Die Auswirkungen von Traubenzucker auf die sportliche Ausdauerleistung


Facharbeit (Schule), 2012
29 Seiten, Note: 14

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1
1. Vorwort

Kapitel 2
2. Projektplanung & -durchführung
2.1 Definition des Themas
2.2 Testmittelsuche und erste Erwartungen
2.3 Auswahl des Leistungstests
2.4 Auswahl der Testpersonen
2.5 Die Testläufe
2.5.1 Testdurchlauf für uns selbst
2.5.2 Test 1 - ohne Einnahme I
2.5.2.1 Gruppeneinteilung
2.5.3 Test 2 - unmittelbare Einnahme
2.5.4 Test 3 - Einnahme 10 min. vor Test
2.5.5 Test 4 - Einnahme 20 min. vor Test
2.5.6 Test 5 - ohne Einnahme II + Feedback & Besprechung
2.6 Urkunden für alle Teilnehmer
2.7 Vergleich der Leistungen - Traubenzuckergruppe

Kapitel 3 Seite
3. Auswertung
3.1 Ergebnisse der Traubenzuckergruppe und erste Vermutungen
3.2 Auswertung in Bezug zur Literatur
3.2.1 Definition/ Allgemeines
3.2.2 Aufnahme von Glukose
3.2.3 Wirkung von Glukose
3.2.4 Energiegewinnung
3.2.5 Erklärung des Leistungsabfalls
3.3 Bezug zum Test

Kapitel 4
4. Fazit

Anhang
Brief an Frau E.
Elternbrief
Fragebogen
Fotos - Eindrücke aus der Testphase
Veranschaulichung des Pieptests
Gesamtübersicht der Ergebnisse (Diagramm)
Gesamtübersicht der Traubenzucker-Ergebnisse (Tabelle)
Erläuterung der Tabelle
Musterurkunde
Fotos - Urkundenvergabe
Schlusserklärungen

Quellenangaben

1.Vorwort

Traubenzucker => Energie und Energie => Leistungssteigerung. Diese einfachen Gleichungen klingen doch schon einmal vielversprechend. Um bei Wettkämpfen optimal vorbereitet zu sein, reicht es dem einen oder anderen nicht mehr aus, sportlich und fit zu sein. Man möchte ja schließlich nicht nur eine gute, sondern die beste Leistung zeigen, und da kommt Traubenzucker doch ganz gelegen: „Dextro Energy ist der schnelle Energiespender für Zwischendurch und unterwegs. Dextrose geht direkt ins Blut und gibt sofort neue Energie für mehr Konzentration und Leistungsfähigkeit. Ideal bei der Arbeit, in der Schule und beim Sport.“1 So zumindest lautet die Versprechung des Herstellers. Aber kann man sich darauf verlassen? Wirkt sich Traubenzucker tatsächlich durchweg positiv auf unsere Leistungsfähigkeit aus? Wie wirkt Traubenzucker in unserem Körper überhaupt? Und die vielleicht wichtigste Frage: Wann sollte man am besten wie viel Traubenzucker zu sich nehmen, um eine punktgenaue Leistungssteigerung im Sport zu erzielen?

Im Rahmen des Seminarfachs mit dem Fachbereich Sport/Biologie sollte im 12. Schuljahr eine Projektarbeit durchgeführt werden, die sich mit dem Oberthema „Leistung und Gesundheit" befasst. Nach einer genaueren Definition und Klärung der Anforderungen im Rahmen des Unterrichts, war es uns freigestellt, eine passende Untersuchung zu diesem Thema zu wählen. Die obigen und weitere Fragen sind letztendlich ausschlaggebend dafür gewesen, dass wir uns mit dem Thema „Traubenzucker und dessen Auswirkungen auf die sportliche Ausdauerleistung" befasst haben. Die Arbeit besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil und wird in Form eines Projekts über einen Zeitraum von 7 Monaten durchgeführt.

Zunächst haben wir uns in einer Gruppe aus 6 Mitgliedern zusammen- gefunden, da wir alle eine Testreihe untersuchen wollten, die sich mit der Auswirkung von bestimmten Substanzen auf die Leistung befasst. Später teilten wir die Gruppe jedoch in zwei Untergruppen auf, wobei sich 1) Siehe Etikett des entsprechenden Artikels Gruppe 2 speziell mit den Auswirkungen von Sportgetränken befasst, während unsere Gruppe die Auswirkungen von Traubenzucker untersucht. Ab diesem Zeitpunkt haben wir mit der Projektplanung begonnen.

