Slowenien - Vom Herzogtum Krain über den SHS-Staat und TITO-Jugoslawien zur selbständigen Republik

2. aktualisierte und überarbeitete Auflage, Januar 2013


Studienarbeit, 2013
35 Seiten

Leseprobe

Vorwort

Beim vorliegenden Text handelt es sich um die Aktualisierung eines Referates, das vom Verfasser anlässlich der Exkursion „Steiermark-Slowenien-Ungarn“ im Wintersemester 2002/2003 an der UNI Salzburg gehalten wurde. (Leiter der Exkursion: O. Univ. Prof. Dr. Heinz Dopsch und ao. Univ. Prof. DDr. Gerhard Ammerer).

1. Herrschaftsbildung und Landwerdung im Ostalpenraum

Der Ostalpenraum ist bis heute von Ländern geprägt, die fast durchwegs über ein halbes Jahrtausend alt sind. Das Mutterland Bayern besteht seit mehr als tausend Jahren. Während verschiedene Reiche und Staaten vergangen sind, beispielsweise das Königreich eines Przemysl Ottokar II. oder das Reich der Jagiellonen, die Österreichisch-Ungarische Monarchie und der Vielvölkerstaat Jugoslawien, haben die Länder – ungeachtet ihrer staatlichen Zugehörigkeit– doch ihre Eigenständigkeit und ihre Tradition bewahrt. Es ist zwar in einigen Fällen zu Grenzverschiebungen, Gebietsabtretungen oder Zusammenlegungen gekommen, doch gibt es nur wenige Länder, die wie Görz zu einer Stadt, genau genommen zu einer Doppelstadt geschrumpft sind, oder beispielsweise wie Berchtesgaden ihre politische Selbständigkeit eingebüßt haben.[1]

Durch solche Grenzverschiebungen bzw. Zusammenlegungen bildete sich aus dem Herzogtum Krain und der einstigen Untersteiermark mit ihrem Hauptort Marburg, sowie einem Teil des ehemaligen Kronlandes Küstenland (damals bestehend aus der Grafschaft Görz- Gradisca, sowie Triest und Istrien), dem vorher zu Ungarn gehörigen Übermurgebiet, den früher kärntnerischen Gebieten Mießtal und der kleinen Gemeinde Seeland, der heutige souveräne Staat Slowenien, dessen Entwicklung vom Herzogtum Krain beginnend bis heute in dieser Darstellung streiflichtartig nachgezeichnet werden soll. Eine Bemerkung noch zur Gemeinde Seeland: Diese wurde freiwillig im Tausch gegen die oberkrainische Gemeinde Weissenfels von Kärnten abgetreten. Dieser Tausch stellte sich allerdings später als Flop heraus, weil Weissenfels im Zuge der Pariser Friedensverhandlungen zusammen mit dem Kanaltal an Italien fiel.[2]

Die schon vorgeschichtlich und in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten von Kelten besiedelte Landschaft zwischen den Karawanken und der oberen Kulpa, dem Ternowanerwald und dem Uskokengebirge wurde nach der Herrschaft der Römer, Westgoten, Hunnen, Ostgoten und Langobarden vom späten

6. Jahrhundert an von Slowenen besiedelt. In deren Volksnamen blieb der alte Stammesname der Slawen festgehalten. Im 7./8. Jahrhundert war sie ein Teil des unabhängigen slawischen Fürstentums Carantana (Karantanien mit dem Zentrum Karnburg am Zollfeld, auf dem Gebiet der spätantiken Provinz Binnen-Noricum). Als erster Herrscher wird ein Fürst Boruth, „der Kämpfer“ genannt. Sein Land, der erste slawische Staat, den die schriftliche Überlieferung kennt,[3] umfasste das heutige Kärnten, die Steiermark und reichte im Norden in das Ennstal und bis an die Schwarza in Niederösterreich. Im Süden ist die Ausdehnung unklar, es wird angenommen, dass auch Teile der Carniola und von Ostfriaul einbezogen waren. Im 8. Jahrhundert kam es unter fränkisch-bayerische Oberhoheit und wurde unter Karl dem Großen einer Grafschaft der neugebildeten Mark Friaul zugeschlagen.

