Die Frage, ob und wie die Albaner an der österreichischen Kriminalitätsstatistik beteiligt sind, war Gegenstand dieses wissenschaftlichen Aufsatzes. Das Jahr 1990 galt auch für Albanien und den Kosovo als ein Jahr der Wende, des Zusammenbruchs des Kommunismus in Albanien und der Aufhebung der Autonomie des Kosovo durch Serbien. Diese Umstände waren Gründe für Hunderttausende Albaner aus dieser Region, in nach Westen auszureisen. So Beispiel in Österreich einige Jahre nach ihrer Ankunft sind Berichten zufolge auch die Kriminalitätsraten gestiegen. Auf Grund dessen habe ich mich in dieser Arbeit bemüht ein klares Bild darüber zu schaffen. Um eine vergleichende Analyse zu erreichen, habe ich die Beteiligung der Ausländerkriminalität in Österreich allgemein dargestellt. Grundlage für solche "Daten" sind mehrere Statistiken über die Beteiligung der nicht-österreichischen Staatsbürger an strafbaren Handlungen. In dieser Arbeit wird dargestellt, dass nach offiziellen statistischen Angaben in Österreich die Albaner bislang nicht als besonders auffällig im Vergleich zu den anderen ausländischen Volkszugehörigen im Kriminalregister eingestuft werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Erfassung der Albaner in der österreichischen Kriminalstatistik
3. Ankunft der Albaner in Österreich
4. Polizeilich bekannt gewordene strafbare Handlungen 1990 – 2009
5. Verurteilungen nach Alter und Staatsangehörigkeit in der Zeitperiode 1985 – 2009
6. Vergleich der Polizeibeamten sowie der schweren Verbrechen im Kosovo und in Österreich am Anfang des 21. Jahrhunderts
7. Vergleich bestimmter Straftaten zwischen Österreich (2003), Kosovo (2005) und Albanien (2002)
8. Beteiligung der österreichischer und nicht-österreichischer Staatsbürger an strafbaren Handlungen 1985 – 2009
9. Rechtskräftig verurteilte Personen in Österreich nach ihrer Staatsangehörigkeit 2009
10. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise Personen albanischer Herkunft in den österreichischen Kriminalstatistiken repräsentiert sind. Dabei wird eine vergleichende Analyse angestrebt, um die Beteiligung ausländischer Staatsbürger an strafbaren Handlungen in Österreich im Kontext von Migration und Kriminalitätsentwicklung zu beleuchten.
- Analyse der Erfassungsweise von Albanern in der Kriminalstatistik
- Migrationsgeschichte und Ankunft der albanischsprachigen Bevölkerung in Österreich
- Vergleich von Kriminalitätskennzahlen zwischen Österreich, dem Kosovo und Albanien
- Untersuchung der Beteiligung ausländischer Staatsbürger an Delikten
- Kritische Betrachtung polizeilicher Berichte und organisierter Kriminalität
Auszug aus dem Buch
3. Die Ankunft der Albaner in Österreich
Das Jahr 1990 galt auch für Albanien und den Kosovo als ein Jahr der Wende, des Zusammenbruchs des Kommunismus in Albanien und der Aufhebung der Autonomie des Kosovo durch Serbien. Diese Umstände waren Gründe für Hunderttausende Albaner aus dieser Region, in nach Westen auszureisen. Einige Jahre nach ihrer Ankunft sind Berichten zufolge auch die Kriminalitätsraten gestiegen. Laut Medienservicestelle „in Österreich lebende AlbanerInnen kommen vor allem aus dem Kosovo und Albanien, aber auch aus Mazedonien. Die Zahlen variieren jedoch sehr stark: Die Angaben reichen von 35.000 bis gar 80.000 Personen albanischer Herkunft. 2.800 bis 4.000 Personen kommen demnach aus Albanien, 30.000 bis 60.000 Personen aus dem Kosovo und etwa 2.000 aus Mazedonien. Laut Januz Saliuka von der MA 17 in Wien leben 80.000 AlbanerInnen in Österreich (davon 35.000 in Wien). Zekerija Sejdini von der Albanischen Islamischen Gemeinschaft in Wien spricht von 40.000 AlbanerInnen.[...].“ 3 .
