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Paarverhalten an Bahnhöfen

Title: Paarverhalten an Bahnhöfen

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Vanessa Klingler (Author)

Sociology - Relationships and Family
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In Tränen aufgelöst oder eng aneinander geklammert... manchmal auch etwas reserviert. Wie verabschieden sich Paare an deutschen Bahnhöfen und wie begrüßen sie sich?
Eine kompakte Analyse des Verhaltens von Paaren mit der soziologischen Methode der Beobachtung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Vorgehensweise und Methodik

3. Literatur

3.1 Erving Goffman: das Individuum im öffentlichen Austausch, der bestätigende Austausch

3.1.1 Begrüßung

3.1.2 Verabschiedung

3.2 Joachim Knuf/ H. Walter Schmitz, Ritualisierte Kommunikation und Sozialstruktur

3.3 Erving Goffman: das Individuum im öffentlichen Austausch, Beziehungszeichen

3.4 Goffman, Arrangement der Geschlechter. In: Hubert Knoblauch, Interaktion und Geschlecht

4. Vermutung/Hypothese

5. Beobachtung und Analyse

6. Schluss und Zusammenfassung

7. Literaturnachweis

Zielsetzung & Themen

Die Forschungsarbeit untersucht das Paarverhalten an Bahnhöfen, mit einem besonderen Fokus auf Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale. Ziel ist es, durch eine qualitative Beobachtungsstudie zu analysieren, wie Paare in diesen öffentlichen Situationen interagieren, welche nonverbalen Beziehungszeichen dabei eine Rolle spielen und inwieweit klassische Geschlechterrollen in ihrem Verhalten noch erkennbar sind.

  • Analyse von Begrüßungs- und Verabschiedungsritualen im öffentlichen Raum
  • Untersuchung von Beziehungszeichen und Körperhaltung als Indikatoren für Partnerschaftsstatus
  • Reflexion über das Geschlechterverhalten und den sogenannten "Genderismus"
  • Qualitative Beobachtung von Paaren unterschiedlicher Altersgruppen am Augsburger Hauptbahnhof

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Begrüßung:

Das Grüßen ist eine meist standardisierte Verhaltensweise, die verschiedene nonverbale und verbale Ausprägungen haben kann. Wichtig ist in beiden Fällen allerdings der Blickkontakt, vor allem im nonverbalen Bereich. Nonverbale Zeichen einer einfachen Begrüßung wären: lächeln, winken, sich an den Hut tippen und anderes.

Wenn man sich verbal grüßt, dann ist dies in aller Regel mit einer Anrede und einer Begrüßungsfloskel wie „Hallo“, Guten Tag“, „wie geht es?“ verbunden. Oft sind diese verbalen Begrüßungen mit nonverbalen Zeichen wie Händeschütteln, Umarmungen oder Küssen verbunden.

Eine Begrüßung kann als Ausdruck der Freude über das Wiedersehen mit einer geschätzten oder geliebten Person angesehen werden, mit der man in einer Beziehung steht, von der man aber für eine gewisse Zeit getrennt war, teilweise ohne diese Trennung bewusst herbei geführt zu haben.

Dabei ist es wichtig wie lange diese Trennung gedauert hat. Eine lange und ungewöhnliche Trennung wird auch eine etwas ausgedehntere Begrüßung zur Folge haben, weil sie sich an der Zeit orientiert, in der keine Kontakte stattfanden. Ebenso entscheidend über die Intensität der Begrüßung ist die Stärke der Beziehung zwischen den sich grüßenden Personen. Man wird zum Beispiel einen Verwandten intensiver nach einer langen Reise begrüßen als einen verreisten Nachbarn.