Der Name Krain ist nicht slawischen, sondern keltisch-römischen Ursprungs, der im Gegensatz zu dem größeren Gebirgsland zwischen Mur und Drau, Carantania, das kleinere als Carniola bezeichnet. Die Karn-Namen gehen auf den keltischen Stamm der Karner zurück. Der Geschichtsschreiber der Langobarden, Paulus Diaconus, hat am Ende des 8. Jahrhunderts Krain (Carniola) als das Heimatland der Slawen, patria Sclarvorum bezeichnet.[4]

952 kam es mit Friaul zu Bayern, 976 zum Herzogtum Kärnten. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts war es ein Lehen der Patriarchen von Aquileja.[5]

Begütert waren in Krain vor allem die Hochstifte Brixen (Veldes= Bled) und Freising (Bischoflak = Skofia Loka). Aus der Zeit der zweiten Hälfte des

10. Jahrhunderts beziehungsweise der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammen die so genannten „Freisinger Denkmäler“ (slowenisch: „Brižinski spomeniki“). Es handelt sich dabei um die ältesten Zeugnisse der slowenischen Sprache.[6] Größter Grundeigentümer im slowenischen Gebiete wurde das Erzstift Salzburg mit Besitzungen in Kärnten, der Steiermark (Pettau, heute Ptuj) und nahezu im gesamten Savegebiet von Lichtenwald (Sevnica) bis Rann (Brežice).[7]

Von ca. 1173/80 bis 1209/28 waren die Grafen von Andechs (nach den Grafen von Weimar-Orlamünde, Sponheim und Bogen[8] ) die eigentlichen Herren von Krain. Nach ihrem Besitz von Fiume (Rijeka) und Istrien fügten sie ihrem Namen auch Meranien[9] bei. Ihr Herrschaftssitz befand sich in Stein (Kamnik)[10]. Erst sie konnten mit dem Aufbau eines Landes beginnen; das bedeutet, dass der Markgraf innerhalb des Personenverbandes, der sich um ihn formierte, für Ordnung, Recht und Frieden zu sorgen hatte, den militärischen Schutz gewährleisten und mit einem gemeinsamen Recht auch das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit und Eigenständigkeit wecken musste.[11] Ihr Erbe traten zunächst die Babenberger[12] (durch Agnes v. Andechs-Meranien an Friedrich II. von Österreich und Steiermark); dann folgten das mächtige Geschlecht der Kärntner Linie der Grafen von Sponheim (Ulrich III. ab 1251 Herr von Krain) und Przemysl Ottokar II. von Böhmen (1269-1278). Anschließend fiel das Territorium an das Reich (die aquileische Lehenshoheit war verschwunden) und wurde als Lehen 1282 an die

Söhne Rudolfs von Habsburg, Albrecht und Rudolf vergeben, zugleich aber an den neuen Herzog von Kärnten Meinhard II. von Tirol verpfändet. Nach Erlöschen der Meinhardiner im Mannesstamme 1335 kamen Krain und die Windische Mark (mit Möttling) an die Habsburger.[13] Die Besitzverhältnisse in Krain waren jedoch äußerst verwickelt und lassen sich in einem kurz gefassten Überblick nicht bis ins Detail darlegen.

2. Herrschaft der Habsburger

Noch im 13. Jahrhundert wurden die Mark Krain und die mit ihr verbundene Windische Mark als zwei Länder, due terrae bezeichnet. 1335, nach dem Tode Heinrichs von Kärnten (Vater von Margarete Maultasch, 1318-1369) hatten die

Herzoge Albrecht der Weise und Otto der Fröhliche (Söhne von Kg. Albrecht I.)

von Krain und der Windischen Mark Besitz ergriffen. 1374 wurden die beiden Länder endgültig vereinigt und verschmolzen allmählich zu einem Land. Die einstige Eigenständigkeit lebt aber im Landesnamen „Krain und die Windische Mark“ fort, ebenso im Titel „Herzog zu Krain und Herre auf der Windischenmarch“ bzw. dux Carniolae et dominus Marchiae, den die Habsburger bis 1918 führten.[14] In Krain hat sich die Bezeichnung Herzogtum anstelle des älteren Begriffes „Herrschaft zu Krain“ erst nach der Landesbildung durchgesetzt.

