Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Biologie - Botanik

Untersuchung zur Dürretoleranz von Althaea officinalis

Titel: Untersuchung zur Dürretoleranz von Althaea officinalis

Facharbeit (Schule) , 2010 , 17 Seiten

Autor:in: David Brückner (Autor:in)

Biologie - Botanik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen meines Jugend-Forscht-Projektes habe ich Untersuchungen zur Charakterisierung der Dürretoleranz der gefährdeten einheimischen Pflanze Althaea officinalis mittels Chlorophyllfluoreszenzmessungen durchgeführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung und Zielsetzung

3. Material und Methoden

3.1. Die Pflanzen

3.1.1. Auswahl

3.1.2. Beschreibung der Pflanze

3.1.3. Anzucht

3.2 Die Messungen

3.2.1. Chlorophyllfluoreszenz

3.2.2. Die Hard- und Software

4. Durchführung

4.1. Vorversuche

4.1.2. Dunkeladaption

4.1.2. Dürreperioden

4.2. Hauptversuche

5. Ergebnisse

6. Diskussion

6.1. Auswertung der Ergebnisse

6.2. Technische Anmerkungen

6.3. Fazit

6.4. Ausblick

7. Persönliche Erkenntnisse und kritische Rückschau

8. Danksagung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Dürretoleranz der gefährdeten einheimischen Pflanze Althaea officinalis L. unter kontrollierten Bedingungen, um Rückschlüsse auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die heimische Flora ziehen zu können.

  • Charakterisierung der Dürretoleranz mittels Chlorophyllfluoreszenzmessungen
  • Analyse der Reaktionen der Versuchspflanzen auf unterschiedlich lange Trockenperioden
  • Überprüfung von Arbeitshypothesen zur Stressresistenz und Regenerationsfähigkeit
  • Diskussion des Einflusses klimatischer Veränderungen auf die Artenvielfalt

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Chlorophyllfluoreszenz

Da es mir möglich war, in der Abteilung für Pflanzenphysiologie der Universität Osnabrück zu arbeiten, konnte ich die Messungen mit einer Chlorophyllfluoreszenzkamera durchführen, die den Parameter Fv/Fm misst und so Auskunft über den Stresszustand einer Pflanze gibt. Die Messung der Chlorophyllfluoreszenz zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht destruktiv ist, wie etwa die Trockengewichtsbestimmung, und dass sie relativ leicht durchzuführen ist, anders als etwa die Bestimmung des Prolingehalts.

Die Chlorophyllfluoreszenz ist ein Indikator für die Fotosyntheseaktivität. Voraussetzung für die Umwandlung von Lichtenergie in chemische Energie bei der Photosynthese ist die Weitergabe von Elektronen in der Thylakoidmembran der Chloro-plasten, was Elektronentransportkette (ETC) genannt wird. In dieser Lichtreaktion genannten Teilreaktion werden die Stoffe ATP (Adenosintriphosphat) und NADPH (Nicotinamidadenindinukleotidphosphat) gebildet und in der Dunkelreaktion zur Bildung von Glucose verwendet. Beim Transport dieser Elektronen entsteht eine Verlustleistung, die in Form von Wärme und Fluoreszenz, der so genannten Grundfluoreszenz, abgegeben wird.

Die Grundfluoreszenz (F0) ist besonders hoch, wenn die Pflanze gestresst ist. Bei Dürrestress wird nämlich die stomatäre Transpiration durch Regulierung der Spaltöffnungen eingeschränkt, um Wasser zu sparen. Da nun auch weniger Kohlenstoffdioxid aufgenommen wird und so keine Fotosynthese betrieben werden kann, bricht die Transportkette zusammen. Unter anderem dadurch steigt die Grundfluoreszenz an.

