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Leistungskennzahlen in Krankenanstalten

Titel: Leistungskennzahlen in Krankenanstalten

Fachbuch , 2013 , 81 Seiten

Autor:in: Dr. Thomas Gamsjäger (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Krankenanstalten sehen sich laufenden Kostensteigerungen gegenüber, während der öffentlichen Finanzierung Grenzen gesetzt sind. Daher stellt der noch effizientere Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen eine unabdingbare Notwendigkeit dar. Dies kann jedoch erst durch eine umfassende Kenntnis der Ist-Situation erreicht werden, von der sich allfällig erforderliche Änderungen des Vorgehens ableiten lassen. Durch die Zusammenführung von Informationen aus dem Bereich der Kostenrechnung mit Daten, die das medizinische Leistungsgeschehen beschreiben, ist es möglich, zu leistungsorientierten Kennzahlen zu gelangen, die in der Lage sind, einen tieferen Einblick in die betriebswirtschaftliche Komponente der medizinischen Leistungserbringung zu geben. Der in den nachfolgenden Kapiteln vorgestellte Katalog solcher leistungsorientierten Kennzahlen kann dabei den Kern eines Steuerungsinstrumentariums bilden, dessen Ziel es ist, speziell auf der Ebene der unmittelbaren Leistungserbringung in einer Krankenanstalt die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Kontext des medizinisch Notwendigen zu erreichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Grundlagen

Ausgangssituation

Krankenanstalten-Kostenrechnung

Kosten

Kostenarten und Kostenartengruppen

Kostenstellen

Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung

Kennzahlen

Absolute Kennzahlen

Verhältniskennzahlen

Kennzahlenvergleich

Kennzahlensysteme

Entwicklung eines Kennzahlensystems

Kostenstellen

OP-Bereich

Anästhesie

Blutbank

Notfallambulanz

Notarztdienst

Ressourceneinsatz

Sachkosten

Verbrauch medizinische Güter

Verbrauch nichtmedizinische Güter

Medizinische Fremdleistungen

Transportleistungen

Personal

Berufsgruppen

Personalkosten

Zeitliche Parameter des Personaleinsatzes

Vollzeitäquivalente

Leistungsmaßstab

Parameter der Leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung

LKF-Punkte

Entlassungen (Anzahl stationäre Patienten)

Belagstage

Verweildauer

Tagesklinische Fälle

Null-Tage-HDG-Fälle

Betten

Auslastung

LKF-Leistungsstatistiken

Anzahl Operationen

Parameter des Ambulanzbereiches

Ergänzende Parameter der medizinischen Leistungserstellung

Pflegegebühr

Sonderklasse

Abgeleitete Kennzahlen

Gesamtkosten

Sachkosten

Personalkosten

Nicht-bettenführende Abteilungen

Marker-Parameter

Kennzahlen der Gesamtkrankenanstalt

Übergeordnete Parameter

Sachkosten

Personalkosten

Plan-Ist-Vergleich

Planwerte

Hochrechnung

Leistungskennzahlen in der Zusammenschau

Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, leistungsbezogene Kennzahlen zur effizienten Betriebssteuerung in einer Krankenanstalt zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der Ebene der medizinischen Fachabteilungen, um eine Grundlage für eine medizinisch-ökonomische Steuerung zu schaffen, die wirtschaftliche Rahmenbedingungen mit dem medizinisch Notwendigen verbindet.

  • Entwicklung eines Kennzahlensystems für Krankenanstalten.
  • Analyse von Kostendaten und deren Zurechenbarkeit auf Abteilungsebene.
  • Integration von leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierungs-Parametern (LKF).
  • Methoden zur Messung von Ressourceneinsatz und Leistungsoutput.
  • Verfahren zur Steuerung und zum Plan-Ist-Vergleich im klinischen Betrieb.

Auszug aus dem Buch

Kosten

Das klassische (externe) Rechnungswesen kennt zunächst den Begriff des Aufwandes zur Beschreibung des Ressourceneinsatzes. Im Rahmen der Kostenüberleitung werden in einem ersten Schritt diese Aufwände in Kosten überführt:

Aufwand - neutraler Aufwand = kostengleicher betrieblicher Aufwand + kalkulatorische Anderskosten und Zusatzkosten = Kosten

Dabei ist neutraler Aufwand im Wesentlichen ein solcher Ressourceneinsatz, der nicht in direktem Zusammenhang mit der eigentlichen Unternehmenstätigkeit steht; er wird somit in der weiteren Betrachtung nicht mehr veranschlagt. Dagegen sind andere Ressourceneinsätze nicht adäquat auf Ebene des Aufwandes berücksichtigt, weshalb diese als kalkulatorische Anderskosten bzw. Zusatzkosten in die Rechnung aufgenommen werden müssen. In Summe stellen somit Kosten den bewerteten Verbrauch von Wirtschaftsgütern zur Erstellung von betrieblichen Leistungen und Gütern dar.

Primäre Kosten gehen dabei von außen in den Wirtschaftsbereich der Krankenanstalt ein. Dagegen sind sekundäre Kosten solche, die sich aus primären Kosten im Rahmen der innerbetrieblichen Verrechnung von Leistungen ergeben.

