Dante Alighieris 'De Monarchia', Papst Bonifaz VIII. und Kaiser Heinrich VII.

Antworten auf den schneidenden Luftzug der Neueren Geschichte


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
42 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Kontext und Protagonisten
2.1. Tendenzen – Partikularmächte als Luftzug der Neueren Geschichte
2.2. Das Papsttum – Bonifaz
2.3. Das Kaisertum – Heinrich

3. De Monarchia
3.1. …in ihrer Struktur und Zeitlichen Verortung
3.2. …als Antwort auf die Machtansprüche des Papsttums
3.3. …als Antwort auf das Erstarken der Partikularmächte

4. Schlussbetrachtung

5. Literatur

6. Anhang

1. Einleitung

Es ist ein dunkler Wald, der Dante am Anfang seines Mammutwerkes, das er Komödie nennt und welchem sein erster Biograph Giovanni Boccaccio das Attribut göttlich verleiht,[1] empfängt. Unwissenheit prägt die Atmosphäre dieses ersten Gesangs. Unwissenheit und vielleicht auch ein Stück Angst angesichts der Unordnung, in welche die Welt geraten ist. Die Laster die dabei auftauchen, versperren nicht nur Dante den Weg, sondern sind, betrachtet man die Symbolik der drei Tiere Pardel, Löwe und Wölfin, welche einerseits für Wollust, Stolz und Habgier, andererseits genauso gut für Frankreich, Kaisertum und Rom stehen könnten, auch eine standhafte Blockade für die Heilsgeschichte: des rechten, linearen Pfades einer christlichen Historie, an welche Dante trotz aller politischen Umtriebe von Päpsten, Kaisern und Königen dennoch innig glaubt. In diesem Moment des Ungewissen erblickt der verängstigte Poet die Vernunft in Form seines Helfers und väterlichen Führers Vergil. Der antike Dichter, den Dante abgöttisch bewundert und dessen weise Ratio er anbetet, soll von seiner verflossenen Liebe Beatrice, die Inbegriff der Frömmigkeit ist, aus dem himmlischen Paradies entsandt worden sein, um dem Dichterphilosophen den Weg aus dem Unheil zu weisen. Und als es Dante schließlich überkommt, er ob der gefräßigen Tiere den Tränen nahe ist, beruhigt ihn Vergil obendrein mit seiner Prophezeiung des Veltro: „Von vielen Tieren lässt sie [die Wölfin] sich begatten/mit vielen Tieren wird sie’s treiben – bis/der Jagdhund [Veltro] kommt und ihr den Garaus macht.“[2]

Wer auch immer dieser Veltro sein mag und wie surreal jener Anbeginn auch wirkt. Er könnte geradezu eine Allegorie auf den jungen florentinischen Dichter sein, der sich mit einer Umwelt konfrontiert sieht, die so gar nicht mehr den römisch-antiken und ritterlichen Idealen des Hochmittelalters entspricht. Er sieht eine Kirche, welche die Grenzen ihrer eigenen Religion überschreitet und gänzlich ungeniert die uneingeschränkte Untergebenheit aller auf dem Erdball wohnenden Individuen einfordert.[3] Er sieht in seiner eigenen Stadt die aufkeimenden Sprösse des frühen Kapitalismus empor wachsen und muss es ertragen, wie handfeste Wirtschaftsbeziehungen mit äußeren Mächten die Politik einzelner Parteien in Florenz maßgeblich beeinflussen – bis hin zu seiner eigenen Exilierung wohlgemerkt, die sich im Jahre 1301 vollzieht. Er sieht einen Kaiserthron, der seit seinen Kindertagen verwaist ist und muss leidlich mit ansehen, wie die von ihm so hochgeschätzte Einheit der Menschheit an den Souveränitätsbestrebungen einzelner Partikularmächte, wie Sizilien, Frankreich und Neapel zerbricht. Eine Einheit, die Dante als notwendig für das irdische und jenseitige Glück erachtet, da die Menschheit nur im Kollektiv den möglichen Intellekt, um das monopsychische Wort des Averroës hier zu entlehnen, als Hauptaufgabe seiner weltlichen Existenz verwirklichen kann. Inmitten dieser Unordnung, dieses unerträglichen Chaos, das die Welt ist,[4] bietet nun Dantes Vernunft ihren Beistand an und versichert ihm, dass alles gut werden würde. Dass ein Messias auf den Kaiserthron käme, der die gerechte Ordnung wiederherstelle, die cupiditas der partikularen Mächte zügle und so die Menschheit zum erlösenden Weltende führe. Dante beschreibt diese Vision in seinem politischen Hauptwerk De Monarchia und reagiert damit punktgenau auf die gesellschaftlichen Umwälzungen, die bereits seit Mitte des 13. Jahrhunderts durch Europa geisterten und zum Beginn des Trecento in einem Umschlagspunkt kulminierten.

