Die Nutzung von Online Social Networks gehört heutzutage zum ganz normalem Alltag mancher Personen. Facebook, Twitter oder Xing sind längst keine Fremdwörter mehr, auch in den Generationen von 55 Jahren und plus. Laut allfacebook.de hat sich die Anzahl der über 55 jährigen und 45-54 jährigen Nutzer im Jahr 2011 verdoppelt. Im Januar 2012 zählt Facebook von insgesamt 912 Millionen aktiven Nutzern 22,1 Millionen aktive deutsche Nutzer (vgl. http://www.itwissen.info, ). Das ist jeder dritte Deutsche. Der Durchschnittsnutzer verbringt im Monat 15 Stunden und 33 Minuten auf Facebook. 40 Mal wird die Seite im Monat aufgerufen und im Schnitt 23 Minuten dort verweilt (vgl. royal.pingdom.com). Diese Zahlen beinhalten nicht die Zeit, die über die mobile Anwendung in Form der Facebook Appliciation auf Facebook selber verbracht wird, die mit 543 Millionen aktiven Nutzern weltweit im Juni 2012 unter den Smartphone Nutzern jedoch beträchtlich ausfällt. (vgl. http://www.newsroom.fb.com)
Somit muss angenommen werden, dass die stattfindenden Interaktionen im sozialem Netz der Online Welt maßgeblich Einfluss auf zwischenmenschliche Beziehungen in der „Offline Welt“ haben.
Im folgendem soll nun erläutert werden, wie sehr sich die Kommunikationspraktiken auf Online Social Networks wie Facebook auf das zwischenmenschliche Verhalten, besonders das Verhalten in romantischen Beziehungen, im Offline Leben auswirken.
Zentrale Frage dieser Hausarbeit lautet, ob und wie sich die Eifersucht in einer Partnerschaft durch die Nutzung durch Facebook verstärkt und in welchem Ausmaß bzw. mit welchen Konsequenzen sie sich zeigt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das soziale Netz
- Begriffserklärung Online Social Network
- Das Profil
- Begriffserklärung Online Social Network
- Eifersucht
- Eifersucht in Liebesbeziehungen
- Digitale Eifersucht
- Emotionale, kognitive und computer-kompetenzbedingte Faktoren zur Auslösung der digitalen Eifersucht
- Emotionale Verfassung
- Fähigkeit der Informationsverarbeitung
- Das Surfverhalten des Nutzers
- Emotionale, kognitive und computer-kompetenzbedingte Faktoren zur Auslösung der digitalen Eifersucht
- Wer ist der Typ für digitale Eifersucht?
- Positive Working Model
- Negative Working Model/Anxious Attachment
- Partnerschaft im Netz
- Konsequenzen für die Partnerschaft
- Das Projekt
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Auswirkungen von Online Social Networks, insbesondere Facebook, auf zwischenmenschliche Beziehungen, speziell auf romantische Beziehungen. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, ob und wie sich Eifersucht in einer Partnerschaft durch die Nutzung von Facebook verstärkt und welche Konsequenzen dies hat.
- Einfluss von Online Social Networks auf Beziehungen
- Die Rolle von Facebook in der Entstehung und Verstärkung von Eifersucht
- Emotionale, kognitive und verhaltensbezogene Faktoren, die zur digitalen Eifersucht beitragen
- Auswirkungen von digitaler Eifersucht auf Partnerschaften
- Die Bedeutung der Kommunikationspraktiken in Online Social Networks für das zwischenmenschliche Verhalten im Offline-Leben
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung führt in das Thema der Seminararbeit ein und stellt die zentrale Fragestellung vor. Die aktuelle Nutzung von Facebook und die Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen werden beleuchtet.
- Kapitel 2 erläutert die Funktionsweise von Online Social Networks und insbesondere von Facebook, inklusive des Konzepts des Profils und seiner Bedeutung für die Kommunikation.
- Kapitel 3 definiert den Gefühlszustand der Eifersucht aus psychologischer Perspektive und beleuchtet verschiedene Konstellationen in zwischenmenschlichen Beziehungen.
- Kapitel 4 analysiert die Entstehung von digitaler Eifersucht, wobei emotionale, kognitive und verhaltensbezogene Faktoren, die durch die Nutzung von Facebook ausgelöst werden, im Vordergrund stehen.
- Kapitel 5 untersucht die Persönlichkeitstypen, die besonders anfällig für digitale Eifersucht sind, und erläutert zwei verschiedene "Working Models" in Bezug auf Beziehungen.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit fokussiert auf die Themen Online Social Networks, Facebook, Eifersucht, digitale Eifersucht, Kommunikationspraktiken, zwischenmenschliche Beziehungen, romantische Beziehungen, "Working Models" und die Auswirkungen auf das Verhalten im Offline-Leben.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter digitaler Eifersucht?
Digitale Eifersucht bezeichnet Eifersuchtsgefühle, die durch Interaktionen oder Informationen in sozialen Netzwerken wie Facebook innerhalb einer Partnerschaft ausgelöst oder verstärkt werden.
Kann Facebook Eifersucht in einer Beziehung verstärken?
Ja, die ständige Verfügbarkeit von Informationen über den Partner und dessen Interaktionen mit anderen kann zu Fehlinterpretationen und verstärktem Kontrollverhalten führen.
Welche Faktoren lösen Eifersucht auf Facebook aus?
Dazu gehören emotionale Verfassung, die individuelle Fähigkeit zur Informationsverarbeitung sowie das spezifische Surfverhalten des Nutzers.
Welche Persönlichkeitstypen sind besonders anfällig für digitale Eifersucht?
Personen mit einem "Anxious Attachment" (ängstlicher Bindungsstil) oder einem negativen Selbstbild neigen eher zu digitaler Eifersucht.
Welche Konsequenzen hat digitale Eifersucht für die Partnerschaft?
Sie kann zu Vertrauensverlust, vermehrten Konflikten im "Offline-Leben" und im Extremfall zur Trennung führen.
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- Alice Siebel (Author), 2012, Eifersuchtsgenerator Facebook? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207932