Im Folgenden haben wir unser Projekt mit allen nennenswerten Merkmalen zur Projektplanung und -durchführung, zu unseren Testreihen und unserem Vorgehen zusammengefasst. Diesen Teil der Projektarbeit führten wir jeweils zu sechst durch, also mit der Getränke-Gruppe gemeinsam. Anschließend folgt eine Vertiefung des thematischen Schwerpunkts aus biologischer und stoffwechselphysiologischer Sicht im Vergleich zur Literatur. Dieser Teil bezieht sich nur auf die Ergebnisse unserer Traubenzucker-Gruppe.

2. Projektplanung und -durchführung

2.1 Definition des Themas

Zunächst haben wir uns Gedanken über eine genauere Definition unseres Themas gemacht. Wie können wir es formulieren, sodass wir unsere Ziele allgemein und zugleich doch bereits konkret erhalten? Ist zu erwarten, dass wir, mit einer bekannten Methode, die wir zur Untersuchung anwenden könnten, sinnvolle Ergebnisse erhalten, die auf unsere Fragestellung Antwort gibt? Nach längeren Überlegungen und Recherchen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir die Auswirkung von Traubenzucker auf die sportliche Ausdauerleistung untersuchen wollen.

2.2 Testmittelsuche und erste Erwartungen

Die Suche nach einem geeigneten Testmittel verlief weniger aufwendig, denn wir konnten uns schnell auf die Marke "Dextro Energy" einigen. Schließlich ist Dextro Energy - zumindest in Deutschland - die wohl bekannteste und damit wahrscheinlich auch meist verwendete Marke in diesem Bereich. Laut Hersteller sorgt Dextro Energy angeblich für eine "schnelle Erhöhung der Leistungsfähigkeit". Deswegen erwarteten wir zu diesem Zeitpunkt ohne Vorkenntnisse aus der Literatur, dies auch feststellen zu können. Allerdings war uns die längere Wirkung noch unklar.

Hier vermuteten wir, dass der Traubenzucker nur für eine kurzzeitige Steigerung hilfreich sein könnte, langfristig gesehen dann aber keine Auswirkungen mehr aufweisen wird. (Möglicherweise gegenteilige Wirkung?)

Der Hersteller verspricht auf seiner Internetseite außerdem: „Essen wir Dextrose, ist keine Verdauungsarbeit nötig. Dextrose geht direkt ins Blut und ist damit das „schnellste Kohlenhydrat“! Sie ist identisch mit dem körpereigenen „Blutzucker“ und wird über das Blut direkt zu allen Organen und Zellen des Körpers, auch zum Gehirn, transportiert. Dextro Energy ist Dextrose und liefert damit Sofortenergie."

„Ob beim Tennismatch, Bergsteigen, Marathon-Wettkampf, oder beim Radsport - bei hohen körperlichen Anforderungen, wie zum Beispiel im Sport, braucht der Körper viel Energie. Oft entscheiden hier körperliche Leistungsfähigkeit und Konzentration über den Erfolg. Dextro Energy hilft Sportlern, die Dextrose als Energie-Nachschub für Muskeln und für Konzentration brauchen. Damit sichert man sich den entscheidenden Vorsprung.“

2.3 Auswahl des Leistungstests

Um die sportliche Ausdauerleistung zu testen, haben wir uns letztendlich für den sog. Shuttlerun ("Pieptest") entschieden. Die Testpersonen müssen dabei immer wieder eine Strecke von 20 Metern zurücklegen. Die zur Verfügung stehende Zeit für eine Strecke wird mittels Tönen ("Piepen") verdeutlicht. Mit zunehmender Dauer verringert sich der zeitliche Abstand zwischen den lauten Pieptönen (die Intensität wird also nach und nach gesteigert), sodass die Testperson ab einem bestimmten Zeitpunkt die Vorgaben nicht mehr erfüllen kann und damit der Test beendet ist. Letztendlich wird die Leistung also durch die geschaffte Durchhaltezeit gemessen. (Veranschaulichung siehe Anlage, Seite 22)

