Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Nomenclature, Onomastics

Namenmorphologie. Die morphologische Struktur der germanischen zweigliedrigen Rufnamen

Title: Namenmorphologie. Die morphologische Struktur der germanischen zweigliedrigen Rufnamen

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sandra Johann (Author)

Nomenclature, Onomastics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Neben Entwicklungsgeschichte und sprachtheoretischen Aspekten spielt vor allem die Namenmorphologie eine große Rolle bei der Entwicklung der heutigen Eigennamen. Diese Arbeit versucht eine knappe Übersicht über einen Teil der Morphologie zu bieten, d.h. hier wird nur die morphologische Struktur der germanischen Personennamen betrachtet.Der Schwerpunkt dieser Arbeit wird auf den zweigliedrigen Männernamen liegen, da sie die „Hauptmasse der alten zweigliedrigen Vollnamen“ bilden, aus denen sich zum Teil die eingliedrigen Personennamen ableiten. Allerdings finden auch diese eingliedrigen Rufnamen sowie Frauennamen eine Behandlung. Der erste Teil der Arbeit gibt eine kurze Übersicht über die germanischen Personennamen an sich, wobei die grundlegenden Prinzipien ihrer Struktur angesprochen werden. Das darauf folgende Kapitel stellt den Schwerpunkt der Arbeit dar: Die Darstellung der Struktur der zweigliedrigen Männernamen, wobei die Bildungsprinzipien derer an zahlreichen Beispielen erläutert werden. Ein bedeutender Punkt innerhalb dieses Kapitels stellen die sogenannten Primärbildungen, die älteste Schicht der germanischen Personennamen dar. Im Anschluss folgt je ein Kapitel über die eingliedrigen Personennamen sowie die Frauennamen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE GERMANISCHEN PERSONENNAMEN

3. DIE ZWEIGLIEDRIGEN PERSONENNAMEN: MÄNNERNAMEN

3.1 DAS BILDUNGSPRINZIP DER ZUSAMMENSETZUNG

3.2 DIE STAMMFORMEN DES ERSTGLIEDES

3.3 KOMPOSITIONSARTEN

3.4 KOMPOSITIONSGESETZE

3.5 DIE NAMENWÖRTER DER PRIMÄRBILDUNG

3.5.1 Die Lexeme der Primärbildung

3.5.2 Zweitglieder germanischer Primärbildung

3.5.3 Erstglieder germanischer Primärbildung

3.6 SEKUNDÄRBILDUNGEN

4. EINGLIEDRIGE PERSONENNAMEN

5. FRAUENNAMEN

6. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine strukturierte Übersicht zur Morphologie germanischer Personennamen. Das primäre Ziel ist die Analyse der morphologischen Bildungsprinzipien, insbesondere bei den zweigliedrigen Männernamen, unter Einbeziehung von Primär- und Sekundärbildungen.

  • Morphologische Struktur germanischer Personennamen
  • Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärbildungen
  • Bildungsgesetze und Restriktionen bei der Komposition
  • Besonderheiten eingliedriger Rufnamen
  • Strukturelle Analyse von Frauennamen

Auszug aus dem Buch

3.5.1 Die Lexeme der Primärbildung

Durch einen genauen Blick auf die germanische Personennamengebung fallen bestimmte Bereiche auf, die in den Namenwörtern stark vertreten sind, andere fehlen nahezu vollständig. Vor allem Bezeichnungen aus dem Bereich des Kampfes oder Tierbezeichnungen treten immer wieder in Erscheinung.49

Die Gesamtzahl der bei den zweigliedrigen Personennamen verwendeten Lexeme lässt sich mit der Zahl der starken Verben in den altgermanischen Sprachen vergleichen. Es handelt sich dabei um circa 300 Lexeme, die folgende Sinnbereiche umfassen: Mythos und Schicksalsbegriffe, Kult, Kriegswesen, Gesellschaftsordnung, das heißt Volk, Land, Herrschaft und Dienst, Stammesbewusstsein und zum Teil Stammesherkunft, Sitte, Besitz, Rechtswesen, herausragende menschliche Eigenschaften und die schon erwähnten symbolhaften Tierbezeichnungen. Nicht das dichterische an sich steht im Vordergrund, sondern vielmehr „positiv gesehene mythisch-kultisch ethisch-rechtliche Sinnbereiche“.50

Betrachtet man die Verteilung der Lexeme auf Erst- und Zweitglieder, so lässt sich eine starke Verschiedenheit feststellen: Bei den Bestimmungswörtern erscheint eine reiche Vielfalt, bei den Grundwörtern hingegen eine starke Beschränkung. In den letzter Genannten wurden ursprünglich vokalische anlautende gemieden, die aber umso mehr bei den ersten Gliedern auftraten. Die geschichtliche Entwicklung zeigt im Verlauf der Jahrhunderte eine zunehmende Reduktion der Lexeme, so dass bei den Erstgliedern das Verhältnis von drei zu eins auf zwei zu eins sank.51

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Namenmorphologie und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich germanischer Personennamen.