Die Begrüßung initiiert also den Beginn einer Phase vermehrter Zugänglichkeit in der Beziehung zwischen zwei oder mehreren Personen, wobei man zur Zugänglichkeit auch immer den Grad der Beziehung in Bezug setzen sollte, weil man durch seine Begrüßung keine falschen Vorstellungen über den Grad einer Beziehung erzeugen sollte. Wenn man keinen weiteren ausgedehnten Kontakt zur begrüßten Person haben möchte, dann ist es nicht von Vorteil, wenn man diese Person überschwänglich willkommen heißt. Dies könnte zu Missverständnissen über die Beziehung der beiden Partizipanten führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung erläutert die Themenwahl und die Motivation der Autorinnen, das soziale Verhalten von Paaren an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen zu untersuchen.

2. Vorgehensweise und Methodik: Hier wird der Prozess der Literaturrecherche sowie die Entscheidung für eine qualitative, verdeckte Beobachtung am Augsburger Hauptbahnhof beschrieben.

3. Literatur: Dieser Abschnitt bietet einen theoretischen Rahmen basierend auf Erving Goffmans Konzepten zum öffentlichen Austausch sowie Arbeiten von Knuf und Schmitz zu ritualisierter Kommunikation.

4. Vermutung/Hypothese: Die Autorinnen stellen ihre Erwartungen auf, dass Frauen emotionaler reagieren und jüngere Paare auffälligeres Verhalten zeigen als ältere Paare.

5. Beobachtung und Analyse: Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Beobachtungen von 14 Paaren, wobei Verhaltensweisen in Abhängigkeit von Alter, Reisedauer und Beziehungsstatus analysiert werden.

6. Schluss und Zusammenfassung: Das Fazit stellt fest, dass sich das klassische Geschlechterverhalten auflöst und ältere Paare überraschenderweise emotionaler agieren als die jüngeren.

7. Literaturnachweis: Eine Auflistung der verwendeten soziologischen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Paarverhalten, Begrüßungsrituale, Verabschiedung, Goffman, interpersoneller Austausch, Beziehungszeichen, Ritualisierte Kommunikation, Geschlechterverhalten, qualitative Beobachtung, Sozialstruktur, öffentliche Interaktion, Trennung, Wiedersehen, Genderismus, Soziologie der Paarbeziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Verhalten von Paaren an Bahnhöfen bei Begrüßungen und Verabschiedungen, um soziale Rituale im öffentlichen Raum zu identifizieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das Begrüßungs- und Verabschiedungsverhalten, die Funktion von Beziehungszeichen sowie die Auswirkungen von Geschlechterrollen auf die Interaktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die qualitative Analyse von Paaren in spezifischen Trennungs- oder Wiedersehensphasen, um Verhaltensmuster und deren Bedeutung im soziologischen Kontext zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die qualitative Methode der verdeckten Beobachtung, durchgeführt an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten am Augsburger Hauptbahnhof.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Beschreibung und Auswertung der beobachteten Paare, unterteilt in verschiedene Altersgruppen und Kontextfaktoren wie das Reisegepäck oder die Anwesenheit Dritter.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Paarbeziehung, Ritual, Goffman, öffentliche Interaktion und Geschlechterrollen.

Wie unterscheiden sich die Beobachtungen bei älteren Paaren im Vergleich zu jüngeren?

Überraschenderweise zeigten die älteren Paare in der Beobachtung oft eine stärkere emotionale Bindung und Ausdrucksstärke, entgegen der ursprünglichen Hypothese, dass jüngere Paare auffälliger agieren würden.

Welche Schwierigkeiten traten bei der Beobachtung auf?

Die Autorinnen stellten fest, dass das Verhalten oft zweideutig ist, keine klare Trennung zwischen "echtem" Paarverhalten und freundschaftlicher Interaktion möglich war und sich klassische Rollenbilder heute häufig auflösen.

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Details

Title
Paarverhalten an Bahnhöfen
College
University of Augsburg
Grade
2,0
Author
Vanessa Klingler (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V207584
ISBN (eBook)
9783656349310
ISBN (Book)
9783656349730
Language
German
Tags
paarverhalten bahnhöfen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Klingler (Author), 2007, Paarverhalten an Bahnhöfen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207584
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