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Zur Entwicklung sicherheitsrelevanter Fahrerassistenzsysteme

Produktdarbietung und Mensch-Maschine Interaktionen

Title: Zur Entwicklung sicherheitsrelevanter Fahrerassistenzsysteme

Research Paper (undergraduate) , 2012 , 56 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Ing. J. Steiner (Author)

Law - Miscellaneous
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Laut World Health Organisation (WHO) sterben jedes Jahr 1,2 Millionen Menschen im Straßenverkehr. Der größte Teil fällt dabei auf ärmere Länder bzw. auf Länder, deren Bevölkerung geringes bis mittleres Lohneinkommen besitzt.1
Bis Oktober 2011 lagen die Neuzulassungen in Deutschland bei ca. 2,6 Mio.
Fahrzeugen desselben Jahres (3,8 Mio. exportierte PKW)2. Weiterhin entstand ein immenser wirtschaftlicher Schaden bei über 2 Mio. Unfällen im Jahr 2010 (mit Sachschäden) allein in Deutschland3. Einen weiteren Einfluss nehmen Umweltschäden, die zum Beispiel bei der Beförderung wassergefährdender Ladung auftreten können und weitere Kosten verursachen. Im Jahr 2007 waren das allein 1428 Unfälle in Deutschland.4 Man kann davon ausgehen, dass deutsche Autos somit weiterhin einen großen Marktanteil haben und entwickelte Technologien viele Verkehrsteilnehmer beeinflussen werden, vor allem wenn man bedenkt, dass in dieser Statistik keine Fahrzeuge ausländischer Hersteller und Fahrzeuge deutscher Hersteller aus ausländischer Produktion enthalten sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Abgrenzung

3 Mensch- Maschine Interaktionen

3.1 Der Mensch

3.1.1 Demographische Einflüsse

3.1.2 Akzeptanz

3.2 Die Maschine

3.3 Mensch - Maschine - Schnittstelle

4 Produkt- und Produzentenhaftung

4.1 Bedeutung der Instruktionspflicht

4.1.1 ProdHaftG

4.1.2 BGB

4.1.3 ProdSG

4.2 Produktdarbietung des Herstellers am Beispiel

4.2.1 Volvo

4.2.2 Mercedes

4.3 Was der Nutzer empfindet

4.4 Schlussfolgerung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen der Entwicklung sicherheitsrelevanter Fahrerassistenzsysteme (FAS), der nutzerzentrierten Produktgestaltung und den damit verbundenen rechtlichen Haftungsrisiken für Hersteller.

  • Kategorisierung und technische Einordnung von Fahrerassistenzsystemen
  • Analyse der Mensch-Maschine-Interaktion und kognitiver Belastung des Fahrers
  • Bewertung der produkthaftungsrechtlichen Anforderungen an Instruktionen
  • Untersuchung der Produktdarbietung anhand von Praxisbeispielen (Volvo, Mercedes)
  • Einfluss der Nutzerakzeptanz und des Sicherheitsgefühls auf das Fahrverhalten

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Volvo

Das Volvo V70 City Safety System wird als Komfortsystem verkauft und soll dem Fahrer dabei helfen zu bremsen wenn vor ihm ein Objekt auftaucht (aktiv bis 30 km/h). Im Volvo Quick Guide heißt es: „City Safety kann dabei helfen, einen Aufprall zu vermeiden, wenn der Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem eigenen und vorausfahrenden Fahrzeug weniger als 15 km/h beträgt. Bei einem höheren Geschwindigkeitsunterschied (…) wird die Geschwindigkeit im Aufprallmoment reduziert.“

Abbildung 6 zeigt, wie Volvo Warnungen für City Safety Notbremssystem darstellt. Ohne weiter ins Detail zu gehen, wird auf die Anforderung für eine sachgemäße Darstellung der Systemgrenzen und auf Warnungen für Fehlgebrauch geachtet. Jedoch bewirbt Volvo das City Safety System und das Fahrzeug als „(…) the safest Volvo ever.“ in einer ihrer Werbespots – also den sichersten Volvo, den es jemals gab.