Rudolf IV. der Stifter legte im Jahre 1364 den Titel eines Herrn von Krain ab und nannte sich nun Herzog von Krain.[15] Er gründete 1365 eine neue Siedlung, die am Fluss Gurk (Krka) gelegene Stadt Rudolfswerth (heute Novo Mesto = Neue Stadt).[16] 1374 erbten die Habsburger von den Görzer Grafen deren Besitzungen in der Windischen Mark, die Weiße Mark (Möttling, heute Metlika, in der Gegend von Bela Krajina = Weißkrain), sowie auch die Grafschaft Mitterburg, heute Pazin in Istrien. 1382 begab sich aus Angst vor Venedig Triest unter den Schutz der Habsburger, womit diese nahezu das gesamte slowenische Siedlungsgebiet beherrschten.

Außerhalb des habsburgischen Machtbereiches blieben die Grafschaft Görz und einige Städte an der Küste Istriens. Bei der Hauptländerteilung 1379 im Vertrag von Neuberg an der Mürz erfolgte die Trennung der österreichischen Länder in eine Albertinische Linie (Albrecht III. erhielt Österreich) und eine Leopoldinische Linie (Leopold III. bekam die Steiermark, Kärnten, Krain, Tirol und die Vorlande, das so genannte „Vorderösterreich“). Später, 1396 kam es zur Teilung der Leopoldinischen Linie in eine „steirische“ (zuständig für den Länderkomplex „Innerösterreich“)[17] und eine „tirolische“ Linie (Tirol und Vorlande). Zunächst regierte Leopold III. (der 1386 in der Schlacht bei Sempach fiel) auch das Herzogtum Krain. Auf ihn folgten dann seine Söhne gemeinsam bzw. abwechselnd und dann ab 1411 Ernst der Eiserne; daraufhin Friedrich V. (als Kaiser Friedrich III.).

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts erwuchs den Habsburgern auf slowenischem Boden ein mächtiger Konkurrent, das Geschlecht der Grafen von Cilli, deren Familie von der Burg Sonek, (auch Sanneck, Žovnek) im Tal der Sann abstammte und die 1418 die Besitzungen der mächtigen Grafen von Ortenburg in Kärnten und Krain erbten, darunter auch die Herrschaften von Radmannsdorf und Gottschee (Kočevje). Gottschee war schon von den Ortenburgern in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit deutschsprachigen Familien aus Oberkärnten besiedelt worden. Durch Kaiser Sigismund von Luxemburg (reg. 1410- 1437, K 1433) erlangte ihr Gebiet den Status eines reichsunmittelbaren Fürstentums. Der letzte Graf von Cilli, Ulrich II. war mit der Tochter des serbischen Despoten Jurij Brankovic verheiratet und vertrat als königlicher Reichsverweser in Ungarn seinen noch jungen Verwandten Ladislaus Postomus, was ihm die Feindschaft des ungarischen Adels eintrug und zu seiner Ermordung durch Ladislaus Hunyadi in Belgrad führte[18]. Nach dem Tode Ulrichs II. fiel nach einer kurzen kriegerischen Auseinandersetzung, die seine Witwe Katharina führte, der gesamte Besitz an die Habsburger. Damit endete die Geschichte des auf slowenischem Gebiet eigenständischen Fürstentums Cilli.

3. Türkennot und Bauernaufstände

In die Zeit von Ernst dem Eisernen und Friedrich V. fiel auch der Beginn der verheerenden Osmaneneinfälle in die Krain und in die Untersteiermark, die sich durch dreieinhalb Jahrhunderte unausgesetzt wiederholten. Allein zwischen 1471 und 1493, dem Todesjahr Ks. Friedrich III. kam es zu 16 Einfällen. 1472 wurde in Krain zum Schutz vor den Osmanen mit dem Bau von Kirchenburgen sowie von so genannten Taboren begonnen[19]. Es handelte sich dabei um Türme und Befestigungsmauern sowie Wehrkirchen auf schwer zugänglichen Anhöhen.

Neben den Türken war das Land jedoch auch den Überfällen der Ungarn ausgesetzt. 1497 fiel Pettau (Ptuj) den Ungarn unter ihrem König Mathias Corvinus in die Hände; später folgten noch weitere Gebiete.

Mit der Errichtung der kroatischen Militärgrenze (ab 1538), eine militärische Schutzzone[20] gegen das Osmanische Reich, in der schon in der Aufbauphase orthodoxe Serben als Wehrbauern angesiedelt wurden, und der Gründung der Festung Karlstadt (1579), trat auch in Krain eine Wende zum Besseren ein, auch wenn es sogar noch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1724 und 1736) zu zwei kleineren Einfällen kam. Die grausame Zeit der Türkenkriege hatte zu einem großen Bevölkerungsverlust geführt, der durch Ansiedlung deutscher und slawischer Bauern ausgeglichen werden sollte. Die Zeit vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Ende des 16. Jahrhundert ist auch die Epoche großer Bauernaufstände. Gründe hiefür gab es mehrere, z.B.: neue direkte Steuern an den Landesfürsten, die Einführung des Frondienstes und vor allem die mangelhafte Verteidigung des Landes, worunter die bäuerliche Bevölkerung am meisten zu leiden hatte. Die Aufstände wurden blutig niedergeschlagen, 161 Aufständische wurden in Graz hingerichtet.[21]

Aus der Zeit des slowenischen Bauernaufstandes, der seinen Höhepunkt um 1515 erreicht hatte sind auf einem Flugblatt die ersten gedruckten slowenischen Worte erhalten, die das Motto der Aufständischen zur Wiederherstellung der „stara pravda“, der „alten Gerechtigkeit“ aus Kaiser Friedrichs III. Zeiten bildeten.[22] In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts kam es ab 1573 zum großen kroatisch-slowenischen Bauernaufstand, der den östlichen Teil der Untersteiermark und Krains, sowie die benachbarten kroatischen Regionen erfasste, der von einem Heer des kroatischen Landtages (Sabor) niedergeschlagen wurde.

4. Reformation

Mit der Verbreitung des Gedankengutes der Renaissance und des Humanismus kamen auch erste reformatorische Ideen auf. Der führende slowenische Reformator war der protestantische Geistliche Primož Trubar (1508-1586) (eingedeutscht Primus Truber), geboren in Raschitza (Rašica) in Unterkrain (heute Velike Lašče), gestorben in Derendingen bei Tübingen. Er musste in den protestantischen Teil Deutschlands ins Exil gehen und wurde u.a. Pastor in Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber und Tübingen.[23]

Er gilt als der Begründer der slowenischen Schriftsprache und damit der slowenischen Nation. Als sein wichtigstes Werk wurde die Übersetzung des Neuen Testaments nach dem Text von Martin Luther in die „Windische Sprache“ angesehen, die 1556 in Tübingen erschien. Schon 1550 schuf Trubar das Erstlingswerk der slowenischen Literatur, den Katechismus und ein Abecedarium, die auch in Tübingen verlegt wurden. 1584 brachte der protestantische Schriftsteller und Theologe Jurij Dalmatin (1547-1589) die Übersetzung der gesamten Bibel aus dem Griechischen in slowenischer Sprache heraus.[24] Die beginnende geistige Entfaltung der Slowenen wurde schon bald durch die Gegenreformation beendet. Die untertänigen slowenischen Bauern nahmen

[...]


[1]: Dopsch, Heinz: Herrschaftsbildung und Landwerdung im Ostalpenraum. I. Land und Herrschaft. In: Dopsch, Heinz/ Brunner, Karl/ Weltin, Maximilian: Die Länder und das Reich. Der Ostalpenraum im Hochmittelalter (Österreichische Geschichte 1122-1278, hg. von Herwig Wolfram). Wien 1999, S. 209-217, hier S. 209.

