356769
Language
German
Tags
planung durchführung evaluation konzeptes umgang unterrichtsstörungen jahrgang gymnasiums
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Hartmann (Author), 2012, Planung, Durchführung und Evaluation eines Konzeptes zum Umgang mit Unterrichtsstörungen im 7. Jahrgang eines Gymnasiums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207094
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