Was Dante als beinahe antichristlichen, moralischen Verfall diagnostiziert, fasste ca. sechshundert Jahre später Leopold von Ranke in die Begrifflichkeit eines „schneidenden Luftzugs der neueren Geschichte“,[5] die er im Wesen des französischen Königs Philipp IV. des Schönen entdeckt zu haben glaubte. Es ist gerade dieser Luftzug, den Dante eisig im Nacken spürt und auf den er Antwort gibt. Und als eben solche Antwort, soll Dantes politisches Werk in der vorliegenden Arbeit genauer besprochen werden. Im Detail sollen dabei zunächst die Tendenzen der Zeit geschildert werden, die letztlich zum Zusammenbrechen des mittelalterlichen Ordos und zum Anbrechen der Renaissance führen sollten, woraufhin die Protagonisten vorgestellt werden sollen, mit denen sich Dante im intellektuellen, bisweilen sogar sehr realen Kampf befand. Erst danach wird auch Dantes De Monarchia in die Diskussion mit eingeführt werden. In einem ersten Schritt vorgestellt, soll sie anschließend auf ihr Wesen als Antwortschreiben (a) hinsichtlich der weltlichen Machtansprüche des Sacerdotiums und des damit einhergehenden Niedergangs der Kaiseridee und (b) bezüglich des Trends zur Partikularisierung der gekannten Welt entgegen des christlich-neoplatonischen Einheitsdenkens und -verlangens untersucht werden.

Neben den Quellen, welche da zum einen die Werke Dantes (im Wesentlichen De Monarchia, Divina Comedia, Il Convivio sowie seine Briefe) sowie päpstliche Bullen (Unam Sanctam), philosophische Traktate und kaiserliche Enzykliken wären, steht die Arbeit dabei vor allem auf der Grundlage der kürzlich veröffentlichten Heinrich VII.-Biographie von Malte Heidemann[6] sowie der Untersuchung Ralf Jeremias’ über die Rationalisierungsmomente im Werk Dantes.[7] Darüber hinaus stehen dem Text ebenso die umfassende Dante-Biographie von Barbara Reynolds[8] und das eindrucksvolle Werk Walter Ullmanns, welcher sich in mehreren Aufsätzen u. a. mit der Herausbildung des Souveränitätskonzepts im frühen 14. Jahrhundert beschäftigt,[9] nahe. Dass die Literaturlage zu diesem Thema Reichhaltigkeit besitzt, versteht sich beinahe von selbst, wodurch es kaum möglich ist, alle Autoren, die sich je mit Dante Alighieri und seiner Zeit beschäftigt haben, in den Kanon der hier verwendeten Literatur mit einzugliedern. Dennoch wurde versucht ein weites Spektrum an Autoren zu berücksichtigen und in die Abhandlung zu integrieren.

2. Kontext und Protagonisten

2.1. Tendenzen - Partikularmächte als Luftzug der Neueren Geschichte

Die bereits oben erwähnte Peripetie, welche das Ende des Mittelalters und dessen posthume Verwandlung in eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit während der Renaissance einleiten sollte, kam nicht von ungefähr. Bereits mit dem Investiturstreit bzw. dem zuvor begonnenen Heraustreten der Kirche aus der klösterlichen Isolation in die politische Welt, wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, die einerseits Machtverhältnisse und andererseits Denkmuster zum kippen bringen musste. Bevor wir uns jedoch die beiden wesentlichen Tendenzen des ausgehenden Mittelalters, welche da zum einen (a) die zunehmende Machtbeanspruchung des Sacerdotiums in der politischen Sphäre des Kaisertums, die darauffolgende Spaltung des noch nach Gelasius I. zweigezackten Gewaltenverbundes in einen strikten Dualismus und die daraus resultierende Schwächung beider zugunsten der Souveränitätsbemühungen von Partikularmächten wie Frankreich, den oberitalienischen Städten und Sizilien wären. Zum anderen (b) in dem schleichend dahergekommenen Paradigmenwechsel von Einheitsdenken zu Pluralismus sowie von Transzendenz zu Rationalisierung, kurzum von den typischen Denkmustern des Neoplatonismus zu den in der wieder aufgefundenen Politik von Aristoteles niedergeschriebenen Werten manifestiert werden kann. Bevor wir uns diesen beiden Tendenzen also genauer zuwenden, ist es zunächst angebracht, sich ein Bild davon zu machen, was überhaupt das typisch Mittelalterliche war, was da zugunsten einer Art von Moderne beiseite geschoben wurde und von Autoren wie Dante Alighieri, aber auch bereits von einem so bekannten Minnesänger wie Walther von der Vogelweide in melancholischer Reichstrauer beweint bzw. zurückgesehnt wurde.[10]