[2] Köbler, Gerhard: Historisches Lexikon der deutschen Länder. 5. Aufl. München 1995,

S. 260- 261, S. 277-278.

[3] Krahwinkler, Harald/Wolfram, Herwig: Der Alpenraum im Frühmittelalter. In: Moritsch, Andreas (Hrsg.): Alpen Adria. Zur Geschichte einer Region. Klagenfurt, Laibach, Wien 2001, S. 89- 122, hier S. 96.

[4] Mell, Anton: Die historische und territoriale Entwicklung Krains vom X. bis ins XIII. Jahrhundert. Graz 1888, S. 10- 11. Vergl.: Dopsch, Heinz: Herrschaftsbildung und Landwerdung im Ostalpenraum. I. Land und Herrschaft (wie Anm.1) S. 211. Vergl. Prunk, Janko, S. 22.

Vergl. Scheuch, Manfred: Das größere Europa. Wien 2002, S. 138-139.

[5] Mell, Anton, S. 53.

[6] Geschrieben in lateinischer Schrift (karolingische Minuskel). Die Mönche haben damit versucht

die Sprache (Lautung) der slawischen Karantanen zu transkribieren. Bereits 863 führten die byzantinischen Missionare Konstantin (Kyrill) und Method eine besondere slawische Buchstabenschrift ein, die „Glagoliza“.

[7] Prunk, Janko: Slowenien-ein Abriss seiner Geschichte. Ljubljana 1996, S. 37.

[8] Brunner, Karl: Herzogtümer und Marken, S. 336, S. 366. Erzbischof Konrad I. von Salzburg war mit den Herren von Bogen (Stammburg bei Straubing) eng verwandt.

[9] Die Herkunft des Namens „Meranien” ist bis heute nicht ganz geklärt. Möglicherweise bedeutete es soviel wie „Land am Meer“; da auch Küstengebiete der Adria von Bayern aus regiert wurden, könnte diese Bedeutung zutreffen. Vergl. Prunk, Janko: Slowenien-ein Abriss seiner Geschichte. Ljubljana 1996, S. 30.

[10] Ebda. Vergl. Sante, Georg Wilhelm/ A.G. Ploetz-Verlag (Hrsg.): Geschichte der Deutschen Länder „Territorien Ploetz“. 1. Band: Die Territorien bis zum Ende des alten Reiches. Würzburg 1964, S. 707.

[11] Dopsch, Heinz: Herrschaftsbildung und Landwerdung im Ostalpenraum. I. Land und Herrschaft (wie Anm. 1), S. 209-217, hier S. 213.

Vergl. Köbler, Gerhard: Historisches Lexikon der deutschen Länder. 5. Aufl. München 1995,

S. 277- 278.

[12] Weltin, Maximilian: II. Landesfürst und Adel - Österreichs Werden. In: Dopsch, Heinz u.a.: Die Länder und das Reich. Der Ostalpenraum im Hochmittelalter, (wie Anm. 1), S. 218.- 261, hier

S. 220-221 (Stammtafel der Babenberger).

[13] Brunner, Otto: Land und Herrschaft, Grundfragen der territorialen Verfassungsgeschichte Österreichs im Mittelalter, Darmstadt 1984, S. 214- 215. Vergl. Dopsch, Heinz u.a.: Die Länder und das Reich, (wie Anm. 1), Stammtafel der Spanheimer S. 311.

[14] Brunner, Otto: Land und Herrschaft., S. 215- 216. Vergl. Dopsch, Heinz: Herrschaftsbildung und Landwerdung im Ostalpenraum. I. Land und Herrschaft (wie Anm.1), S. 213.

[15] Für das Datum der Erhebung Krains zum Herzogtum scheinen in der neueren Literatur verschiedene Jahreszahlen auf: Unmittelbar nach 1335 (Prunk), 1364 (Suppan), 1394 (Köbler).

[16] Levec, Franz: Zur Geschichte Krains. In: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild. Kärnten und Krain, S. 325- 352, hier S. 330- 331.

