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Ästhetik und Gewalt auf der Theaterbühne - Juli Zeh's Theaterstück „Good morning, boys and girls“

Computerspiele als Amoktraining?

Titel: Ästhetik und Gewalt auf der Theaterbühne - Juli Zeh's Theaterstück „Good morning, boys and girls“

Essay , 2011 , 8 Seiten

Autor:in: M.A. Cornelia Scherpe (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Theaterstück „Good morning, boys and girls“ von Juli Zeh hatte 2010 seine Premiere. Darin wird die Frage thematisiert, die immer wieder in den Medien aufkommt: sind Computerspiele eine Art Amoktraining? Diese Frage greife ich auf und suche nach einer wissenschaftlichen Antwort.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Thema und Vorstellung des Theaterstückes

2. Computerspiele – Ästhetik, oder Gewalt?

2.1 Die Missbildungsthese

2.2 Die Violentthese

3. Fazit – Computerspiele als Ästhetik und nicht als Gewalt

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Theaterstück „Good morning, boys and girls“ von Juli Zeh, um die gesellschaftliche Debatte über den Zusammenhang zwischen exzessivem Computerspielen und schulischer Gewalt zu hinterfragen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Autorin mit Klischees spielt, um eine monokausale Schuldzuweisung an das Medium Computerspiel kritisch zu dekonstruieren.

  • Analyse des Theaterstücks im Kontext der aktuellen Amoklauf-Debatte
  • Kritische Auseinandersetzung mit medienwissenschaftlichen Thesen (Missbildungsthese, Violentthese)
  • Untersuchung der ästhetischen Dimension von virtueller Gewalt
  • Dekonstruktion des typischen Amokläufer-Profils und medialer Sündenböcke

Auszug aus dem Buch

2. Computerspiele – Ästhetik, oder Gewalt?

In der Öffentlichkeit scheint man sich einig, was das typische Bild eines Amokläufers betrifft. Es sind meist junge Erwachsene, deren Sozialverhalten vor der Tat sehr angepasst war. Dies trifft auf Cold zu, denn er ist in der Schule ruhig,3 hilft der Lehrerin beim Tragen des Overhead-Projektors4 und erhält gute Noten. Von anderen Mitschülern aber wird er gedemütigt5 und auch Demütigung, sprich Mobbing, gehört in das typische Profil eines Amokläufers. Potentielle Amokläufer sind zudem sozial isoliert und ziehen sich nach den öffentlichen Pflichten (wie dem Schulbesuch) in ihrer Freizeit komplett zurück und flüchten in selbstkonstruierte Scheinrealitäten. Sehr gern spielen diese Teenager Gewaltspiele wie „Counter Strike“, die daher in den Medien gern als Amok-Training abgestempelt werden. All dies trifft auf den Protagonisten in „Good morning, boys and girls“ zu. Und doch ist es am Ende ein Mädchen, das sich durch Kleidung und Auftreten im Gegensatz zu Cold in die Gruppe der Schüler integriert hatte,6 die den Amoklauf durchführt. Juli Zeh konstruiert eine

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Thema und Vorstellung des Theaterstückes: Das Kapitel führt in das Theaterstück von Juli Zeh ein und stellt die zentrale Problemstellung vor, ob Computerspiele Gewaltbereitschaft fördern oder als ästhetisches Vergnügen zu betrachten sind.

2. Computerspiele – Ästhetik, oder Gewalt?: Hier werden die gängigen Klischees über Amokläufer sowie theoretische Ansätze der Medienwissenschaft, wie die Missbildungs- und die Violentthese, auf ihre wissenschaftliche Belastbarkeit hin geprüft.

3. Fazit – Computerspiele als Ästhetik und nicht als Gewalt: Das Fazit resümiert, dass eine Amoktat nicht monokausal auf das Computerspielen zurückzuführen ist und betont die ästhetische Darstellung von Gewalt in virtuellen Räumen.

Schlüsselwörter

Juli Zeh, Amoklauf, Computerspiele, Medienangst, Gewalt, Ästhetik, Missbildungsthese, Violentthese, Counter Strike, Jugendgewalt, Medienwirkungsforschung, Scheinrealität, Soziale Isolation, Theaterstück, Klischees

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Theaterstück „Good morning, boys and girls“ von Juli Zeh hinsichtlich der Darstellung von Amokläufen und deren Verbindung zu exzessivem Computerspielen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet die gesellschaftliche Debatte um Medienangst, die wissenschaftlichen Thesen zu Computerspielen sowie die künstlerische Dekonstruktion von Täter-Klischees.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob Computerspiele tatsächlich als Ursache für Gewalt gelten können oder ob sie in der Theaterdarstellung eine primär ästhetische Funktion erfüllen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und medienwissenschaftliche Analyse, die sowohl den dramatischen Text als auch relevante Studien zur Medienwirkungsforschung (wie die von Ladas) einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Thesen der Medienangst, insbesondere der Missbildungsthese und der Violentthese, und konfrontiert diese mit der Handlung des Stückes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienangst, Amoklauf, Ästhetisierung von Gewalt, Computerspiele und die kritische Distanz zu Klischees charakterisiert.

Warum wählt die Autorin Juli Zeh eine Nebenfigur als Amokläuferin?

Durch diesen erzählerischen Kniff bricht die Autorin die Erwartungen des Publikums und hinterfragt die klischeehafte Stigmatisierung des „einsamen, spielenden Jugendlichen“.

Wie unterscheidet sich reale von virtueller Gewalt laut der Arbeit?

Die Arbeit argumentiert unter Bezugnahme auf Studien, dass virtuelle Gewalt empathiefrei und funktionalistisch wahrgenommen wird und somit eine ästhetische Darstellung darstellt, die sich von physischer Gewalt abgrenzt.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ästhetik und Gewalt auf der Theaterbühne - Juli Zeh's Theaterstück „Good morning, boys and girls“
Untertitel
Computerspiele als Amoktraining?
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Zentrum Studium Universale)
Veranstaltung
Ästhetik und Gewalt
Autor
M.A. Cornelia Scherpe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
8
Katalognummer
V207623
ISBN (eBook)
9783656352464
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Computerspiele Amoklauf Juli Zeh Good morning boys and girls Theater Xenophobie Medienangst Missbildungsthese Violenzthese
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Cornelia Scherpe (Autor:in), 2011, Ästhetik und Gewalt auf der Theaterbühne - Juli Zeh's Theaterstück „Good morning, boys and girls“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207623
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Leseprobe aus  8  Seiten
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