Zunächst ist es für das Thema bedeutsam zu wissen, dass die politische Struktur des Hochmittelalters im Wesentlichen auf der Wegbereitung zweier Personen beruht.[11] Der eine, selber Papst im 5. Jh. n. Chr., sein Name: Gelasius I. (Pontifikat von 492-496). Der andere seines Zeichens Kirchenvater und eigentlicher Begründer der christlich-theologischen Wissenschaft, Augustinus (354-430). Im Kern vertrat Gelasius I. die Auffassung von Staat und Sacerdotium, schreibt er in einem Brief an den oströmischen Kaiser Anastasius, als die von Gott geschaffenen zwei Instanzen, denen es obliege, die Welt zu regieren: das heilige Pontifikat und die königliche Herrschaft, wobei das Priestertum a priori ein stückweit höhergestellt sei, als das Königtum, da es prinzipiell auf die überirdische Sphäre ausgerichtet ist.[12] Grundsätzlich neu war daran die Aufwertung des Imperiums seitens des Heiligen Stuhls zu einer von Gott eingesetzten Institution, welche gleichgestellt auf weltlicher Ebene den Führungsanspruch hat und nur in Streitfragen vom Pontifikat überstimmt werden kann. Neben dieser Anerkennung aber errichtet Gelasius mit seiner Epistel ebenso eine wohlgemerkt (eher einseitig) durchlässige Membran zwischen den beiden Instanzen und verwandelt sie gleichzeitig in einen Verband, in welchem sie im Sinne der Glückseligkeit des Christengeschlechts agieren, dabei aber dennoch weitgehend autonome Handlungsträger bleiben. Die Theorie, welche daraus entsprang wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte dann von einer Zwei-Gewalten- hin zur Zwei-Schwerter-Lehre, welche die Lukassche Bibelstelle 22,38 als Parabel für die beiden Gewalten auslegt und das eine Mal von kirchlicher, das andere Mal von prokaiserlicher Seite verschieden interpretiert wurde: „Die Jünger sagten: ‚Herr, da haben wir zwei Schwerter!’ ‚Ihr versteht mich nicht’, antwortete Jesus.“[13] Die Päpste, soviel sei noch festzuhalten, betonten dabei stets den Aspekt der Superiorität, was späterhin in das berühmte Sonne-Mond-Gleichnis für die weltliche und die geistliche Macht floss. Dem Imperator dagegen war es stets wichtig zu betonen, dass, selbst wenn die weltliche Gewalt den Vergleich des kleineren und weniger strahlenden Mondes zugesprochen bekäme, dieser immer noch unmittelbar von Gott erschaffen sei und damit nicht durch eine andere Macht in seiner Integrität angetastet werden dürfe.[14]

Augustinus wiederum teilt unter Aufgreifen der neoplatonischen Philosophie, wie sie sich seit Plotin[15] herausgebildet hatte, bereits Jahre vor Gelasius’ Pontifikat, die Herrschaftssphären in die civitate dei – den Gottesstaat – und die weltliche Macht – civitate terrena – auf. Er bildet somit grundsätzlich zwei Bürgerschaften, welche sowohl Gegensätze und Gegnerschaften,[16] als auch sich ergänzende, gottgewollte Institutionen bilden, wobei gerade die weltliche Regierung stets die Legitimierung durch Gott – und damit auch indirekt durch seinen Mittler die Kirche – bedarf, da Reiche, wenn die Gerechtigkeit fehlt – und die Gerechtigkeit, wie Augustinus sie versteht muss immer an christliche Moral gebunden sein – nichts anderes als „große Räuberbanden“ seien.[17] Die zunächst als hauptsächlich theoretisch verstandene Superiorität der Kirche über den weltlichen Staat wurzelt damit in einer Ekklesiologie, welche sich nach der Konstantinischen Wende im fünften nachchristlichen Jahrhundert entwickelt hatte und erfuhr in der Zeit Karls des Großen eine weitere Eskalation. Karl der Große berief sich bewusst auf die Renovatio des alten Römischen Reiches unter christlicher Führung als Translation der imperialen Macht Roms auf seine fränkische Dynastie. Hierfür versprach er dem Papst als Schwert der Kirche den Heiligen Stuhl gegen die einfallenden Langobarden zu verteidigen und begründete somit den Mythos des Kaisertums als friedensstiftende, unmittelbar von Gott erwählte Schutzmacht des Pontifikats, wie unschwer an seiner Kaisertitulatur: „Karl, dem frömmsten Augustus, von Gott gekrönt, dem großen und friedliebenden Kaiser, Leben und Sieg“,[18] sichtbar wird.

Im Laufe des Mittelalters legten die beiden Institutionen jedoch die gelasianischen Worte von den zwei Gewalten immer freier aus. Das Kaisertum bestand darauf, direkt von Gott ernannt worden zu sein und verwies auf Vier-Reiche-Lehre[19] und die Übertragung des römischen Imperiums auf das christliche Reich nach der Konstantinischen Wende (translatio imperii). Das Papsttum seinerseits begann mehr und mehr sein weltliches Supremat in Anspruch zu nehmen und stützte sich dabei auf eine angebliche Schenkung Kaiser Konstantins des Großen, welcher aus Dank für seine Heilung durch Papst Silvester I. zum Christentum übergetreten war und der Kirche die Oberherrschaft über Rom zusprach.[20] Das die Urkunde eine Fälschung war und vermutlich erst Jahrhunderte nach Konstantins Tod entstand, war bis ins 15. Jh. zwar noch nicht bekannt, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Schenkung wurden jedoch wiederkehrend geäußert.[21] Auf dieser Grundlage vollzog sich ein sich immer weiter ausdehnender Machtanspruch des Sacerdotiums. Aufgrund dessen geriet die weltliche Herrschaft spätestens seit dem 9. Jahrhundert und der vermeintlichen Entstehung der Konstantinischen Fälschung in ein „Spannungsverhältnis zu der ein ‚Normenkontrollrecht’ beanspruchenden Institution der Kirche.“[22] Der Konflikt fand seinen vorläufigen Höhepunkt im Investiturstreit des Jahres 1075. Im Dictatus Papae verwarf Papst Gregor VII. jener Zeit sämtliche Investiturrechte Kaiser Heinrichs IV. und verwies auf die alleinige Universalität des Heiligen Stuhls, deren ebenso alleiniges Recht es sei den Kaiser abzusetzen.[23] Die Trennung der beiden Gewalten aus dem gemeinsamen Verband war damit de facto vollzogen. Die Institutionen, welche laut Kirchendoktrin eigentlich zusammen regieren sollten, kämpften nun mehr und mehr gegeneinander, wie insbesondere die Stauferjahre veranschaulichen. Im Endeffekt schwächten sie sich gegenseitig. Erstes Opfer in diesem Kampf sollte das Kaisertum sein, welches zunächst nach dem Investiturstreit eine massive Schwächung erfuhr, mit Friedrich Barbarossa und seinem Enkel Friedrich II. noch eine zwischenzeitliche Restauration erlebte, jedoch ab 1250 mit dem Tod des Barbarossanachkommens keine maßgebliche Rolle mehr spielte.