Die Testsubstanzen sollen jeweils zu unterschiedlichen Zeiten vor dem Test eingenommen werden. Um die Wirkung des Traubenzuckes mit der "normalen" Leistung vergleichen zu können, sollten zwei Testdurchläufe ohne jegliche Einnahme dienen. Nach den umfassenden Überlegungen zur Machbarkeit, zu den Abständen zwischen den Läufen und zu einer möglichst hohen Aussagekraft haben wir uns letztendlich für folgende TestEinteilungen entschieden:

Am ersten Termin (am 11.11.) ohne Einnahme der Testmaterialien Am 18.11. Einnahme unmittelbar vor dem Test Am 25.11. Einnahme 10min. vor dem Test Am 02.12. Einnahme 20min. vor dem Test und am 16.12. noch einmal ohne Einnahme Wir erhofften uns daraus Unterschiede in der Leistung feststellen zu können und möglicherweise allgemeine Trends ablesen zu können. Die Altersbegrenzung beim Test ließen wir außer Acht, da wir nicht an einer Aussage zum Leistungsstand interessiert waren, sondern ausschließlich die Veränderungen der Leistung untersuchen wollten.

Natürlich sind wir uns bewusst, dass es einige Einflussfaktoren gibt, die nicht in unserem Einflussbereich liegen, die wir nicht ausschließen oder minimieren können (beispielsweise: Tagesform, Trainingsstand, Motivation, andere Kleidung, andere Ernährung am Testtag und am Vortag, u.ä.). Wir haben uns jedoch Mühe geben, die jeweiligen unterschiedlichen Einflüsse so gut wie möglich zu minimieren, da z.B. immer eine Woche zwischen den Tests lag und wir die Testpersonen gebeten haben, auf ähnliches Essen zu achten.

2.4 Auswahl der Testpersonen

Jetzt standen wir vor dem Problem, möglichst viele freiwillige Testpersonen finden, die freitags zu unserer Unterrichtszeit Zeit und Lust haben, uns zu unterstützen. Denn wir selbst würden zum größten Teil mit der Durchführung des Tests beschäftigt sein (Zeit messen, auf Richtigkeit achten u.ä.), sodass zumindest die Hälfte unserer Projektleiter als Testpersonen ausscheiden. Es musste auch gewährleistet sein, dass unsere Testpersonen über einen längeren Zeitraum bereit waren, uns zu unterstützen, da wir ja mehrere Tests durchführen wollten.

Schließlich ist die Idee aufgekommen, die Klasse zu fragen, die freitags in der 5/6 Stunde Sportunterricht hat. Herr F. konnte in Erfahrung bringen, dass Frau E. zu dieser Zeit eine siebte Klasse unterrichtete. Wir haben daraufhin festgelegt, dass zwei Personen aus unserem Team zuerst einmal mit der Sportlehrerin sprechen, ihr das Projekt vorstellen und um Unterstützung bitten. Glücklicherweise war sie sehr angetan von unserer Idee und sicherte uns nach einer Ausfeilung unserer Planung ihre Unterstützung zu. (Siehe Anlage, Seite 17)

Kurz darauf begannen wir, einen Elternbrief für die Schüler und Schülerinnen der 7. Klasse zu entwerfen, weil wir für die Teilnahme der Schüler als Absicherung die Erlaubnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten benötigten. Es hätte der Fall eintreten können, dass ein Schüler eine Allergie gegen eine der Testsubstanzen besitzt oder die Erziehungsberechtigten aus anderweitigen Gründen mit einer Teilnahme nicht einverstanden sind. (Elternbrief siehe Anlage, Seiten 18-19) Um mögliche Gründe für den sportlichen Leistungsstand der einzelnen Testpersonen zu erhalten, haben wir zudem einen Fragebogen entworfen, den alle Testpersonen ausfüllen sollten. (Siehe Anhang, Seite 20) Anschließend haben wir zusammen unser Projekt der Klasse 7f vorgestellt und um ihre Mithilfe gebeten. Die Schüler waren bereits begeistert, bevor sie wussten, was genau von ihnen verlangt wurde. Darüber freuten wir uns sehr, wir hatten nicht mit so vielen Zusagen gerechnet. Für unser Projekt war das nur von Vorteil, da eine höhere Anzahl an Testpersonen zu mehr Testergebnissen führt und dies bedeutet, dass die allgemeine Aussage am Ende besser möglich ist. Je mehr Ergebnisse, desto geringer ist die Abweichung bei der Berechnung des Durchschnitts, aufgrund evtl. Messfehler. Außerdem kann es passieren, dass einige zwischendurch erkranken. Fr. E. sorgte schließlich dafür, dass am Ende der Stunde jeder Teilnehmer einen Elternbrief mitnimmt und unterschreiben lässt.