Man kann jedoch nicht die F0-Werte verschiedener Pflanzen vergleichen, da die Grundfluoreszenz auch von der Chlorophyllmenge abhängt. Eine größere Pflanze könnte zwar eine höhere Grundfluoreszenz als eine kleine haben, wäre aber eventuell weniger gestresst. Die maximale Fluoreszenz (Fm), die durch einen Lichtblitz generiert wird, wird als Maß der Chlorophyllmenge verwendet. Dann wird die Differenz von Fm und F0, die variable Fluoreszenz (Fv), durch die Maximalfluoreszenz (Fm) dividiert. Diesen Parameter nennt man die maximale Quantenausbeute der Fotosystems II (Fv/Fm). Sie kann als Maß für den Dürrestress einer Pflanze verwendet werden (Woo et al., 2008).7 Fv/Fm ist einheitenlos. Eine Pflanze ist vital und gesund, wenn der Fv/Fm-Wert mindestens 0,7 beträgt; ist sie gestresst, sinken die Werte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den globalen Klimawandel und dessen potenzielle Auswirkungen auf die heimische Flora durch Hitzesommer und Dürreperioden.

2. Fragestellung und Zielsetzung: Hier werden die Forschungsfragen und Hypothesen zur Dürretoleranz von Althaea officinalis definiert.

3. Material und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt die Auswahl der Pflanze, die Anzuchtbedingungen sowie die wissenschaftliche Messtechnik der Chlorophyllfluoreszenz.

4. Durchführung: Es werden die Vorversuche zur Dunkeladaption sowie das Design der Hauptversuchsreihen mit unterschiedlichen Trockenperioden detailliert aufgeführt.

5. Ergebnisse: Darstellung der Messergebnisse der verschiedenen Versuchsgruppen durch Diagramme und Falschfarbenaufnahmen des Stresszustandes.

6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse anhand eines Phasenmodells des Stressgeschehens sowie Reflexion der technischen Grenzen bei der Analyse.

7. Persönliche Erkenntnisse und kritische Rückschau: Persönliche Reflektion des Autors über den Lernprozess und die Durchführung der wissenschaftlichen Arbeit.

8. Danksagung: Danksagung an die betreuenden Personen und Institutionen.

Schlüsselwörter

Althaea officinalis, Echter Eibisch, Klimawandel, Dürretoleranz, Chlorophyllfluoreszenz, Pflanzenphysiologie, Trockenstress, Stressgeschehen, Fotosynthese, Biodiversität, Jugend forscht, Ökologie, Stressresistenz, Pflanzenanbau, Klimafolgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Dürretoleranz der einheimischen Pflanze Althaea officinalis (Echter Eibisch) im Kontext des Klimawandels.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die physiologische Reaktion von Pflanzen auf Wassermangel, Methoden der Stressmessung und die ökologischen Folgen von Trockenperioden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, wie die ausgewählte Pflanze auf unterschiedlich lange Dürreperioden reagiert und ob sie bei steigender Intensität des Klimawandels gefährdet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde die Methode der Chlorophyllfluoreszenzmessung eingesetzt, um den Stresszustand der Pflanzen zerstörungsfrei zu bestimmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Versuchsplanung, die Durchführung der Messreihen mit gestaffelten Trockenperioden sowie die Auswertung und Diskussion der Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Althaea officinalis, Dürretoleranz, Klimawandel, Chlorophyllfluoreszenz und Trockenstress.

Ab welcher Dürredauer zeigen die Pflanzen bleibende Schäden?

Die Ergebnisse zeigen, dass Althaea officinalis Dürre bis zu sechs Tagen übersteht, während ab acht Tagen das Überleben fraglich wird und ab zehn Tagen eine chronische Schädigung auftritt.

Warum konnte die Untersuchung mit Chenopodium bonus-henricus nicht durchgeführt werden?

Die Aussaat dieser Pflanze schlug fehl, weshalb sich die Untersuchung letztlich ausschließlich auf Althaea officinalis konzentrierte.

Welche Bedeutung hat das Phasenmodell des Stressgeschehens für die Arbeit?

Das Modell hilft bei der Interpretation der Messwerte, um Stressreaktionen, Restitution und mögliche chronische Schädigungsphasen der Pflanzen besser einzuordnen.

Welche technischen Einschränkungen gab es bei der Analyse?

Bei starkem Stress konnten die Pflanzen nicht mehr zweifelsfrei vom Hintergrund der Erde unterschieden werden, was die automatische Bildanalyse erschwerte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Untersuchung zur Dürretoleranz von Althaea officinalis
Autor
David Brückner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V207371
ISBN (eBook)
9783656347248
ISBN (Buch)
9783656349754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
untersuchung dürretoleranz althaea
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Brückner (Autor:in), 2010, Untersuchung zur Dürretoleranz von Althaea officinalis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207371
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum