„Und was machst du so?“„Ich studiere Mathematik.“„Mathematik?! Oh Gott.“
Solche und ähnliche Gespräche hört man immer wieder und diese Reaktion auf ein Mathematikstudium kommt oft vor, es könnte gar meine eigene sein.
Ich frage mich beispielsweise auch:
Warum studiert man Mathematik?
Warum haben viele (auch ich) eine Abneigung der Mathematik gegenüber?
Wenn so viele ein Problem damit haben warum wird Mathematik trotzdem von der Gesellschaft vorausgesetzt?
Da ich seit mittlerweile 12 Jahren dazu verpflichtet bin mich mit den Problemen der Mathematik zu beschäftigen ertappe ich mich bei den Gedanken:
Warum mache ich das? Werde ich es jemals brauchen? Warum bereitet es mir Schwierigkeiten?
Diese Fragen brachten mich schließlich dazu meine Facharbeit im Fach Mathematik zu schreiben.
Dass ich als Thema etwas wählen könnte, was mich, wie bereits beschrieben, wirklich interessiert, war mir vorerst allerdings nicht bewusst, so spielte ich mit dem Gedanken als Thema einen Logarithmus zu wählen, doch durch Gespräche mit meinem Mathematik-Fachlehrer Herrn Peters fand ich schließlich zu meinem letztendlichen Thema:
„Die Diskrepanz zwischen dem gesellschaftlichem Anspruch der Mathematik und ihrer Beliebtheit.“
Es greift die Diskussion auf die während Mathematikstunden immer wieder aufkommt.
In der folgenden Facharbeit werde ich diese Diskrepanz auf Umfragen basierend feststellen und sowohl Gründe als auch potenzielle Präventionsmaßnahmen für die Entstehung dieser Unbeliebtheit aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition und Geschichte der Mathematik
3. Meine Umfrage und ihre Auswertung
4. Bedeutung der Mathematik für die Gesellschaft
4.1. Praktische Anwendung
4.2. Weiterführende Anwendungen
5. Gründe der Unbeliebtheit
5.1. Schwierigkeiten der Mathematik
5.2. Aufgabenart der Mathematik
5.3. Methoden der Mathematik
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht die Diskrepanz zwischen der hohen gesellschaftlichen Anerkennung und Notwendigkeit der Mathematik einerseits und ihrer verbreiteten Unbeliebtheit bei Schülern andererseits, um Ursachen sowie mögliche Lösungsansätze für den Unterricht zu identifizieren.
- Analyse des Stellenwerts der Mathematik in der modernen Gesellschaft.
- Untersuchung der historischen Entwicklung mathematischer Konzepte.
- Empirische Auswertung einer Schülerumfrage zur Wahrnehmung des Schulfachs.
- Kritische Reflexion von Lehrmethoden und Aufgabenstellungen im Mathematikunterricht.
Auszug aus dem Buch
Schwierigkeit der Mathematik
Die Gründe die Schüler bzw. Menschen die sich mit Mathematik befassen angeben sind oft dieselben oder ähneln sich zumindest sehr. Hier möchte ich nun die meistgenannten zusammenfassen.
"Moralisch [!] lehrt uns die Mathematik, sich streng [!] gegenüber dem zu verhalten, was als Wahrheit behauptet wird, was als Argument hervorgebracht wird oder was als Beweis angeführt wird. Die Mathematik fordert Klarheit der Begriffe und Behauptungen und duldet keinen Nebel und keine unbeweisbaren Erklärungen.“
Dieses Zitat Alexandrows beschreibt was die Mathematik für Anforderungen stellt und mit genau dieser Anforderung der mathematischen Strenge tun sich viele schwer denn für ungenaue Angaben oder weit ausschweifende Diskurse ist in der Mathematik kein Platz, sondern Deutlichkeit und Beweisbarkeit ist gefragt, dies kann sowohl Schülern als auch Lehrenden Schwierigkeiten bereiten.
„Die Mathematiker sind eine Art Franzosen: redet man zu ihnen, so übersetzen sie es in ihre Sprache, und dann ist es also bald ganz etwas anderes."