2.5 Die Testläufe

2.5.1 Testlauf für uns selbst

Bevor wir mit der eigentlichen Testreihe begonnen haben, hatten wir in einer freien Stunde die Möglichkeit, in der Sporthalle den benötigten Abstand von 20m auszumessen und uns die Linien der Markierung zu merken. An diesen verteilten wir Pylonen als Begrenzung und starteten mit Julian und einem Mitschüler aus dem Kurs einen Testlauf. Hierbei konnten wir bereits einige mögliche Probleme feststellen und Lösungen suchen. (Lautstärke, Aufteilung der Zeitnehmer, Wie messen?, Wann genau ist der Test für eine Person beendet?, wie weit muss man auf oder über der Linie sein? oder worauf muss noch geachtet werden?) Solche und ähnliche Frage haben wir diskutiert und Festlegungen getroffen (z.B. dass man nach zweimaligem Nichterreichen der Linie ausscheidet). Außerdem musste jeder Projektleiter eine Stoppuhr, Stift und Zettel haben, der CD-Player musste jeweils aus der Lehrerumkleide geholt werden und die Pylonen im richtigen Abstand aufgestellt werden. Wir haben uns weitestgehend mit dem Test vertraut gemacht und unsere Vorstellungen der Umsetzungsmöglichkeiten überprüft.

2.5.2 Test 1 - ohne Einnahme

Nachdem alle nötigen Vorbereitungen getroffen wurden, haben wir unseren Testpersonen noch ein Mal das Prinzip des Shuttleruns erklärt und Nachfragen beantwortet. Dann ging es los. Die Leistungen der Testpersonen fielen sehr unterschiedlich aus. Die schwächste Leistung lag bei 2:30min, der beste Läufer erreichte eine Zeit von 10:22min. (Die vollständigen Ergebnisse aller Testtage und -Gruppen befindet sich im Anhang, Seiten 22- 23). Wir als Projektleiter haben die Zeiten gestoppt, darauf geachtet, wer die Bedingungen nicht mehr erfüllt und ausscheiden muss, sowie zur Dokumentierung und für die spätere Präsentation des Gesamtprojekts einige Fotos gemacht. Im Allgemeinen waren wir mit der Umsetzung unseres ersten Tests zufrieden, was eine Besprechung im Anschluss ergab.

Aufgetretene Probleme: Jemand lief mit offenen Schnürsenkeln. Es herrschte eine gewisse Verunsicherung, wann man schneller laufen muss oder wie viel schneller, sodass viele immer eine relativ große Pause machen mussten, bis der erneute Piep zu hören war. Einige Freundinnen haben aufgrund von Solidarität gemeinsam aufgehört, obwohl sie anscheinend noch nicht ihre eigene Leistungsgrenze erreicht hatten. Hier haben wir beim nächsten Mal auf eine andere Aufstellung geachtet, oder die Betreffenden in verschiedene Gruppen eingeteilt, denn eine Einteilungsänderung ist bis zur ersten Substanzeinnahme noch möglich.

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Die Auswirkungen von Traubenzucker auf die sportliche Ausdauerleistung
Note
14
Autoren
Jahr
2012
Seiten
29
Katalognummer
V207402
ISBN (eBook)
9783656373957
ISBN (Buch)
9783656457008
Dateigröße
2828 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport, Traubenzukcer, Ausdauerleistung, Test, Ausdauertest, Beeptest, Pieptest, Zucker, Laufen, Glucose, Training, Placeboeffekt, Dextrose, Dextro-Energy, Wettkampf, Leistung, Leistungssteigerung, Wettbewerb
Arbeit zitieren
Julian Vehlies (Autor)Tim Holler (Autor)Karina Stricks (Autor), 2012, Die Auswirkungen von Traubenzucker auf die sportliche Ausdauerleistung , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207402

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