Den Schülern sollen Umsetzungsprobleme des Schöpfungsauftrags nach 1. Mose 1, 28 bewusst werden.
Teilziele:
Die Schüler sollen…
1. … sich die Problematik der Massentierhaltung bewusst machen.
2. … sich den Wortlaut des gekürzten Bibeltextes (1. Mose 1, 28) in
Erinnerung rufen.
3. ... die Bedeutung des Begriffes „Herrschen“ in diesem Zusammenhang anhand des Schöpfungsauftrags nach 1. Mose 1, 28 erfahren und sich der Verantwortung der Menschen gegenüber den Mitgeschöpfen bewusst werden.
Inhaltsverzeichnis
I. Der Unterrichtsverlauf
II. Anhang
III. Allgemeine Vorerwägungen
1. Sachanalyse
1.1 Theologische Analyse
1.2 Gesellschaftliche Relevanz
2. Didaktische Analyse
2.1 Didaktische Reduktion
2.2 Lehrplanbezug
2.3 Abgrenzung des Themas und Begründung des Inhalts
2.4 Bedeutung des Themas für die Schüler
2.5 Anmerkungen zur Klasse
3. Methodische Analyse
4. Lernziele
5. Medien und Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Unterrichtseinheit zielt darauf ab, Schülern der fünften Jahrgangsstufe die Problematik der Massentierhaltung in Bezug auf den biblischen Schöpfungsauftrag nach 1. Mose 1, 28 näherzubringen und ein verantwortungsvolles Handeln gegenüber Mitgeschöpfen zu fördern.
- Biblische Exegese des Begriffs "Herrschen" im Schöpfungskontext
- Kritische Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Massentierhaltung
- Entwicklung eines ethisch begründeten Bewusstseins für den Umgang mit Tieren
- Transfer der theoretischen Erkenntnisse in das eigene Konsumverhalten
- Vergleich von artgerechter Tierhaltung und Massenproduktion
Auszug aus dem Buch
1.1 Theologische Analyse
Schöpfung ist die religiöse Bezeichnung für die Umwelt. Die beiden Schöpfungsberichte zu Beginn der Bibel erzählen jedoch nicht, wie Gott alles geschaffen hat, sondern dass die Existenz der Welt von einem Schöpfer aus geht, der aus dem Nichts etwas schaffen kann. Der Mensch als Teil der Schöpfung hat den Auftrag, fruchtbar zu sein und sich zu vermehren (1. Mose 1,28). Zur Zeit der Niederschrift dieser Bibelstelle (ca. 500 Jahre v. Chr.) war die Erde in vielen Teilen noch menschenleer und insgesamt noch viel weniger bevölkert als heute. Aber gilt dieser Grundsatz zur Vermehrung der Menschen auch heute noch? Hat die Menschheit mit einer Weltbevölkerung von über 7 Milliarden Menschen immer noch die göttliche Verpflichtung sich zu vermehren, das heißt die Gesamtzahl zu mehren, zu vergrößern? Hätten wir heute vielleicht den Schöpfungsauftrag „Seid genug“? Dies trifft vielleicht für Länder wie die Volksrepublik China zu, aber auch für Deutschland?
Diese Frage wird einfach stehengelassen, da sie in der Unterrichtsstunde aufgrund der didaktischen Reduktion nicht behandelt wird. Es wird nun der 2. Teil der Bibelstelle betrachtet. Innerhalb der Schöpfungsordnung nimmt der Mensch im Unterschied zu den Mitgeschöpfen eine Sonderstellung ein: "Macht euch die Erde untertan und herrscht über alle Tiere!" Die beiden Schlüsselworte "untertanmachen/unterwerfen" und "herrschen" müssen behutsam ausgelegt werden. Sie dürfen nicht im Sinne von "Unterdrückung" und "Ausbeutung" verstanden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Der Unterrichtsverlauf: Detaillierte Planung einer Unterrichtsstunde zum Thema Umsetzungsprobleme des Schöpfungsauftrags inklusive zeitlichem Ablauf und methodischen Schritten.
II. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie Arbeitsblätter und Lösungsvorschläge für die Unterrichtseinheit.
III. Allgemeine Vorerwägungen: Theoretische Fundierung des Unterrichtsthemas durch theologische, didaktische und methodische Analysen.
1. Sachanalyse: Untersuchung des biblischen Textes und der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas Tierhaltung.
2. Didaktische Analyse: Begründung der Themenauswahl sowie Anpassung an den Lehrplan und das Alter der Schüler.
3. Methodische Analyse: Erläuterung der gewählten Unterrichtsmethoden und der schülerzentrierten Vorgehensweise.
4. Lernziele: Definition und Begründung der anzustrebenden Kompetenzen und Ziele der Unterrichtsstunde.
5. Medien und Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen, Filmausschnitte und biblischen Texte.
Schlüsselwörter
Schöpfungsauftrag, Massentierhaltung, 1. Mose 1, 28, Tierethik, Religionsunterricht, Didaktik, Herrschen, Umweltbildung, Mitgeschöpfe, Konsumverhalten, Schöpfung, Verantwortung, Bibelauslegung, Unterrichtsplanung, artgerechte Tierhaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konfrontation von biblischen Schöpfungstexten mit den realen Problemen der modernen Massentierhaltung im Religionsunterricht der fünften Jahrgangsstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Exegese des Schöpfungsauftrags, die ethische Reflexion des menschlichen Umgangs mit Tieren und die pädagogische Umsetzung dieser Themen für Schüler.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Schülern bewusst zu machen, welche Umsetzungsprobleme der biblische Schöpfungsauftrag in der modernen Welt hat und zu einem respektvollen Umgang mit Mitgeschöpfen anzuregen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden eine theologische Sachanalyse, eine didaktische Reduktion sowie eine methodische Analyse nach religionspädagogischen Standards angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Sachanalyse (theologisch und gesellschaftlich), didaktische Überlegungen zur Stoffreduktion und Lehrplananbindung sowie die detaillierte methodische Planung der konkreten Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Schöpfungsauftrag, Massentierhaltung, Verantwortung, Tierethik und Religionspädagogik.
Warum wurde das Beispiel der Henne "Gertrud" gewählt?
Die Henne dient als kindgerechtes und exemplarisches Anschauungsobjekt, um die komplexen Probleme der industriellen Tierhaltung für Fünftklässler greifbar und nachvollziehbar zu machen.
Wie wird der Begriff "Herrschen" in der Arbeit interpretiert?
Die Arbeit betont, dass "herrschen" keinesfalls mit Unterdrückung oder Ausbeutung gleichzusetzen ist, sondern als ein pflegender Auftrag Gottes an den Menschen zu verstehen ist.
Warum wird im Unterrichtsverlauf auf einen festen Hefteintrag verzichtet?
Der Fokus liegt darauf, den Schülern Raum für Reflexion, Nachdenken und den verbalen Austausch untereinander zu geben, statt die Zeit mit reinem Mitschreiben zu füllen.
- Citation du texte
- Thomas Windhoevel (Auteur), 2013, Lehrprobe zum Thema "Probleme, den Schöpfungsauftrag umzusetzen" (Ev. Religionslehre, 5. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207861