Diese Aussage und die Darstellungen im Werbefilm suggerieren keineswegs, das System nur als Komfortfunktion zu verstehen. Die Mitfahrer auf der Rückbank erleben, wie das Auto ohne Dazutun des Fahrers zum Stehen kommt. Es wird nicht einmal der Fahrer beim Bremsvorgang gezeigt. Es wird eine Situation kreiert, in der man sich voll und ganz auf das System verlassen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Darstellung der Unfallstatistiken und der Notwendigkeit von Assistenzsystemen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

2 Abgrenzung: Systematische Kategorisierung von Fahrerassistenzsystemen anhand ihrer Eingriffstiefe und technischen Funktionalität.

3 Mensch- Maschine Interaktionen: Analyse menschlicher Fehlerquellen, der kognitiven Belastung durch Schnittstellen und der Bedeutung von Akzeptanz.

4 Produkt- und Produzentenhaftung: Rechtliche Einordnung der Herstellerverantwortung, insbesondere in Bezug auf Instruktionspflichten und Produktdarbietung.

5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Notwendigkeit einer transparenteren Nutzerkommunikation und rechtlicher Anpassungen.

Schlüsselwörter

Fahrerassistenzsysteme, Verkehrssicherheit, Mensch-Maschine-Schnittstelle, Produkthaftung, Instruktionspflicht, City Safety, Notbremsassistent, Automobilindustrie, Nutzerakzeptanz, Haftungsrisiko, ProdHaftG, autonome Systeme, Bedienungsanleitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Implementierung von Fahrerassistenzsystemen unter Berücksichtigung rechtlicher Haftungsaspekte und der Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung technischer Systeme, die psychologischen Aspekte der Fahreraufmerksamkeit sowie die juristischen Anforderungen an Produktsicherheit und -kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erörtern, wie Hersteller ihre Entwicklungsprozesse und die Kommunikation mit dem Endkunden optimieren können, um Verkehrssicherheit zu maximieren und gleichzeitig Haftungsansprüche zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung von Fallbeispielen (Betriebsanleitungen/Werbung) und rechtlichen Rahmenbedingungen basiert.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert, wie Fahrer auf Assistenzsysteme reagieren, welche Haftungsgrundlagen (ProdHaftG, BGB, ProdSG) für Hersteller gelten und wie die Produktdarbietung die Nutzererwartung beeinflusst.

Welche Faktoren beeinflussen die Nutzerakzeptanz laut der Arbeit?

Akzeptanz wird durch das Vertrauen in die Zuverlässigkeit, die Darstellung in der Werbung und das Sicherheitsgefühl beeinflusst, wobei eine Diskrepanz zwischen Komfortversprechen und Sicherheitsfunktion bestehen kann.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Bedienungsanleitung?

Die Anleitung ist ein essenzielles Instrument der Instruktionspflicht, jedoch reicht ihre bloße Existenz nicht aus, wenn Werbebotschaften dem Nutzer ein falsches Bild über die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Systems vermitteln.

Welche Rolle spielt die "Black Box" im Kontext der Unfallanalyse?

Der Autor führt die Idee eines Unfalldatenspeichers (UDS) als Instrument zur lückenlosen Aufklärung von Unfällen an, was zudem eine disziplinierende Wirkung auf das Fahrverhalten haben könnte.

Inwiefern beeinflussen demographische Faktoren die Interaktion?

Ältere Fahrer oder Fahranfänger weisen spezifische Anforderungen an die Schnittstellengestaltung auf, da ihre Reaktionsfähigkeit und ihr Verständnis für komplexe neue Technik variieren können.

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Details

Title
Zur Entwicklung sicherheitsrelevanter Fahrerassistenzsysteme
Subtitle
Produktdarbietung und Mensch-Maschine Interaktionen
College
Technical University of Berlin  (Volkswirtschaftlehre und Wirtschaftsrecht)
Course
Technikrecht
Grade
1,7
Author
Dipl.-Ing. J. Steiner (Author)
Publication Year
2012
Pages
56
Catalog Number
V207549
ISBN (eBook)
9783656348474
ISBN (Book)
9783656349846
Language
German
Tags
Fahrerassistenzsysteme Mensch-Maschine System Produktdarbietung Technikrecht Instruktionspflicht Produkthaftung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing. J. Steiner (Author), 2012, Zur Entwicklung sicherheitsrelevanter Fahrerassistenzsysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207549
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