Das Papsttum indes ging vorerst geschickter vor und unterstützte alles, was der Konkurrenz auf weltlichem Boden schaden konnte. So ging die französische Souveränitätsbewegung deutlich aus einem päpstlichen Dekret hervor: Innozenz III., dessen Verfehlungen Walther von der Vogelweide in seinen Reichstönen so heftig anprangert,[24] billigte so 1202 in Per venerabilem der französischen Krone zu, dass sie „de facto nicht weniger als der Kaiser“[25] sei.[26] Nicht nur die päpstliche Unterstützung aber stärkte Stück für Stück das Selbstbewusstsein solcher Partikularmächte. Wie Walter Ullmann treffend feststellt, wurden die Bestrebungen der Königreiche vor allem dadurch begünstigt, dass sich die kaiserlichen und päpstlichen Universalitätsansprüche innerhalb der Realität in einem Nichts verloren.[27] Das Bewusstsein dessen, dass es realistisch gesehen für keine der beiden Akteure möglich war, ihre Macht uneingeschränkt über eine solch räumliche Dimension wie Europa auszuüben, führte unweigerlich zur Überzeugung imperator in regno suo zu sein.

Um was es im Rahmen dieses sich neu entwickelnden Selbstbewusstseins der Partikularmächte hauptsächlich ging, war dabei das umfängliche Verlangen nach Souveränität, wobei Souveränität im mittelalterlichen Kontext als Rechtshoheit im eigenen Territorium verstanden wurde,[28] womit der justinianisch, römisch-rechtliche Satz vom Wort des Kaisers als Gesetzesbeschluss[29] direkt auf die Könige in ihrem Regnum bezogen wurde. Diese noch vormoderne Auffassung biss sich jedoch eklatant mit der Idee des Kaisertums, welches per Definition die Oberhoheit über alle ihm untergebenen Königreiche innehaben sollte, um Streitfragen zu klären und den Frieden zu sichern. Besonders bei den Intellektuellen und Herrschern des verfließenden Mittelalters tritt diese Wesensbeschreibung geradezu als Schutzreflex vor der Zersplitterung der Menschheit in partikulare Gebilde[30] – eine Tendenz die weitverbreitet als ein Abfall von dem einen Gott gewertet wurde – hervor. Die Krönungsenzyklika Kaiser Heinrich VII., in der er sich sogar dezidiert gegen die gottabfällige Zersplitterung der Menschheit stark macht, spricht hierfür ebenso Bände,[31] wie das Werk Dantes. Jener beispielsweise, tischt auf seinem philosophischen Bankett Il Convivio die Frage auf, wie die Menschheit am besten zu irdischem Glück gelangen könne. Er findet die Antwort darin, dass sie ihre intellektuellen Fähigkeiten, ihren reinen Verstand realisieren müsse und dies nur im Kollektiv vollbracht werden kann, was den Menschen zu einem zoon politikon nach Aristoteles[32] mache. Kollektive jedoch besitzen die Angewohnheit zu expandieren, auf andere Kollektive zu stoßen und ob deren Expansionsbestrebungen in Streit zu geraten. Das führt unweigerlich zu einer Situation des Unfriedens und der Nichtverwirklichung des menschlichen Intellekts. Hier kommt für Dante der Kaiser als mächtiger Schutzherr ins Spiel. Er soll den imperialen Frieden sichern und bedarf somit der uneingeschränkten Akzeptanz und Untergebenheit seiner Könige und Kurfürsten.[33]

Zu einem weiteren Faktor, der die Souveränitätsbestrebungen der Partikularmächte verstärkte, entwickelten sich darüber hinaus auch die, den neoplatonischen Einheitsgedanken zersetzenden Ideen, welche aus der aristotelischen Politik herausdestilliert wurden. Diese stießen bezeichnenderweise in erster Linie an der Pariser Universität auf Gehör und fanden direkten Eingang in die französische Politik jener Zeit.[34] Eingesetzt als ein Wurfgeschoss gegen den monodynastischen Hierokratismus der Kurie, führten sie bald darauf zu einem folgenreichen Wandel. Was Johannes von Quidort und andere an Ideen entwickelten, lief dem christlich-neoplatonischen Denkbild diametral entgegen. Mit seiner Stützung auf dezidiert aristotelische Werte entstand eine Zersplitterung des Einen in das Denken des Staates als einer Vielheit, welche Aristoteles in seinem zweiten Buch der Politik auch genau so zu beschreiben weiß. Den vereinheitlichenden Gerechtigkeitsstaat Platons kritisierend sagt er hier: „[…] seiner Natur nach ist der Staat eine Vielheit. […]. Doch nicht nur aus einer Vielheit von Menschen besteht der Staat, sondern aus Menschen, die der Art nach verschieden sind. Nicht nämlich besteht ein Staat aus gleichen Menschen.“[35] Dieser wiederentdeckte Pluralismusgedanke spiegelt sich in einer Vielzahl von Beispielen des Spätmittelalters wieder: ökonomisch formte sich so eine immer arbeitsteiligere Gesellschaft aus, welche bereits eine Frühform des Kapitalismus darstellte. Diese konnte Dante Alighieri in einer Hochburg der neuen Ökonomie wie Florenz hautnah miterleben: ein Großteil der städtischen Machteliten rekrutierte sich nunmehr aus einer Schicht, die dem klassischen Feudaladel weitgehend fern war. Im Gegenteil zu diesem formte sich aus einer sich verwurzelnden Plutokratie, Davidsohn folgend, eine Art kapitalistisches Rittertum[36] von Familien und Individuen heraus, welches Reichtum und Macht auf Grundlage von Gewerbe, Grundbesitz und Bankengeschäften erwarb – über einen merkantilen Umgang mit Ware und Geld also, wie er der agrarisch-aristotelischen Denkweise und den ritterlichen Idealen vollkommen fremd war.[37] Karl Marx wird hunderte Jahre nach diesen frühen Formen des Kapitalismus gerade diesen Mangel an aristotelischer Selbstgenügsamkeit[38] bezüglich der Ware in seinem Kapital geißeln und die Verwandlung von Geld in Ware und Rückverwandlung in Geld (G-W-G) bzw. den Austausch von Geld gegen Geld (G-G) als pervertierte Form der ursprünglichen Warenzirkulation brandmarken.[39]

Die „zunehmende Raffinesse der Zivilisation“,[40] welche hierdurch entstand, sorgte für allerlei Verwirrung. Der Abfall von der gewohnten Einfachheit der Ordnung brauchte neue Schemata in die sie gefasst werden konnte – oder aber sie wurde schlichtweg versucht mit den Mitteln der Nostalgie und Reichstrauer zu verneinen.[41] Im philosophischen Kontext wanderte die Welt-Verantwortlichkeit von der monotheistischen Gottheit – das „Eine-Gute als oberstes unveränderliches apersonales Prinzip [welches] […] bewegungslos in sich selbst [verharrt] und […] jegliches Seiendes und jegliches Wesen einschließlich der geistigen Vielheit der Ideen“[42] transzendiert – zusehends auf den einzelnen Menschen mit seiner tiefgreifenden Vernunftfähigkeit. Ein Trend der geradezu direkt auf den späteren Humanismus der Renaissance zu deuten scheint und wie Dante weiß, auch nicht vor hochrangigen Päpsten, Kaisern und Königen halt macht. So lässt er Marco Lombardo im sechzehnten Gesang des Purgatorios verlautbaren, dass der Verfall stets im Irdischen begründet sei:

„Ihr Lebenden legt sogleich jeden Grund

Dem Himmel droben bei, als ob er alles

Notwendig mit sich riss’ in seinem Lauf.

Und wär es so, so wär der freie Wille

Zerstört in euch, auch wär es ungerecht,

im Guten Freud, im Bösen Leid zu haben.

Den Antrieb eurer Regung gibt der Himmel,

nicht jeden, sag ich, aber gäb er jeden,

so habt ihr doch das Licht für Gut und Böse,

habt freies Wollen, das nur mühsam zwar

den ersten Kampf mit den Gestirnen aushält,

doch dann bei guter Pflege immer siegt.

Der höhern Macht, der besseren Natur

Folgt ihr dann frei, und damit wächst in euch

Der Geist, der keinen Sternen untersteht.

Daher, wenn heut die Welt entgleist, so liegt

In euch der Grund, in euch ist er zu suchen.“[43]