Schüler versuchen oftmals mathematische Vorgänge zu verstehen indem sie sie auf alltägliche Dinge übertragen oder mit Erfahrungen verbinden und diese wiederum auch mit alltäglichen Begriffen ausdrücken, Lehrer sollten dem offen gegenüber sein und nicht zu sehr auf ihre exakten fachspezifischen Begriffe beharren und auch beim erklären versuchen eine den Schülern bekannte Sprache zu verwenden und erst dann die Nutzung der korrekten Begriffe sicherzustellen. Leider ist dies nicht immer der Fall und kann dann schnell demotivieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Motivation und Herleitung der Themenstellung aus der Beobachtung der Diskrepanz zwischen gesellschaftlichem Anspruch und persönlicher Abneigung.
2. Definition und Geschichte der Mathematik: Definition der Mathematik als abstrakte Wissenschaft und kurzer Abriss ihrer historischen Entwicklung von der Antike bis zur Einführung arabischer Ziffern.
3. Meine Umfrage und ihre Auswertung: Präsentation und Analyse der Ergebnisse einer an 50 Schülern durchgeführten Befragung bezüglich ihrer Einstellung zur Mathematik.
4. Bedeutung der Mathematik für die Gesellschaft: Erörterung des Stellenwerts mathematischen Denkens für logische Prozesse im Alltag und in speziellen Berufsfeldern.
4.1. Praktische Anwendung: Betrachtung des Nutzens grundlegender mathematischer Fertigkeiten für den Alltag, wie etwa bei alltäglichen Einkaufsvorgängen.
4.2. Weiterführende Anwendungen: Darstellung der Bedeutung höherer Mathematik für Forschung, Ingenieurwesen und technologischen Fortschritt.
5. Gründe der Unbeliebtheit: Analyse der subjektiv wahrgenommenen Schwierigkeiten bei der Auseinandersetzung mit der mathematischen Strenge und Logik.
5.1. Schwierigkeiten der Mathematik: Erörterung des Spannungsfeldes zwischen mathematischer Präzision und dem Bedürfnis nach verständlicher, alltagsnaher Sprache.
5.2. Aufgabenart der Mathematik: Kritik an den oft lebensfremden und für Schüler wenig motivierenden Kontexten in klassischen Textaufgaben.
5.3. Methoden der Mathematik: Bewertung des Frontalunterrichts im Vergleich zu aktivierenden Methoden wie Gruppenarbeit oder Expertenrunden.
6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung motivierender Unterrichtsmodelle.
Schlüsselwörter
Mathematik, Unbeliebtheit, Schulfach, Didaktik, Mathematikunterricht, Schülerumfrage, Logik, Gesellschaftlicher Anspruch, Beweisbarkeit, Frontalunterricht, Gruppenarbeit, Bildungsstandard, Mathematikgeschichte, Mathematische Strenge, Motivation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Diskrepanz, dass Mathematik einerseits als gesellschaftlich unverzichtbar gilt, sie andererseits aber bei vielen Schülern als unbeliebtes Schulfach wahrgenommen wird.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den zentralen Feldern gehören die Geschichte der Mathematik, die Bedeutung der Mathematik für den Alltag und die Technik sowie eine Analyse der schulischen Vermittlung dieses Fachs.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Gründe für die geringe Beliebtheit des Fachs Mathematik aufzudecken und Wege zu finden, wie Unterricht durch alltagsnähere Aufgaben und moderne Methoden motivierender gestaltet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich neben der Literaturarbeit auf eine selbst durchgeführte Online-Umfrage unter 50 Schülern im Alter von 12 bis 20 Jahren.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Im Hauptteil werden der gesellschaftliche Stellenwert, die Anforderungen der mathematischen Strenge sowie die Kritik an klassischen Aufgabenformaten und Unterrichtsformen detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Mathematik, Unbeliebtheit, Didaktik, Schulfach, Logik, Mathematikunterricht und Schülerbefragung.
Warum wird im Dokument das Beispiel der Steuerberechnung angeführt?
Dieses Beispiel dient als Beleg für die Kritik an der mangelnden Alltagsrelevanz mancher Textaufgaben, da Schüler der 6. Klasse kaum einen persönlichen Bezug zur Einkommensteuer herstellen können.
Welche Lehrmethoden werden im Fazit als positive Alternative zum Frontalunterricht empfohlen?
Es werden kooperative Lernformen wie Gruppenarbeiten und sogenannte "Expertenrunden" empfohlen, um Schüler aktiver einzubinden und die Scheu vor mathematischen Problemen zu mindern.
- Arbeit zitieren
- Maddalena Kent (Autor:in), 2009, Die Diskrepanz zwischen dem gesellschaftlichen Anspruch der Mathematik und ihrer Beliebtheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208072