In dieser Stunde werden die Schüler keine gewöhnlichen Selbstportraits anfertigen.
Sie werden somit vor mehreren Anforderungen gleichzeitig stehen. Zum einen verlangt das Thema von ihnen, das sie sich vom Darstellungswert der Farben lösen und sich dem Ausdruckswert der Farbe zuwenden. Zum anderen spielt der Ausdruck der eigenen Gefühle und die Beziehung zum eigenen „Ich“ eine große Rolle. Die Kinder sollen sich nicht so getreu wie möglich malen, sondern so wie sie sich fühlen.
Das vor allem durch die Farbe auszudrücken, sollte für die Kinder eher unbekannt und gewöhnungsbedürftig sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
Unterrichtseinheit: Wer bin ich?
2. Künstlerisches Problem:
3. Unterrichtsziele:
Grobziele:
Feinziele:
4. Sachanalyse:
5. Didaktische Analyse:
6. Geplanter Stundenverlauf:
7. Reflexion der Stunde:
8. Literatur
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit dokumentiert eine schulpraktische Übung im Bereich Kunst, deren zentrales Ziel es ist, Grundschulkindern den Ausdruckswert von Farben als Mittel zur Selbstreflexion und emotionalen Gestaltung näherzubringen, anstatt sie auf rein abbildende Darstellungsformen zu beschränken.
- Vermittlung des Unterschieds zwischen Darstellungswert und Ausdruckswert von Farben.
- Förderung der emotionalen Wahrnehmung und bildnerischen Umsetzung des eigenen „Ichs“.
- Methodische Planung und Durchführung einer Kunst-AG in einer Kindertagesstätte.
- Didaktische Rechtfertigung der Unterrichtseinheit basierend auf dem Konzept nach W. Klafki.
- Reflexion über die Lernzielerreichung durch eine abschließende Bildauswertung mit den Schülern.
Auszug aus dem Buch
4. Sachanalyse:
In dieser Stunde soll das Ausdrücken von Gefühlen mit Hilfe der Farbe im Mittelpunkt stehen. Der Rahmenplan für Kunst an der Grundschule enthält im Grundlegenden Erfahrungsbereich der 1/2 und der 3/4 Klasse folgende Ziele hinsichtlich des Themas der heutigen Stunde:
1/2 Klasse:
- sich auf Erfahrungen einlassen
- mit allen Sinnen wahrnehmen
- Eindrücken und Gefühlen Ausdruck verleihen
- Gestaltungsideen finden
3/4 Klasse:
- sich bewusst auf Erfahrungen einlassen
- mit allen Sinnen und differenziert wahrnehmen
- Eindrücken und Gefühlen Ausdruck verleihen
- Durch eigene Gestaltungsversuche intensivere Beziehungen aufbauen
- Eigene Gestaltungsideen entwickeln
Inhaltlich beschäftigen sich die Kinder in dieser Stunde mit ihrem eigenen Ich und dem Ausdruck ihrer Gefühle mittels der Farbe.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den institutionellen Rahmen der schulpraktischen Übungen in einer Kindertagesstätte und reflektiert erste methodische Lernerfahrungen.
2. Künstlerisches Problem: Definiert die Herausforderung für die Schüler, sich vom abbildenden Darstellungswert der Farben zu lösen und diese stattdessen als Ausdrucksmittel für die eigene Gefühlswelt zu nutzen.
3. Unterrichtsziele: Legt die pädagogischen Ziele fest, unterteilt in Grob- und Feinziele, die sich auf die künstlerische Ausdrucksfähigkeit und die farbtheoretische Reflexion konzentrieren.
4. Sachanalyse: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Farblehre, insbesondere die Unterscheidung von Eigen-, Darstellungs- und Ausdruckswert nach Hans Jantzen.
5. Didaktische Analyse: Begründet das Unterrichtskonzept nach den fünf Dimensionen von W. Klafki, um die Relevanz der Thematik für die Schüler zu verifizieren.
6. Geplanter Stundenverlauf: Detailliert die zeitliche und methodische Struktur der Unterrichtseinheit, von der Begrüßung bis zur Reflexionsphase.
7. Reflexion der Stunde: Bewertet den praktischen Verlauf, die Konzentration der Schüler und den Erfolg der Lernziele anhand der entstandenen Ergebnisse.
8. Literatur: Listet die verwendeten Quellen und Webressourcen zur Vorbereitung der Unterrichtseinheit auf.
Schlüsselwörter
Kunstunterricht, Ausdrucksfarbe, Selbstportrait, Grundschule, Pädagogik, Klafki, didaktische Analyse, Farbgestaltung, Emotionalität, Ausdruckswert, Sachanalyse, künstlerische Praxis, Selbstbild, Schulpraktische Übungen, Farblehre
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Bericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert eine schulpraktische Übung im Fach Kunst, die in einer Kindertagesstätte durchgeführt wurde, mit einem Fokus auf die emotionale Ausdruckskraft von Farben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Farblehre, der didaktischen Analyse nach Wolfgang Klafki sowie der praktischen Anwendung von künstlerischen Prozessen in der Grundschule.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist es, dass die Kinder lernen, ihre Gefühle und ihr „Ich“ durch gezielten Einsatz von Farben künstlerisch auszudrücken, anstatt nur gegenständliche Selbstportraits anzufertigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Zur didaktischen Begründung der Unterrichtseinheit wird die klassische didaktische Analyse nach W. Klafki herangezogen.
Was wird im Hauptteil des Berichts behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der Farbwirkung, eine didaktische Strukturierung der Stunde sowie einen detaillierten Plan zum Stundenverlauf inklusive Reflexion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kunstunterricht, Ausdrucksfarbe, didaktische Analyse und emotionale Gestaltung.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Darstellungs- und Ausdruckswert wichtig?
Die Unterscheidung hilft den Kindern zu verstehen, dass Farben eine Bedeutung tragen können, die über das bloße Abbilden von Objekten hinausgeht, was für den künstlerischen Ausdruck essenziell ist.
Wie haben die Schüler auf die Anforderung reagiert?
Die Kinder zeigten sich sehr interessiert und konnten die Aufgabe, ihre Gefühle farblich zu begründen, weitgehend erfolgreich umsetzen.
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- Julia Uhlitzsch (Author), 2012, Unterrichtsentwurf: 'Selbstportrait im Kunstunterricht', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208002