Mit der massiven Aristotelesrezeption und der Zersplitterung des Einheitsdenkens trat daher eine umfangreiche Rationalisierung in Philosophie, Ökonomie und Gesellschaft ein, die sich letztlich auch und wahrscheinlich am weitreichendsten in der Politik widerspiegeln sollte. Insbesondere, wenn man sich die Antworten der Kapetinger und Anjou auf die Allmachtsansprüche der Kaiser und Päpste des frühen Trecento anschaut, erkennt man einen enormen Hang zu rationalem Souveränitätsdenken, welches sich besonders in den Worten rex imperator in regno suo – der König ist Kaiser in seinem eigenen Reich – manifestiert. Was sich letztlich zu jener Zeit ankündigt und zum Teil bereits vollzogen wurde, ist die Fragmentierung der damals bekannten Welt in politische Partikel, welche zunehmend eigenständig für sich verantwortlich sein wollten und diesem Wunsch entschieden Nachdruck verliehen. Die gleichzeitig um sich schlagenden Allmachtsansprüche der Päpste (Vgl. Unam Sanctam) und des Kaisers Heinrich VII. in seiner Krönungsenzyklika, sind letztlich gerade Antworten auf die Existenz gefährdende Bedrohung, welche beide Instanzen durch den Machtzuwachs der Partikularmächte zu ertragen hatten. Antworten, an denen sich die politischen Debatten jedoch auch entzündeten. Sie boten Anlass dazu, die über Jahrzehnte hinweg, ja eigentlich seit Thomas von Aquins aristotelisch-christlicher Synthese, in der Gesellschaft schlummernden geistigen Strömungen in handfeste Traktate zu leiten, deren Verfasser letztlich so einprägsame Namen wie Johannes von Quidort, Dante Alighieri, Marsilius von Padua und Wilhelm von Ockham tragen sollten.

Die Bündelung der Debatte um den Streit zwischen den Suprematsansprüchen von Kaisertum und Papsttum gegenüber der immer stärker werdenden Souveränität von Partikularstaaten, wie Frankreich in den Jahren des beginnenden Trecento,[44] ist daher gerade den damals aktiven Akteuren zu verdanken, welche mit ihrer anachronistisch wirkenden Politik, die partikulare Diplomatie kaum noch beeindrucken konnten. „Die Eigenständigkeitsbestrebungen einzelner Staaten waren so stark geworden und juristisch [bzw. philosophisch] mittlerweile so gut untermauert, dass der Universalitätsanspruch des Kaisertums mit dem Hinweis auf Ebenbürtigkeit anderer Herrschaftsträger beiseite geschoben werden konnte.“[45] Der zeitlichen, universalen Herrschaft war damit faktisch ein Ende gesetzt. Das Papsttum letztlich behauptete sich noch einige Zeit innerhalb seines nebligen Mythos, welchen es wohldosiert zu nutzen wusste. Aber auch der Abfall vom Glauben zugunsten der Vernunft war erheblich fortgeschritten. Anfang des 14. Jahrhunderts musste die Kurie in Rom ebenso auf die neuen Herausforderungen der Zeit reagieren, sollte die einstige Unterstützung von Partikularmächten für die Kirche nicht zum Bumerang werden. Sie wurde es: das Pontifikat Clemens V. (1305-1314) führte sie in die direkte Abhängigkeit zu Frankreich. Ab 1309 residierten die Päpste in babylonischer Gefangenschaft in Avignon, was uns heutzutage immerhin eine eindrucksvolle Dantevision einbringt: in Assoziation zur apokalyptischen Offenbarung des Johannes,[46] sieht er noch im Purgatorio seiner Göttlichen Komödie, wie sich die römische Kirche in die große Hure Babylon verwandelt und vor seinen Augen vom französischen König Philipp IV. dem Schönen in der Allegorie eines Riesen entführt wird.[47]

2.2. Das Papsttum – Bonifaz VIII.

Sich von den neuerlichen Ansprüchen der de facto unabhängigen Partikularmächte – insbesondere Frankreichs – bedroht fühlend, begann sich der Unmut gegen die aufstrebenden Königshäuser auf dem päpstlichen Stuhl spätestens zur Zeit Bonifaz’ VIII. zu artikulieren. Benedetto Caetani – der spätere Papst Bonifaz VIII. – galt als einer der angesehensten Kanonisten des Kirchenstaates, als er im Winter 1294 von den Kardinälen zum Nachfolger des freiwillig bzw. genötigt abgetretenen „Engelspapstes“ Coelestin V. gewählt wurde. Der Unterschied zwischen den beiden Kirchenoberhäuptern konnte größer kaum sein. Coelestin V. – ein vormals zurückgezogen lebender Höhleneinsiedler, der mit der Aufgabe auf dem Stuhl Petri mehr als überfordert schien, ein Idealist und „verfremdeter Greis“[48] – auf der einen, auf der anderen ein erfahrener Rechtsgelehrter, der keinen Hehl aus seinen Suprematsansprüchen machte. Gesandtschaftsberichte, auf welche sich Herbert Grundmann in seinem Aufsatz Bonifaz VIII. und Dante bezieht, beschreiben ihn als misanthropisch, verächtlich, jähzornig und herrisch.[49] Hinzu kommt, dass er, wohl auch aufgrund des Urteils, welches Dante in seiner Göttlichen Komödie über ihn und die habgierigen Päpste fällt,[50] nach wie vor als einer der Raffgierigsten seiner Zunft gilt. Idolatrie sei bei ihm so ausgeprägt gewesen, wie bei den Renaissance-Päpsten und simonistische Beweggründe haben ihm nahegelegen: „Kein Papst vor ihm und nach ihm hat den privaten Grundbesitz so vermehren können wie er, und das meiste davon ist bis in das 20. Jahrhundert im Besitz der Familie Caetani geblieben.“[51]

[...]


