Wechselkurse - Eine Einführung


Hausarbeit, 2011

15 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

1 Einführung

2 Wechselkurse genauer betrachtet
2.1 Wechselkurstheorien

3 Wechselkurse und Wettbewerb
3.1 China und der Dollar

4 Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Dollarkurs zum Euro

1 - Einführung

Es gab Zeiten in denen die Menschen zum Erwerb bestimmterGüter anderen Güter mit diesen tauschten. So tauschte man z.B.Brot gegen Milch oder beliebig viele andere Güter undDienstleistungen gegen andere aus. Als die Menschen begannenGold oder Goldmünzen als Zahlungsmittel einzuführen, so hattengleichgroße Münzen mit dem selben Gewicht die selbe Kaufkraft.Es wurden auch andere Zahlungsmittel wie z.B. Silber oder sogarMuscheln, die in Begrenzter Anzahl zur Verfügung standen alsZwischentauschmittel eingesetzt. Diese Entwicklung mündeteletztendlich in die Entstehung von Währungen, respektive Geld.Sowohl Münzgeld, als auch Papiergeld.

Mittlerweile sind Währungen unterschiedlicher Nationen und derenWechselkurse ein bedeutender Bereich der Volkswirtschaftslehre.Die mit den Wechselkursen verbundene Wettbewerbsfähigkeitmacht Wechselkurse zu einem wichtigen Thema für alleVolkswirtschaften dieser Welt, ebenso ist die Bedeutung ausBetriebswirtschaftlicher Sicht sehr hoch, also zusammenfassend fürUnternehmen, Zentralbanken, Regierungen und Investoren, sowiedaraus resultierend auch umschlagend auf die gesamteBevölkerung eines Landes.

Wie genau sich eine bestimmte Änderung des Wechselkurses zwischen der Währung eines Landes und der eines anderen Landes(oder mehrerer anderer Länder) auf dessen Wettbewerbsfähigkeitauswirkt, hängt vor allem damit zusammen, ob es sich z.B. um einExportorientiertes Land handelt oder nicht. In dieser Arbeit sollzunächst auf die Allgemeinen Mechanismen der Wechselkurseeingegangen werden, darunter werden auch verschiedene Theorienbetrachtet. Zudem soll genauer darauf eingegangen werden,inwiefern sich Wechselkurschwankungen auf dieWettbewerbsfähigkeit einzelner Nationaler Märkte bzw. auf Märkte von Ländern einer Währungsunion auswirken. Ein besonderer Fokus soll hierbei auf die Währungen Dollar, Euro sowie teilweise auch auf dem chinesischen Yuan gerichtet werden.

2 - Wechselkurse genauer betrachtet

Ein Wechselkurs ist der Preis einer Währung, der in einer anderenWährung angegeben wird. Währungen werden auf einem Marktgehandelt, dem sogenannten Devisenmarkt. Auf diesem Marktbilden sich die Preise verschiedener Währungen, daraus ergebensich die Wechselkurse. Es wird bei der Angabe von Wechselkursenzwischen der Mengennotierung und der Preisnotierungunterschieden. Bei der Mengennotierung wird angegeben, wie vieleiner anderen Währung, wir durch den Einsatz von einer Einheitunserer inländischen Währung erhalten. Wenn wir beispielsweiseden Wechselkurs zum Dollar aus sicht des Euros betrachten, so gibtdie Mengennotierung an, wie viel Dollar wir für einen Euroerhalten. Im Umkehrschluss stellt die Preisnotierung dar, wievielEuro ein Dollar Wert ist (also wie viel Euro wir aufwendenmüssen, um einen Dollar zu erhalten). Dieses Beispiel gilt, wennwir aus der Sicht des Euros die Wechselkurse betrachten.