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob und wie Albaner an der österreichischen Kriminalitätsstatistik beteiligt sind, und bettet dies in den historischen Kontext der Wende ab 1990 ein.
2. Die Erfassung der Albaner in der österreichischen Kriminalstatistik: Es wird erläutert, dass eine spezifische statistische Erfassung von Albanern aufgrund früherer Kategorisierungen erschwert ist, was eine Analyse über Umwege notwendig macht.
3. Ankunft der Albaner in Österreich: Dieses Kapitel thematisiert die Migrationsbewegungen aus dem Kosovo und Albanien ab 1990 und die statistischen Unsicherheiten bezüglich der Bevölkerungszahlen.
4. Polizeilich bekannt gewordene strafbare Handlungen 1990 – 2009: Der Abschnitt befasst sich mit der Darstellung von Kriminalitätsraten und Berichten über organisierte Kriminalitätsformen in diesem Zeitraum.
5. Verurteilungen nach Alter und Staatsangehörigkeit in der Zeitperiode 1985 – 2009: Hier werden statistische Daten über Verurteilungen in Bezug auf Alter und Staatsbürgerschaft verglichen.
6. Vergleich der Polizeibeamten sowie der schweren Verbrechen im Kosovo und in Österreich am Anfang des 21. Jahrhunderts: Ein quantitativer Vergleich verdeutlicht Unterschiede in der Kriminalitätsbelastung zwischen dem Kosovo und Österreich.
7. Vergleich bestimmter Straftaten zwischen Österreich (2003), Kosovo (2005) und Albanien (2002): Das Kapitel stellt verschiedene Straftatbestände gegenüber und hinterfragt die Erfassungspraxis.
8. Beteiligung der österreichischer und nicht-österreichischer Staatsbürger an strafbaren Handlungen 1985 – 2009: Es wird die allgemeine Kriminalitätsbeteiligung von Inländern im Vergleich zu Nicht-Österreichern über zwei Jahrzehnte hinweg analysiert.
9. Rechtskräftig verurteilte Personen in Österreich nach ihrer Staatsangehörigkeit 2009: Dieser Teil präsentiert detaillierte Daten über Verurteilungen nach Deliktsgruppen und Herkunftsländern für das Jahr 2009.
10. Resümee: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass keine spezifische Überrepräsentanz der Albaner in den vorliegenden Statistiken belegt werden kann.
Schlüsselwörter
Österreich, Kriminalstatistik, Albaner, Kosovo, Migration, Ausländerkriminalität, Verurteilungen, organisierte Kriminalität, Strafverfolgung, Polizeiberichte, Integrationsbericht, Rechtskräftige Verurteilungen, Deliktsgruppen, Balkan, Kriminalitätsrate.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Beteiligung von Personen albanischer Herkunft an der österreichischen Kriminalitätsstatistik im Zeitraum von 1990 bis 2009.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Migrationsstatistiken, dem Vergleich polizeilicher Erfassungsdaten, der Analyse von Verurteilungsstatistiken und der Rolle organisierter Kriminalität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein klares Bild über die Kriminalitätsbeteiligung von Albanern zu schaffen, da offizielle Statistiken oft keine spezifische Differenzierung erlauben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf vorhandenen Kriminalstatistiken, Polizeiberichten und Daten des Bundeskriminalamtes sowie Sekundärquellen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die statistische Erfassung von Albanern, Migrationszahlen, den Vergleich mit den Balkanländern sowie die Aufschlüsselung von Verurteilungen nach Staatsbürgerschaft und Delikten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Migration, Kriminalstatistik, Ausländerkriminalität, Kosovo und polizeiliche Erfassung geprägt.
Warum ist die Erfassung der Albaner in den Statistiken so schwierig?
Bis April 2008 wurden Personen aus dem Kosovo in Österreich oft unter anderen Nationalitäten wie Serben oder ehemaligen Jugoslawen registriert, was eine eindeutige Zuordnung erschwert.
Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor im Resümee?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Albaner bislang nicht als besonders auffällig gegenüber anderen ausländischen Gruppen in den Kriminalregistern eingestuft werden können und Konflikte meist über die staatliche Justiz geklärt werden.
- Quote paper
- LL.M. Islam Qerimi (Author), 2012, Ausländer in den österreichischen Kriminalstatistiken (1990 – 2009), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207179