2. DIE GERMANISCHEN PERSONENNAMEN: Überblick über die historische Überlieferung und das grundlegende Prinzip der Einnamigkeit.

3. DIE ZWEIGLIEDRIGEN PERSONENNAMEN: MÄNNERNAMEN: Detaillierte Untersuchung der Bildungsprinzipien, Kompositionsarten und der verschiedenen Stammformen.

4. EINGLIEDRIGE PERSONENNAMEN: Analyse der Bildung von monothematischen Rufnamen durch Kürzung oder Derivation.

5. FRAUENNAMEN: Untersuchung der spezifischen Strukturen von Frauennamen im Vergleich zu Männernamen, insbesondere hinsichtlich der Movierung.

6. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten morphologischen Erkenntnisse über die germanischen Personennamen.

Schlüsselwörter

Namenmorphologie, Germanische Personennamen, Zweigliedrige Namen, Kompositionsgesetze, Primärbildung, Sekundärbildung, Einnamigkeit, Männernamen, Frauennamen, Movierung, Namenforschung, Etymologie, Sprachgeschichte, Stammformen, Lexeme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der morphologischen Struktur germanischer Personennamen und untersucht, wie diese historisch aufgebaut und gebildet wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören das Bildungsprinzip der Komposition, die Unterschiede zwischen Primär- und Sekundärbildungen sowie die Besonderheiten der Männer- und Frauennamen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine Übersicht über die morphologischen Gesetze und Prinzipien zu geben, die der Bildung germanischer Personennamen zugrunde liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine linguistische Analyse der Namensstrukturen und bezieht sich dabei auf die onomastische Forschung sowie philologische Grundlagenwerke.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die zweigliedrigen Männernamen, deren Stammformen, Kompositionsarten und die Bedeutung der darin enthaltenen Namenwörter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Namenmorphologie, Kompositionsgesetze, Primärbildung, Movierung und Einnamigkeit.

Was unterscheidet Primärbildungen von Sekundärbildungen?

Primärbildungen basieren auf einer ursprünglich intendierten Sinngebung durch Kombination von Namenwörtern, während Sekundärbildungen oft aus lautlichen Kombinationen oder traditioneller Nachbenennung entstanden sind.

Wie werden Frauennamen in dieser Arbeit eingeordnet?

Frauennamen werden hinsichtlich ihrer ein- und zweigliedrigen Strukturen betrachtet, wobei insbesondere das Prinzip der Movierung von männlichen Namensformen eine Rolle spielt.

Warum wurden bestimmte Namenwörter bei der Komposition vermieden?

Es gab formale Restriktionen, um Hiate zu vermeiden, Alliterationen oder Reime zwischen den Gliedern zu verhindern und eine bestimmte rhythmische Struktur beizubehalten.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Namenmorphologie. Die morphologische Struktur der germanischen zweigliedrigen Rufnamen
College
Saarland University  (Germanistik)
Course
Deutsche Namen in Geschichte und Gegenwart
Grade
1,3
Author
Sandra Johann (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V207129
ISBN (eBook)
9783656343264
ISBN (Book)
9783656344681
Language
German
Tags
Namenmorphologie morphologisch Struktur germanisch Personennamen germanische Personennamen Zweigliedrige Rufnamen Männernamen Zusammensetzung Stammform Erstglied Kompositionsarten Komposition Kompositionsgesetze Namenwörter Primärbildung Lexeme Zweitglieder germanische Primärbildung Sekundärbildungen Eingliedrige Personennamen Frauennamen indogermanisch Einnamigkeit Altindisch monothmenatisch dithematischen Namen dithematisch Nibelungenlied Movierung Alliterationen Possesivkomposita altdeutsch Namenkunde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Johann (Author), 2011, Namenmorphologie. Die morphologische Struktur der germanischen zweigliedrigen Rufnamen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207129
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint