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Tot, was nun? Eine Auseinandersetzung mit dem Sterben, dem Tod, der Trauer und dem Leben nach dem Tod

Titel: Tot, was nun? Eine Auseinandersetzung mit dem Sterben, dem Tod, der Trauer und dem Leben nach dem Tod

Fachbuch , 2013 , 281 Seiten

Autor:in: Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Es ist schwer zu sagen was möglich ist,
denn der Traum von Gestern
ist die Hoffnung von Heute
und die Wirklichkeit von Morgen." (Robert Goddard)

In diesem Buch geht es darum, sich mit der Fragestellung auseinander zu setzen, die in unserer Gesellschaft an ganz vielen Stellen verdrängt und/oder aus dem Bewusstsein Erfolg verdrängt wird – dem Tod. Ich habe mich bei der Recherche mit vielen Menschen in allen Alterstufen und Schichten unterhalten, Schulklassen in die Gespräche einbezogen und dabei viele neue und interessante Erfahrungen gesammelt.

In unserer modernen Hightech – Welt wird ein Thema immer mehr und immer erfolgreicher verdrängt: Das Thema Sterben und Tod. Die Werbung verheißt dem Menschen die ewige Jugend, die medizinische Forschung macht immer mehr Fortschritte. Im Bereich der Pharmazie werden Medikamente entwickelt die altersbedingte Probleme verhindern sollen so das Leben zu verlängern zu helfen. Alter, unheilbare Krankheiten, Schmerzen, das Ende eines Lebens haben wenig Platz im Leben der Menschen.

In fast allen Gesprächen wurde deutlich, dass wir als Gesellschaft viel Erfolg in der Verdrängung dieses Themenbereiches aus unserem Leben haben.

Berufsschüler haben beispielsweise auf die Frage „Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie mit Sicherheit (durch medizinische Untersuchungen nachgewiesen) nur noch drei Monate zu leben hätten?“ geantwortet:

„Schulden machen,
mich sinnlos betrinken …“

Die Jugendlichen haben sich aber durchaus in Frage stellen und deutlich verunsichern lassen, als sie sich damit beschäftigten, ob wohl ein genießen des Lebens, des Urlaubs mit diesem Wissen überhaupt noch möglich ist.

Bei der echten Auseinandersetzung mit dem Thema kam doch ein „Informationshunger“ zum Tragen. Es ging primär nicht um den Tod als solchen sondern um das Sterben, dem eigentlichen Sterbegeschehen; „vor dem Tod habe ich keine Angst, aber vor dem Sterben“, so die jungen Menschen; „Am liebsten möchte ich einschlafen und dann nie mehr aufwachen; das ist schmerzfrei und ohne Qualen“!

Menschen zwischen dem 30. Lebensjahr und dem 60. Lebensjahr haben sich nur sehr schwer und schon fast ungern auf die unterschiedlichen Fragen eingelassen. Andere Kulturen werden im Blick auf das Sterben kurz dargestellt.

Im zweiten Teil des Buches kommt die christliche Lehre etwas mehr zum Tragen, die ein Leben nach dem Tod, angstfrei und ermutigend darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Was ist der Tod?

Definitionen zum Tod

Tod und Todesursachen

Was versteht man unter dem Scheintot?

Nur auf dem Schein tot

Der Tod, ein endgültiges Geschehen?

Nahtoderfahrungen

Merkmale einer Nahtoderfahrung

Im Krankenhaus

Ein älterer Mann nach dem Aufwachen

Eine junge Mutter mit kleinen Kindern

Umgang mit dem Tod

Wie gehen wir mit dem Tod um?

Wie wir sterben wollen

Was bleibt am Ende?

Anruf aus dem Krankenhaus

Wer fährt mit Ihnen mit?

Was muss noch erfragt werden?

Was möchten Sie gerne mitnehmen?

Abschiedrituale am Totenbett

Trauer, ein beklemmendes Gefühl

Trauerbewältigung

Trauerphasen

Leben – Tod, eine unzertrennliche Einheit

Die Hospizbewegung

Das Hospizverständnis früher – heute

Der menschliche Tod im Unterschied zum Tod anderer Lebewesen

Todesverständnis früher – heute

Problemlage Tod

Die biblische Betrachtung im Alten Testament und im Neuen Testament

Philosophisches Denken über den Tod

Der Tod, kein eigenes Thema in der Dogmatik

Sterben nicht zum Einschläfern umgestalten

Der Tod und die Bestattung in anderen Kulturen und Religionen

Der Tod in den Weltreligionen und anderen Kulturen und Religionen

Bei den Ägyptern

Bei den Germanen

Hinduismus

In China

In den andere Religionen

Andere Kulturen

In den schriftlose Kulturen

Die christliche Tradition

Im Koran

Bei den Griechen im Altertums

Buddhistische Aussagen

Die hebräische Überlieferung

Anthropologische Studien

Gilgamesch – Epos

Die Aztekische Tradition

Hinduismus

Buddhismus

In der Kunst der Christen

Guarayo – Indianer

Huichol – Indianer

Die traditionelle Inkakultur

Afrikanische Gesellschaft

Wandlung im Sterbeverständnis zum heutigen Verständnis

Zäsuren im Todesverständnis

Judentum

Islam

Islamische Regeln

Der Tod im Hinduismus

Der Tod im Buddhismus

Der Tod im Christentum

Kleines Lexikon der Grabformen

Grabsymbole

Sterben und Tod

Wann ist der Mensch tot?

Sterbephasen nach Kübler – Ross

Sterbevorgang und Hospizbewegung

Sterbephasen nach Albert Mauder

Bild: In einem Sterbezimmer

In Würde sterben

Philosophische Gedanken zur Würde

Bild: Der Tode in der Vorstellung des Menschen, in der Kunst dargestellt

Das apallische Syndrom

Frau B.

Fernsehfilm: Tod vor dem Sterben

Diese Diskussion um die Würde des Menschen

Sterbebegleitung

Das Schlüsselerlebnis

Die Palliativmedizin

Was bedeutet Pflege für uns?

Sterbehilfe

Aktion Gnadentod

Sterbehilfe für ein Baby

Hilfe beim Sterben?

Sterbebegleiter – Helfer zum Suizid?

Die indirekte Sterbehilfe

Die assistierte Sterbehilfe

Wandel im Umgang mit dem Tod

Der Wandel im Umgang mit dem Tode – Todesanzeigen

Sterben früher und heute

Lied: Ich bin ein Gast auf Erden

Letzte Ölung – Krankensalbung

Meine letzte Ölung

Der Tod – aus dem Leben verbannt

Tod und Kosmetik

Föhnfrisur für eine Leiche

Beruf: Bestatter

Thema Tod gehört in die Schulen, Ethikunterricht

Aus Angst die Flucht in die aktive Sterbehilfe

Die Angst beim Thema Tod

Stefan T.

Meinungsumfragen zur Sterbehilfe

Aktuelle Zahlen in Deutschland und in den Grenzländern

Exkurs: Aktive und passive Sterbehilfe – zur Würde beim Suizid

Organisationen im Bereich der aktiven Sterbehilfe

Dignitas Deutschland

EXIT – Deutschland

EXIT – Schweiz

NVVE – Niederlande

Was ist Sterhilfe – Formen der Sterbehilfe

Professor Doktor Julius Hackethal

Der Hippokratische Eid im Wortlaut

Sterbehelferteams in den Niederlanden unterwegs

Sich auf den Tod einstellen

bewusst sterben

Das Leben ordnen

Mein Testament

Der Organspendeausweis, wenn gewünscht

Die Patientenverfügung

Die Betreuungsverfügung

Gedanken zur Organspende

Was spricht für eine Organspende

Was spricht gegen eine Organspende

Exkurs: Mehrorganentnahme

Exkurs: Informationen zur Explantation

Abschied nehmen

Formen der Bestattung

Das Leben nach dem Tod

Nahtoderfahrungen

Die Einheit von Tod und Religion

In der christlichen Religion

Denken in der Reinkarnationslehre

Religion und Tod in den westlichen Religionen

Das Judentum

Das Christentum

Der Islam

Der Volksglaube

Die Reinkarnationslehre

Sterbeberichte

Todesverständnis in anderen Kulturen

Die östlichen Religionen

Der Hinduismus

Der Buddhismus

Der Universums

Totenkult und Totenverehrung

Ein individuelles Nachleben

Die körperunabhängige Seele

Der Glaube an die Wiederkehr der Toten

Christen und der Tod

Nachtoderfahrungen

Im christlichen Alltag

muss ich als Christ Angst vor dem Sterben und Angst vor dem Tod haben?

Warum haben wir Angst vor dem Tod?

Wie können wir mit der Angst vor dem Sterben und dem Tod umgehen?

Die christlichen Lehre auf biblischer Aussagen

Zielsetzung und Themen

Das Werk setzt sich kritisch und einfühlsam mit den Themen Sterben, Tod, Trauer sowie dem Glauben an ein Leben nach dem Tod auseinander und zielt darauf ab, dem Leser Hilfe für die persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Ende zu bieten.

  • Psychologische und theologische Sterbephasen
  • Kulturelle und religiöse Perspektiven auf den Tod und Bestattungsrituale
  • Die Problematik der Sterbehilfe und Organspende aus ethischer Sicht
  • Umgang mit Ängsten und praktische Hilfestellungen bei der Lebensordnung

Auszug aus dem Buch

Was ist der Tod?

Die Frage nach dem Tod ist in unserer Zeit ein Thema über das man nicht spricht. Er wird aus unserem Umfeld, unseren Wohnungen und nach Möglichkeit auch aus den Krankenhauszimmern verbannt. Darüber spricht man nicht, man schweigt ihn buchstäblich tot. Jeder Mensch weiß zwar, dass man sterben muss, nur von sich selbst will er es nicht wissen.

Für den heute bewusst lebenden Menschen sind sowohl das Sterben müssen einerseits, ebenso wie der Tod in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen andererseits, das denkbar abscheulichste. Natürlich wird der Tod in manchen, nicht seltenen Fällen als eine „gnädige Erlösung“ angesehen und auch verstanden.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich in unserer Gesellschaft zunehmend eine gewisse Protesthaltung gegen die vermeintliche „Abscheulichkeit des Todes“ und die damit unweigerlich verbundene Zerstörung des Körpers und das Ende aller persönlichen und privaten geschäftlichen Beziehungen ausbildet; damit verdeutlicht sich der intensive Kampf der Naturwissenschaften gegen den vermeintlich unbesiegbaren Tod, denn bis heute kann er nicht verhindert werden; bisher kann er nur hinausgezögert werden. Diese „Lebensverlängerung“ ist aber in keiner Weise auch im Ansatz als erste Schritt im Kampf gegen den Tod zu verstehen, denn im Allgemeinen macht genau dieses Tun, diese doch sehr fragwürdige „Lebensverlängerung“ den Tod für die Betroffen nur noch qualvoller, für die Angehörigen fast unertragbar.

Zusammenfassung der Kapitel

Was ist der Tod?: Dieses Kapitel beleuchtet Definitionen des Todes, die Abgrenzung zum Scheintod und die biologischen Grundlagen des Sterbeprozesses.

Umgang mit dem Tod: Hier werden soziale und praktische Aspekte thematisiert, darunter die Vorbereitung auf den Tod, Sterbebegleitung und der Prozess der Trauerbewältigung.

Leben – Tod, eine unzertrennliche Einheit: Dieses Kapitel verknüpft die Hospizbewegung mit theologischen und philosophischen Sichtweisen auf das Sterben als Teil des Lebens.

Der Tod und die Bestattung in anderen Kulturen und Religionen: Eine vergleichende Analyse der Bestattungskulturen und Jenseitsvorstellungen verschiedener Weltreligionen und Gesellschaften.

Sterben und Tod: Fokus auf medizinische Definitionen, die Sterbephasen nach Kübler-Ross sowie kritische Diskussionen zu Sterbehilfe und Palliativmedizin.

Wandel im Umgang mit dem Tod: Eine Betrachtung über die historische Veränderung der Sterbekultur, verknüpft mit persönlichen Berichten und der gesellschaftlichen Verdrängung des Themas.

Sich auf den Tod einstellen: Praktische Anleitungen zur persönlichen Lebensgestaltung, wie das Erstellen von Testamenten und Patientenverfügungen.

Das Leben nach dem Tod: Eine Zusammenfassung der christlichen Glaubensverkündigung und persönlicher Überzeugungen bezüglich des Fortlebens nach dem Tod.

Christen und der Tod: Dieses Kapitel diskutiert spezifisch die christliche Sichtweise auf Sterben, Jenseitserwartungen und den persönlichen Glauben als Trostspender.

Schlüsselwörter

Sterben, Tod, Trauer, Hospizbewegung, Palliativmedizin, Sterbehilfe, Organspende, Patientenverfügung, Bestattungsrituale, Nahtoderfahrungen, Jenseitsglauben, Ethik, Menschenwürde, Religion, Trauerbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod aus medizinischer, ethischer, kultureller und theologischer Sicht, um Menschen bei der persönlichen Vorbereitung zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben den Sterbephasen und Trauerbewältigung werden Bestattungskulturen, moderne Hospizarbeit, Fragen zur Organspende und ethische Grenzfragen der Sterbehilfe ausführlich analysiert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Ängste vor dem Tod abzubauen, Informationen zur Verfügung zu stellen, die bisher tabuisiert wurden, und einen würdevollen Umgang mit dem Sterbeprozess zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, vergleichenden kulturwissenschaftlichen Ansätzen und persönlichen Erfahrungen aus der Seelsorge und Begleitung von Schwerkranken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte des Sterbens, von medizinischen Definitionen des Todes über historische Wandlungen in der Bestattungskultur bis hin zur ethischen Bewertung von Sterbehilfe und Organtransplantationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sterbebegleitung, Hospizarbeit, Menschenwürde, Trauerphase, Jenseitsvorstellungen, Organspende und Patientenverfügung.

Was bedeutet das "Apallische Syndrom" in diesem Kontext?

Das apallische Syndrom wird als eine schwere neurologische Erkrankung thematisiert, bei der ethische Fragen bezüglich des Lebenswertes und der Reanimationsbemühungen besonders deutlich hervortreten.

Wie unterscheidet der Autor zwischen den Sterbehilfeformen?

Er differenziert präzise zwischen aktiver Sterbehilfe (Tötung auf Verlangen), passiver Sterbehilfe (Sterben lassen durch Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen) und indirekter Sterbehilfe (Schmerzlinderung mit lebensverkürzender Nebenwirkung).

Ende der Leseprobe aus 281 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tot, was nun? Eine Auseinandersetzung mit dem Sterben, dem Tod, der Trauer und dem Leben nach dem Tod
Autor
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
281
Katalognummer
V207823
ISBN (eBook)
9783656352570
ISBN (Buch)
9783656353171
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine auseinandersetzung sterben trauer leben Umgang mit dem Tod Formen der Bestattung Woran muss ich denken? Organspende - Organhandel? fremde Kulturen und der Tod was kommt nach dem Tod? ist man mit dem Tod tot? Scheintod Tod und Angst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor:in), 2013, Tot, was nun? Eine Auseinandersetzung mit dem Sterben, dem Tod, der Trauer und dem Leben nach dem Tod, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207823
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  281  Seiten
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