Direkte Kosten werden einer Kostenstelle verursachungsgemäß unmittelbar zugerechnet. Im Vergleich dazu können indirekte Kosten den einzelnen Kostenstellen nur unter Zuhilfenahme von Schlüsselwerten zugeordnet werden.

In der weiteren Betrachtung kommt den primären direkten Kosten (auch bezeichnet als primäre Kostenstelleneinzelkosten) besondere Bedeutung zu.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Notwendigkeit, angesichts von Kostensteigerungen bei begrenzter Finanzierung eine effiziente Betriebssteuerung durch leistungsorientierte Kennzahlen zu erreichen.

Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftlichen Herausforderungen des Gesundheitssystems in Österreich und die Rolle gesetzlicher Vorgaben bei der Kostenerfassung.

Ausgangssituation: Hier wird der theoretische Rahmen der Krankenanstalten-Kostenrechnung sowie der Leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung als zentrale Steuerungsbasis dargestellt.

Kennzahlen: Dieses Kapitel definiert verschiedene Kennzahlentypen wie absolute Kennzahlen, Verhältniskennzahlen und Kennzahlensysteme als Mittel der aggregierten Informationsdarstellung.

Entwicklung eines Kennzahlensystems: Dieses Kapitel konkretisiert die praktische Anwendung der Steuerung auf Ebene medizinischer Abteilungen, inklusive Kostenstellen und spezieller Funktionsbereiche.

Ressourceneinsatz: Hier werden die Komponenten für den Ressourceneinsatz detailliert, insbesondere Sachkosten und Personal, und deren direkte Zurechenbarkeit analysiert.

Leistungsmaßstab: Dieses Kapitel bettet Kosten in den Referenzrahmen der Leistung, basierend auf dem LKF-System und weiteren Parametern zur Messung medizinischer Tätigkeit.

Abgeleitete Kennzahlen: Hier werden Verknüpfungen zwischen Ressourceneinsatz und Output erläutert, um Effizienzvergleiche über Abteilungsgrenzen hinweg zu ermöglichen.

Kennzahlen der Gesamtkrankenanstalt: Dieses Kapitel führt die Abteilungserkenntnisse auf die globale Ebene der gesamten Krankenanstalt zusammen.

Plan-Ist-Vergleich: Hier wird die Bedeutung von Soll- und Planwerten sowie Hochrechnungen für eine laufende Steuerung hervorgehoben.

Leistungskennzahlen in der Zusammenschau: Dieses Kapitel resümiert die Integration aller Parameter in ein wiederkehrendes, monatliches Berichtswesen.

Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Anwendung der entwickelten Instrumente im Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit und ökonomischer Effizienz.

Schlüsselwörter

Krankenanstalten, Leistungskennzahlen, Kostenrechnung, LKF-System, Betriebssteuerung, Ressourcen, Sachkosten, Personalkosten, Abteilungsebene, Effizienz, Plan-Ist-Vergleich, Medizinische Leistungserbringung, Kennzahlensysteme, Krankenhausmanagement, Wirtschaftlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung eines Kennzahlensystems zur effizienten betriebswirtschaftlichen Steuerung von medizinischen Fachabteilungen in öffentlichen Krankenanstalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Kostenrechnung in Krankenanstalten, die Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung (LKF), die Erfassung von Personal- und Sachkosten sowie die Entwicklung abgeleiteter Kennzahlen für den Plan-Ist-Vergleich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Katalog leistungsorientierter Kennzahlen zu erstellen, die es ermöglichen, den Ressourceneinsatz direkt mit der erbrachten medizinischen Leistung auf Abteilungsebene zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Analyse bestehender gesetzlicher Dokumentationssysteme und deren betriebswirtschaftlicher Aufbereitung, um daraus steuerungsrelevante Kennzahlen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kostenrechnungsstrukturen, die Definition von Leistungsmaßstäben (wie LKF-Punkte, Betten, Auslastung) und die praktische Herleitung von Kennzahlen für Personal und Sachkosten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Krankenanstalten-Kostenrechnung, LKF-System, Betriebssteuerung, Effizienz und Kennzahlen beschreiben.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Betten-Kategorien?

Die Arbeit differenziert zwischen systemisierten, tatsächlich aufgestellten, gesperrten und Funktionsbetten, da diese Unterscheidung essenziell für die korrekte Berechnung der Auslastung ist.

Wie werden Begleitpersonen im Kennzahlensystem berücksichtigt?

Die Arbeit schlägt vor, Begleitpersonen bei der Berechnung der Auslastung sowohl im Zähler als auch im Nenner auszuschließen, um eine Verzerrung der Darstellung der medizinischen Leistungserbringung zu vermeiden.

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Details

Titel
Leistungskennzahlen in Krankenanstalten
Autor
Dr. Thomas Gamsjäger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
81
Katalognummer
V207513
ISBN (eBook)
9783656347996
ISBN (Buch)
9783656348245
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kennzahlen Krankenanstalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Thomas Gamsjäger (Autor:in), 2013, Leistungskennzahlen in Krankenanstalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207513
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