[1] Vgl. Boccaccio, Giovanni: Das Leben Dantes, Insel-Verlag, Leipzig 1919

[2] Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie, Piper, München 2006, Inf. I, 99-101

[3] Vgl. Bonifaz VIII.: Unam Sanctam, in: Dante Alighieri: Monarchia, Reclam, Stuttgart 2007

[4] Vgl. Flusser, Vilém, zit. in: ders.: Medienkultur (Vorwort von Stefan Bollmann), Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 2002, S. 13

[5] Ranke, Leopold von: Französische Geschichte, vornehmlich im Sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert, Bd. 1, Cotta, 1877, S. 40

[6] Heidemann, Malte: Heinrich VII. 1308-1313 – Kaiseridee im Spannungsfeld von staufischer Universalherrschaft und frühneuzeitlicher Partikularautonomie, Fahlbusch, Warendorf 2008

[7] Jeremias, Ralf: Vernunft und Charisma: die Begründung der politischen Theorie bei Dante und Machiavelli – im Blick Max Webers, Hartung-Gorre, Konstanz 2005

[8] Reynolds, Barbara: Dante, The Poet, the Political Thinker, the Man, Shoemaker &Hoard, Berkeley 2007

[9] Ullmann, Walter: Scholarship and Politics in the Middle Ages – Collected Studies, Variorum Reprints, London 1978

[10] Vgl. von der Vogelweide, Walther: 183 Gedichte, in: Projekt Gutenberg, http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=4006&kapitel=1#gb_found, Zugriff: 03. August 2008

[11] Vgl hierzu: Herding, Otto: Dantes Monarchia, in: Grundmann, Herbert u. a. (Hg.): Dante und die Mächtigen seiner Zeit, Münchner Romantische Arbeiten, Max Hueber Verlag, München 1960, S. 37 f.

[12] Gelasius I. in einem Brief an den oströmischen Kaiser Anastasius: Duo Sunt, in: Societas Christiana Encyclopedia, http://web.archive.org/web/20051201235640/http://societaschristiana.com/Encyclopedia/D/DuoSunt.html, Zugriff: 22. Juli 2008

[13] Die Bibel, Evangelische Haupt-Bibelgesellschaft zu Berlin und Altenburg, Altenburg 1987, Lk 22,38

[14] Vgl. u. a. die Vorstellung der Heiligkeit unter Friedrich I. Barbarossa, in: Appelt, Heinrich: Die Kaiseridee Friedrich Barbarossas, in: Sitzungsberichte der österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, Bd. 252, 4. Abhandlung, Böhlau, Wien 1967, S. 17

[15] Vgl. Plotinus: The Enneads, in: http://www.davemckay.co.uk/philosophy/plotinus/, Zugriff: 22. Juli 2008

[16] Vgl. Augustinus, Aurelius: Des heiligen Kirchenvaters Aurelius Augustinus zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat. Aus dem Lateinischen übers. von Alfred Schröder, in: Bibliothek der Kirchenväter, Université Fribourg, http://www.unifr.ch/bkv/buch91.htm, Zugriff: 22. Juli 2008, I, 1

[17] Ebd., IV, 4

[18] Liber pontificalis, Bd. 2, 1955, 7, zit. in: Ottmann, Henning: Geschichte des politischen Denkens, Das Mittelalter Bd. 2,2, Metzler Stuttgart, 2004, S. 49

[19] Vgl. Die Bibel, Evangelische Haupt-Bibelgesellschaft zu Berlin und Altenburg, Altenburg 1987, Dan 7,1 ff.

[20] Fuhrmann, Horst (Hg.): Das Constitutum Constantini, MGH, [Leges], 10, Hahn, Hannover 1968

[21] Vgl. Fuhrmann, Horst: Konstantinische Schenkung, in: Lexikon des Mittelalters, Metzler, Stuttgart 1977-1999, Bd. 5, in: Brepolis Medieval Encyclopaedias - Lexikon des Mittelalters Online, http://www.brepolis.net/bme, Zugriff: 23. Juli 2008

[22] Struve, Tilman: Die Bedeutung der aristotelischen Politik für die natürliche Begründung der staatlichen Gemeinschaft, in: Miethke, Jürgen (Hg.): Das Publikum politischer Theorie im 14. Jahrhundert, Oldenbourg, Schriften des historischen Kollegs, München 1992, S. 154 f.

[23] Vgl. Gregor VII.: Dictatus Papae, in: Henderson, Ernest F. (Hg.): Medieval Sourcebook, Fordham University Center of Medieval Studies, http://www.fordham.edu/halsall/source/g7-dictpap.html, Zugriff: 22. Juli 2008

[24] Vgl. von der Vogelweide, Walther: 183 Gedichte, in: Projekt Gutenberg, http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=4006&kapitel=1#gb_found, Zugriff: 03. August 2008, Wahlstreit

[25] Innozenz III: Décrétale per venerabilem, in: Le Droit Suisse Pour Les Etudiants: http://www.format-prod.com/droit-etudiants/decretale-per-venerabilem.html, Zugriff: 22. Juli 2008 und Peyer, Hans Conrad: Philipp IV. von Frankreich und Dante, in: Grundmann, Herbert u. a.: Dante und die Mächtigen seiner Zeit, Münchner Romantische Arbeiten, Max Hueber Verlag, München 1960, S. 64 ff.