Es wird zwischen dem nominalen und dem realen Wechselkursenunterschieden. Der nominale Wechselkurs gibt grundsätzlich denWert einer Währung in einer anderen Währung an. Dieser wird,wie bereits beschrieben, entweder Mengennotiert oder Preisnotiertangegeben. Reale Wechselkurse hingegen, sind nach Krugman undWells „Wechselkurse, die internationale Unterschiede in den Preisniveaus berücksichtigen.“ (Krugman, P, Wells, R, Volkswirtschaftslehre, S. 1122) Somit dient der reale Wechselkursden Ökonomen dahingehend, als das man durch ihn dieVeränderungen der Inflationsraten sowie der Preisniveausbeobachten kann. Oft werden einheitliche Warenkörbe, bestehend aus homogenen Gütern, die einen weitreichenden Teil aus Produktion und Dienstleistung abdecken sollen, erstellt, die dann inihren Preisniveaus in den unterschiedlichen Volkswirtschaftenanalysiert und verglichen werden. Erwähnenswert an dieser Stelleist der sogenannte BigMac-Index. Hierbei werden die Preise füreinen BigMac von der jeweiligen inländischen Währung auf denjeweils aktuellen Dollar Kurs umgerechnet betrachtet. Der BigMacist ein Erzeugnis, dass unabhängig vom Herstellungsort homogenist. Er besteht sowohl aus Agrarerzeugnissen sowie auch ausindustriellen Erzeugnissen, bis hin zu Dienstleistungen, dieletztendlich auch in den Preis für einen BigMac mit einfließen.Somit stellt er quasi einen Warenkorb her, der im Vergleichbetrachtet werden kann.

2.1 - Wechselkurstheorien

Es gibt verschiedene Theorien, die analysieren, wie genau sichWechselkurse bestimmen und welche Einflussfaktoren es gibt.Grundsätzlich geht man von der Tatsache aus, dass Wechselkursesich durch das Angebot einer Währung und durch die Nachfragenach einer Währung bestimmt werden. Hier spricht man vomDevisenangebot und von der Devisennachfrage. Wie bei Angebotund Nachfrage üblich pendelt sich der Wechselkurs beimSchnittpunkt, also beim Gleichgewicht zwischen Angebot undNachfrage ein. Man geht also davon aus, dass in einem flexiblenWechselkurssystem, die Marktteilnehmer (ausgenommen derStaat), durch ihr Angebot und ihre Nachfrage die Wechselkursebestimmen. Anders ist das bei fixen Wechselkurssystemen. Hierinterveniert z.B. die jeweils zuständige Zentralbank. Sie kauft oderverkauft solange Devisen, bis der gewünschte Wechselkurseingetreten ist. Bei den Wechselkurstheorien wird im weiteren einZusammenhang hergestellt, zwischen den Preisniveaus, den Zinssätzen im In-und Ausland oder dem Einkommen auf der einen Seite und den Wechselkursen auf der anderen Seite.

Die Wechselkurstheorien lassen sich in zwei Grundlegende Kategorien unterteilen, in zwei Ansätze: Stromansätze, die sich aufdie Wirkung durch die Veränderungen des Preisniveaus, desZinssatzes oder des Einkommens auf die Kapitalverkehrsbilanzebenso wie auf die Leistungsbilanz beziehen und denBestandsansätzen, die sich auf die Wirkung von Veränderungendes Vermögens beziehen. Zu den Theorien der Stromansätzegehören der Kaufkraftparitätenansatz, die Mundel-Fleming-Modellsowie der Zinsparitätenansatz. Hier soll nur kurz auf einige derTheorien eingegangen werden.

Der Kaufkraftparitätenansatz besagt, dass Wechselkursschwankungen zustande kommen, um unterschiedliche Preisniveaus zwischen verschiedenen Währungsräumen auszugleichen. Auf Grundlage der Kaufkraftparität geht man als davon aus, dass es auf freien internationalen Gütermärkten zu Arbitragegeschäften kommt, sobald dasselbe Gut in einem Land günstiger als in einem anderenLand ist. Durch diesen Prozess werden automatisch Anpassungenausgelöst, durch die wiederum ein Arbitragegleichgewichthergestellt wird (Vgl. Dieckheuer, G., InternationaleWirtschaftsbeziehungen (2001), S. 295). An dieser Stelle kannwieder der BigMac-Index erwähnt werden, der weiter oben bereitsbeschrieben wurde.

Der Zinsparitätenansatz besagt, dass Kapitalanleger immer dortinvestieren, wo es höhere Renditen gibt. Dabei geht man davonaus, dass die Anlagemöglichkeiten in den verschiedenen Ländernperfekte Substitute sind. Somit werden Außenwirtschaftlichbetrachtet, Wechselkursschwankungen auf dieses Verhalten derKapitalanleger zurückgeführt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Wechselkurse - Eine Einführung
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V207563
ISBN (eBook)
9783656354529
ISBN (Buch)
9783656354819
Dateigröße
397 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Hausarbeit gibt einen guten Einblick in das Thema "Wechselkurse".
Schlagworte
Wechselkurs, wechselkurstheorie, makroökonomie, bwl, vwl, china, dollar
Arbeit zitieren
Mohammad Hossein Zavareh (Autor), 2011, Wechselkurse - Eine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207563

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