Lesetagebuch Franz Kafka "Das Urteil"


Referat / Aufsatz (Schule), 2012

4 Seiten, Note: 2+


Leseprobe

Lesetagebuch zu „Das Urteil“, Kafka

Im folgenden Lesetagebuch fasse ich in Abschnitten den Inhalt der Erzählung „Das Urteil“ von Franz Kafka zusammen und werde anschließend zu den Szenen Interpretationansätze verfassen sowie meine persönliche Meinung dazu wiedergeben.

Die Geschichte beginnt an einem Sonntagvormittag im Frühjahr. Georg, Bendemann, ein junger Kaufmann, hat gerade einen Brief an seinen sich im Ausland befindenden Jugendfreund beendet, starrt nun aus dem Fenster und denkt über jenen Freund nach. Dieser hat sich vor Jahren schon nach Russland begeben und betreibt in Petersburg ein Geschäft, welches nach anfänglichem Erfolg ins Stocken geraten ist. Anschließend erfährt man, dass Georg seinem Freund in allen seinen Briefen nur über belanglose Dinge geschrieben hat. Weder den Aufstieg des Geschäftes, das er gemeinsam mit dem Vater führt, noch seine Verlobung und baldige Heirat, hat er ihm mitgeteilt. Dies habe er aus Rücksicht auf seine Gefühleso gehandhabt. Seine Verlobte, das Fräulein Frieda Brandfeld, will den Freund in der Ferne aber gerne kennenlernen und die Hochzeit bietet sich als Anlaß an. Nach kurzem Überlegen entschließt sich Georg doch, dem Freund von der Hochzeit zu schreiben und ihn zu einem Besuch einzuladen. "So bin ich und so hat er mich hinzunehmen", sagte er sich (S.17).

Der Anfang der Geschichte beginnt relativ gemäßigt und normal. Dennoch kommt mir als Leser die Art des Protagonisten etwas eigenartig vor. Es scheint so, als sei das Verhältnis von Georg zu seinem Freund in Russland keine richtige Freundschaft, denn Georg verschweigt ihm schließlich alles. Generell erfährt man kaum etwas von der Beziehung zwischen den beiden. Georg verschont seinen Freund in der Ferne lieber mit persönlichen Informationen und nimmt auch kaum Anteil an dessen Leben, da er ihm auch keine Hilfestellungen oder Tipps zu seiner Situation bietet, es läuft schlussendlich lediglich auf leere Reden und Anteilslosigkeit hinaus. Nun aber erzählt Georg, allerdings nur nach Bitten seiner Freundin, seinem Freund doch von einer persönlichen Sache, nämlich seiner Verlobung. Man müsste vielmehr sagen, er „berichtet“ ihm davon, denn seine Formulierung gleicht der steifen Formulierung eines Geschäftsbriefes: "Es wird sich noch Gelegenheit finden, Dir Näheres über meine Braut mitzuteilen, heute genüge Dir, daß ich recht glücklich bin [...]"(S.18).

[...]

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Lesetagebuch Franz Kafka "Das Urteil"
Hochschule
Otto-Hahn-Europaschule Hanau
Note
2+
Autor
Jahr
2012
Seiten
4
Katalognummer
V207441
ISBN (eBook)
9783656384793
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lesetagebuch, franz, kafka, urteil
Arbeit zitieren
Nicolas Müller (Autor), 2012, Lesetagebuch Franz Kafka "Das Urteil", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207441

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