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Der Einfluss der Demagogen im 5. Jh am Beispiel Perikles

Titel: Der Einfluss der Demagogen im 5. Jh am Beispiel Perikles

Hausarbeit , 2011 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Loreen Werbelow (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Faszination für die Rhetorik ist allgegenwärtig und begegnet uns täglich in den Medien -
sei es in der Politik oder in der Werbung. Sie ist ein unsichtbares Machtinstrument, welche
die Person, die es beherrscht, geschickt für ihre Vorteile nutzen kann. Das Interesse an der
Rhetorik spiegelt sich nicht nur in den Buchhandlungen wieder, sondern auch in den
Angeboten der zahlreichen Rhetorikkurse. Die Möglichkeiten der Rhetorik wurden in der
Zeit, in der die Antike Staatsform der Demokratie aufkam, erkannt und umgesetzt.
Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit dem Einfluss der Demagogen in der Zeit des 5. Jh. v. ehr.
und versucht der Frage nachzugehen, welche Bedingungen einerseits notwenig waren, um
der Rolle eines Demagogen gerecht zu werden und andererseits, wie es den Rednern gelang,
einen so großen Machteinfluss in der Antike zu bekommen.
Nach der Einführung in den historischen Kontext wird die antike Staatsform thematisiert.
Diese bildet die Grundlage für das Verständnis von der Ursache und von der Art und Weise,
wie die Demagogen Einfluss auf das politische Geschehen nehmen konnten. Die
Pflichtlektüre des Seminars "Der Peloponnesische Krieg" diente mir dabei als Grundlage für
den Aufbau des Aufsatzes. Ein bedeutender Rhetoriker dieser Zeit war Perikles, ein Stratege
und Mitstreiter des Krieges. Dieser Person galt mein Interesse für die Hervorhebung und das
Verständnis der Rolle der Demagogen im antiken Griechenland.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Historischer Kontext

III. Demokratie und Demagogen

IV. Perikles

V. Die Gefallenenrede

VI. Analyse der Gefallenenrede

VII. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Demagogen auf die politische Gestaltung Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. und analysiert, wie diese durch rhetorische Fähigkeiten und geschickte Kommunikation Macht instrumentalisieren konnten, um die Geschicke der Stadt zu beeinflussen.

  • Die historische Rolle von Demagogen im antiken Athen.
  • Die Bedeutung der Rhetorik als politisches Machtinstrument.
  • Der Einfluss von Perikles auf die athenische Politik.
  • Analyse rhetorischer Strategien in der Gefallenenrede des Perikles.
  • Die Wechselwirkung zwischen demokratischer Struktur und demagogenhafter Führung.

Auszug aus dem Buch

VI. Analyse der Gefallenenrede

In den einleitenden Worten gibt Perikles die Schwierigkeit vor, den richtigen Ton der Rede zu treffen. Er kritisiert schon zu Beginn seine Fähigkeiten der Rhetorik und verschafft sich eine Situation, in der die Zuhörer die Inhalte seiner Rede weniger kritisieren können. Der Dubitatio anschließend, erfolgt die Aufzählung der Errungenschaften der Athener. Beginnend bei den Vorfahren bis hin zu den jetzt Lebenden, verwendet er das stilistische Mittel der Klimax, in der die Ehr- und Ruhmwürdigung eine Verstärkung in der Ausdruckskraft erhält. Ab dem 37. Abschnitt fällt auf, dass Perikles den Kollektivsingular mehrmals einsetzt: „die Staatsverfassung, die wir haben, [...] sind wir selbst für manchen ein Vorbild, als das wir andere nachahmten“. Diese kollektive Ansprache ist eine von Perikles bewusst gewählte Form, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Athener wieder aufkommen und verstärken lassen soll. Die entstandenen Dispositionen – gegenüber der Einstellung zum Krieg – wird dadurch wieder auf eine einheitliche Ebene gebracht. Zudem verweist Perikles nicht nur auf die vorbildliche Staatsform der Athener, sondern auch über die Gelegenheiten, welche die Stadt zu ihrem Wohlergehen bereitstellt. In der Methodik der Aufzählung von Euphemismen erwähnt er die Wettkämpfe, die zur geistigen Entspannung beitragen, die geschmackvolle Ausstattung der Häuser und das Glück die eigenen Erzeugnisse des Landes genießen zu können. Perikles beschönigt das Leben, die Verhältnisse in der Stadt und stellt Athen als Ideal einer Stadt vor. Allein in Athen habe jeder die Möglichkeit individuell leben zu können. Das sei die Wahrheit der Tatsachen und werde auch in Zukunft so sein. Dadurch ruft Perikles nicht nur das Bewusstsein hervor, stolz zu sein, in einer Stadt wie Athen leben zu dürfen, sondern gibt auch gleich die Perspektive vor, dass die Situation weiterhin bestehen bleibe.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Rhetorik in der Antike ein und umreißt das Ziel, den Einfluss der Demagogen auf das politische Geschehen im 5. Jahrhundert v. Chr. zu untersuchen.