[17] Innerösterreich: Im Spätmittelalter (1379) und in der frühen Neuzeit (1564) infolge von Erbteilungen des Hauses Habsburg entstandener Ländergruppe, die 1564 zu einer Eigenstaatlichkeit innerhalb des habsburgischen Gesamtbesitzes mit eigenem Behördensystem und Regierungssitz in Graz führte. Zu diesem Länderkomplex gehörten: Steiermark, Kärnten, Krain, Görz, Gradiska und die Windische Mark. Der Hofkriegsrat in Graz war auch für die Landesdefension gegen das Osmanische Reich und für die Militärgrenze zuständig. Seit Ferdinand II. (1619) war Innerösterreich mit den übrigen Ländern wieder vereint, galt aber auch noch weiterhin als Verwaltungseinheit, bis 1747 die innerösterreichischen Zentralbehörden und unter Leopold II. 1790 Innerösterreich als politische Einheit aufgelöst wurden. Vergl. Rumpler, Helmut: Verlorene Geschichte. Der Kampf um die politische Gestaltung des Alpen-Adria-Raumes. In Moritsch, Andreas: Alpen-Adria, S. 517- 569, hier: S. 523- 530. Vergl.: Wagner, Wilhelm, S. 107. Vergl. Köbler, Gerhard: Historisches Lexikon der deutschen Länder S. 249. Vergl. Hösler, Joachim: Slowenien, S. 42- 43.

[18] Prunk, Janko: Slowenien-ein Abriss seiner Geschichte. Ljubljana 1996, S. 35. Vergl. Niederstätter, Alois: das Jahrhundert der Mitte. An der wende vom Mittelalter zur Neuzeit. In: Österreichische Geschichte 1400-1522, hg. von Herwig Wolfram, Wien 1996, S. 248- 249.

[19] Prunk, Janko: Slowenien-ein Abriss seiner Geschichte. Ljubljana 1996, S. 42.

[20] Militärgrenze oder„Konfin“- aus lat. „confinium militare“, etwas lyrisch auch „Des Reiches Hofzaun“; später ausgebaut bis in den Norden Siebenbürgens mit einem System von Wachtürmen, Wehrdörfern und Festungen. Die Bevölkerung – Bauernsoldaten aus Kroaten, Serben, Ungarn, Walachen, Uskoken = Flüchtlinge aus osmanischem Gebiet – war lebenslänglich zum Wehrdienst verpflichtet, erhielt dafür jedoch viele Privilegien.

[21] Durch eine Söldnerheer unter Georg von Herberstein, dem gemeinsamen Befehlshaber der innerösterreichischen Länder. Vergl. Prunk, Janko, S. 47.

[22] Dimitz, August: Kurzgefasste Geschichte Krains mit besonderer Rücksicht auf die Culturentwicklung. Laibach 1886, S.67.

[23] Prunk, Janko, S. 53- 55. Vergl. Dimitz, August: Geschichte Krains. Laibach 1896, S. 60. Vergl.: Heiß, Gernot: Reformation und Gegenreformation. In: Moritsch, Andreas (Hrsg.): Alpen-Adria. Zur Geschichte einer Region. Klagenfurt, Ljubljana, Wien 2001, S. 212-213.

[24] Dimitz, August: Kurzgefasste Geschichte Krains mit besonderer Rücksicht auf die Culturentwicklung. Laibach 1886, S. 75 -76.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Slowenien - Vom Herzogtum Krain über den SHS-Staat und TITO-Jugoslawien zur selbständigen Republik
Untertitel
2. aktualisierte und überarbeitete Auflage, Januar 2013
Autor
Jahr
2013
Seiten
35
Katalognummer
V207681
ISBN (eBook)
9783656361022
ISBN (Buch)
9783656361305
Dateigröße
9163 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
2. aktualisierte und überarbeitete Auflage, Januar 2013
Schlagworte
slowenien, herzogtum, krain, shs-staat, tito-jugoslawien, republik, auflage, januar
Arbeit zitieren
Mag.phil. Dr. phil. Martin Gschwandtner (Autor), 2013, Slowenien - Vom Herzogtum Krain über den SHS-Staat und TITO-Jugoslawien zur selbständigen Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207681

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