[26] Vgl. hierzu Ottmann, Henning: Geschichte des politischen Denkens, Das Mittelalter Bd. 2,2, Metzler Stuttgart, 2004, S. 78

[27] Vgl. Ullmann, Walter: Zur Entwicklung des Souveränitätsbegriffes im Spätmittelalter, in: ders.: Scholarship and Politics in the Middle Ages – Collected Studies, Variorum Reprints, London 1978, S. 14 f.

[28] Vgl. Ebd., S. 11 ff.

[29] Vgl. Dig. I, 4, 1, in: Scott, S. P. (Hg.): The Civil Law, Cincinnati 1932, in: http://www.constitution.org/sps/sps.htm, Zugriff: 23. Juli 2008

[30] Heidemann, Malte: Heinrich VII. 1308-1313 – Kaiseridee im Spannungsfeld von staufischer Universalherrschaft und frühneuzeitlicher Partikularautonomie, Fahlbusch, Warendorf 2008, S. 340

[31] Krönungsenzyklika Heinrich VII., zit in: Ebd., S. 170 ff.

[32] Aristoteles: Politik, Reclam, Stuttgart 2003, I, 2, 1252b

[33] Dante Alighieri: Il Convivio, in: digital Dante, Columbia University, http://dante.ilt.columbia.edu/books/convivi/index.html, Zugriff: 22. Juli 2008 IV, 4

[34] Vgl. Flüeler, Christoph: Die Rezeption der Politica des Aristoteles an der Pariser Aristenfakultät im 13. und 14. Jahrhundert, in: Miethke, Jürgen (Hg.): Das Publikum politischer Theorie im 14. Jahrhundert, Oldenbourg, Schriften des historischen Kollegs, München 1992, S. 127-137

[35] Aristoteles: Politik, Reclam, Stuttgart 2003, II, 2, 1261a

[36] Davidsohn, Robert: Geschichte von Florenz, Bd. 2/2, Die Guelfenherrschaft und der Sieg des Volkes, Mittler, Berlin 1908, S. 433

[37] Vgl. Löwe, Heinz: Dante und das Kaisertum, Sonderdruck aus der HZ, Heft 190/3, Oldenbourg, München Juni 1960, S. 522

[38] Vgl. Aristoteles: Nikomachische Ethik, Fischer, Berlin 1957, I, 1 ff.

[39] Marx, Karl: Das Kapital, Bd. 1, S. 161-181, in: Marx, Karl/Engels, Friedrich: Werke Band 23, Hrg.: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, Berlin, DDR, nach der vierten von Friedrich Engels durchgesehenen und herausgegebenen Auflage, Hamburg 1890, S. 12 - 955

[40] Herde, Peter: Dante in seiner sozialen Umwelt. Zur Genesis seines politischen Denkens in Florenz, DDJb 51/52 (1976/77), S. 48

[41] Vgl. Ebd., S. 32-64

[42] Heidemann, Malte: Heinrich VII. 1308-1313 – Kaiseridee im Spannungsfeld von staufischer Universalherrschaft und frühneuzeitlicher Partikularautonomie, Fahlbusch, Warendorf 2008, S. 359

[43] Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie, Piper, München 2006, Pg. 16, 66-83

[44] Vgl. Heidemann, Malte: Heinrich VII. 1308-1313 – Kaiseridee im Spannungsfeld von staufischer Universalherrschaft und frühneuzeitlicher Partikularautonomie, Fahlbusch, Warendorf 2008, S. 351

[45] Ebd., S. 356

[46] Die Bibel, Evangelische Haupt-Bibelgesellschaft zu Berlin und Altenburg, Altenburg 1987, Offb 17,1 ff.

[47] Vgl. Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie, Piper, München 2006, Pg. 33, 150-157

[48] Grundmann, Herbert: Bonifaz VIII und Dante, in: ders. u. a. (Hg.): Dante und die Mächtigen seiner Zeit, Münchner Romantische Arbeiten, Max Hueber Verlag, München 1960, S. 26

[49] Vgl. Ebd., S. 25

[50] Vgl. u. a. Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie, Piper, München 2006, Inf. 19, 52-118

[51] Fuhrmann, Horst: Die Päpste. Von Petrus zu Johannes Paul II., München 1998, S. 143

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten

Details

Titel
Dante Alighieris 'De Monarchia', Papst Bonifaz VIII. und Kaiser Heinrich VII.
Untertitel
Antworten auf den schneidenden Luftzug der Neueren Geschichte
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
Dante
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
42
Katalognummer
V207961
ISBN (eBook)
9783656352143
ISBN (Buch)
9783656352853
Dateigröße
865 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dante, Alighieri, Monarchie, Monarchia, Mittelalter, Heiliges Römisches Reich, Göttliche Komödie, Heinrich, Heinrich VII., Bonifaz VIII, Bonifaz, Papst, Papsttum, Rom, Florenz, Philipp der Schöne, Frankreich, 13. Jahrhundert, Kaisertum, König, Kaiser, Geschichte, Neuzeit, mittelalterlich, Kirchengeschichte, Kreuzzug
Arbeit zitieren
Markus Müller (Autor), 2008, Dante Alighieris 'De Monarchia', Papst Bonifaz VIII. und Kaiser Heinrich VII., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207961

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