II. Historischer Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet die Ereignisse, die zum Peloponnesischen Krieg führten, und ordnet die Machtverhältnisse zwischen Athen und Sparta historisch ein.

III. Demokratie und Demagogen: Hier wird das Verständnis der athenischen Demokratie und die Rolle der Demagogen als Wortführer des Volkes in diesem spezifischen politischen System definiert.

IV. Perikles: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie von Perikles, seiner Ausbildung und seinem politischen Aufstieg zum Strategen, der das "Goldene Zeitalter" Athens maßgeblich prägte.

V. Die Gefallenenrede: Es erfolgt eine inhaltliche Darstellung der berühmten Rede des Perikles, die den Opfern des Krieges gewidmet ist und die Vorzüge Athens preist.

VI. Analyse der Gefallenenrede: Eine vertiefende Untersuchung der rhetorischen Strategien und der emotionalen Manipulation, die Perikles einsetzte, um das Volk hinter seine Politik zu vereinen.

VII. Schlussbemerkung: Das Fazit zieht ein Resümee über die zweischneidige Macht der Rhetorik, die zwar eine Führungsrolle ermöglichte, aber bei mangelnder moralischer Verantwortung zum Verhängnis für die Stadt werden konnte.

Schlüsselwörter

Rhetorik, Demagogie, Athen, Perikles, Peloponnesischer Krieg, Antike, Demokratie, Volksversammlung, Ekklesia, politische Macht, Redekunst, Staatsführung, Sophisten, athenische Politik, Geschichtsschreibung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Demagogen im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wie diese durch rhetorische Mittel maßgeblich die politische Führung beeinflussten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der athenischen Demokratie, die historische Bedeutung des Peloponnesischen Krieges und die Analyse rhetorischer Kommunikationsstrategien von Führungspersönlichkeiten wie Perikles.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, unter welchen Bedingungen Demagogen in der Antike Macht ausüben konnten und welche Rolle dabei die Rhetorik als Instrument der politischen Steuerung spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung antiker Primärquellen (insbesondere Thukydides) und moderner wissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Definition des Demagogen-Begriffs, eine biographische Betrachtung von Perikles sowie eine detaillierte rhetorische Analyse seiner Gefallenenrede.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rhetorik, Demagogie, Athen, Perikles und athenische Demokratie definiert.

Welche Rolle spielte die "Gefallenenrede" für Perikles' politische Macht?

Die Rede diente als rhetorisches Werkzeug, um das Volk moralisch zu stärken, die eigene Politik zu rechtfertigen und Athen als idealisierte Staatsform zu legitimieren, trotz des laufenden Krieges.

Wie unterscheidet sich der antike Demagogen-Begriff von der modernen Sichtweise?

In der Antike wurde der Begriff eher wertneutral als "Vorsteher des Volkes" gebraucht, während er heute fast ausschließlich negativ im Sinne eines populistischen Hetzers konnotiert ist.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss der Demagogen im 5. Jh am Beispiel Perikles
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,0
Autor
Loreen Werbelow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V207204
ISBN (eBook)
9783656348139
ISBN (Buch)
9783656349822
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss demgogen beispiel perikles
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Loreen Werbelow (Autor:in), 2011, Der Einfluss der Demagogen im 5. Jh am Beispiel Perikles, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207204
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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